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Sind wir alle Sklaven des Zinssystems?

Zinseszins 12.12.2008 01:06
Wir sind eine moderne Gesellschaft! Ausbeutung, so ein Quatsch. Es gibt keine Leibeigenen mehr. So etwas gab es gaaaanz ganz früher mal. Wir können stolz auf unsere Entwicklung sein. Wir haben ja eine Demokratie. Alle die etwas Anderes behaupten sind Feinde der Demokratie und haben die soziale Marktwirtschaft und die eigene persönliche Freiheit nicht verstanden.
Doch ist bekannt, daß gerade unser Zinskapitalismus die perfekte Ausbeutung des Großteils der Bevölkerung erst ermöglicht. Dabei war die “alte” Ausbeutung wesentlich durchschaubarer. Das heutige Zinssystem lässt alles schleichend ablaufen.

Die Bürger wissen oft nicht, warum es ihnen immer schlechter geht. Am Ende des Geldes noch immer Monat übrig ist. In früher Zeit war es ganz deutlich, wer aus welchem Grund jemanden ausgenutzt hat. Im Frondienst war für den Knecht völlig klar wer ihn ausbeutet. Ein schlechtes System, dass den Kapitalisten nahezu zwang die Menschen notfalls mit Gewalt zur Arbeit anzutreiben. Wer jedoch unter offenem Zwang steht, leistet nur das Minimum - sobald der Aufseher wegschaut. Heute aber, im Zinskapitalismus, geschieht das viel raffinierter:

Wenige Geldbesitzer enthalten den Menschen das wichtige Tauschmittel GELD vor. In den Umlauf geben sie es nur, wenn Zins gezahlt wird. Jedes Jahr müssen nun die Bürger Zinsen an die Geldverleiher bezahlen. Sie nicht? Oh doch – über die Preise auf Waren und Dienstleistungen über Mieten (ca. 70% des Mietzinses), auch über Steuern (Staatsverschuldung). Der einzelne Mensch muß nicht einmal kontrolliert, oder durch Zwang zur Arbeit angetrieben werden, da jedem gar keine andere Möglichkeit bleibt, als die Zinslasten zu tragen, wenn er nicht verhungern will. Diese Zinsbelastung trifft zu erst die Ärmsten unter uns, später die Mittelschicht (ist es schon so weit?), am Ende sogar die Wohlhabenden. Im Volk kommt es zu einem Konkurrenzdruck um die besten Plätze im System, niemand möchte zuerst scheitern. Dieser ruinöse Wettbewerb zwingt uns maximale Leistung zu erbringen, ohne daß äußerer Druck der Nutznießer notwendig ist.

Immer mehr Arbeit verteilt sich, für immer weniger Geld, auf immer weniger Schultern.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) berichtete schon vor 11 Jahren, dass sich ein Drittel des Nettogeldvermögens auf nur 6% der Haushalte konzentriert. Wie wird es dann heute aussehen?

Wer heute viel Geld besitzt, kann dieses verzinst anlegen und wird durch die erhaltene Rendite noch reicher. Damit kann er im folgenden Jahr noch mehr leistungslosen Gewinn durch diesen Zinseszins erwirtschaften. So steigert sich sein Reichtum, ohne Arbeit erbringen zu müssen, immer schneller. Bei nur 7 Prozent Rendite verdoppelt sich beispielsweise sein Vermögen alle 10 Jahre.

Doch irgendjemand muss diesen Reichtum und Gewinn erst einmal erwirtschaften. Was meinen Sie wer das ist?

Weil eine derartig rasante Steigerung von Geldvermögen automatisch mit einer gleich hohen Steigerung der Verschuldung verbunden ist, bedeutet der Zinsgewinn weniger Superreicher gleichzeitig eine Zins- und Schuldenlast für den Großteil der Bevölkerung. (und das Volk hält still) Mit der Ausweitung der schon riesigen Geldvermögen werden diese auch automatisch in immer weniger Händen konzentriert. 80% des Vermögens in Deutschland befindet sich in den Händen von nur 3% der Bevölkerung (Christlich Demokratische Arbeitnehmerschaft – CDA 1996)

Um die dabei zwangsläufig entstehende Armut weiter Teile der Bevölkerung abzufangen mussten die Sozialausgaben im Staatshaushalt dabei seit 1960 um mehr als gesteigert werden. Trotzdem sind derzeit 2,5 Millionen Kinder in Armut; 7,726 Millionen Menschen sind trotz sozialversicherungspflichtigen Jobs teilweise von Sozialleistungen des Staates abhängig! ca. 1 Million Menschen in Deutschland gehen täglich zur Tafel. (und das Volk hält still) Das ist der wahre Erfolg der bisherigen Regierungen, gepaart mit den beleidigenden Äußerungen und abwertenden Bemerkungen von abgehobenen Politikern, die anschließend auch noch wieder gewählt werden müssen, mangels vorhandener Alternativen und eingegangener Kompromisse. Danke Herr Sarazin, viele Grüße nach Berlin.

