Demo & Besetzung des House of Finance - FFM

antifa 26.11.2008 20:06 Themen: Bildung Freiräume Repression Soziale Kämpfe
Reclaim your Campus - In Frankfurt wurde im Rahmen der uniweiten Vollversammlung das "House of Finance" besetzt und in "Karl-Marx-Haus" umbenannt. Unmut über die Umstrukturierung der Uni, Überwachung, Repression und Studiengebühren taten die Teilnehmer auf einer danach stattfindenden Spontandemo durch die Stadt zum Campus Bockenheim kund.
Heute, am Mittwoch, den 26.11.2008, wurde in Frankfurt im Rahmen einer uniweiten Vollversammlung das "House of Finance" am Campus Westend besetzt und in KARL-MARX-HAUS umbenannt. Die VV, zu der es vom Campus Bockenheim aus eine Spontandemo gegeben hatte, besuchten rund 400 Studierende. Diese hatte die VV mit einer Umsonst-Mensa-Aktion eingeleitet.
Nach diversen Redebeiträgen stießen dann noch weitere 150 Demonstrierende aus der FH Frankfurt hinzu und gemeinsam wurde das "House of Finance" besetzt. Dies ist eines der Vorzeigeobjekte nicht nur Frankfurts, sondern der gesamten neoliberalen Umstrukturierungspolitik von Hochschulen
Mit diesem und weiteren Neubauten will die Uni Frankfurt einen neuen Trend setzen und die Finanz-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften am Standort mit horenden Geldmitteln im internationalen Wettbewerb ganz nach vorne bringen.
Auch für die richtige Auslese der kommenden Elite ist in diesen Marmor- und Sandsteinbauten gesorgt: Das gesamte Gebäude ist mit lückenloser Kameraüberwachung ausgestattet, in den Vorlesungsräumen sorgt eine Kamera für die Kontrolle der richtigen Lehre, zwei weitere übernehmen die Überwachung des richtigen Lernens der Studierenden.
Die Geistes- und Gesellschaftswissenschaften bekommen nicht nur sehr wenig vom Kuchen der Uni-Modernisierung, die Studierenden, die nicht im "House of Finance" studieren, haben dort nach Meinung der Zuständigen selbst im Cafe´ nichts zu suchen.

Die Teilnehmer_innen der Vollversammlung waren da anderer Meinung und eigneten sich den Bau an: Das neue Karl-Marx-Haus hatte sodann auch keine Kameras mehr, da die Besetzer_innen diese als überflüssig und wahnhaft ablehnten. Die weißwändige Marmor-Monotonie musste einer bunten Ausgestaltung weichen, die eigene Schwerpunkte hervorhebt.

Vom "House of Finance" aus setze sich, nach einem weiteren Umsonst-Stop in der Cafeteria der Rotunde, ein Demozug von 500 Personen in Richtung Alte Oper unter Begleitung der Polizei in Bewegung und zog über diese in Richtung Bockenheim. Dort wurde noch dem Unipräsidenten Steinberg ein Gruß hinterlassen, bevor sich die Demo auf dem Campus in einer spontanen Party auflöste.

Die Redebeträge auf der VV wie auch die anschließende Besetzung und Demo richteten sich gegen die Studienverhältnisse in Hessen und Europa, die durch den Bolognaprozess und die damit einhergehende Umtrukturierung und Privatisierung der Universitäten ein freies und selbstbestimmtes Studieren verunmöglicht. Konkret richteten sich die Aktionen damit auch gegen Überwachungswahn und Repression und setzten diesen die Aneignung und Umgestaltung der Uni entgegen.
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Ergänzungen

Pressemitteilung des Protestplenum Frankfurt

KP 26.11.2008 - 20:35
Pressemitteilung des Protestplenum Frankfurt






Studentische
Vollversammlung // House of Finance besetzt und in "Karl-Marx-Haus"
umbenannt // anschließend Demo durch die Stadt





Heute fand auf dem
IG-Farben-Campus eine uniweite Vollversammlung statt. Thematisiert wurden die
mittelbaren und unmittelbaren Auswirkungen neoliberaler Hochschul- und
Bildungspolitik. Zudem wurde über die derzeitigen Kämpfe der Studierenden in Italien
informiert, und sich mit diesen solidarisch erklärt.

Im Anschluss an die VV
kam es zu einer symbolischen Besetzung und Umbenennung des „House of Finance“,
dass in Anlehnung an die Umbenennung der Frankfurter Universität vor 40 Jahren
in „Karl-Marx-Haus“ umbenannt wurde. Im Zuge der Besetzung wurden
Überwachungskameras im Gebäude entfernt und die Wände mit „stop control!“ und
anderen Sprüchen verschönert.



AStA-Vorsitzende Nadia
Sergan zur Besetzung:„Eine super Aktion und ein längst überfälliges Zeichen
gegen all das, was das House of Finance repräsentiert: neoliberale
Umstrukturierung aller Bildungseinrichtungen, Stiftungsuniversität und
Überwachung!“



"Das Ding steht für
all das, was wir nicht haben wollen: ein Prestige-Objekt und Think-Tank, der
gerade jetzt in der Krise Lösungsstrategien erarbeitet, die ganz bestimmt nicht
uns zum Maßstab nehmen“ so Hannah Obmar, Sprecherin des Protest-Plenums, zu den
Ereignissen.



Die etwa 500
„Besetzer_innen“ hielten sich noch einige Zeit, teilweise tanzend, im Gebäude
auf. Es wurden weitere Redebeiträge verlesen. Anschließend kam es zu einer
spontanen Demonstration, an der etwa 400-500 Personen beteiligten. In der Mensa
wurde kurzerhand eine „Umsonst-Mensa“ veranstaltet und mit der Parole „die Uni
in die Krise stürzen – das Essen in der Mensa würzen“ begleitet. Die Demonstration
durch die Stadt endete am frühen Abend am Campus Bockenheim.



Die uniweite
Vollversammlung war vom AStA unter dem Motto "We can do it again!"
einberufen worden, um auf die Situation aus enormen Leistungsdruck in den neuen
Studiengängen (Bachelor/Master), einer zunehmenden Privatisierung der
Hochschule (Stiftungsuni, einzelnen Partnerschaften mit Unternehmen),
zunehmender Überwachung (Kameras, Uni-Software, RFID-Chips, Security, Zaun um
den neuen Campus) und nicht zuletzt wieder drohenden Studiengebühren -sollte
Roland Koch die Landtagswahl im Januar gewinnen- einberufen worden. Mit dem
Motto wollten sie an den erfolgreichen Protest von 2006 gegen Studiengebühren
anknüpfen, sich dieses Mal aber nicht auf dieses Thema beschränken.



„Wir haben heute ein wichtiges
Zeichen gesetzt. Der Protest richtet sich nicht mehr nur gegen 500€
Studiengebühren, sondern thematisiert die Unterordnung der Menschen unter die
Standort- und Verwertungslogik. Auch - aber nicht nur – im Bildungsbereich!“
konstatiert Dirk Reheis, Referent für Hochschulpolitik im AStA der Goehte-Uni.

