Fotos: Berliner Schulstreik-Demo
Zwischen 8.000 - 10.000 Menschen beteiligten sich am 12. November 2008 an der Berliner Schulstreik Demo. Als der Demonstrationszug am Hauptgebäude der Humboldt Universität vorbeizog stürmten circa 1000-2000 Menschen das Gebäude und besetzten dieses Symbolisch. Vorort wurde eine Wirtschafts-Veranstaltung zu Uni-Patenten im Senatssaal gesprengt. Etwa eine halbe Stunde später wurde das Gebäude verlassen und die Demonstration fortgesetzt. Die im HU Foyer derzeit installierte Ausstellung "Verraten und Verkauft", welche über die Enteignungen jüdische Unternehmen in Berlin (1933-1945) informiert, wurde teilweise beschädigt. Der ReferentInnen Rat der HU, der ebenfalls zur Demonstration aufgerufen hatten, äußerte sein bedauern und bot seine Hilfe und Unterstützung an um die Ausstellung wieder herzustellen. Ob es sich bei der Beschädigung der Ausstellungsstücke um bewusste zerstört handelt oder ob der Sachschaden durch das Reinströmen der vielen Menschen in das Gebäude entstand ist unklar.
Die Fotos findet ihr hier:
http://www.flickr.com/photos/kietzmann/sets/72157609011048328/
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Die Proteste in Berlin waren teil eines bundesweiten dezentralen Schulstreiks. An diesem beteiligten sich mehr als 125.000 Menschen.
Das Foto ist in druckbarer Qualität vorhanden. Wenn ihr Fotos von mir verwendet teilt mir dies bitte mit. Bitte gebt als Bild-Quelle „Björn Kietzmann“ und einen Link zu meinem Foto-Stream an.
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Ergänzungen
Video über die Zerstörung der Ausstellung übe
Schwachsinns-Artikel
Manager verhindern?
Danke! Danke! Danke! Am liebsten hätte ich den jungen "Personen" unter Benutzung des Rohrstocks ihren Arsch versohlt. Sorry für diese konservative Methode des Sanktionierens, aber die Diebe waren vorher schon so antikapitalistisch breit und naiv, dass Reden nicht mehr geholfen hätte.
Kinder, lernt etwas über unsere Staatsordnung. Zum Beispiel in der Uni. Lernt Euch zu verhalten. Ansonsten zerstören demnächst Nazis eine Ausstellung und jeder wird urteilen müssen, es lag nur daran, dass alle Nazis auf einmal reingeströmt sind. Was für ein Sch...! Was für eine Schande.
karl
siehe hier
und hier
wie die SA - Schüler zerstören Ausstellung
Manager, Juden und ein SA-Vergleich
Nun müsste man erst mal fragen ob die Manager die Ausstellung über verfolgte jüdische Unternehmer organisiert haben (das weiß ich nicht)...
Dann müsste man klar stellen: Wer war die SA? Die SA hat keine Universitäten gestürmt. Die SA setzte sich bis 1934 aus Kleinbürgern zusammen (Handwerker, Kleingewerbetreibende, Angestellte) die sich durch Arbeiterklasse und Großindustrie ökonomisch gleichzeitig bedroht sahen. Es stießen dann auch desilusionierte Arbeitslose zur SA.
Der Terror der SA richtete sich vor ihrer politischen Entmachtung 1934 (Röhm-"Putsch") gegen Arbeiterparteien und Gewerkschafter. Die ersten KZ wurden für Sozialdemokraten und Kommunisten eingerichtet. Diese wurden von der SA bewacht.
Es ist ein von bürgerlicher Seite zum Zweck der Diffamierung der Linken genährter Mythos, dass sich ein proletarischer "Volksmob" bei der im Jahr 1938 in vollem Umfang einsetzenden Judenverfolgung spontan an den Juden ausgelassen habe.
Tatsächlich wurde die Verfolgung staatlicherseits und von Funktionsträgern der Nazis systematisch organisiert. Die Judenverfolgung hatte nichts spontanes. Es wurde auch nicht spontan durch einen "Volksmob" geplündert. Die Verwertung jüdischen Eigentums geschah zu finanziellen Gunsten des Staates und wurde von Behörden organisiert. In öffentlichen Versteigerungen konnten sich ALLE Bevölkerungsschichten, soweit sie über entsprechende Mittel verfügten, an jüdischem Eigentum bereichern.