Kapital gewinnt, Arbeit verliert

Wie massiv die Zinslasten zu Ungleichgewichten zwischen Arm und Reich führen, zeigt sich insbesondere in der Entwicklung der Löhne und Gehälter im Vergleich zu den verzinsten Geldvermögen. Während das Geldvermögen exponentiell anwächst, sinken die Nettolöhne seit einigen Jahren. Gerade die Differenz zwischen Brutto- und Nettolohn wird immer größer, da Steuer- und Abgabenbelastungen für die Arbeitnehmer immer höher und höher werden. Vor allem die Idee und Umsetzung der prozentualen Lohnentwicklung fördert diese Diskrepanzen. Klar Frau Merkel, richtig Herr Koch – eine Entlastung der Bürger zur Überwindung der Finanzkriese und zur Entwicklung der Binnennachfrage halten sie natürlich nicht für nötig! Applaus!

Während Sie als Erwerbstätiger nur dann Vermögen bilden können, wenn Sie einen Teil Ihres Arbeitslohnes sparen, hat sich der Großteil des Geldvermögens in so wenigen Händen konzentriert, daß der jährliche Zinsgewinn nicht mehr konsumiert werden kann und automatisch wieder angelegt wird.

Weil die Zinslasten von der Bevölkerung aufgebracht werden müssen entsteht durch diesen Effekt ein perfektes Ausbeutungssystem.

Konsequenz dieser Betrachtungen ist, dass nahezu die gesamte Geldmenge M3 mit Kreditzinsen bedient werden muss. In unserer globalisierten Welt, also überall. Landeskredite in die dritte Welt und in sogenannte Schwellenländer. Staatskredite der Nationalstaaten, Banken an die jeweiligen Zentralbanken, Betriebe und Unternehmen, Institutionen und Bürger an die Banken und auch die Banken untereinander. Ja, und alle wollen und müssen verdienen. Auch der Euro, muss von Marktteilnehmern mit Zinsen bedient werden. Das gesamte monetäre System ist im Wesentlichen kreditgetrieben. Nur sehr wenigen gelingt es sich in Schuldenfreiheit zu bringen. Otto Normalverbraucher, wie du und ich, kann das nie gelingen. Auf Grund der Kreditlast der Unternehmen und des Staates, die wiederum die Keditkosten in Preise und Steuern einfliesen lassen. So bedienen wir alle aus unseren sinkenden Löhnen und Gehältern über die Preise, die indirekten und direkten Steuern und Abgaben die bei den diversen Banken aufgenommen Kredite.

(Wie sich also Zinsen und Zinseszinsen entwickeln – kann jeder einmal zur Freude mit seinen Kindern, Freunden und Bekannten ganz einfach nach rechnen. Haben sie doch Spaß daran wie expotentiell sich Geldkapital vermehren lässt. Aber Vorsicht, lassen sie sich nicht von den Ergebnissen die Augen verblitzen.)

In der Gesamtbilanz stehen der gesamten Geldmenge immer die Kreditforderungen des gesamten Bankensystems in gleicher Größe gegenüber. Da das Zinsniveau aber niemals NULL ist, wächst die Zinslast, die die Menschheit aufzubringen hat auch exponentiell.

Ständig ist von Wertschöpfung und Nachhaltigkeit die Rede, egal wo man hinschaut und in welchem Zusammenhang. Von „Experten“ wird suggeriert, das sogenanntes „Wachstum“ nahe zu unendlich ist. Immer mehr „Humankapital“, so werden wir Menschen oft bezeichnet, steht weltweit dafür zur Verfügung. Verfügung? Es wird also über uns verfügt?! Ach so!