Schöne Aktion...

demostudent 26.11.2008 - 20:42
...aber leider sind viele Leute ziemlich verdutzt über den Sturm aufs "HoF" gewesen, draußen geblieben und bald abgezogen. Man hätte die Demo besser zusammenhalten müssen. Es hätte ja schon gereicht, wenn einer der Megaphon-Menschen das Wort an die Studis gerichtet hätte, in etwa: "Das Karl-Marx-Haus gehört jetzt uns, denn wir haben keinen Bock auf Eliten!" Naja, oder auch besser...

Sowieso hätten ein paar Transpis mehr nicht geschadet, auch Flyer, die an "Nicht-Demoteilnehmer" verteilt werden, hab ich nicht gesehen. So wäre das Anliegen der Aktion vielleicht eher rübergekommen und wäre (in den Augen von Außenstehenden) weniger wahllos erschienen (siehe z.B. den Artikel bei FR-online, obwohl der Redakteur nur einmal seinen Kopf hätte benutzen müssen, um zu checken "wogegen sich die Aktion eigentlich richtet").

Wir sehn uns am 14.1.
Weiter so, aber besser!

Zur Kritik

auch da 26.11.2008 - 21:04
Also so wie ich das mitbekommen habe, wurden ziemlich viele von den "wir lassen un s nicht repräsentieren" flyern verteilt worden. und die parolen an der wand helfen ja auch durchaus eine politische Aussage rüberzubringen ("Die Krise an die Uni tragen"). Außerdem wurde der Inhalt ja davor auf der VV lang und breit erklärt. Und schließlich habe ich zumindest das große Protesttranspi (auch später bei der Sponti da), ein Transpi der Linke.SDS und ein anderes Transpi von der Demo aus Bockenheim zum IG Farben- Campus hin gesehen. Der Mensaklau wurde ja schließlich auch mit Sprechchören begleitet ("gegen den sozialabbau: organisiert den mensaklau"). Mehr gefreut hätte ich mich perönlich auch über etwas teach-in mäßiges im house, das wäre prima gewesen, war aber trotzdem eine geile aktion und ein denkzettel den die uni-leitung nicht so schnell vergisst.

Let's go Global 2009~

Mo 26.11.2008 - 21:16
Aufbauend auf den Erfahrungen und Ergebnissen des internationalen Aktionstages am 5.November:  http://www.emancipating-education-for-all.org/content/record-protests-part-international-day-action-so-far
wird nun das Aufruf zu einer globalen Aktionswoche nächstes Jahr (vielleicht im Mai oder April) diskutiert:  http://www.emancipating-education-for-all.org/content/where-do-we-go-here

Bei dem Aktionstag beschwerten sich einige, dass sie nicht rechtzeitig über das Vorhaben informiert wurden.

Dann bringt euch diesmal bei der Organisation, Koordination und Planung ein!!!

Let's get organized for Free and Emancipating public Education - worldwide!

Durchhalteparolen

MediaWatch 26.11.2008 - 22:26
Die Bundeskanzlerin übt sich in Durchhalteparolen:

"Wir werden gestärkt aus dieser Krise herausgehen"

"2009 wird ein Jahr schlechter Nachrichten sein", hat Bundeskanzlerin Angela Merkel in der in der Generalaussprache zum Haushalt 2009 im Bundestag angekündigt. Aber weil Deutschland stark ist, wird es diese Krise meistern. Und die Bundesregierung hilft, damit es 2010 wieder besser wird.

 http://fischer24.eu/index.php?site=artikel1&id1=2319

Blödfug

Pseudo Nym 26.11.2008 - 22:58
Also die Aktion hat der AStA / Vollversammlung / randalierendem Pöbel zwar Aufmerksamkeit, aber wohl kaum Sympathie gebracht. Und Solidarität gibt's zumindest von mir bestimmt nicht mehr. Ein paar Bilder der sinnlosen Zerstörung gibt's hier zu sehen

Fazit ua

I-330 27.11.2008 - 02:59
War ne schöne kleine Demo. Gute Stimmung, ausreichend Leute, weitgehend friedlich, kein Ärger mit Team Green. Nur die Sache am Campus Bockenheim hätte meines Erachtens nicht sein müssen. Wurde in den Medien bisher nicht erwähnt, aber meines Wissens ging da eine Fensterscheibe zu Bruch und ein bisschen Inventar im Juridicum. Statt fragwürdiger Zerstörung hätte ich mir kreativere Universchönerungsmaßnahmen gewünscht.
Es stehen Neuwahlen an, das heißt Wahlkampf, das heißt es wird wieder einige linke Aktionen an den Hochschulen in Hessen geben in den nächsten 2 Monaten. Insgesamt war das, finde ich, kein schlechter Auftakt. Aber wie schon angesprochen sind einige Verbesserungen nötig:
1. Wir müssen jetzt massiv mobilisieren und zwar so, dass es auch jeder mitkriegt. Auf den VV im Frühjahr/Sommer waren locker doppelt so viele Studierende da wie heute. Das liegt sicher nicht nur an der Kälte, sondern auch daran, dass mE wenig Werbung für die VV gemacht wurde bzw. erst recht spät.
2. Wir brauchen außerdem mehr Zusammenhalt bei den Aktionen selbst, beim HoF-Besuch und unterwegs in der Stadt hat es sich etwas ausgedünnt.
3. Im Autostau zwischen Messe und HBF gab es einige Personen mit Informationsbedarf, der durch Flyer gedeckt werden könnte. Vergessen wir nicht, dass das Thema Bildungsabbau und Sicherheitswahn den aktuellen Wahlkampf tangiert und wir daher auch den normalen Wähler erreichen sollten, wenn er Interesse an unserer Sache zeigt.
Und zuletzt eine Empfehlung an die ein oder andere Einzelperson: Das Hirn sollte vor der Hand aktiv werden.

Ich möchte mal anmerken, dass die Polizei, obwohl sie auf dem Campus Westend nichts verloren hat, vom Dach des neuen Hörsaalgebäudes die Vollversammlung und die Aktionen im/am HoF beobachtet und wahrscheinlich auch gefilmt hat. Freuen wir uns in Zukunft auf noch mehr "Sicherheit" auf dem erweiterten Campus!
An die Kritiker: Die Aktionen nach der Vollversammlung gingen nicht von Asta aus, sondern von anderen Gruppen, die auch nicht zum ersten Mal in dem Kontext in Erscheinung getreten sind. Insofern hat sich im Vergleich zu früheren VV und Demos nichts geändert. Ich vermute, es geht euch daher vielmehr darum, den ganzen Widerstand gegen die Bildungsmisere in Verruf zu bringen. Versucht's doch, wenn ihr Spaß dran habt - als könnte das uns aufhalten... Da jetzt manche Leser wahrscheinlich furchtbar angepisst sind, weil Geisteswissenschaftler und anderer Pöbel es gewagt haben, ihre schnieke Kapitalistenkaderschmiede aufzumischen: Genießt einfach euren Aufenthalt in eurer ach so hochsicheren elitären Verwahranstalt, sofern ihr diese Studienform in Käfighaltung überhaupt genießen könnt. Heute ist nicht alle Tage, wir kommen wieder, keine Frage...

Hier noch ein Pressebericht mit Video:
 http://fr-online.de/top_news/1636238_Studenten-besetzen-House-of-Finance.html

Einen Lob an den Asta aussprechen will ich für die Kooperation mit der Schüler_innenvertretung. Schüler_innen und Studierende sind gleichermaßen die Opfer eines katastrophalen Bildungssystems, und wir müssen daher gemeinsam für unsere Rechte auf die Straße gehen.
Weiter so!
Monsterwelle!!

