Weimar: Solisponti für Alexis!

Rumpelwumpel 14.12.2008 17:34 Themen: Antifa Freiräume Medien Repression
Am Samstagabend dem 13.12.08 versammelten sich rund 40 Menschen um ihre Trauer und Wut über den Mord an Alexis in Athen und die anhaltende Repression hier und überall auf die Straße zu bringen.

Dabei kam es zu unverhältnismäßigen Polzeiübergriffen und einigen Auseinandersetzungen zwischen der Staatsmacht und den Demonstrant_innen.
Gegen 20:30 Uhr trafen sich in der Nähe des Hauptbahnhofs ca. 40 Menschen, entrollten Transparente und starteten eine spontane Demonstration in die, vom Weihnachtsmarkt bevölkerte, Innenstadt.
Laut und offensiv wurden die Inhalte, unterstützt von bunter Pyrotechnik, an die vorbei laufenden Passant_innen getragen. Mit lauten Sprechchören, Böllern, Raketen, Rauchbomben, Pyros und Flyern wurde das Anliegen der jungen Leute kundgetan.

Vorbei am Haupteinkaufszentrum Weimars, dem Atrium, ging es in Richtung Innenstadt. Auf dem Goetheplatz tauchten dann die ersten Streifenwagen auf.
Ein anscheinend besonders mutiger und ambitionierter Polizist parkte sein Wagen quer auf der Straße, um den Demonstrant_innen den Weg abzuschneiden. Daraufhin kam es zu vereinzelten Flaschen- und Schneeballwürfen, die jedoch maximal geringwertigen Schaden verursachten.
Die Sponti zog weiter zum nahe gelegenen Theaterplatz und löste sich dort unter den verdutzten Blicken der Weihnachtsmarktbesucher_innen auf.
Die Leute rannten in verschiedene Richtungen, kurze Zeit später kam es zu einem Angriff von Zivilbullen auf zwei vermutliche Teilnehmer der Sponti unter massiver Gewaltanwendung.
Im Verlauf der nächsten Minuten wurden weitere zwei vermutliche linke Aktivist_innen in Gewahrsam genommen.
Die Bullen sperrten relativ unkoordiniert und stark überfordert die gesamte Innenstadt und kontrollierten wahllos Personen, die einen alternativen Anschein erregten.
Während einer Personalienkontrolle kam es immer wieder zu Beleidigungen und Bedrohungen (Aktivist:"Steht auf ihrer Mütze auch Polizei?" Bulle:"Ja und auf der Kugel die du von mir in deinen Kopf bekommst, wird auch Polizei draufstehen.")

Während sich die herbeigerufene Verstärkung abmühte, die Innenstadt mit ihrer Anweisenheit zu belästigen, stellten sich ca. 10-15 Bullen vor das alternative Jugend- und Kulturzentrum Gerberstraße, da vermutet wurde, dass dort eventuell die Geflüchteten verweilen. Nach einem mageren und erfolglosen Versuch in das Haus zu kommen, rüsteten sich die Cops mit Oberkörperschutz, Helm und was noch alles zu einem ordentlichen Schlägerbullen gehört.
Nach ca. einer Stunde zog jedoch auch der letzte Uniformierte ab und überließ das Feld einer Reihe von Zivilbullen.


Gegen 1Uhr nachts versammelten sich noch einmal ca. 15 Personen vor der Polizeistation, um die noch sitzenden Gefangen herauszufordern. Im Gewahrsam mussten sich die 4 einer kompletten ED Behandlung, Durchsuchung und einem massiven Druck aussetzen lassen.


Die Reaktion der Polizei zeigte uns, dass die Staatsmacht Angst vor Zuständen wie in Griechenland hat und versucht dies präventiv mit massivster Gewalt zu verhindern.




NO JUSTIC NO PEACE!

FÜR EINE WELT OHNE HERRSCHAFT!