Was die angeblichen Helfershelfer aus dem "Volksmob" angeht lohnt es sich die Artikel zum 9. November in den vielen lokalen Zeitungen zu studieren. Wir können entnehmen: Es waren vor allem Angehörige der gesellschaftlichen Eliten, die am 9. November in Helferfunktionen direkt vor Ort an den Schändungen beteiligt waren, zum Beispiel in dem sie in Uniform Wache standen. Es finden sich unter den unmittelbar an den Schändungen Beteiligten zum Beispiel Studienreferendare, Studenten, angehende Lehrer. Also Leute, die man damals zu den "besseren Kreisen" zählte, die wohl glaubten damit ihre Karriere fördern zu können.
Allein schon deshalb ist ein Vergleich mit den randalierenden Schülern falsch. Oder glaubt jemand dass was in der Humbold-Uni passiert ist, fördere das berufliche Fortkommen?
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
antifa---
mir war so als würde dort gegen dieses bildungssytem und mehr lehrer demonstriert werden .
aber das hat wohl der grossteil vergessen.....
da frage ich mich als normaler bürger was wäre gewesen wenn es nationale flaggen und sprechchöre gewesen wären.....
ich hoffe auf resonanz...
mfg
Interview in der jungen Welt
"- Was genau ist zuvor in der Humboldt-Universität (HU) passiert?
Während unserer Zwischenkundgebung am Bebelplatz wollten einige der Demonstranten in die HU gehen, um die Studenten in den Hörsälen aufzufordern, mit uns zu protestieren. Dann strömten immer mehr Schüler in das Gebäude und es brach schnell Chaos aus. So wurde zum Beispiel eine Veranstaltung von Managern gestört, die sich einen Raum in der HU gemietet hatten. Die meisten besetzten die Balkone oder hingen Banner aus den Fenstern. Einige warfen aber auch Klopapierrollen durch die Gegend, lösten Feuerlöscher aus und demolierten Scheiben.
- Laut Medienberichten wurde eine Ausstellung im Foyer über die Pogromnacht 1938 beschädigt.
Dazu gibt es sehr unterschiedliche Meldungen. Ich persönlich war draußen im Lautsprecherwagen, also kein Augenzeuge. Wir haben uns zu »Bildungsblockaden einreißen« zusammengeschlossen, weil wir für bessere Bildung kämpfen wollen. Ich will damit sagen: Wenn eine Ausstellung beschädigt wird – noch dazu eine über die Verbrechen des deutschen Faschismus, die im Unterricht immer weniger thematisiert werden – kann das nicht in unserem Interesse sein. Ich gehe davon aus, daß der Schaden an der Ausstellung unabsichtlich durch das Gedränge im Foyer entstanden ist. Sollte es tatsächlich zu bewußten Zerstörungen gekommen sein, müssen wir das als Bündnis ablehnen.
Aber angesichts der ständigen Erniedrigungen an den Schulen, angesichts der Perspektivlosigkeit, empfinden viele Schülerinnen und Schüler beim Anblick der Bildungsinstitutionen nur noch Wut. Gerade Universitäten, die aufgrund der sozialen Auslese im dreigliedrigen Schulsystem für die meisten aus ärmeren Verhältnissen grundsätzlich versperrt bleiben, erscheinen vielen als Ausdruck von Unterdrückung. Die Vorkommnisse an der Humboldt-Uni waren aus meiner Sicht ein Ausdruck dieser Ohnmacht."
Quelle:
Zahlen
Es waren insgesamt ca. 90.000. Wir werden nur unglaubwürdig, wenn wir immer absurde Zahlen nennen. Bleibt bei der Realität 90.000 sind viele und ein totaler erfolg, deswegen muss man nicht 35.000 mehr nennen.
verblödung
und so ergab sich schliesslich der Glückstreffer, das Manager einen Raum angemietet hatten, den man flugs besetzten und die bösen Kapitalisten vorführen konnte. Ach ja... wie schlimm es doch um unsere Bildung bestellt ist... ,-(