KI: 50 gedenken der Opfer von Polizeigewalt
Über 50 TeilnehmerInnen und viele Kerzen bei stiller Mahnwache gegen Polizeigewalt am 13.12. in Kiel anlässlich der aktuellen Ereignisse in Griechenland
Am frühen Abend des gestrigen Samstag versammelten sich über 50 Menschen zu einer stillen Mahnwache auf dem belebten Kieler Rathausplatz, um ihre Trauer über den Mord eines griechischen Polizisten an dem 15-jährigen linken Jugendlichen Alexis Grigoropoulos vor einer Woche in Athen auszudrücken und ein öffentliches Zeichen gegen Polizeigewalt und - wie es im Aufruf heißt - "für den Wert menschlichen Lebens" zu setzen.
Die TeilnehmerInnen der Mahnwache, die um 19 Uhr begann und etwa 90 Minuten andauerte, entzündeten zahlreiche Kerzen für den ermordeten Alexis und alle Opfer von Polizeigewalt. Auf einem Transparent war unter dem Appell "Stoppt die Polizeigewalt!" zu lesen, dass allein in Griechenland seit 1996 81 Menschen durch staatliche Gewalt ihr Leben verloren haben. Allein diese Zahl zeigt auf, dass es sich bei dem jüngsten Todesfall keinesfalls um einen "versehentlichen" Mord handelt.
Ein vorbereiteter Filmbeitrag über Polizeigewalt in Griechenland konnte wegen technischen Probleme leider nicht mehr gezeigt werden. Die Kieler Polizei war diesmal ausnahmsweise pünktlich zur angekündigten Auftaktzeit vor Ort, störte das Gedenken darüber hinaus glücklicherweise nicht weiter, obwohl es vorher nicht angemeldet worden war.
Nach der eher kämpferischen Spontandemo mit etwa 150 TeilnehmerInnen am vergangenen Donnerstag (
http://de.indymedia.org/2008/12/235804.shtml /
http://de.indymedia.org/2008/12/235829.shtml) unter dem Motto "Internationale Solidarität gegen mörderische Repression und kapitalistische Zumutungen!" war dies nun schon die zweite Kieler Soliaktion anlässlich der derzeitigen Revolte in Griechenland. Erfreulicherweise wurden beide von verschiedenen Vorbereitungskreisen getragen und hatten einen dementsprechend variierenden Charakter, trugen aber beide zur Aufklärung der Öffentlichkeit über die aktuellen Ereignisse in Griechenland und das nicht nur in Griechenland gegenwärtige Problem der Polizeigewalt bei.
Fotos in besserer Qualität bitte ergänzen!
Die TeilnehmerInnen der Mahnwache, die um 19 Uhr begann und etwa 90 Minuten andauerte, entzündeten zahlreiche Kerzen für den ermordeten Alexis und alle Opfer von Polizeigewalt. Auf einem Transparent war unter dem Appell "Stoppt die Polizeigewalt!" zu lesen, dass allein in Griechenland seit 1996 81 Menschen durch staatliche Gewalt ihr Leben verloren haben. Allein diese Zahl zeigt auf, dass es sich bei dem jüngsten Todesfall keinesfalls um einen "versehentlichen" Mord handelt.
Ein vorbereiteter Filmbeitrag über Polizeigewalt in Griechenland konnte wegen technischen Probleme leider nicht mehr gezeigt werden. Die Kieler Polizei war diesmal ausnahmsweise pünktlich zur angekündigten Auftaktzeit vor Ort, störte das Gedenken darüber hinaus glücklicherweise nicht weiter, obwohl es vorher nicht angemeldet worden war.
Nach der eher kämpferischen Spontandemo mit etwa 150 TeilnehmerInnen am vergangenen Donnerstag (
http://de.indymedia.org/2008/12/235804.shtml /
http://de.indymedia.org/2008/12/235829.shtml) unter dem Motto "Internationale Solidarität gegen mörderische Repression und kapitalistische Zumutungen!" war dies nun schon die zweite Kieler Soliaktion anlässlich der derzeitigen Revolte in Griechenland. Erfreulicherweise wurden beide von verschiedenen Vorbereitungskreisen getragen und hatten einen dementsprechend variierenden Charakter, trugen aber beide zur Aufklärung der Öffentlichkeit über die aktuellen Ereignisse in Griechenland und das nicht nur in Griechenland gegenwärtige Problem der Polizeigewalt bei. Fotos in besserer Qualität bitte ergänzen!
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Aufruf zur Mahnwache
Saturday night, 6th of December in Athens Greece, a 15year old boy, Alex
Grigoropoulos, was shot dead by a police officer during a verbal
confrontation between 2 policemen and 15 boys.
The policemen claim that they were driving their car and around 30 people
attacked the police car with sticks and bottles. The policemen left,
parked their car further down the street and returned on foot to continue
the confrontation. Then, one of the two police officers shot twice in the
air and once on the ground where the bullet bounced on the ground and hit
Alex on the belly.
Eye witnesses on the other hand say that the boys did not attack the
police car with any objects whatsoever, they only had an intense verbal
confrontation, where the police officers left, parked their car and came
back. They continued their verbal confrontation until one of the two
officers shot Alex directly on the belly.
The boy was transported dead to the hospital.
Since Saturday night, people have been protesting in the streets in all
major cities of Greece where the police force has shown extreme brutality
beating and arresting 15year old children during the demonstrations. In
Berlin, Paris and some cities in the UK people have attacked the Greek
Embassies.