7% Verzinsung (nominal) führt zu einer Verdoppelung des Kapitalstockes binnen zehn Jahren. Das sind in 20 Jahren das Vervierfache, in 30 Jahren das Achtfache usw. Die Löhne sind nominal in dieser Zeit auch enorm gestiegen. Doch die Abgaben (Steuern und Sozialabgaben zusammengenommen!) sind noch weit mehr gestiegen und inflationsbereinigt blieb von vielen Lohnerhöhungen nicht viel übrig. Die Wohlstandssteigerung der letzten Jahrzehnte geht zu einem großen Teil auf das gestiegene Bildungsniveau, Automatisierung und Technisierung teilweise Auslagerung von Kapazitäten in immer geringer bezahltere Arbeit im Ausland und dem schnelleren Informationsaustausch.
Ja, wir sind alle Sklaven – des Zins- und Zinseszinssystems!

Es ist vermutlich wieder einmal zu spät, auf normalem Wege die Versäumnisse der Vergangenheit zu korrigieren. Es werden Symtome bekämpft und herumgedoktort. Wir erleben in weniger als zehn Jahren schon den zweiten Finanzminister, der am Vorabend eines Börsencrashs „demnächst“ einen ausgeglichenen Haushalt verspricht. Wenn es der Staat nicht schafft, sich dauerhaft über Wasser zu halten, so endet er über kurz oder lang in einem Zusammenbruch, wie im letzten Jahrhundert in Deutschland allein viermal! So ein Zusammenbruch -siehe Deutschland- endet tragischer Weise in den überwiegenden Fällen mit kriegerischen Auseinandersetzungen. Gründe dafür werden immer gefunden. Heute schon setzen wir Deutschen unser „Militär“ für sogenannte Friedenseinsätze in aller Welt ein. Um „Interessen“ zu schützen, oder Rohstoffe, oder den deutschen Bürger vor dem internationalen Terrorismus.
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Ergänzungen

Crosspoisting

jau 12.12.2008 - 05:47
Das ist ein Crossposting von der Website der "Piratenpartei Brandenburg" ( http://piratenbrandenburg.de/wordpress/2008/12/sind-wir-alle-sklaven-%E2%80%93-des-zins-und-zinseszinssystems-3/)

Mal abgesehen von diesem Verstoß gegen die Moderationskriterien handelt es sich um einen reichlich unbedarften Versuch, die Welt zu erklären ohne auch nur ansatzweise verstanden zu haben, wie der Kapitalismus funktioniert.

Pfui, bahbah!

Karl M. 12.12.2008 - 09:15
Ja, vielen Dank für den Hinweis, wie man es NICHT machen sollte. Der "verarmende Zins", auf den du so gerne aufmerksam machen willst, ist jedoch nicht der Hauptbestandteil kapitalistischer Wertschöpfung.
Ein Kredit ist als Investition durchaus ein geeignetes, "faires" Mittel der Wertschöpfung.
Warum?

C(c+v)....+[m])= C´

Aha. Die einzige Quelle, die mehr schaffen kann, als sie wert ist, ist die Arbeitskraft: Somit zeigt sich der Zins als Anteil an der Mehrwertproduktion.
Sagen wir einmal, jemand leiht sich 100€, muss im nächsten Monat 110€ zurückzahlen und macht damit eine Schuhfabrik auf:
69€ Material (c)
21€ Lohn für ArbeiterInnen (v)

Das "tolle" ist, dass die Arbeitskraft mehr Wert schafft, als sie in Form von Geld bekommt:

69+21.....(Produktionsprozess)...+Mehrwert (45€)= 145€ !!

Somit kann der neue Schuhfabrikbesitzer locker der Bank, also dem Kreditgeber was von seinem Mehrwert abgeben. Von "Zinsknechtschaft" keine Rede.

Dein "verarmender Zins vergisst diesen Mehwert, der geschaffen wird:
C(c+v)wäre dann = 69+21=100, der Produktionsprozess hätte also nur eine "Verschmelzung" der Werte, nicht jedoch Mehrwert geschaffen. Ja. Gibts nich. Jedenfalls nich im kapit. Produktionsprozess, der einfache Konsument, der sich von der Bank mal zuviel Geld leiht, kann schonmal Probleme bekommen. Nur hat dies nichts mit
"über die Preise auf Waren und Dienstleistungen über Mieten (ca. 70% des Mietzinses), auch über Steuern (Staatsverschuldung)" etc. zu tun.