I-330

Stupa löst sich auf

Leni 27.11.2008 - 09:02
Wie heute bekannt wurde denkt das StuPa an seine Auflösung.
Dies scheint eine Reaktion auf den gestrigen Sturm des HoF zu sein.

Aktion ging nicht von dem Asta aus?

IngeM 27.11.2008 - 09:15
Wenn ich höre, dass diese Aktion nicht von dem Asta ausgelöst wurde, dann kann ich nur den Kopf schütteln.Es wurde aber eindeutig vom Asta unterstützt.

AStA-Vorsitzende Nadia Sergan zur Besetzung:„Eine super Aktion und ein längst überfälliges Zeichen gegen all das, was das House of Finance repräsentiert: neoliberale Umstrukturierung aller Bildungseinrichtungen, Stiftungsuniversität und Überwachung!“

"Das Ding steht für all das, was wir nicht haben wollen: ein Prestige-Objekt und Think-Tank, der gerade jetzt in der Krise Lösungsstrategien erarbeitet, die ganz bestimmt nicht uns zum Maßstab nehmen“ so Hannah Obmar, Sprecherin des Protest-Plenums, zu den
Ereignissen.

mehr hirn für alle

bildung KOSTENLOS, hoffentlich nicht umsonst 27.11.2008 - 09:21
Wirklich interessant, wie mit kritische Anmerkungen umgegangen wird - zumal, wenn diese nicht am Protest an sich, sondern nur an der Umsetzung Kritik üben.

Mit der passiven Kritikfähigkeit scheint es bei der/dem ein oder anderen nicht so weit zu sein. Ansichten, die von der eigenen (vielleicht auch nur graduell abweichen) werden gleich als "rechts" etc. diffamiert. So kann man sich einer - meiner Ansicht nach - berechtigten Kritik auch entziehen. Wer selbst für sich in Anspruch nimmt, Kritik an allem und jedem zu üben, sollte auch die Fähigkeit besitzen, sich mit Kritik am eigenen Vorgehen auseinanderzusetzen.



"An die Kritiker: Die Aktionen nach der Vollversammlung gingen nicht von Asta aus, sondern von anderen Gruppen, die auch nicht zum ersten Mal in dem Kontext in Erscheinung getreten sind."

Das mag sein, allerdings erfolgt von Seiten des Asta zu wenig Abgrenzung. Auch Ansagen wie am Ende der VV "Was Ihr jetzt macht ist Eure Sache" zeigen, dass ein Vorgehen wie gestern erlebt zumindest geduldet wird - vorn den Aussagen der Asta-Vorsitzeden in oben angeführter Pressemitteilung mal ganz abgesehen, die die Aktion zum großen Erfolg erklärt.

Außerdem: eine Vollversammlung, bei der das Ergebnis von Anfang an klar ist, und zu der eh nur ein quasi-elitärer Kreis von Leuten geht, die eh einer Meinung sind, hat meines Erachtens nicht die Berechtigung, diesen Namen zu tragen. Kritik anscheinend nicht erwünscht.

BILDUNG FÜR ALLE - KOSTENLOS, HOFFENTLICH NICHT UMSONST.

Stellungnahme eines Studierenden

Ano Nym 27.11.2008 - 11:49
Eine Vorsitzende, die für sich in Anspruch nimmt die Studierendenschaft in einem demokratischen Gremium zu verteten und die sich dann so zu einer Straftat äußert, ist in meinen Augen nicht tragbar. Das ASTA und alle Studierenden sollten dich darüber Gedanken machen, warum die Studierendenvertretung es befürwortet, die "Uni in den Ruin [zu] stürzen" - die Botschaft ist weder der Presse noch den meisten nicht straffällig gewordenen Personen klar... Wer so agiert, disqualifiziert sich für einen Dialog im demokratischen Prozess. Daher kann auch nur die Verantwortlichen des ASTA appelliert werden zurückzutreten, nach dieser sehr peinlich und für alle sehr schädlichen Aktion. Die zudem überhaupt nicht zweckgerichtet war. Viedoüberwachung ist ein Witz: Dies sind streaming und webcast Tools - an jeder guten, internationalen Uni ist es möglich Konferenzen zu streamen und so hoch effizient zusammenzuarbeiten und dabei sogar die Natur zu schonen, weil nicht alle dauernd hin und herfliegen müssen. Die Lehre überwachen, so ein Quatsch - dann müsste sich ja jemand das angucken und wie soll er das beurteilen - die Studierenden zu überwachen ist auch quatsch - kann doch jeder so lernen wie er will. Seit dieser Aktion von gestern Mittag hat aber das ASTA Gründe für eine Überwachung geliefert, da es offensichtlich geistig minderbemittelte Straftäter gibt, vor denen die Studierenden, die Mitarbeiter und die Einrichtungen geschützt werden müssen. Und wenn dann gegen Security argumentiert wird, dann wurde auch das Gegenteil erreicht. Wenn der ASTA mit Gruppen sympatisiert, die sich nicht wie zvilisierte Menschen verhalten können, dann wird wohl auch der Security-Anteil nicht zurückgehen (der übrigens hauptsächlich wegen der Baumaßnahmen noch da ist). Auch Studiengebühren sind nur ein Scheinthema, da keiner plant, diese wieder einzuführen und wie man das verhindert, in dem man die Kosten durch Sachbeschädigung selbst in die Höhe treibt, ist mir auch nicht klar. Also unterm Strich eine misslungene Aktion, die allen nur geschadet hat und deren Botschaft, sofern argumentierbar, überhaupt nicht ankam. Ein ASTA, das den Studierenden schadet, brauchen diese nicht! Die Protagonisten sollten die Konsequenzen ziehen und zurücktreten, sich öffentlich distanzieren (sofern noch möglich) und sich an der strafrechtlichen Aufklärung beteiligen! Minderheiten haben leider immer eine starke Lobby - aber in diesem Fall ist die Mehrheit ordentlicher Studierender gefordert und wenn der ASTA demokratische Grundsätze annimmt, sollte er sich dem Willen der Mehrheit der Studierenden annehmen! Die Vorsitzende ist jedenfalls untragbar (geworden) und sollte aufpassen, dass sie nicht mit Ihren eigenen Waffen geschlagen wird.

Klarstellungen

Student 27.11.2008 - 18:29
Zur Klarstellung:

1. Das HoF ist für Studenten jedes Fachbereichs geöffnet; genauso wie andere Uni-Gebäude dies auch sind.
2. Die Kamera im Foyer des HoF ist zur Überwachung des Bibliotheksausgangs. Sie schaltet sich nur ein, wenn ein Buch entwendet wird.
3. Die Menschen auf dem Hörsaalgebäude waren Arbeiter, nicht die Polizei.

Eine solche Aktion ist einfach absolut sinnlos und schadet vor allem den Studenten die die dortigen Seminarräume nutzen müssen. Solche Kinderreien gehören nicht an eine Universität.

