Kolumbien: Minga nähert sich Bogotà

gritoderesistencia 19.11.2008 05:32 Themen: Soziale Kämpfe Weltweit
Der Protestmarsch der Indígenas in Kolumbien, die sich aus Protest gegen die Politik der Regierung in der Minga de Resistencia Social y Comunitaria zusammengeschlossen haben, kommt weiter voran.
Gestern, am 17.11., zog die Minga durch die Stadt Fusagasuga. Zurzeit marschieren rund 22’000 Menschen, einige schon seit Wochen. Inzwischen bekommt die Karawane wieder ständigen Zulauf von weiteren Indígena-Gemeinschaften, die von der Mobilisierung erfasst werden. Bis Bogotá fehlen noch rund 40 km.
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Ergänzungen

16 Verletzte nach mehreren Bombenexplosionen

http://www.focus.de 19.11.2008 - 08:27
Mindestens 16 Menschen sind bei einer Reihe von Bombenexplosionen in der kolumbischen Hauptstadt Bogotá verletzt worden. Die insgesamt sechs Bomben seien am Donnerstag fast gleichzeitig im Norden, Westen und Osten der Stadt detoniert, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Sie waren demnach in Mülleimern in der Nähe der deutschen und der peruanischen Botschaft sowie in der Nähe einer Filiale der Citibank, eines McDonalds-Restaurants und Einkaufszentren explodiert. Wer die Bomben dort platziert hatte, konnte die Polizei zunächst nicht sagen. Die Explosionen hätten aber nur wenig Kraft gehabt und daher auch keine schweren Verletzungen hervorgerufen. „Es handelte sich um selbstgebaute Bomben (...), die viel Lärm machen, aber wenig Schaden anrichten“, sagte ein Polizeisprecher.

Die Explosionen fielen am Donnerstag mit den Protesten von tausenden Arbeitern des öffentlichen Dienstes zusammen, die in den Straßen Bogotás demonstrierten. Sie hatten einen nationalen Tag des Streiks gegen die „Kriminalisierung der sozialen Bewegungen“ im Land ausgerufen und sich mit den seit knapp zwei Wochen gegen die Regierung von Alvaro Uribe protestierenden Ureinwohnern zusammengeschlossen.

CityTV berichtet

Ninjo 19.11.2008 - 08:28
Dies teilte auch der kolumbianische Fernsehsender CityTV mit.

Die in Mülltonnen versteckten Bomben explodierten fast gleichzeitig in verschiedenen Bezirken der Stadt. 36 Gebäude und drei Wagen wurden beschädigt.

Zwei Explosionen ereigneten sich unter anderem in der Nähe der deutschen und peruanischen Botschaften, die örtlichen Sicherheitskräfte mussten den Schutz von diplomatischen Vertretungen verstärken.

Die Polizei sieht jedoch keinen Zusammenhang zwischen den Terroranschlägen und dem nationalen Streik von Arbeitern im Verkehrs-, Gesundheits- und Bankwesen.

Die Stadtregierung verspricht 22 000 US-Dollar für jede Information, die zu Ermittlungen deutlich beitragen kann.

Moskau prüft Berichte

http://de.rian.ru 20.11.2008 - 06:10
Moskau prüft sorgfältig Berichte, nach denen illegale paramilitärische Gruppen in Kolumbien in den Besitz russischer Waffen gelangt sind.

Das sagte Russlands Außenminister Sergej Lawrow am Mittwoch vor der Presse in der kolumbianischen Hauptstadt Bogota. "Presseberichten zufolge besitzen die so genannten revolutionären Streitkräfte Kolumbiens russische Waffen. Wir prüfen alle Berichte, aber bislang konnte keiner davon bestätigt werden", sagte der Minister.

Dieses Thema sei auch bei den jüngsten Verhandlungen mit dem kolumbianischen Außenminister Jaime Bermudez erörtert worden. Russland liefere keine Rüstungen an illegale bewaffnete Gruppierungen. In allen Verträgen gebe es eine Bestimmung, die die Übergabe gelieferter Waffen an dritte Seiten verbiete, sagte Lawrow.