VS-Aktivität in Hessen
„Vertikal nicht ganz korrekt informiert“ – über die merkwürdige Liaison zwischen dem Vorsitzenden der Antifa BI Wetterau und einem VS-Spitzel in der NPD
Einige Hundert Euro pro Monat, in etwa im Bereich eines Minijobs, erhielt ein Funktionär der NPD für seine Spitzeltätigkeit im Auftrag des Hessischen Landesamts für Verfassungsschutz (VS). Der Aktivist ist bekennender Nationalist, den man nicht an Orten erwartet, wo sich AntifaschistInnen treffen. Dennoch nimmt er an Parties Teil, bewegt sich im sozialen und politischen Umfeld einer antifaschistischen Initiative in Friedberg/Hessen. Mehrere Wochen lang konnte er sich mit Wissen des Vorsitzenden der Antifa BI Wetterau dort bewegen, saß in Wohnzimmern von verschiedenen AntifaschistInnen und hatte ungehinderten Zugang zum PC des Vorsitzenden der Initiative. Viele Monate lang fütterte er den Vorsitzenden der Initiative - womöglich nicht ohne Wissen des VS – mit Interna aus der hessischen NPD-Szene. Ob auf diesem Weg auch Informationen über die Antifa BI an den VS geflossen sind, wissen wir nicht. Dieses Wissen nutzte der Vorsitzende, ohne seine eigene Gruppe vollständig zu informieren, um Zugang zu Antifa-Gruppen der Region zu erhalten. Es entsteht der Eindruck, daß damit die Position des Vorsitzenden aufgewertet werden sollte. In der Konsequenz hatte der VS-Spitzel und NPD-Aktivist Kontakt zu Mitgliedern der Initiative, ohne daß diese über seine Nazi- und VS-Aktivitäten informiert waren. Einzelnen gegenüber wurde er vom Vorsitzenden sogar als „Aussteiger“ bezeichnet. Dies erschien um so plausibler, als zum gleichen Zeitpunkt zwei authentische Aussteiger der militanten Naziszene im Umfeld der Initiative auftraten.
Wochen, nachdem es dem Vorsitzenden der Initiative bereits bekannt ist, outet sich der VS-Spitzel auch gegenüber einzelnen Gruppenmitgliedern und AntifaschistInnen aus der Rhein-Main-Region sowie einem Journalisten. Nun kommt es zu Nachfragen. Der Vorsitzende der Antifa BI versucht, diese zu moderieren und unter seiner Kontrolle zu halten. Er will auch weiterhin den Spitzel nicht outen. Er sei labil und gefährlich für sich und andere. Zu den „Informationen“ und vom Vorsitzenden der Antifa BI zusammenphantasierten Nachrichten über den Spitzel gehört zB. ein ganzes Arsenal an Kriegswaffen, über das der VS-Spitzel / NPD-Funktionär verfüge, Kontakte zu 500 Nazis, die Vorbereitung eines großen Bandprojekts unter Einschluß der Nazi-Band „Stahlgewitter“. Das Waffenarsenal besteht nach einigen hartnäckige Nachfragen as einer Gaspistole, die Bekanntschaft mit 500 Nazis besteht aus den virtuellen Kontakten bei „Wer kennt wen“, das Bandprojekt bleibt unbestätigt.
Gleichzeitig warnt der Vorsitzende der Antifa BI den VS-Spitzel vor kritischen Fragen durch einen Journalisten. Er will diese Informationsquelle offenbar nicht verlieren. Entgegen seiner Zusage gegenüber anderen, inzwischen alarmierten antifaschistischen Gruppen bricht er den Kontakt zu dem Spitzel nicht ab. Er nimmt darüber hinaus billigend in Kauf, daß von anderen Gruppen Fehlinformationen auf der Basis einer Mischung von Lügen und aufgebauschten Teilwahrheiten für bare Münze genommen und weiterverbreitet werden könnten, was zum Glück allerdings nicht geschieht.
Engagierte AntifaschistInnen stellen daraufhin den Vorsitzenden der Antifa-BI vor seiner Gruppe zur Rede. Sie kündigten an, die Geschichte des VS-Spitzels und NPD-Funktionärs zu veröffentlichen, alle AntifaschistInnen vor ihm zu warnen, damit er keinen weiteren Schaden anrichten kann. Ebenso wurde jeder weitere Zusammenarbeit mit dem Vorsitzenden der Antifa BI eine Absage erteilt.