Pfui Karl M. (junior)

die Tatsache, 12.12.2008 - 09:57
dass Karl Marx den Mehrwert durchaus korrekt erfasst, verneint nicht die Zinseszins-Effekte.

Was sagt Karl Marx z.B. über die Automatisierung? So als Denkanregung für für unsere Fundis.

Kritiker oder Kritikaster,

das ist hier die Frage! 12.12.2008 - 10:16
@jau
@Karl M.

ihr beide bekrittelt den Piratenartikel von Zinseszins, was ja euer gutes Recht ist. Allerdings kann ich euch nicht recht ernst nehmen, denn "jau" ist außer bloßer Motzerei jeden Beweis schuldig geblieben, die "Welt und den Kapitalismus besser verstanden zu haben". Im übrigen vermute ich, daß Zinseszins auch der Autor des Artikels in piratenbrandenburg. de ist. Die Veröffentlichung auf indymedia hätte dann also nichts mit Crossposting zu tun.

Karl M. beginnt mit "Pfui bahbah!" und hat auch sonst außer recht altkluger Sprücheklopferei und ein paar klugseinsollenden Gleichungen im Grunde auch nicht mehr zu bieten als "jau".

Als nicht wirtschaftswissenschaftlich verdorbener aber kapitalismusgeschädigter Unterschichtler war es mir der Artikel von Zinseszins wert, ihn in meinen Foren unter den folgenden Links zur Diskussion zu stellen:
 http://www.carookee.com/forum/freies-politikforum/3/23285943.0.30115.html
 http://www.carookee.com/forum/WISP/6/23285901.0.30115.html

Bernd Kudanek alias bjk

Da nehmen wir doch

einmal 12.12.2008 - 10:53
eine sozialistische Produktion (der Mehrwert somit gerecht zwischen soz. Arbeiter & soz. Unternehmen geteilt) mit Zinssystem sagen wir 10% Zins und jede der angenommenen 10 Produktionsstufen habe Produktionskosten von einem Euro.

Da wir uns das Geld sowohl für unsere eigenen Produktionskosten als auch für den Einkauf des Rohproduktes zinslich leihen sind nach 10 Produktionsstufen statt zinsfrei 10,00€ nun rund 17,53€ fällig.

"Fabian - Gib mir die Welt plus 5 Prozent"

Marx & Gesell 12.12.2008 - 11:04
stehen keineswegs im Widerspruch.

Wir alle zahlen für unser Bier 30% Zins! An die privaten Geldschöpfer!!!

1,1 (Produktionskosten 1€ Zinsen 0,1€ Verkauf 1€)
2,31 (Einkauf 1,1€ Produktionskosten 1€ Zinsen 0,21€ Verkauf 2,31€)
3,64
5,11
6,71
8,48
10,43
12,57
14,93
17,53 (Einkauf 14,93€ Produktionskosten 1€ Zinsen 1,59€ Verkauf 17,53€)

quod erat demonstrandum

....... 12.12.2008 - 16:18
der text ist ein musterbeispiel der faschistischen "theorie-arbeit" und ist frei von jeglicher ernst zu nehmender gesellschaftskritik. danke indymedia! durch das stehen lassen dieses artikels entlarvst du dich selbst...

ich denke, dass einige meiner vorredner_innnen den text schon ausreichend demontiert haben. trotz des hinweises auf den eigentlichen ausbeutungsmechanismus scheint so manche_r es nicht verstehen zu wollen. ich werde es - und bin mir dabei der sinnlosigkeit dieses unternehmens durchaus bewusst - versuchen, noch einmal unmissverständlich heraus zu stellen, warum der ansatz den zugangsweg zur kapitalismuskritik über die "Zinsknechtschaft" zu wählen, nicht nur im höchsten maße verdächtig ist antisemitisch zu sein, sondern auch nicht als ernsthafte gesellschaftskritik zu verstehen ist.