BULLEN UND STAAT ABSCHAFFEN!
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Ergänzungen

Pressemappe

Presseheini 14.12.2008 - 17:48
14.12.2008
Schwere Krawalle in Weimar
In Weimar hat es am späten Abend schwere Ausschreitungen zwischen linksautonomen Jugendlichen und der Polizei gegeben, dies bestätigte die Polizei am Morgen auf ANTENNE THÜRINGEN-Anfrage. Bis zu 50 Linke hatten sich zu einer nichtgenehmigten Versammlung am Rande des Weihnachtsmarktes getroffen. Als die Polizei anrückte wurden die Beamten mit Steinen und Feuerwerkskörpern attackiert. Es gab vier vorläufige Festnahmen, so ein Polizeisprecher. Bis zu 50 Beamte waren im Einsatz um die Randale in den Griff zu bekommen. Die Polizei bestätigte zudem, dass die Staatsanwaltschaft Erfurt jetzt die Ermittlungen in den Fall aufgenommen hat. Nach ANTENNE THÜRINGEN-Informationen aus Polizeikreisen waren der Hintergrund für die Ausschreitungen offenbar Sympathiebekundungen für die Jugendlichen in Griechenland. Dort hatten es nach dem Tod eines jungen Mannes tagelange schwere Krawalle gegeben, so auch in der vergangnen Nacht.
Quelle:  http://www.antennethueringen.de/at_www/service/news/index.php



Weimar (dpa) - Rund 40 linksautonome Jugendliche sind am Samstagabend durch Weimar gezogen und haben Polizisten mit Feuerwerkskörpern, Glasflaschen und Steinen angegriffen.

Mit Transparenten und Flugblättern hätten die schwarz gekleideten und mit Tüchern vermummten Linken ihre Sympathie mit den Demonstranten in Griechenland bekundet, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag und bestätigte einen Bericht von Antenne Thüringen. Seit dem Tod eines 15-jährigen durch eine Polizeikugel gibt es in Griechenland seit Tagen Ausschreitungen.

Bereits bei Solidaritäts-Demonstrationen in Städten wie Minden und Frankfurt/Main hatte es Ausschreitungen gegeben. Die Autonomen in Weimar hätten außerdem gegen den Freispruch von zwei Polizisten im Prozess um den Feuertod eines Asylbewerbers in Dessau-Roßlau protestiert, hieß es.

Die Autonomen, die sich in einer nicht genehmigten Demonstration Richtung Weimarer Weihnachtsmarkt bewegten, stammten nach Polizeiangaben nicht nur aus Thüringen, sondern auch aus Sachsen- Anhalt. Vier Linke wurden vorläufig festgenommen. Bei den Auseinandersetzungen habe es keine Verletzten und auch keinen Sachschaden gegeben, sagte der Polizeisprecher.

In der Bremer Innenstadt hat die Polizei am Samstag bei einer verbotenen Demonstration linker Gruppierungen «gegen Polizeigewalt und Sozialabbau» nach eigenen Angaben rund 170 Demonstranten in Gewahrsam genommen. Etwa 200 teilweise Vermummte hatten sich an dem Aufmarsch beteiligt und waren von der Polizei gestoppt und eingeschlossen worden. Ausschreitungen gab es nicht. Es sei friedlich geblieben, teilte die Polizei mit.

Das Bremer Verwaltungsgericht hatte am Freitag die Entscheidung des Stadtamtes bestätigt, die Demonstration in der Innenstadt zu untersagen. Dennoch fand diese statt.
Quelle:  http://www.shz.de/deutschland-welt/politik/artikeldetails/article/111/linksautonome-attackieren-polizisten-in-weimar.html
 http://www.nnn.de/deutschland-welt/politik/artikeldetails/article/526/linksautonome-attackieren-polizisten-in-weimar.html
 http://www.stimme.de/deutschland-welt/nachrichten/Demonstrationen;art295,1415411



Weimar. Rund 40 linksautonome Jugendliche sind am Samstagabend durch Weimar gezogen und haben Polizisten mit Feuerwerkskörpern, Glasflaschen und Steinen angegriffen.

Mit Transparenten und Flugblättern hätten die schwarz gekleideten und mit Tüchern vermummten Linken ihre Sympathie mit den Demonstranten in Griechenland bekundet, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag und bestätigte einen Bericht von Antenne Thüringen. Seit dem Tod eines 15-jährigen durch eine Polizeikugel gibt es in Griechenland seit Tagen Ausschreitungen.

Bereits bei Solidaritäts-Demonstrationen in Städten wie Minden und Frankfurt/Main hatte es Ausschreitungen gegeben. Die Autonomen in Weimar hätten außerdem gegen den Freispruch von zwei Polizisten im Prozess um den Feuertod eines Asylbewerbers in Dessau-Roßlau protestiert, hieß es.

