Info zu Cecile's Verbringung nach Braunschweig

Freundeskreis 09.11.2008 11:40 Themen: Atom Repression
Hintergrund-Info zu Ceciles "Verbringung" nach Braunschweig.
Braunschweiger Polizeibeamte sind im Rahmen von Routineeinsätzen in einer in Lüneburg stationierten Bereitschafthundertschaft seit Jahren in Lüneburg im Einsatz.
Es gab von genau diesen Braunschweiger Polizeibeamten ein regelrechtes Polizei-Mobbing gegen Cecile.
Dieses Polizeimobbing ist auch seit längerem Aktenkundig.
Cecile ist nach ihrer mutmaßlich rechtswidrigen Freiheitsberaubung durch die Castorpolizei ca. 200 km weit von Lüneburg nach Braunschweig verschleppt worden.

Der Vorwand dafür war die Lüge. daß dies eine "Fürsorgemaßnahme" sei, weil in Braunschweig wesentlich komfortablere "Gewarsamsbedingungen" wären.
Tatsächlich ist sie jedoch in derselben Art von dreckigen "Ausnüchterungszellen" wie in Lüneburg untergebracht.
Ausserhalb der Zelle darf sie sich nur angefesselt an eine Polizeibeamtin bewegen.
Einen normalen Hofgang gibt es nicht.
Die Sanitären Anlagen sind dort eine Katastrophe.

Im Brauschweiger Bullenknast ist sie diversen Willkürmaßnahmen der Brauschweiger Polzei ausggesetzt.

Braunschweiger Polizeibeamte sind routinemäßig auch in Lüneburg und im Wendland im Einsatz.
Cecile ist bei all diesen braunschweiger Bullen, die in in Lüneburg im Einsatz waren von Person bekannt.
Sie wird, ganz ähnlich wir Jochen Stay von X-Tausenmal quer, bei diesen Bullen ganz offensichtlich als eine Art "Staatsfeindin Nr. 1." angesehen und mit unbeschreiblichem irrationalem Haß behandelt.

Schon in der Vergangenheit haben gerade diese Braunschweiger Polizeibeamte in Lüneburg mehrere rechtswidrige Übergriffe auf Cecile verübt, haben sie beschimpft und angepöbelt.
Und unter div. Vorwänden unter Anwendung roher Gewalt festgehalten oder sogar auf die Polizeiwache Lüneburg geschleppt.
Also auch wenn gar keine Politische Aktion anstand, bei deren routinemäßigen Steifenfahrten in Lüneburg.
Natürlich waren es auch meistens diese Braunschweiger Bullen, die aktiv wurden, wenn Cecile eine ihrer pfiffigen, spektakulären Aktioen in Lüneburg oder im Wendland ausführte.
Es waren oft diese Braunschweiger Polizeibeamten die von Cecile, bzw Altionsgruppen bei denen Cecile beteilgt war, übertölpelt wurden, wenn sie z.b. irgen ein Objekt sichern sollten, das Cecile dann beklettert hat.
Dabei wurde sie mehrfach mit unglaublich roher, maßlos unverhälnissmäßiger Gewalt behandelt.
Im Sommer sind sie dort mehrfach klar rechtwidrig gegen Cecile vorgegangen, die dort Teilnehmerin des Sommercamps in Gedelitz war.
Wir haben mehrfach miterleben müssen, wie Cecile von diesen Braunschweiger Bullen ganz bewusst mit schmerzhaften Griffen gequält wurde.
Daß diese Polizeimaßnahmen in der Folge von Gerichten mehrfach als "dem Grunde nach rechtwidrig" beurteilt wurden, hat diesen irrationelen Hass ganz offensichtlich noch wesentlich verstärkt.
Dieser irrationale Haß wurde offensichtlich noch weiter verstärkt, weil div. Medien durchweg positiv und wohlwollend über Ceciles Aktionen berichteten.