Aggresion auch gegen Mitarbeiter gerichtet

Hansi 27.11.2008 - 20:26
Laut folgendem Artikel wurden auch Mitarbeiter der Uni angegriffen.
Damit wird die Aktion noch zweifelhafter und ein Rücktritt des Asta immer unvermeidlicher.
 http://www.hna.de/hptopnews/00_20081127123300_Universitaet_Frankfurt_Studentenproteste_ufert.html

Klarstellungen zu den "Klarstellungen"...

I-330 28.11.2008 - 05:46
@Student:
"1. Das HoF ist für Studenten jedes Fachbereichs geöffnet; genauso wie andere Uni-Gebäude dies auch sind."
Ja, das mag NOCH der Fall sein. Aber wozu gibts RFID-Chips in der Goethecard und Geräte zum Auslesen, bevorzugt an Gebäudeeingängen und vor Türen zu Hörsälen? (Infos über RFID z.B. hier:  http://www.foebud.org/rfid )

"2. Die Kamera im Foyer des HoF ist zur Überwachung des Bibliotheksausgangs. Sie schaltet sich nur ein, wenn ein Buch entwendet wird."
Dafür hätte ich gern die Quelle genannt. Wann die Kamera an ist und wann nicht weiß nur derjenige mit Sicherheit, der irgendwo die davon übertragenen Bilder zu sehen bekommt. Der normale HoF-Besucher kann nicht nachvollziehen, wann die Kamera eingeschaltet ist und wann nicht. Da die Kamera den Eingang der Bibliothek UND den Eingangsbereich des HoF überwacht, liegt doch der Schluss nahe, sie sei rund um die Uhr eingeschaltet. Oder geht die Kamera auch automatisch an, wenn Punks, Obdachlose und anderer Pöbel reinkommen?
Besagte Kamera hing im HoF übrigens genau über dem Bild "Schule von Athen", das Philosophen der Antike bis Renaissance zeigt. Eine blasphemischere Verwendung kann ich mir dafür wirklich nicht vorstellen. Danke dafür, liebe Innenausstatter, ich habe einmal kurz gelacht.

"3. Die Menschen auf dem Hörsaalgebäude waren Arbeiter, nicht die Polizei."
Das dachte ich anfangs auch, aber ich habe genauer hingeschaut: Was hatten Arbeiter (ich zählte drei) auf dem Dach eines fertigen Gebäudes verloren? Warum arbeiteten sie nicht, sondern standen/liefen nur dumm rum? Warum sahen sie alle gleich aus: grüne Overalls mit schwarzen Rollmützen und weißer Schrift auf dem Rücken? Aber vielleicht waren das auch einfach drei gelangweilte Arbeiter, die einen gemeinsamen Uniformenfetisch haben und in ihrer Mittagspause gern auf fertigen Häusern spazieren gehen. Es waren übrigens auch Polizisten in der Menge der VV, auch wenn sie sich offenbar schnell wieder vor den Haupteingang zum Campus verkrümelt haben.

"Eine solche Aktion ist einfach absolut sinnlos und schadet vor allem den Studenten die die dortigen Seminarräume nutzen müssen. Solche Kinderreien gehören nicht an eine Universität."
Über den Eskalationsgrad des Protests und seine Rechtmäßigkeit lässt sich diskutieren, und du darfst ihn auch gerne verurteilen. Aber es ist falsch, der Aktion einen Sinn abzusprechen: Sie sollte wachrütteln und empören. Und dieses Ziel hat sie voll erreicht.


@Hansi: 404, daher ist für mich nicht nachvollziehbar wovon du eigentlich redest. Ich will nicht sagen, dass sowas nicht passiert sein kann, aber ich habe es nicht erlebt und auch nicht davon gehört. Was ich an Handgreiflichkeiten gesehen habe war ein Angestellter (oder älterer Student?), der an der Musikanlage Kabel gewaltsam rausriss und eine Person, die ihn daraufhin wegdrückte. Wenn das der einzige Angriff gewesen sein sollte: Tja, selber Schuld. Aber eigentlich doch eine Lappalie.

Ich finde es schon irgendwie erheiternd, zu sehen, wie sich nun die HoF-Studierenden echauffieren und eine an sich doch eher alltägliche und noch vergleichsweise harmlose Protestform zum großen Skandal aufpushen, z.T. basierend auf Lügen oder zumindest Fehlinformationen (wie z.B. in der FAZ). Das passt ganz zu der Art, wie die CDU Politik macht: groß poltern und klein karieren. Was wurde denn im HoF zerstört? Ich hab da gar nix zerstört gesehen, mal abgesehen von einer Kamera, die jetzt nicht mehr am Kabel hängt. Keine Panik, sie hat bestimmt nicht gelitten. Flyer liegen auf dem Boden und die Wände wurden verschönert. Business as usual. Das sind ja wirklich furchtbar irreversible Schäden, die da angerichtet wurden. Da könnt ihr ja froh sein, gerade so mit dem Leben davongekommen zu sein, gell? Vorsicht, wir vergiften auch Brunnen und spucken Feuer.
Aber seid ihr nur empört. Das wollen wir ja gerade, denn nur so kriegt ihr mit, dass es auch noch andere Menschen am Campus gibt, die eben nicht jede Scheiße schlucken. Und beruhigt euch: Wir haben nix gegen euch persönlich. (Außer die Vorurteile, dass ihr arrogante Hedonisten und Klugscheißer seid, die sich furchtbar cool vorkommen, in Wahrheit aber die furchtbarsten Langweiler und Dummchen sind; dass ihr Kinderarbeit, Umweltzerstörung, Lohndumping und Kriegstreiberei befürwortet, denn genau das machen die Betriebe, bei denen ihr später arbeiten wollt; und ich persönlich habe den Verdacht, dass manche von euch auch auf Wilhelm II. masturbieren). Es ist vielmehr die Hochschulpolitik, die uns stinkt, und der unerträgliche Kapitalismusmief, der vom HoF herüberweht. Und wir geben nicht eher Ruhe, bis sich daran was ändert. Der Spuk wäre schneller vorbei, wenn ihr uns dabei unterstützt, statt weiter im Bällebad der neokonservativen Feindbilder vom Anarchisten mit dem Pflasterstein (TM) und dem Kommunisten mit der Kalaschnikov (TM) zu turnen. (Und wenn ihr den Unterschied zwischen Anarchisten und Kommunisten nicht kennt, dann wäre jetzt doch die ideale Gelegenheit, sich mal schlauzumachen, um auch mitreden zu können bei dem, was wir so tun. Ansonsten könnt ihr euch kein Urteil über irgendeine unserer Aktionen erlauben, ohne absolut kindisch und lächerlich zu wirken.)

Willkommen im Westend, Heimat der Unangepassten. Achtung, hier laufen kritisch Denkende frei rum. Gewöhnt euch dran oder wechselt die Uni.