Die Autonomen, die sich in einer nicht genehmigten Demonstration Richtung Weimarer Weihnachtsmarkt bewegten, stammten nach Polizeiangaben nicht nur aus Thüringen, sondern auch aus Sachsen- Anhalt. Vier Linke wurden vorläufig festgenommen. Bei den Auseinandersetzungen habe es keine Verletzten und auch keinen Sachschaden gegeben, sagte der Polizeisprecher.

In der Bremer Innenstadt hat die Polizei am Samstag bei einer verbotenen Demonstration linker Gruppierungen "gegen Polizeigewalt und Sozialabbau" nach eigenen Angaben rund 170 Demonstranten in Gewahrsam genommen. Etwa 200 teilweise Vermummte hatten sich an dem Aufmarsch beteiligt und waren von der Polizei gestoppt und eingeschlossen worden. Ausschreitungen gab es nicht. Es sei friedlich geblieben, teilte die Polizei mit.

Das Bremer Verwaltungsgericht hatte am Freitag die Entscheidung des Stadtamtes bestätigt, die Demonstration in der Innenstadt zu untersagen. Dennoch fand diese statt. (dpa)
Quelle:  http://www.fr-online.de/in_und_ausland/panorama/1645497_Linksautonome-attackieren-Polizisten.html



WEiMAR: Linksautonome zogen durch die Stadt
Rund 40 linksautonome Jugendliche sind am Samstagabend durch Weimar gezogen und haben einschreitende Polizisten mit Feuerwerkskörpern, Glasflaschen und Steinen angegriffen. Mit Transparenten und Flugblättern hätten die schwarzgekleideten und mit Tüchern vermummten Linken ihre Sympathie mit den Demonstranten in Griechenland bekundet, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Seit dem Tod eines 15-jährigen durch eine Polizeikugel gibt es in Griechenland seit Tagen Ausschreitungen.


14.12.2008 12:43 Uhr TA/dpa
Quelle:  http://www.thueringer-allgemeine.de/ta/ta.thueringen.ticker.volltext.php?kennung=ontaTICRatgeberMantel1229255018&zulieferer=ta&kategorie=TIC&rubrik=Ratgeber®ion=Mantel&auftritt=TA&dbserver=1






Rund 40 linksautonome Jugendliche sind am Samstagabend durch Weimar gezogen und haben Polizisten mit Feuerwerkskörpern, Glasflaschen und Steinen angegriffen. Mit Transparenten und Flugblättern hätten die schwarzgekleideten und mit Tüchern vermummten Linken ihre Sympathie mit den Demonstranten in Griechenland bekundet, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Seit dem Tod eines 15-Jährigen durch eine Polizeikugel gibt es in Griechenland seit Tagen Ausschreitungen.

Minden, Frankfurt, Bremen?

Bereits bei Solidaritäts-Demonstrationen in Städten wie Minden und Frankfurt/Main hatte es Ausschreitungen gegeben. Die Autonomen in Weimar hätten außerdem gegen den Freispruch von zwei Polizisten im Prozess um den Feuertod eines Asylbewerbers in Dessau-Roßlau protestiert, hieß es. Vier Linke wurden vorläufig festgenommen. Bei den Auseinandersetzungen habe es keine Verletzten und auch keinen Sachschaden gegeben, sagte der Polizeisprecher.


Ob eine verbotene Demonstration linker Gruppierungen "gegen Polizeigewalt und Sozialabbau" in der Bremer Innenstadt ebenfalls mit den Unruhen in Griechenland in Verbindung zu bringen ist, ist unklar. In der Hansestadt hat die Polizei am Samstag nach eigenen Angaben rund 170 Demonstranten in Gewahrsam genommen. Etwa 200 teilweise Vermummte hatten sich an dem Aufmarsch beteiligt und waren von der Polizei gestoppt und eingeschlossen worden. Ausschreitungen gab es nicht. Zur Demo aufgerufen hatte ein linkes Bündnis im Rahmen eines bundesweiten Aktionstages "gegen Polizeigewalt und Sozialabbau".


Sozialer Brennstoff

Die fast seit einer Woche andauernden Unruhen in Griechenland alarmieren die Regierungen in Europa: Finanz- und Wirtschaftskrise haben genug sozialen Brennstoff angehäuft, dass jederzeit ein Funken gewaltsame Proteste wie in den vergangenen Tagen in griechischen Städten auslösen könnte. Im Laufe der Woche flogen in Dänemark, Italien und Spanien Steine in Schaufensterscheiben und Banken. In Frankreich zogen Demonstranten vor das griechische Konsulat in Bordeaux und steckten Autos in Brand. An Wänden tauchten Graffiti mit der Ankündigung eines Aufstandes auf. In Italien beteiligten sich Tausende an einem Generalstreik, der allerdings nichts mit dem Tod des griechischen Jugendlichen am vergangenen Samstag zu tun hatte. Und in Athen flogen in der Nacht nach einer zunächst friedlichen Kundgebung wieder Steine und Brandsätze.