Die Antifa BI Wetterau ist aufgerufen, ihre Position zu diesen Vorgängen zu klären. Die Aussage eines Gruppenmitglieds: „Hier hat wohl die vertikale Kommunikation nicht korrekt funktioniert“ wird da sicher nicht ausreichen.
Wochen, nachdem es dem Vorsitzenden der Initiative bereits bekannt ist, outet sich der VS-Spitzel auch gegenüber einzelnen Gruppenmitgliedern und AntifaschistInnen aus der Rhein-Main-Region sowie einem Journalisten. Nun kommt es zu Nachfragen. Der Vorsitzende der Antifa BI versucht, diese zu moderieren und unter seiner Kontrolle zu halten. Er will auch weiterhin den Spitzel nicht outen. Er sei labil und gefährlich für sich und andere. Zu den „Informationen“ und vom Vorsitzenden der Antifa BI zusammenphantasierten Nachrichten über den Spitzel gehört zB. ein ganzes Arsenal an Kriegswaffen, über das der VS-Spitzel / NPD-Funktionär verfüge, Kontakte zu 500 Nazis, die Vorbereitung eines großen Bandprojekts unter Einschluß der Nazi-Band „Stahlgewitter“. Das Waffenarsenal besteht nach einigen hartnäckige Nachfragen as einer Gaspistole, die Bekanntschaft mit 500 Nazis besteht aus den virtuellen Kontakten bei „Wer kennt wen“, das Bandprojekt bleibt unbestätigt.
Gleichzeitig warnt der Vorsitzende der Antifa BI den VS-Spitzel vor kritischen Fragen durch einen Journalisten. Er will diese Informationsquelle offenbar nicht verlieren. Entgegen seiner Zusage gegenüber anderen, inzwischen alarmierten antifaschistischen Gruppen bricht er den Kontakt zu dem Spitzel nicht ab. Er nimmt darüber hinaus billigend in Kauf, daß von anderen Gruppen Fehlinformationen auf der Basis einer Mischung von Lügen und aufgebauschten Teilwahrheiten für bare Münze genommen und weiterverbreitet werden könnten, was zum Glück allerdings nicht geschieht.
Engagierte AntifaschistInnen stellen daraufhin den Vorsitzenden der Antifa-BI vor seiner Gruppe zur Rede. Sie kündigten an, die Geschichte des VS-Spitzels und NPD-Funktionärs zu veröffentlichen, alle AntifaschistInnen vor ihm zu warnen, damit er keinen weiteren Schaden anrichten kann. Ebenso wurde jeder weitere Zusammenarbeit mit dem Vorsitzenden der Antifa BI eine Absage erteilt.
Die Antifa BI Wetterau ist aufgerufen, ihre Position zu diesen Vorgängen zu klären. Die Aussage eines Gruppenmitglieds: „Hier hat wohl die vertikale Kommunikation nicht korrekt funktioniert“ wird da sicher nicht ausreichen.
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen
kein fake
@antifa
['solid] ist im Gegensatz zu Jusos, Grüner Jugend, kirchlichen Akteuren, etc. nicht Mitglied der antifa.bi!
Die Organisationsstruktur war ein entscheidendes Argument gegen eine direkte Beteiligung am Projekt. Die politische Auprägung des Vereins antifa.bi ist sodenn auch durch Struktur und Mitgliedsorganisationen geprägt und deckt sich nicht annähernd mit den Vorstellungen der linksjugend ['solid] über antifaschistische Arbeit.
Gerade in ländlichen Regionen ohne organisierte linke Strukturen wäre es nach meiner Auffassung dennoch ein Fehler, eine punktuelle Zusammenarbeit zu verweigern. Trotzdem gibt es gerade in näherer Vergangenheit Entwicklungen bei der antifa-bi, die selbst das annähernd unmöglich machen.
Neonazis vor Gericht
Dabei war es bizarrerweise ausgerechnet eine Demonstration "gegen Gewalt gegenüber politisch Andersdenkenden", mit der die "Freien Kräfte" im März 2005 zum ersten Mal öffentlich in Erscheinung getreten waren: Nach einem - vermutlich frei erfundenen - Überfall von Antifaschisten auf eine Angehörige der rechten Szene hatten sie im Internet Neonazis für einen Protestmarsch im nordhessischen Fritzlar mobilisiert.
