Kiel: Solidemo wegen Griechenland
In Kiel gab es am Abend des 11.12. eine Soli-Sponti, als Reaktion auf den Tod von Alexis Grigoropoulos und die Geschehnisse in Griechenland zogen bis zu 100 Menschen durch die Innenstadt.
Gegen 18Uhr versammelten sich am Berliner Platz, spontan ca. 70 Leute um ihre Wut und Trauer über den Tod des in Griechenland von der Polizei ermordeten Genossen, Alexis Grigoropoulos, zum Ausdruck zu bringen.
Die Demo zog gegen 18Uhr15, unter dem roten leuchten eines Bengalos, über die Konsummeile, Holstenstraße in Richtung Weinachtsmarkt. Auf dem Weg wurden den Passant/innen, der Anlass für diese Demonstration, durch das sich thematisch beziehende Fronttransparent, verteilten Flyern und Sprechchören vermittelt. Die Demonstration wuchs auf dem Weg auf eine Größe von etwa 100 Menschen an.
Die Entschlossenheit der Demonstrant/innen und die spät eintreffenden Polizei, die sich nun passiv geben musste, hatte zur Folge, dass der Weg bis hin zum gut besuchten Weinachtsmarkt durchgesetzt werden konnte. Hier wurde in einem Redebeitrag, der über die Hintergründe des Todes von Alexis Grigoropoulos informierte und auf die Reaktionen der Genoss/innen, Polizei und Menschen in Griechenland einging, die Weinachtsmarktbesucher/innen über die Zustände in Griechenland informiert. Diese nahmen die Demonstration gemischt, aber im Großen und Ganzen positiv auf. Die Reaktionen gingen von, Zustimmungsbekundungen, bis hin zu verstörten Pasant/innen, die nun Angst hatten, dass "es nun hier zu Krawallen" käme. Danach wurde die Route bis hin zum Bahnhof, über das Sophienblatt fortgesetzt. Es wurde die gesamte Zeit über Parolen, wie "Griechenland das war Mord, Widerstand an jedem Ort", "Solidarität muss praktisch werden, Feuer und Flamme den Griechischen Behörden" gerufen, dazu gab es durch eine Rauchbombe und das Werfen von Feuerwerk eine optische und akkusitsche Untermalung. Am Bahnhof eingetroffen, gab es dann gegenüber des Sophienhofs, die Abschlusskundgebung, mit einem Redebeitrag einer griechischen Genossin und einem weiteren Redebeitrag, die die Passant/innen über den Tod von Alexis Grigoropoulos und die Zustände in Griechenland informierten.
Danach wurde die Demonstration gegen 18Uhr50 aufgelöst und die Aktivist/innen zerstreuten sich.
Gegen 18Uhr versammelten sich am Berliner Platz, spontan ca. 70 Leute um ihre Wut und Trauer über den Tod des in Griechenland von der Polizei ermordeten Genossen, Alexis Grigoropoulos, zum Ausdruck zu bringen.
Die Demo zog gegen 18Uhr15, unter dem roten leuchten eines Bengalos, über die Konsummeile, Holstenstraße in Richtung Weinachtsmarkt. Auf dem Weg wurden den Passant/innen, der Anlass für diese Demonstration, durch das sich thematisch beziehende Fronttransparent, verteilten Flyern und Sprechchören vermittelt. Die Demonstration wuchs auf dem Weg auf eine Größe von etwa 100 Menschen an.