So deutet inzwischen einiges darauf hin, dass die Rezession in Europa eine Massenbewegung gegen Sparmaßnahmen und andere von Politik und Wirtschaft eingeleitete Gegenmaßnahmen auslösen könnte. Das hat es in dieser Form jahrelang nicht mehr gegeben, die Durchschnittsbevölkerung hat die ihr auferlegten Bürden bislang getragen.

Unruhen politisch gedeutet

Die Organisatoren des friedlichen Teils der griechischen Proteste machten aus der blanken Wut autonomer Gruppen aber schnell eine politische Bewegung, die gegen Sparmaßnahmen und Arbeitsplatzabbau antreten soll. "Wir ermutigen nicht gewaltsame Aktionen hier und im Ausland", sagte ein 23-jähriger Demonstrant am Athener Polytechnikum, Konstantinos Sakkas. "Was im Ausland passiert sind spontane Ausdrücke der Solidarität mit dem, was hier passiert."
Quelle:  http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/12/0,3672,7490732,00.html



Linksautonome ziehen durch Weimar

Weimar (dpa/th) - Rund 40 linksautonome Jugendliche sind gestern Abend durch Weimar gezogen und haben einschreitende Polizisten mit Feuerwerkskörpern, Glasflaschen und Steinen angegriffen. Mit Transparenten und Flugblättern hätten die schwarzgekleideten und mit Tüchern vermummten Linken ihre Sympathie mit den Demonstranten in Griechenland bekundet, sagte ein Polizeisprecher heute und bestätigte einen Bericht von Antenne Thüringen. Seit dem Tod eines 15-jährigen durch eine Polizeikugel gibt es in Griechenland seit Tagen Ausschreitungen.
14.12.2008 dpa
Quelle:  http://www.tlz.de/tlz/tlz.politik.volltext.php?zulieferer=dpa&redaktion=wap&dateiname=iptc-wap-20081214-47-dpa_19827178.nitf&kategorie=&catchline=%2Fregioline%2Fthueringen&other=&dbserver=1







da geht

noch wat 14.12.2008 - 18:09
in erfurt gab es eine polizeidemo am bahnhof aus angst vor angekündigten autonomer aktionen!
war nett anzusehen wie sich die zahlenmäßig hoch vertretene bolzei sich die zeit mit essen und handy spielen im reiseBPbus vertrieb! ma schauen wie es weiter geht =)

wasn scheiss

ich 14.12.2008 - 18:17
"Bei den Auseinandersetzungen habe es keine Verletzten und auch keinen Sachschaden gegeben, sagte der Polizeisprecher. "

hm...und wieso dann die artikelüberschrift "schwere Krawalle in Weimar?"
Muss ja echt schlimm gewesen sein, wenn es nichtmal sachschaden gab!!!

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seuche linkssprech

Fisch 14.12.2008 - 18:24
Wer von unverhältnismäßigen Polizeiübergriffen spricht, geht davon aus, dass eine Verhältnismäßigkeit besteht. Das tut sie nicht. Die Polizei ist ein repressives Organ, das den politischen Willen des jeweiligen Regimes mittels Gewalt durchsetzt. Ihre Legitimation bezieht sie somit aus einem von einer Minderheit ausgehenden Kontrolldiskurs. Da dies konstruiert ist und der Mensch es sich nicht aussuchen kann, ob er dies denn akzeptiert, hat ein solches Geschwafel auch nichts in einer rflektierten Linken zu suchen.

Oder anders: It's the fucking police, stupid!

Zu der angeblichen Bedrohung durch den zitierten Bullen. Würde ich persönlich eher unter (extrem) dumme Frage - dumme Antwort einordnen. Ich hätte wohl was ähnliches geantwortet. Das ist das Problem mit linker Arroganz: Bullen sind keine zurückgebliebenen Hauptschulabbrecher, sondern rekrutieren sich aus der Mitte der Gesellschaft. In dem Moment, in dem der Aktivist über den Bullen spottet, stellt er sich bewusst über ihn. Entsprechende Reaktionen sind da vorprogrammiert.