Wie scheinheilig das Bekenntnis zur Gewaltfreiheit war, zeigte sich freilich im November desselben Jahres bei einem als "Geburtstagsparty" deklarierten Rechtsrockkonzert im nahen Heßlar. Als Polizisten die Teilnehmer kontrollieren wollten, wurden sie mit Bierflaschen und abgebrochenen Stuhlbeinen attackiert. Ein Teil der Neonazis verbarrikadierte sich stundenlang in einer Grillhütte und gab erst auf, als die Beamten Pfefferspray einsetzten - all dies unter einem Transparent der "Freien Kräfte Schwalm-Eder". Aufschrift: "Nichts ist mächtiger als eine Idee, deren Zeit gekommen ist."
Sowohl die Demonstration als auch die "Party" hatte NPD-Aktivist David Giesler (24) aus Felsberg angemeldet, mittlerweile zum Kreisvorsitzenden der rechtsextremen Partei aufgestiegen und sogar Mitglied im Landesvorstand. Und zu den Konzertgästen zählten nach FR-Informationen auch mehrere junge Rechte, die heute zum harten Kern der FKSE gehören.
Einer von ihnen: Florian B. (21) aus Schwalmstadt, Schlagzeuger der Neonaziband "Royal Hatred", der sogar als eine treibende Kraft der rechtsextremen Kameradschaft gesehen werden kann. Bei ihm war bei einer Hausdurchsuchung im Juli die beeindruckende Zahl von 25.000 FKSE-Aufklebern gefunden worden. Und bei ihm hatte auch Kevin S., der mutmaßliche Haupttäter beim Überfall am Neuenhainer See, zeitweilig Unterschlupf gefunden, nachdem er im Frühjahr nach Nordhessen gekommen war.
Harter Kern nur klein
Rund 40 Rechte aus dem Umfeld der "Freien Kräfte" lassen sich über eine Auswertung von Profilseiten, die die überwiegend jungen Leute von sich im Internet angelegt haben, namhaft machen. Den harten Kern der Gruppe beziffert ein ehemaliges FKSE-Mitglied, das nach der Attacke auf das linke Zeltlager ausgestiegen ist und sich der FR offenbarte, jedoch nur auf etwa zehn Personen. Auch Kevin S. habe nach seinem Umzug in den Schwalm-Eder-Kreis dazugehört: "Der hing nur noch mit uns herum." Zur NPD habe man ein gespaltenes Verhältnis gehabt, erzählt der Aussteiger - wegen deren Ablehnung des militanten "schwarzen Blocks", in dem die "autonomen Nationalisten" bei Demonstrationen zu marschieren pflegen.
Dennoch habe es Kontakte zu der rechtsextremen Partei gegeben: So sei die FKSE im April 2008 engagiert worden, um einen Infostand der NPD in Bad Wildungen zu schützen. Und Alexander S. (18) aus Schorbach, einer der maßgeblichen Aktivisten der "Freien Kräfte", steht sogar regelmäßig hinter Infoständen der Partei in der Region.
Der Ex-Kamerad beschreibt die Struktur der Gruppe als eher losen Zusammenschluss. Die Koordination aber war offenbar trotzdem gut genug für einen organisierten Angriff auf Nazi-Gegner: Anfang Juni 2008 hatten die FKSEler in Todenhausen - einem Ortsteil von Frielendorf, nicht weit von Neuenhain entfernt - linke Jugendliche verprügelt und mit Pflastersteinen beworfen.
Nach Augenzeugenberichten sollen die Rechten frühmorgens in vier Autos in das Dorf gekommen sein, um sich vermummt vor dem örtlichen Jugendclub auf die Lauer zu legen. Die Staatsanwaltschaft in Marburg ermittelt gegen 13 Tatverdächtige. Und der Aussteiger sagt: "Da waren alle dabei" - der gesamte harte Kern der Kameradschaft.
Die Fortsetzung dieser wahren Geschichte ...
Vgl. auch:
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
wie bitte? — egal
@egal — antifa
antifa und vorstand — unwidersprochen
Nazi-Fake — PETER
Kein Fake — Fake mc Fake
wech — Turbo
Erklärungsbedürftig — Artur
Gelöscht Zensiert durch Artur — Mensch
BI und andere Abstrusitäten — the_real_jeffrey_heindl