Lebt euch gut ein,
I-330

"House of Logistics an Mobility" in Planung

??? 28.11.2008 - 20:32
Koch stellte diese Woche den Plan für eine ähnliche Einrichtung wie das "House of Finance" vor!

 http://www.faz.net/s/RubBEFA4EA6A59441D98AC2EC17C392932A/Doc~E8D2D0E5722934967B1DF391FCE21ABE0~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Keine Überwachung im HoF

MMG 30.11.2008 - 15:27
Zur Korrektur möchte ich anmerken, dass nicht das gesamte HoF kameraüberwacht ist. Im Gegenteil.
Es gibt eine Kamera gegenüber des Infozentrums, die lediglich dann für wenige Minuten die Tür zur Bibliothek aufzeichnet, wenn dort unbefugt ein Buch entnommen wurde. Diese Kamera dient dem Diebstahlschutz, damit jeder Student, der die Bibliothek nutzt, auch weiterhin Bücher dort vorfindet. Ausserdem gibt es Kameras an den Notausgängen, die dann aufzeichnen, wenn der Notausgang unbeufgt geöffnet wurde. Auch das ein simpler Diebstahlschutz.
In den Hörsälen gibt es lediglich die übliche Medientechnik, mit der Veranstaltungen auch in andere Räume, z.B. das Hörsaalzentrum oder andere Universitäten übertragen werden können, so kann Wissen an breitere Massen verteilt werden.
Eine Überwachung von Studenten ist am HoF technisch nicht möglich.
Man mag sich vielleicht darüber aufregen, dass im HoF von Finanzunternehmen Gelder und KnowHow eingebracht werden, aber die Kontrolle darüber, ob diese Unternehmen auch das Wissen und die Hirne der Studierenden steuern könnten, kann die Studierendenschaft durch Beobachtung durchaus wahrnehemen - nicht aber durch Beschmieren der Wände, die letzten Endes wie jede Unieinrichtung nicht aus Drittmitteln, sondern aus Steuern, also den Mitteln der gesamten Gesellschaft bezahlt werden. Wer dort Wände beschmiert, beschädigt also praktisch Volkseigentum. Das ist keine politische Auseinandersetzung, das ist Unfug. Besser wäre gewesen, mit den Leuten im HoF zu reden, dabei hätte man wirklich mehr erreichen können.

Gegen Petitionen

hans 03.12.2008 - 17:26
In Reaktion auf die Aktionen wurde zu einer Petition gegen Gewalt aufgerufen. Ich sehe hierin ein absolutes Fehlverhalten von Seiten weniger Studierender. Um meine und hoffentlich bald eure Meinung kund zu tun gibt es eine Gegeninitiative zu unsolidarischen Petitionen unter:
 http://www.ipetitions.com/petition/StudierendeGegenGegenGewaltPetit/

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

Verstecke die folgenden 16 Kommentare

Wirklich erbärmlich

unglaublich 26.11.2008 - 21:30
Das ist wirklich ein Armutszeugnis für den Asta. Eine einzige Frechtheit diese Aktion, die nur von einer kleinen, frustrierte Minderheit unterstützt wird. Der Asta hat jeden Bezug zur Realität verloren und repräsentiert keinesfalls die Interessen der Studenten.

Das Mass ist voll - Anti-Asta

Hansi 26.11.2008 - 22:14
Äußerungen der Vorsitzenden des Asta zeigen, wie erbärmlich die Vertretung der Studierenden geworden ist. Schmierereien sind die einzige Tat, die der Asta noch vorweisen kann. Absolut Peinlich. Mittlerweile regt sich reger Widerstand in der Studierendenschaft, die die Auflösung des Studierenden Parlaments fordern wird und damit auch des Asta.
Eine solche Peinlichkeit darf nicht ungestraft bleiben.

ihr könnt wirklich stolz sein.

nonkonform 27.11.2008 - 00:02
Mit Protest hat dies nun wirklich gar nichts mehr zu tun:

um inhaltliche Auseinandersetzung geht es doch schon lange nicht mehr. Protest-Party-Kultur mit Remmi-Demmi und sinnloser Zerstörung.

Der Großteil der Studierendenschaft nimmmt solche Aktionen nur mit fassungslosem Kopfschütteln zur Kenntnis, wage ich zu behaupten.

Leider ist der Asta so verblendet, dies nicht mehr wahrzunehmen.

Auch meine Solidarität seid ihr los.

YES WE CAN

O 27.11.2008 - 00:56
Seid mal still ihr Rechten Idiotien! Das Jahr 2006 war viel krasser und die Studi.gebühren würden abgeschafft! Also auf keinen Fall spalten lassen(!) – zusammen können wir es wider schaffen(wenn es muss) !

Interessant..

stauner 27.11.2008 - 08:05
Es ist schon bezeichnend, dass kritische Kommentare zu dem Beitrag gar nicht erst angezeigt werden, sondern als Beiträge, die den Artikel "nicht inhaltlich ergänzen" ausgeblendet werden.
Es fehlt den Wirrköpfen von der Antifa an der Fähigkeit, sich inhaltlich und sachlich mit gesellschaftlichen Problemstellungen auseinanderzusetzen. Stattdessen setzt sie auf Gewalt und reagiert auf Kritik an ihrer Vorgehensweise stets mit Formeln im Sinne von "Unterdrückung" und "neoliberalistische Gehirnwäsche", "rechte Idioten" etc. pp.!
Es ist untragbar, einen ASTA als Vertretung der Studierendenschaft zu haben, der dieses feige Vorgehen auch noch mitträgt und unterstützt.
Die vermummten Feiglinge von gestern hatten nie wirklich eine Botschaft zu verbreiten, sondern randalierten aus Spaß am Chaos in der Uni (oder kann mir jemand sagen, was die "Umsonst-Mensa" für einen politischen Hintergrund hatte?)!
Man sah bei der Demo teilweise in ratlose Gesichter, weil die wenigen Mitläufer keinen Schimmer hatten, wogegen nun eigentlich demonstriert werde...

nochmals: an die kritiker

meinname 27.11.2008 - 09:59
Ich denke es ist vollkommen legitim, Kritik an der gestrigen Aktion zu üben. Dann sollten die KritikerInnen aber auch anerkennen, dass in dem angeblich ach so "elitären Kreis" derer, die gestern auf der VV waren, sich momentan die einzig Aktiven gegen die Bildungsmisere befinden. Mir ists lieber das HoF wird gesmasht als dass die Leute sich garnicht bewegen und ohne jeden Widerstand mal wieder alles schlucken, was ihnen vorgesetzt wird. Noch schöner wäre es natürlich, wenn auch Menschen mit anderen Aktions-Ideen aktiv werden würden, anstatt immer nur die Position des Nörglers zu beziehen. Das ist billig.

Im übrigen beschränkt sich der Protest nicht auf "Protest-Party-Kultur mit Remmi-Demmi" (siehe z.B. gestern Abend die Diskussionsveranstaltung im KOZ mit Thorsten Bultmann zur "Ökonomisierung der Hochschule", vor zwei Wochen die Veranstaltung mit dem Architekten, der sich verantwortlich für den Neubau auf dem IG Farben-Campus zeichnet, etc.). Aber das wollen manche vielleicht garnicht sehen und statt dessen lieber stänkern gegen Menschen, die den Arsch hoch bekommen.

Ein Armutszeugnis seid ihr, die ihr angesichts der großen Scheiße lieber in eure Veranstaltung rennt oder euch den Wanzt in der Mensa voll haut, anstatt was zu machen. Ihr ekelt mich an.