Diesen Hintergrund muß Mensch kennen um einschätzen zu können, was es für Cecile heißt, daß sie gerade nach Braunschweig verschleppt wurde.
Und dort eben nicht in den Knast, sondern diesen Bullen schutzlos ausgeliefert wurde.
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Ergänzungen

Protestmail

tkwm 09.11.2008 - 16:34
An:
 frank.broehl@polizei.niedersachsen.de
 lz04-internet1@pd-lg.polizei.niedersachsen.de

Text:
Ich protestiere gegen die Verschleppung und Folterung der Aktivistin Cécile Lecomte durch Braunschweiger Polizeieinsatzkräfte. Durch ein solches Vorgehen wird Ruf und Ansehen der Polizei beschädigt und es führt zu einer Eskalation der Auseinandersetzung.
Die Aktivisten benutzen Aktionen des passiven Widerstands, Aktionsformen aus dem Geist Ghandis und Martin Luther Kings. Gewalt, Verschleppung und Folter können hiergegen nur kurzfristig zum Erfolg führen, das lehrt die Geschichte.
Die Polizei erbringt eine Dienstleistung im Auftrag der Bürger, Gorleben ist kein sicheres Endlager und die Bürger des Wendlands wollen den Atommüll nicht.
Sie halten Ihren Kopf für Geld hin, die Aktivisten für ihre Überzeugung, auf Dauer können Sie in dieser Auseinandersetzung nicht erfolgreich bestehen.

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Dr. Atom 09.11.2008 - 12:29
Diagnose: schleichende radioaktive Verseuchung der PolizibeamtInnenseele.

Klassischer Fall von Kognitver Dissonanz

nixi 09.11.2008 - 14:12
Das Verhalt der Polizei scheint mir als ein ganz klassischer Fall von Kognitiver Dissonanz:
 http://de.wikipedia.org/wiki/Kognitive_Dissonanz

Gerichtsverfahren

Kontroverso 09.11.2008 - 16:20
Fand schon ein gerichtsverfahren zur Überprüfung der Anordnung durch den Ermittlungs-/Haftrichter statt. ICh hatte in einem anderen Bericht davon gelesen, aber seit dem nichts mehr davon gehört.

@Kognitive Dissonanz

Political Psychologist 09.11.2008 - 18:00
Kognitive Dissonanz? Mag sein, aber ich persönlich sähe es lieber, würden wir die Gewalt die vom System ausgeht nicht psychologisieren und somit individualisieren. Sicherlich können wir uns hinstellen und Sozialpsychologiebücher wälzen. Dissonanztheorie nach Brehm oder doe Soziale Dominanzorientierung von Sidanius böten sich sicher in vergleichbarer Weise an.

Nichtsdestotrotz, ist das Verhalten einzelner Polizist_innen eben keine Sache, die im Kopf des_der Einzelnen vorgeht, sondern maßgeblich mitbedingt durch den sozialen und politischen Kontext. Die 'klassische' Psychologie übersieht dies gerne zugunsten 'objektiver', 'wissenschaftlicher' Theoriebildung. In diesem Falle würden wir schlicht ausblenden, dass die Art und Weise in der mit Cecile umgegangen wird von Seiten der Polizei ein klares politisches Statement ist. Den psychologischen Hintergrund würde ich hier weniger in der vermutlich Ursache, sondern in den gewünschten Auswirkungen sehen: 'Handle so wie Cecile und auch Du wirst eingekerkert'.

Widerstand ist nicht erwünscht und in diesem Fall baut die Polizei (mal wieder) darauf uns mit ihren Handlungen unsere angebliche Ohnmacht im Angesicht ihrer Stärke vor Augen zu halten, darauf hoffend, dass wir in Ansgt und Schrecken verharren werden und unser Widerstand bricht. Allerdings, eben gerade weil diese Methode so naiv wie offensichtlich ist und Solidarität nicht ins Rüstzeug der Polizeiausbildung gehört, wird die Verhaftung Cecile's den gewünschten Effekt nicht haben!

Solidarität mit Cecile!

Braunschweig im Verhältnis zu Stammheim

Freiheit für alle! 10.11.2008 - 10:16
Es gibt Menschen, die über 20 Jahre im Knast saßen - unter Isolationshaft. Das sollte man im Kopf haben, wenn man 1-2 Tage dauernde In-Gewahrsamnahmen skandalisiert.