We would like to invite you to a silent demonstration in Kiel at the
Rathaus Platz at 19:00 Saturday 13/12. Everybody bring a candle to light
for Alex.
This will be a peaceful demonstration, to protest about brutality of
police force and the value of human life.
POLICE BRUTALITY - A Tragic Violation Of The Public Trust
Aufruf zur Mahnwache (deutsche Übersetzung)
samstag nacht,am 6. dezember in athen, griechenland, wurde der 15-jährige
Alex Grigoropoulos von einem polizisten während einer [zunächst] verbalen
auseinandersetzung zwischen zwei polizisten und 15 jugendlichen erschossen.
die polizisten behaupten, sie seien von 30 personen mit stöcken und flaschen
angeriffen worden, als sie mit ihrem auto [durch Exarchia,einem
alternativen athener stadtteil] fuhren. Sie hätten ihr auto ein stück die
straße weiter geparkt und seien zurückgekehrt, um die auseinandersetzung
fortzusetzen. dann hätte einer der polizisten zweimal in die luft und
einmal auf den boden geschossen, von wo die kugel Alex in den bauch
getroffen hätte.
augenzeugen berichten andererseits, die jugendlichen hätten das
polizeiauto nicht atackiert, sie hätten nur eine heftige verbale
auseinandersetzung gehabt, in deren verlauf die polizisten ihren wagen
abstellten. sie kehrten zu fuß zurück, um die konfronation fortzusetzen.
dann schoß einer der cops Alex direkt in den bauch. der junge wurde
[bereits] tot in's krankenhaus transportiert.
seit samstag nacht protestieren menschen in allen größeren städten
griechenlands, wobei die polizei ein extrem brutales vorgehen und
verhaftungen gegen 15-jährige jugendliche an den tag legt. In Berlin,
Paris un in einigen städten großbritanniens wurden die griechischen
botschaften attackiert.
wir möchten euch auffordern, an eiener stillen demonstration auf dem kieler
rathausplatz am samstag, den 13.12. um 19.00 teilzunehmen. JedeR entzünde
[möglichst] eine Kerze für Alex.
Es soll eine friedliche demonstration gegen polizei-brutalität und für den
wert menschlichen lebens sein.
PM zur Mahnwache
- Über 50 Menschen bei stiller Mahnwache gegen Polizeigewalt auf dem Kieler Rathausplatz
- Zahlreiche Kerzen für den vor einer Woche in Athen von einem Polizisten ermordeten Alexis Grigoropoulos
- Maya Kirschner: "Wir begrüßen diese weitere öffentliche Aufklärungsaktion in Kiel zu den Ereignissen in Griechenland!"
Am frühen Abend des Samstag, 13. Dezember 2008 versammelten sich über 50 Menschen zu einer stillen Mahnwache auf dem belebten Kieler Rathausplatz, um ihre Trauer über den Mord eines griechischen Polizisten an dem 15-jährigen linken Jugendlichen Alexis Grigoropoulos am Samstag, 06. Dezember 2008 in Athen auszudrücken und ein öffentliches Zeichen gegen Polizeigewalt und - wie es im Aufruf heißt - "für den Wert menschlichen Lebens" zu setzen.
Die TeilnehmerInnen der Mahnwache, die um 19 Uhr begann und etwa 90 Minuten andauerte, entzündeten zahlreiche Kerzen für den ermordeten Alexis und alle Opfer von Polizeigewalt. Auf einem Transparent war unter dem Appell "Stoppt die Polizeigewalt!"zu lesen, dass allein in Griechenland seit 1996 81 Menschen durch staatliche Gewalt ihr Leben verloren haben und es allein deshalb offensichtlich sei, dass es sich bei dem jüngsten Todesfall keinesfalls um einen "versehentlichen" Mord handelt.
Maya Kirschner vom "autonomen Kieler Solidaritätszusammenschlusses für die sozialen Kämpfe in Griechenland" begrüßte das spontane Engagement der InitiatorInnen der Gedenkveranstaltung: "Es ist erfreulich, dass es in der vergangenen Woche wie in zahllosen Städten weltweit auch in Kiel zu spontanen Solidaritätsaktionen mit den Angehörigen des ermordeten Alexis und den anschließenden heftigen Protesten in ganz Griechenland gekommen ist. Mit der samstäglichen Mahnwache und unserer Spontandemo am vergangenen Donnerstag konnte in Kiel mit zwei Veranstaltungen unterschiedlichen Charakters, die jeweils von verschieden Kreisen von AktivistInnen initiert wurden, über die aktuellen Ereignisse in Griechenland aufgeklärt und das nicht nur in Griechenland gegenwärtige Problem der Polizeigewalt öffentlich thematisiert werden."
Bereits am vergangenen Donnerstag demonstrierten anlässlich des derzeitigen Aufruhrs in Griechenland etwa 150 Menschen unter dem Motto "Internationale Solidarität gegen mörderische Repression und kapitalistische Zumutungen!" spontan durch die Kieler Innenstadt. In Griechenland hat die Ermordung des 15-jährigen Alexis Grigoropoulos vor einer Woche zu einem landesweiten Aufstand geführt, in dem sich die Wut über den mörderischen Polizeiapparat mit schon seit längerer Zeit brodelnden antikapitalistischen sozialen Kämpfen verbunden hat und bis heute andaurert.