Asta=Führungsschwach

mekika 27.11.2008 - 11:04
Meiner Meinung nach, zeigt der Asta, wie Führungsschwach dieser im Moment ist. Mit dem Campus Westend und insbesondere mit dem HoF und dem ReWi-Gebäude wurde eine einzigartige Atmosphäre für Studierende und Lehrende geschaffen. Der "Natozaun" und die Security (die es bereits in Bockenheim gegeben hat und dort hat sich auch niemand beschwert) sind nach dem gestrigen Tag mehr als angebracht. Es verschafft ein Gefühl von Sicherheit nicht mehr an jeder Ecke Dealer und betrunkene und pöbelnde Obdachlose beherbergen zu müssen.
Mir ist klar, dass der Asta seine Daseinsberechtigung durch Miesmacherei belegen will und muss. Allerdings fehlt es doch eindeutig an der Richtung in die der Asta will. Was sind die Themen? Haben die keine mehr und saugen sich diese nun aus den Fingern. Es hat den starken Anschein.
Mit dem abgedroschenen Thema Studiengebühren kann man auf jeden Fall kein Publikum gewinnen. Und solche Aktionen wie gestern werden nicht mit Solidarität gedankt. Gerade jetzt wo die Neuwahlen anstehen sollte der Asta sich Gedanken machen. Die letzte Wahlbeteiligung war schon sehr knapp über der 25% Hürde. Die nun folgende wird hoffentlich darunter bleiben. Gerade, weil die Wirtschafts- und Rechtswissenschaften die stärksten Fachbereiche an der Uni Frankfurt ausmachen. Die Studierenden dieser Fachbereiche werden auf jeden Fall Widerstand gegen die linksfaschistische Gruppierung, die der Asta derzeit ist, leisten. Nicht aus rechten Interessen oder einem liberalem Gedanken, sondern als Reaktion auf den Angriff unserer Fachbereiche.

BWLeer

BWLeer 27.11.2008 - 11:52
Ich studiere BWL, weil ich anderen Leuten helfen will.

reaktion der kapitalisten

antifa! 27.11.2008 - 12:07
die kapitalisten helen doch nur so rum. scheut euch den drek an, den die über usere tolle befreiung und so schreiben: raute wirtschaft forum

antifa!

Die Freiheit des Einzelnen...

Markus 27.11.2008 - 17:05
Liebe Freunde,


leider habe ich das große Spektakel am gestrigen Abend verpasst... Auch wenn meine persönliche Meinung mit denen des Großteils der Protestler in vielen Punkten wohl nicht übereinstimmen würde, gibt es ja an einer Vollversammlung und etwas sinnfreiem Protestieren im Anschluss nichts auszusetzen. Ich bin wirklich ein großer Freund der Meinungsfreiheit! Nichts sollte einen Menschen daran hindern, seine Meinung frei zu äußern!

Auch wenn mir bewußt ist, dass viele eher bildungsferne Personen diesen Beitrag lesen werden, hier ein kleines Sprichwort in Anlehnung an Kant(vielleicht kennen es ja ein paar von euch schon): Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit des Nächsten beginnt"!
Selbst wenn das einige Protestler schon mal gehört haben sollten, verhalten habt ihr euch gestern nicht so. Für die Unterbelichteten nochmal in deutlicheren Worten: Meinungsfreiheit hat nichts damit zu tun, Dinge zu zerstören, die einem selbst nicht gefallen, aber jemand anderem gehören!!

Toleranz bedeutet nicht, Intoleranz zu tolerieren!

Deshalb wünsche ich mir, dass in Zukunft ein mittlerweile chronisches Versäumnis der Staatmacht nicht wieder durch Tatenlosigkeit ein Gesicht bekommt... Menschen, die solch ein primitives, unterbelichtetes und kurzsichtiges Handeln als eine Äußerung ihrer Meinung verstehen, müssen mit aller Härte wieder in die Schranken gewiesen werden, die einzig ein zivilisiertes Zusammenleben ermöglichen!!

Wenn Gespräche nicht helfen oder nicht einmal gesucht werden, muss blinder Gewalt und Zerstörung mit allen Mitteln Einhalt geboten werden! Denn das aggressive Verhalten intoleranter Randgruppen muss man sich nicht gefallen lassen!!


Viele Grüße

Christian



@Ano Nym, aber auch allgemeiner Aufruf

I-330 27.11.2008 - 17:26
Du schriebst: "Auch Studiengebühren sind nur ein Scheinthema, da keiner plant, diese wieder einzuführen."
Was die Studiengebühren anbelangt, da hat Koch schon versprochen, dass er sie nicht wieder einführen will. Alles andere wäre ja auch unklug, denn das ist eines der Wahlkampfthemen, das der CDU die große Blamage bei der letzten Landtagswahl verschafft hat (Wir erinnern uns: Absturz um 12% gegenüber 2003!). Aber fakt ist, wenn die CDU wieder an der Macht ist, kann sie die Studiengebühren wieder einführen. Und das ist mE sehr wahrscheinlich, weil die CDU ja bekanntlich jeden möglichen Cent dem Bildungswesen abzwackt. Das Bildungswesen muss trotzdem irgendwie finanziert werden, und so ein paar Milliönchen von den Studierenden selber kommen da gerade Recht. Deswegen ist es völlig legitim, dass jetzt, zwei Monate vor der nächsten Landtagswahl, wieder auf das Problem Studiengebühren verwiesen wird. Ja, das ist politisch, ja, wir sind hauptsächlich links, ja, wir machen hier Wahlkampf. Weil Schüler und Studierende die Leidtragenden der Bildungsmisere sind, die von der CDU gemacht wurde. Und wir wollen das nicht länger hinnehmen!

Du schriebst weiter: "Viedoüberwachung ist ein Witz: Dies sind streaming und webcast Tools - an jeder guten, internationalen Uni ist es möglich Konferenzen zu streamen und so hoch effizient zusammenzuarbeiten und dabei sogar die Natur zu schonen, weil nicht alle dauernd hin und herfliegen müssen."
Warum ist es dann nötig, das Foyer des HoF zu überwachen, wo ja ganz offensichtlich keine Lehrveranstaltungen stattfinden? Vor der "Besetzung" war da eine Videokamera, und anschließend war sie nicht mehr da... Es geht bei der Videoüberwachung nicht um Streaming der Veranstaltungen, sondern darum, dass das House of Finance und andere Bereiche auf dem Campus von Studierenden abgeschottet werden sollen, die keine "elitären" Studiengänge studieren (d.h. solche studieren, mit denen man den Firmen, die einen wesentlichen Teil der Unifinanzierung übernehmen, nicht gut in den Arsch kriechen kann). Es kommt zu einer Zwei-Klassen-Uni, die die wirtschaftlich ansprechenden Fachbereiche fördert und die Fachbereiche vergammeln lässt, die sich eben nicht gut wirtschaftlich verwerten lassen. Gut ausgestattet sollte jeder Fachbereich sein, natürlich auch BWL, Jura usw. Allerdings höre ich, dass z.B. die TFM unlängst eine Filmnacht veranstaltete, um sich durch den Erlös aus den Eintritten einen Beamer anschaffen zu können. Dafür hat die Unileitung offenbar kein Geld; wohl aber Millionen zum Ausbau des Campus Westend. Ich gehe jede Wette ein, dass Studierende verwertbarer Studiengänge nicht um ihre Ausstattung betteln müssen, sondern sie anstandslos bewilligt bekommen. Der Großteil derjenigen, die gestern das HoF verschönerten, studiert nunmal Studiengänge, die nicht von Firmen finanziert werden. Und es ist ihr gutes Recht, sich zu wehren, wenn sie aus rein finanziellen Gründen zu Studierenden zweiter Klasse degradiert werden!