Die Entschlossenheit der Demonstrant/innen und die spät eintreffenden Polizei, die sich nun passiv geben musste, hatte zur Folge, dass der Weg bis hin zum gut besuchten Weinachtsmarkt durchgesetzt werden konnte. Hier wurde in einem Redebeitrag, der über die Hintergründe des Todes von Alexis Grigoropoulos informierte und auf die Reaktionen der Genoss/innen, Polizei und Menschen in Griechenland einging, die Weinachtsmarktbesucher/innen über die Zustände in Griechenland informiert. Diese nahmen die Demonstration gemischt, aber im Großen und Ganzen positiv auf. Die Reaktionen gingen von, Zustimmungsbekundungen, bis hin zu verstörten Pasant/innen, die nun Angst hatten, dass "es nun hier zu Krawallen" käme. Danach wurde die Route bis hin zum Bahnhof, über das Sophienblatt fortgesetzt. Es wurde die gesamte Zeit über Parolen, wie "Griechenland das war Mord, Widerstand an jedem Ort", "Solidarität muss praktisch werden, Feuer und Flamme den Griechischen Behörden" gerufen, dazu gab es durch eine Rauchbombe und das Werfen von Feuerwerk eine optische und akkusitsche Untermalung. Am Bahnhof eingetroffen, gab es dann gegenüber des Sophienhofs, die Abschlusskundgebung, mit einem Redebeitrag einer griechischen Genossin und einem weiteren Redebeitrag, die die Passant/innen über den Tod von Alexis Grigoropoulos und die Zustände in Griechenland informierten.
Danach wurde die Demonstration gegen 18Uhr50 aufgelöst und die Aktivist/innen zerstreuten sich.
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Aufruf zur Demo
Am vergangenen Samstag wurde der 15-jährige linke Jugendliche Alexis Grigoropoulos im alternativen Athener Stadtteil Exarchia von einem griechischen Polizisten durch einen Pistolenschuss ermordet. Dieses traurige Ereignis war der Auslöser für einen seit Tagen andauernden militanten Aufstand zehntausender Menschen, der sich von Athen über Thessaloniki mittlerweile auf ganz Griechenland ausgeweitet hat.
Dieser Aufstand, der unter anderem von anarchistischen Gruppen getragen wird, gedeiht auf der Grundlage von sich - nicht zuletzt im Zuge der weltweiten Finanzkrise - seit Monaten verschärfenden Protesten gegen die zahlreichen sozialen Missstände in Griechenland: SchülerInnen, LehrerInnen und Studierende kämpfen für die Ablösung des mittelalterlichen Bildungssystems und eine Zukunftsperspektive, in den Knästen befinden sich weite Teile der Gefangenen im Hungerstreik gegen die menschenverachtenden Haftbedingungen. Die ArbeiterInnen rüsten sich für einen landesweiten Generalstreik. Die rechte Regierung weiß auf die brodelnden sozialen Kämpfe standesgemäß nicht anders zu reagieren als mit brutaler staatlicher Repression. In diesem Zusammenhang muss der Tod von Alexis' und der ausgelöste Flächenbrand betrachtet werden.
Wir wollen unsere Solidarität mit den kämpfenden Menschen in Griechenland bekunden. Wir sind wütend darüber, dass mal wieder ein Mensch in einer Auseinandersetzung mit der Polizei sterben musste, weil er ihre Autorität nicht anerkannt hat. Wir sind an der Seite derjenigen, die nun ihre Trauer zu Widerstand gegen den traditionell faschistoiden Polizeiapparat und die menschenfeindlichen Lebensbedingungen im Kapitalismus wandeln und den Versuch unternehmen, die staatliche Ordnung ins Wanken zu bringen. Wir sind zuversichtlich, dass die rechte Regierung gestürzt werden kann und hoffen auf noch viel, viel mehr...
Aber wir gehen nicht nur auf die Straße, weil wir unsere Solidarität mit den GenossInnen in Griechenland ausdrücken wollen, sondern auch, weil wir wissen, dass Polizeigewalt und soziale Missstände nicht griechische, sondern allgemeine Phänome sind, deren Wurzeln in einem kapitalistischen System liegen, von dessen negativen Auswirkungen wir hier in Deutschland - wenn auch in erheblich unterschiedlichen Qualitäten und Ausprägungen - genauso betroffen sind, wie ein Großteil der Menschen weltweit.
