Kolumbien: Minga nähert sich Bogotà
Der Protestmarsch der Indígenas in Kolumbien, die sich aus Protest gegen die Politik der Regierung in der Minga de Resistencia Social y Comunitaria zusammengeschlossen haben, kommt weiter voran.
Gestern, am 17.11., zog die Minga durch die Stadt Fusagasuga. Zurzeit marschieren rund 22’000 Menschen, einige schon seit Wochen. Inzwischen bekommt die Karawane wieder ständigen Zulauf von weiteren Indígena-Gemeinschaften, die von der Mobilisierung erfasst werden. Bis Bogotá fehlen noch rund 40 km.
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Ergänzungen
16 Verletzte nach mehreren Bombenexplosionen
Die Explosionen fielen am Donnerstag mit den Protesten von tausenden Arbeitern des öffentlichen Dienstes zusammen, die in den Straßen Bogotás demonstrierten. Sie hatten einen nationalen Tag des Streiks gegen die „Kriminalisierung der sozialen Bewegungen“ im Land ausgerufen und sich mit den seit knapp zwei Wochen gegen die Regierung von Alvaro Uribe protestierenden Ureinwohnern zusammengeschlossen.
CityTV berichtet
Die in Mülltonnen versteckten Bomben explodierten fast gleichzeitig in verschiedenen Bezirken der Stadt. 36 Gebäude und drei Wagen wurden beschädigt.
Zwei Explosionen ereigneten sich unter anderem in der Nähe der deutschen und peruanischen Botschaften, die örtlichen Sicherheitskräfte mussten den Schutz von diplomatischen Vertretungen verstärken.
Die Polizei sieht jedoch keinen Zusammenhang zwischen den Terroranschlägen und dem nationalen Streik von Arbeitern im Verkehrs-, Gesundheits- und Bankwesen.
Die Stadtregierung verspricht 22 000 US-Dollar für jede Information, die zu Ermittlungen deutlich beitragen kann.
Moskau prüft Berichte
Das sagte Russlands Außenminister Sergej Lawrow am Mittwoch vor der Presse in der kolumbianischen Hauptstadt Bogota. "Presseberichten zufolge besitzen die so genannten revolutionären Streitkräfte Kolumbiens russische Waffen. Wir prüfen alle Berichte, aber bislang konnte keiner davon bestätigt werden", sagte der Minister.
Dieses Thema sei auch bei den jüngsten Verhandlungen mit dem kolumbianischen Außenminister Jaime Bermudez erörtert worden. Russland liefere keine Rüstungen an illegale bewaffnete Gruppierungen. In allen Verträgen gebe es eine Bestimmung, die die Übergabe gelieferter Waffen an dritte Seiten verbiete, sagte Lawrow.