Du schriebst ferner: "Die Studierenden zu überwachen ist auch quatsch - kann doch jeder so lernen wie er will."
Studierende auf Bachelor und Master (und auch der modularisierten Magister usw) können das nicht. Die Reform der Studiengänge wurden ja erst eingeführt, DAMIT Studierende nicht mehr so lernen können, wie sie wollen, sondern damit sie möglichst schnell wieder vom Tropf der Alma Mater weg sind und den Großfirmen in den Rachen geworfen werden können. Darüber hinaus WERDEN sie überwacht - informiere dich mal über die RFID-Chips in der Goethe Card, und hast du dir nie die Frage gestellt, wozu Anwesenheitslisten, WebCT etc. da sind?
Ein selbstbestimmtes Studium stelle ich mir anders vor:
Ich will mehr als 16 SWS, kann ich aber nicht, weil Module als ganzes belegt werden müssen. Das heißt: Weil ich nur zu der Vorlesung am Freitag nicht kommen kann (andere Veranstaltung) kann ich das ganze Modul (3 Veranstaltungen) nicht machen. Ohne Modularisierung wäre das kein Problem, da würde ich einfach die anderen nötigen Veranstaltungen besuchen und die Vorlesung halt irgendwann nacholen - geht aber dank Modularisierung nicht mehr, also muss ich meine Studienzeit ungewollt verlängern. Ja, ich bin ein Bummelstudent, und ich bin es völlig unfreiwillig! Aber ich will auch gar nicht nach 8 Semestern fertig sein müssen, NUR weil andere es gerne so hätten, mal abgesehen davon dass ich es wegen obigen Terminkonflikten gar nicht KANN. Was stinkt mir an der aktuellen Bildungs- und Hochschulpolitik noch? Ich will studieren, was mich interessiert und nicht das, mit dem das meiste Geld zu holen ist, und dafür gehe ich das Risiko ein, als Taxifahrer zu enden. Ich will trotzdem meine Orchideenfächer. Ich will keine zerfledderten Bücher lesen müssen, weil kein Geld für Neuanschaffungen da ist. Ich will frei und kritisch denken und meine Meinung offen sagen dürfen, statt einen vorgekauten Lehrbrei schlucken zu müssen, der mich zum langweiligen Fachidioten macht. Ich will auch mal ein bisschen Freizeit ohne lernen zu müssen. Ich will neben dem Studium arbeiten können, weil ich aus einer armen Familie komme und trotzdem kein Recht auf Bafög habe, und ohne selbst verdientes Geld könnte ich GAR NICHT studieren. Ich will Exkursionen, die nicht zu großkapitalistischen Firmen mit faschistischer Vergangenheit führen, weil ich in solchen Betrieben später eh nicht arbeiten will. Ich will mich nicht mit 30 anderen vor dem Hörsaal drängeln müssen, weil kein Geld für neue Dozenten da ist und/oder die Räume, in die alle reinpassen würden, den Wirtschaftswissenschaften vorbehalten sind. Genausowenig will ich aus Seminaren rausfliegen, weil schon zu viele drin sind, oder dass meine Veranstaltungen gestrichen werden, weil zu wenige drin sind. Ich will nicht, dass die kleinen Fachschaftscafés im Westend durch den Umzug in andere Gebäude wegfallen könnten, denn ich will auch in Zukunft im Philosophencafé für 50 Cent Kaffee trinken und in alten muffigen Sesseln Schach spielen, statt mich in das überteuerte Sturm und Drang-Kommerzquatschcafé zu setzen. Ich will in die Mensa gehen können, ohne von Allmaxx angequatscht zu werden. Ich will nicht, dass in Zukunft alle meine Bewegungen an der Uni auf Schritt und Tritt verfolgt werden können durch einen völlig unnützen und unsicheren RFID-Chip und Kameras an jeder Ecke, weil ich ein Recht auf informationelle Selbstbestimmung habe. Ich will mich auf dem Campus frei bewegen können und nicht von der Security daran gehindert werden, bestimmte Bereiche zu betreten, weil da gerade Raum für eine hochexklusive (von lat. exclure: ausschließen!) Veranstaltung gemietet wurde, denn ich bin Studentin und es ist AUCH MEIN Campus, nicht der von unifremden Bonzengrüppchen. Diese Harvardisierung stinkt mir! Und sie stinkt offenbar auch den Leuten, die gestern an der VV, der Demo und den Aktionen im und am HoF teilnahmen. Sonst hätten sie ihre Zeit anders herumgebracht, kalt genug zum weggehen war es ja, aber die Leute blieben!
Die aktuelle Goethe-Universität schmückt sich mit einem Namen, den sie nicht verdient hat, weil sie Kunst, Kultur, Gesellschafts- und Geisteswissenschaften verrotten lässt. Sie verkommt zu einer kapitalistischen Kaderschmiede und opfert dafür ihre eigene Tradition von kritischer Lehre und Forschung. Perlen vor die Säue, Hauptsache die kooperierenden Firmen schieben der Uni genug Drittgelder in den Arsch. Dagegen müssen wir uns wehren, solange wir es noch dürfen!
Ich gebe zu, dass mir auch nicht jede Form von Protest schmeckt (ich verweise nochmals auf die mE völlig unnötige Sachbeschädigung am Juridicum in Bockenheim) und ich finde, wir sind längst an einem Punkt angelangt, an dem sich jeder Studierende die Frage stellen sollte, wie weit er/sie zu gehen bereit ist. Darauf muss aber letztendlich jeder selbst eine Antwort finden und jeder einzelne sollte seine Aktionsformen selbst wählen. Das bedeutet auch, dass sich jeder über Konsequenzen im Klaren ist und sie zu tragen bereit ist. Ob also eine Differenzierung des Asta von bestimmten Gruppen oder Aktionsformen nötig sei, soll der Asta allein entscheiden. Die Vergangenheit hat jedoch gezeigt, dass Redebeiträge allein offenbar weder Unileitung noch Politik beeindrucken, wenn nicht auch die Bereitschaft dahinter steht, den Worten Taten folgen zu lassen. Es geht hier nicht um Krawall-und-Remmidemmi-Spaßprotest, die Akteure meinen es ernst. Sie wissen, dass sie sich mit Unileitung und Polizei anlegen; anders werden sie nunmal nicht ernst genommen, insofern werden ihnen ihre Aktionsformen aufgedrängt. Ich brauche ja wohl niemanden an die Massenfestnahmen auf der Autobahn zu erinnern, an Exmatrikulationen und so manchen Schlagstockeinsatz. Das ist doch nix neues, und das blüht den Demonstranten auch in Zukunft, wenn der Protest gegen Studiengebühren und die Verrottung des Bildungssystems so weitergeht wie bisher. Keiner ist geil drauf, die Nacht im Knast zu verbringen, stundenlang in der Kälte eingekesselt zu sein oder verprügelt zu werden. Sie nehmen das Risiko trotzdem auf sich, weil sie es ernst meinen. Es gibt keine Ernsthaftigkeit ohne Risiko!