Wenn wir für die griechischen GenossInnen auf die Straße gehen, sind wir ebenfalls auf der Straße für alle Opfer von staatlicher Gewalt. Und wir fühlen uns auch deshalb verbunden mit den trauernden Angehörigen von Alexis, weil wir wissen, dass auch in Deutschland PolizistInnen von Amtswegen her Menschen ermorden dürfen, ohne das sie jemals dafür zur Rechenschaft gezogen werden: Am vergangen Montag wurden diejenigen Dessauer Polizeibeamten freigesprochen, die vor knapp drei Jahren mit offensichtlich rassistischen Motiven dafür verantwortlich waren, dass Oury Jalloh an Händen und Füßen gefesselt in einer Gefangenenzelle verbrannt ist.
Und wir gehen nicht zuletzt deshalb auf die Straße, weil wir die sozialen Kämpfe, die derzeit in Griechenland toben, für eine adäquate Antwort halten auf die Zwänge und Normen, die Ausbeutung und Unterdrückung, denen auch wir alltäglich die Möglichkeit eines menschenwürdigen und befriedigenden Lebens zugunsten eines rassistischen, patriarchalen und kapitalistischen Systems opfern müssen.
Internationale Solidarität gegen mörderische Repression und kapitalistische Zumutungen!
Für eine revolutionäre Perspektive!
PM zur gestrigen Spontandemo
die sozialen Kämpfe in Griechenland", 12.12.2008
- 150 Menschen versammeln sich am Donnerstagabend spontan in der Kieler
Innenstadt in internationaler Solidarität mit den aktuellen Protesten in
Griechenland
- Lautstarke Demonstration über den Weihnachtsmarkt zum Bahnhof
- Maya Kirschner: "Spontanes, aber deutliches Zeichen gegen mörderische
Polizeigewalt nicht nur in Griechenland und für eine Auflehnung gegen
kapitalistische Verhältnisse überall!"
Am frühen Abend des Donnerstag, 11. Dezember 2008 versammelten sich etwa
150 Menschen spontan in der Kieler Innenstadt, um ihre Wut über den Mord
eines griechischen Polizisten an dem 15-jährigen linken Jugendlichen
Alexis Grigoropoulos am vergangenen Samstag in Athen auszudrücken und ihre
Solidarität mit den seitdem in ganz Griechenland verschärften sozialen
Kämpfen gegen Polizeigewalt und soziale Missstände zu bekunden.
Die unangemeldete Demonstration unter dem Motto "Internationale
Solidarität gegen mörderische Repression und kapitalistische Zumutungen!",
die von einem spontanen "autonomen Kieler Solidaritätszusammenschlusses
für die sozialen Kämpfe in Griechenland" getragen wurde und sich einreiht
in eine Vielzahl ähnlicher derzeitiger Solidaritätsveranstaltungen
weltweit, startete um kurz nach 18 Uhr vom Berliner-Platz und zog unter
lautstarken Sprechchören und wie "Griechenland - das war Mord! Widerstand
an jedem Ort!" ein ansehnlicher pyrotechnischer Untermalung durch die
Holstenstraße übers Sophienblatt zum Kieler Hauptbahnhof. Wärend dessen
wurden zahlreiche Flugblätter zur aktuellen Situation in Griechenland an
die vielen PassantInnen in der Innenstadt verteilt. Am gut besuchten
Weihnachtsmarkt und am Bahnhof gab es jeweils eine Kundgebung.