zunächst einmal besteht der grundmechanismus der ausbeutung, wie weiter oben schon durchaus richtig ausgeführt, in dem missverhältnis zwischen mehrwert und lohn. das bedeutet, dass ein arbeiter oder eine arbeiterin im arbeitsprozess, der sich in seiner schwere lediglich in der arbeitszeit bemessen lässt, ein produkt schafft, das auf dem markte dem tausch zu geführt werden kann. dort wir durch den allseits bekannten mechanismus des angebots und nachfrage, der wert endgültig festgelegt. und setzt sich also letztlich aus den produktionskosten und dem durch den tausch der ware zugefügten wert, den tauschwert, zusammen. dieses mehr an wert ist nichts anderes als der mehrwert und kann auch als profit bezeichnet werden, wobei die vorstellung, dass der profit sich in den taschen eines einzelnen sammelt veraltet und unbrauchbar erscheint. viel eher muss dieser mehrwert investiert werden um die zirkulation der waren am leben zu halten und sich gegenüber der konkurenz zu behaupten.
der oder diejenige, die also die ware produziert wird ausgebeutet, weil sie an dem profit keinen anteil hat und auch nicht in der lage sein wird jemals daran anteil zu haben. sie muss sich damit zufrieden geben sich mit den früchten ihrer arbeit, dem lohn, die eigene arbeitskraft zu reproduzieren. sei es durch ein haus, einen fernseher, mal was leckeres zu essen und so weiter und so fort.
die ausbeutung kann in seiner grausamkeit vielgesichtig sein. sie kann augenscheinlich sein, wenn man sich die bilder in den diamantenmienen in afrika vor augen hält oder auch vollkommen erträglich sein, betrachtet man den produktionsprozess bei porsche oder vw (ich möchte damit niemandem vors schienbein treten). der mechanismus bleibt der gleiche. manche gehen auch so weit von sklaverei zu sprechen, ein terminus der für mich zu weit geht, weil es sich immer noch um ein vertragsverhältnis handelt, das durch den staat geschützt wird, welcher das verhältnis von lohnarbeiter_in und arbeitgeber_in festlegt und garantiert.

warum aus geld mehr geld entstehen kann, daran beissen sich die nazis schon seit fast hundert jahren die zähne aus und gelangen immer wieder zu dem schluss, dass darin der eigentliche kern des übels kapitalismus verborgen liegt. das sich dahinter lediglich ein tauschverhältnis verbirgt können und wollen sie nicht verstehen. geld ist die form der ware, auf die sich mit begründung der bürgerlichen gesellschaft als universelles tauschmittel geeinigt wurde. was geld aber nun ist, weiss niemand. niemand kann behaupten geld jemals gesehen oder in der hand gehabt zu haben. das, was wir in der regel in der hand oder im portemonaie halten in form von papier oder metall ,ist die währung eines staates und macht geradezu bildlich deutlich, was geld ist. geld ist eine ware, in der sich der tauschwert und der gebrauchswert "reziprok" zu einander verhalten. soll heissen: minimaler gebrauchswert, maximaler tauschwert. und genau da liegt der hase im pfeffer begraben. dieser doppelcharakter der waren wird nicht gesehen, sondern es wird den dingen eine natürliche, mystische wertentstehung zu geschrieben. das kumuliert bei den nazis dann in der vorstellung, dass es auf der einen seite schaffendes kapital gebe, chrakterisiert durch die ehrliche arbeit des deutschen volksgenossen, ein wenig überspitzt formuliert, und dem raffenden finanzkapital auf der anderen seite, repräsentiert durch den juden, der als geldverleiher dem armen deutschen volke das blut aussaugt und ausbeutet. und das ganze natürlich durch den zins, weil ja jeder ordentliche deutsche mal völlig ohne eigenes zu tun ordentlich verschuldet ist.

klingelts? wenn die nazis also davon sprechen die zinsknechtschaft zu brechen, wird nichts passieren. die kapitalitischen verhältnisse bleiben bestehen. nichts anderes kann man im ns beobachten. dort waren die grundfesten des kapitalismus in keinem moment in gefahr. im gegenteil die meute der deutschen war bereit bis zum äussersten zu gehen, um diese zu verteidigen...

ich danke für die aufmerksamkeit und bleibe bei meiner eingänglichen forderung den artikel so bald als möglich zu löschen oder zu mindest eindrücklich darauf hinzu weisen, dass es sich nicht um gesellschaftskritik im kommunistischen sinne handelt.

lest das kapital! und fangt dann an zu kritisieren, mit diesem verkürzten antisemitischen dreck von der zinsknechtschaft kommt ihr nicht sehr weit...

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Lieber jau, — andere

Du hast dich da vertan — moi-même

GELD UND ANTISEMITISMUS , — ach da liegt der Hase im Pfeffer!

Wenn Esos schwatzen — Materialist

resistencia — tut nichts zur sache

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