Insofern: Wir müssen kritikfähig bleiben und ich finde auch Diskussionen innerhalb der protestierenden Studierenden bezüglich Sinn und Unsinn mancher Aktionsformen angebracht, weil wahrscheinlich vielen nicht klar ist, worauf er/sie sich einlässt und wie sein/ihr individueller Protest aussehen könnte. Aber lassen wir uns nicht spalten von den Mitschülern und Kommilitonen, die gegen uns sind. Die einen sind entweder zu feige, sich uns anzuschließen, und auf die können wir sowieso verzichten. Die anderen sind blinde Mitläufer des Systems, das wir bekämpfen, oder dessen Anführer in Spe - und vor denen sollen wir kuschen? Der Protest wird weitergehen, ob mit oder ohne Unterstützung vom Asta. Wir haben schon zur letzten Landtagswahl bewiesen, dass die gewählten Protestformen zum Erfolg führen können. Jetzt geht der Kampf in die zweite Runde. Verteidigen wir unser Recht auf freie Bildung und ein selbstbestimmtes Studium! Erobern wir unsre Schulen und Campi zurück!

Monsterwelle!!
I-330

Macht kaputt, was euch kaputt macht

demostudent 28.11.2008 - 01:38
Die Kritik an der Aktion ist sicherlich teilweise gerechtfertigt:

Wir müssen kreativ, und nicht bloß destruktiv, unseren Protest an die Uni tragen. Die "Besetzung" an sich ist schon gut und richtig so, man hätte aber auch mehr draus machen können, z.B. in Form eines "teach-ins".

Dabei muß auch immer die Vermittelbarkeit von solcherlei Aktionen im Auge behalten werden. Wir wollen doch Unterstützung und Solidarität innerhalb der Studentenschaft und der restlichen Bevölkerung bekommen, da dürfen militante Aktionen nicht zum Selbstzweck werden. Das größtenteils negative Echo, das ich bis jetzt mitbekam, schadet unserer Sache.

Mir persönlich ist es sowas von schnurzpiepegal ob ein paar von den schönen Kameras dabei zu Bruch gehen (die wir nicht wollten und die wir nicht brauchen!).
Und wer denkt die Bewegung spalten zu können, indem er/sie die "guten" von den "bösen" AktivistInnen zu trennen versucht, täuscht sich schwer in unserer Entschlossenheit!

WIR HÖREN NICHT MIT DER SCHEIßE AUF, BIS DIE SCHEIßE AUFHÖRT!

na und?

??? 28.11.2008 - 12:26
wen kümmerts schon was der asta macht. Studierende die ihre Hoffnung im Kampf gegen "Neoliberalisierung" der Uni, Bildungsabbau und Verwachsen von Uni und Wirtschaft auf das Bürokratie-Organ Asta setzen, werden sowieso entäuscht werden. Der Asta ist nichts anderes als ein Ausschus der das Bürokratische Spiel des Parlamentarismus mitspielt und nichts anderes als reformistischen Müll produzieren kann. Zu den Grundlagen warum sich die Universität so verändert wie oben beschriebn kann der Asta gar nicht vordringen, da er sich im bürgerlichen Rechtshorizont bewegt und damit Teil des Problems ist.
An all die Spießbürger-Studenten, die sich über die "Randale" aufregen: Auf euch sei geschissen! Ihr verdient es nicht anders als unter dem Prozess der Uniumstrukturierung zu leiden und hoffentlich 40 Stunden die Woche hart lernen zu müssen. Wenn euch die Veränderung denn überhaupt stört und ihr nicht ohnehin teil der geförderten Elite seit...

Dafür haben sie also gekämpft,

xyz 28.11.2008 - 13:44
die Luthers, Friedrichs (d. Gr.), die preußischen Reformer, die Humboldts, alle die sich dafür eingesetzt haben, dass jeder Mensch eine ordentliche Schulbildung haben solle und studieren möge.
Die heutigen Studenten sind in sicheren Verhältnisse und im Wohlstand aufgewachsen und treten die Kämpfe ihrer Vorfahren für freie Bildung mit Füßen. Hochtrabendes Soziologengelaber absondern, das können sie (vielleicht), weiter nichts. Ansonsten: Pöbeln, "demonstrieren", zerstören und sich dabei obercool und wichtig fühlen...es ist einfach nur peinlich und zum Kotzen. Ich möchte euch alle als Knechte und Mägde auf Bauernhöfen sehen, ihr habt es gar nicht verdient, auf eine Uni zu gehen.

Tja, schon schade...

Chrischan74 28.11.2008 - 15:45
...wenn es vom Intellekt her nur für das "Studium" der Sozialpädagogik oder Kunst gereicht hat, oder? Ich wäre wohl auch frustriert.

Und wenn dann noch durchgesickert ist, daß sich mein Ärger über meine eigenen Unzulänglichkeiten dahingehend ausdrückt, daß ich nur nocn in der Lage bin zu pöbeln, zu geifern und zu zerstören, dann muß ich mich nicht wundern, wenn meinen "Fachbereichen" nicht die gleichen finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt werden wie den Komolitonen, die pfleglich mit den Sachwerten umgehen können, die von diesen Mitteln finanziert werden.

Ich wäre auch gegen Think-Tanks, wenn ich nicht denken könnte...

Some remarks

blubb 29.11.2008 - 20:54
"...wenn es vom Intellekt her nur für das "Studium" der Sozialpädagogik oder Kunst gereicht hat, oder? Ich wäre wohl auch frustriert."

Interessant ist dazu, dass der Bachelor in Betriebswirtschaft im Wintersemester 07/08 einen N.C. von 2,8 hatte, das ist verglichen mit z.B. den 2,7 für Lehramt (!) Philosophie nicht so schwierig zu erreichen. Ach übrigens: Sozialpädagogik und Kunst kann mensch an der tollen Johann-Wolfgang-Goethe-Uni überhaupt nicht studieren.
Dass der NC aber auch irgend etwas mit der nötigen Intelligenz für ein Fach zu tun haben könnte, das kann auch nur glauben, wer überhaupt gar keine Ahnung davon hat, was der Sinn des N.C. ist, nämlich zu verhindern, dass die Kapazitäten der Uni gesprengt werden.
Ach übrigens: Jeder kann studieren, was er oder sie möchte, denn es gibt auch Wartelisten, mit denen man dann eh irgendwann ins gewünschte Fach kommt...

"Ich wäre auch gegen Think-Tanks, wenn ich nicht denken könnte... "

Weswegen du wahrscheinlich ein größeres Problem mit den existierenden Frankfurter "Think-Tanks" (früher hieß es noch Institut) hast, die TATSÄCHLICH Weltruf (und zwar jetzt schon) haben, wie etwa dem Institut für Sozialforschung (Adorno, Horkheimer, Marcuse, Habermas, Honneth, u.v.m.) dem Sigmund-Freud-Institut (z.B. Mitscherlich und Lorenzer) und dem Fritz-Bauer-Institut (u.a. Götz Aly und Arno Lustiger mit Gastprofessuren).
Du bevorzugst natürlich das House of Finance mit so illustren Gastprofessuren, wie etwa Josef Ackermann oder dem Institutsleiter Wolfgang König, der es nicht einmal zu einem eigenen Wikipedia-Artikel schafft.