In den Redebeiträgen wurde neben dem Ausdruck der Solidarität mit den
Angehörigen des ermordeten Alexis und den derzeitigen vielfältigen
antikapitalistischen Kämpfen von SchülerInnen, Studierenden, LehrerInnen,
Autonomen, ArbeiterInnen und GefängnisinsassInnen gegen die massiven
sozialen Missstände in Griechenland, auch Bezug auf vergleichbare
Situationen in Deutschland genommen. So wurde darauf hingewiesen, dass am
Montag zwei Dessauer Polizeibeamte gerichtlich freigesprochen wurden, die
vor knapp drei Jahren Oury Jalloh in einer Gefangenenzelle aus
offensichtlich rassistischen Motiven verbrennen ließen und staatliche
Repression mit Todesfolge somit kein griechisches Phänomen sei. Darüber
hinaus wurde die vielschichtige kämpferische Praxis, die derzeit in
Griechenland die rechtskonservative Regierung massiv unter Druck setzt,
von einem Redner als "adäquate Antwort auf die alltäglichen Zumutungen
eines rassistischen, patriarchalen und kapitalistischen System" bezeichnet
und als Option zum Umgang mit den sich auch in Deutschland immer weiter
verschärfenden sozialen Misstände angeboten. Eine griechische Rednerin
konkretisierte abschließend nochmals die Situation in Griechenland und
wies darauf hin, dass es dort seit 1996 insgesamt 81 Todesopfer von
staatlicher Repression gegeben hat und der Tod von Alexis damit kein
"versehentlicher Einzelfall" sei. Um der Opfer zu Gedenken, lud sie für
Samstag, 13 Dezember 2008 um 19 Uhr zu einer stillen Mahnwache gegen
Polizeigewalt auf den Kieler Rathausplatz ein.
Maya Kirschner vom "autonomen Kieler Solidaritätszusammenschlusses für die
sozialen Kämpfe in Griechenland" bewertete die Demonstration als Erfolg:
"Wir konnten binnen weniger Stunden erfreuliche 150 Menschen mobilisieren
und mit unserer spontanen, aber lautstarken Demonstration viele
KielerInnen über die derzeitige Lage in Griechenland aufklären und für die
Unterstützung der dortigen Kämpfe gegen Polizeigewalt und kapitalistische
Verhältnisse als allgemeingültiges positives Beispiel werben."
13.12. KI: Mahnwache gg. Polizeigewalt
Saturday night, 6th of December in Athens Greece, a 15year old boy, Alex
Grigoropoulos, was shot dead by a police officer during a verbal
confrontation between 2 policemen and 15 boys.
The policemen claim that they were driving their car and around 30 people
attacked the police car with sticks and bottles. The policemen left,
parked their car further down the street and returned on foot to continue
the confrontation. Then, one of the two police officers shot twice in the
air and once on the ground where the bullet bounced on the ground and hit
Alex on the belly.
Eye witnesses on the other hand say that the boys did not attack the
police car with any objects whatsoever, they only had an intense verbal
confrontation, where the police officers left, parked their car and came
back. They continued their verbal confrontation until one of the two
officers shot Alex directly on the belly.
The boy was transported dead to the hospital.
Since Saturday night, people have been protesting in the streets in all
major cities of Greece where the police force has shown extreme brutality
beating and arresting 15year old children during the demonstrations. In
Berlin, Paris and some cities in the UK people have attacked the Greek
Embassies.
We would like to invite you to a silent demonstration in Kiel at the
Rathaus Platz at 19:00 Saturday 13/12. Everybody bring a candle to light
for Alex.
This will be a peaceful demonstration, to protest about brutality of
police force and the value of human life.
Sa., 13.12. 19 Uhr:
Stille Mahnwache gegen Polizeigewalt in Griechenland
Rathausplatz Kiel
POLICE BRUTALITY - A Tragic Violation Of The Public Trust
komischer pöbelnder Mensch
Bei der Abschlusskundgebung pöbelte einer los ich habe ihn akkustisch nicht verstanden.
auf dem Weg zur wurde wir ebenfalls einmal angepöbelt von einem Herren mittleren alters und Bart. Hörte sich für mich nach rechtem gelaber an.
Die Polizei reagierte auf den ersten gar nicht und auf den zweiten sehr deeskalierend.
Weiß jemand wer die personen waren und was sie gesagt haben?
lg
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Antirepressionsdemo — Bremen