1.Sieg für Nissan-ArbeiterInnen in Katalonien
Nissan hat die Entlassungspläne zurückgenommen, zunächst und hat die Entlassung der halben Belegschaft angesichts des massiven Widerstands in Kurzarbeit für einen Großteil bei 90 % des Lohn verwandelt. Nun soll bis März über einem Industrieplan gearbeitet werden und zu hoffen ist, dass die großen spanischen Gewerkschaften nicht so erbärmlich einknicken wie früher bei Seat, VW oder Mercedes.
Ende letzter Woche hat die Nissan-Führung mit den spanischen Gewerkschaften ein Abkommen erzielt und die geplanten Entlassungen in Barcelona zunächst zurückgezogen (
http://www.elpais.com/articulo/cataluna/Nissan/da/meses/negociar/excedente/plantilla/elpepiespcat/20081206elpcat_6/Tes). Den Antrag zur "Regulierung der Beschäftigung"(ERE), über den 2008 weitere 1680 Stellen gestrichen werden sollten, hat die Firma zurückgezogen. 140 Zeitverträge hatte Nissan schon nicht verlängert und 2009 sollten weitere 392 Jobs gestrichen werden, womit fast die Hälfte der Belegschaft vor die Tür gesetzt worden wäre. Die Rücknahme der Anträge ist ein Ergebnis des wochenlangen Widerstands der Beschäftigten. Die hatten immer wieder Autobahnen und Straßen blockiert und auch den Firmensitz angegriffen (
http://de.youtube.com/watch?v=F9BxB60N0RA) und sogar die großen spanischen Gewerkschaften hatten den Plänen ihre Zustimmung verweigert (
http://de.indymedia.org/2008/11/233360.shtml).
Auch die katalanische Regionalregierung, die über den Antrag diese Woche entscheiden sollte, hatte erklärt, man werde "nicht zulassen", dass die Krise der Automobilbranche für einen radikalen Stellenabbau genutzt werde, denn die Firma schreibe weiter schwarze Zahlen.Nissan hat als Alternative nun Kurzarbeit für 3.500 Personen für maximal 75 Tage beantragt. Das Kurzarbeitergeld von 70 % aus der Staatskasse wird die Firma auf 90% aufstocken. Vorgesehen ist, ab Januar bis März über die Restrukturierung zu verhandeln. Schon jetzt wurde vereinbart, dass des zu keinen "traumatischen Maßnahmen" kommen soll.
Das bedeutet aber, dass viele Stellen wohl "sozialverträglich" im nächsten Jahr in einer Firma gestrichen werden sollen, die weiter Gewinne macht. Es ist auch zu befürchten, dass die großen spanischen Gewerkschaften dann wieder den Entlassungen zustimmen, wie schon früher ohne "Krise" bei VW (
http://de.indymedia.org/2006/05/145621.shtml), Seat (
http://de.indymedia.org/2005/12/135230.shtml) oder Mercedes (
http://de.indymedia.org//2003/08/58860.shtml). Dabei ist eines klar: Wer jetzt angesichts der offiziellen Arbeitslosigkeit von drei Millionen seinen Job verliert, wird so schnell keinen mehr bekommen. Vielleicht hat die Kampfeslust den Arbeitern aber auch gezeigt, dass es sich lohnt nicht alles hinzunehmen.
© Ralf Streck, den 08.12.2008
http://www.elpais.com/articulo/cataluna/Nissan/da/meses/negociar/excedente/plantilla/elpepiespcat/20081206elpcat_6/Tes). Den Antrag zur "Regulierung der Beschäftigung"(ERE), über den 2008 weitere 1680 Stellen gestrichen werden sollten, hat die Firma zurückgezogen. 140 Zeitverträge hatte Nissan schon nicht verlängert und 2009 sollten weitere 392 Jobs gestrichen werden, womit fast die Hälfte der Belegschaft vor die Tür gesetzt worden wäre. Die Rücknahme der Anträge ist ein Ergebnis des wochenlangen Widerstands der Beschäftigten. Die hatten immer wieder Autobahnen und Straßen blockiert und auch den Firmensitz angegriffen (
http://de.youtube.com/watch?v=F9BxB60N0RA) und sogar die großen spanischen Gewerkschaften hatten den Plänen ihre Zustimmung verweigert (
http://de.indymedia.org/2008/11/233360.shtml). Auch die katalanische Regionalregierung, die über den Antrag diese Woche entscheiden sollte, hatte erklärt, man werde "nicht zulassen", dass die Krise der Automobilbranche für einen radikalen Stellenabbau genutzt werde, denn die Firma schreibe weiter schwarze Zahlen.Nissan hat als Alternative nun Kurzarbeit für 3.500 Personen für maximal 75 Tage beantragt. Das Kurzarbeitergeld von 70 % aus der Staatskasse wird die Firma auf 90% aufstocken. Vorgesehen ist, ab Januar bis März über die Restrukturierung zu verhandeln. Schon jetzt wurde vereinbart, dass des zu keinen "traumatischen Maßnahmen" kommen soll.
Das bedeutet aber, dass viele Stellen wohl "sozialverträglich" im nächsten Jahr in einer Firma gestrichen werden sollen, die weiter Gewinne macht. Es ist auch zu befürchten, dass die großen spanischen Gewerkschaften dann wieder den Entlassungen zustimmen, wie schon früher ohne "Krise" bei VW (
http://de.indymedia.org/2006/05/145621.shtml), Seat (
http://de.indymedia.org/2005/12/135230.shtml) oder Mercedes (
http://de.indymedia.org//2003/08/58860.shtml). Dabei ist eines klar: Wer jetzt angesichts der offiziellen Arbeitslosigkeit von drei Millionen seinen Job verliert, wird so schnell keinen mehr bekommen. Vielleicht hat die Kampfeslust den Arbeitern aber auch gezeigt, dass es sich lohnt nicht alles hinzunehmen. © Ralf Streck, den 08.12.2008
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Ergänzungen