Präsident heißt Obama sonst ändert sich nix

Amy 05.11.2008 06:21 Themen: Weltweit
Der 44. Präsident der USA wird Barack Obama (von den "Demokraten") heißen. Fast 300 Wahlleutestimmen sind ihm bereits eine Stunde vor Schließung der letzten Wahllokale siccher (270 sind nötig). Obama gewann kleine Staaten wie Hawaii, die nur 3 Wahlleuteentsenden, aber eben auch große Staaten wie z.B. California, das seit rund 40 Jahren am meisten Wahlleute entsendet (55). Sein stärkstzer Widersacher John Mc Cain ("Republikaner") hat bisher nur 145 Wahlleute gewonnen. Der "grüne" Berwerber R. Naider hat bislang - wie schon vor vier Jahren - keine wahlleute für sich gewinnen können. Im Dezember wählen die Wahlleute den Präsidenten, der am 20. Januar 2009 seine vierjährige Amtszeit beginnt.
Für Europa (EU) und die BRD heißt dieser Sieg, dass mehr eigene Soldaten nach Afghanistan geschickt werden müssen. Die US-Army soll laut Obama den Irak bald irgendwann mal verlassen (nicht sofort und auch nicht alle Soldaten). Die so frei gewordenen Soldatenkapazitäten sollen dann nach Afghanistan gesendet werden.
Es bleibt also beim weltweiten Krieg und hoher Verschuldung.
Es brach in Chicago bei der zentralen Feier der "Demokraten" bei Tausenden Menschen riesige Freude aus. Auch in europäischen Städten wird gefeiert. Es wird wohl eher mit dem bevorstehenden Ende der 8jährigen Regentschaft von George W. Bush ("Republikaner") zu tun haben, als mit einer Gewissheit, dass es nun friedlicher und ökologischer in der Welt zu gehen kann. Es wird Vieles einfach nur so bleiben, man wird nur anders darüber reden.
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Ergänzungen

Volksabstimmung

Ergänzung 05.11.2008 - 08:33
Sehr wichtig die verknüpften Volksabstimmungen, die es gestern gab. Zusammengefasst sind die Abstimmungen aus Californien bei Indysf:  http://www.indybay.org/newsitems/2008/11/04/18548954.php
Die Mehrheit entschied demzufolge gegen Abtreibunsgrecht, gegen saubere Energie usw. Wirklich progressiv sind die Amis da also auch nicht.

Demokratensieg Senat und Repräsentantenhaus

Amy 05.11.2008 - 08:46
Bei der Präsidentenwahl sind nur noch wenige Staaten nicht vollständig ausgezählt. Der 47jährige Barack Obama steht mit derzeit 338 zu 157 Wahlleuten sicher als Sieger fest. Er gewann auch in Virginia, Florida sowie anderen bisher eher "roten" Staaten (Staaten mit traditionell republikanischer Mehrheit).
Im Repräsentantenhaus wurden alle Abgeordneten neu gewählt. Hier ergab sich eine absolute Mehrheit der "Blauen" (Demokraten).
Im Senat wurde nur ein Drittel der insgesamt 100 Senatoren neu gewählt. Das Patt von 50 zu 50 ist beendet. Jetzt haben auch hier die Demokraten eine absolute Mehrheit.

Wahlen sind ein Placebo

frosch 05.11.2008 - 09:12
Dazu:

Was deutsche Politik davon lernen kann:

Wahlkämpfer 05.11.2008 - 11:44

einigermassen lesenswerter Kommentar dazu:

Entdinglichung 05.11.2008 - 13:31
von den GenossInnen von der PSL: Obama's victory and the inevitable struggle ahead

grüne

Radi Karl 05.11.2008 - 13:52
Für die grünen trat diesesmal nicht nader sondern cynthia mckinney als bewerberin an

Demokraten und Obama gewinnen landesweit

Amy 05.11.2008 - 15:12
Nur noch zwei US-Bundesstaaten haben ihre Auszählung nicht vollständig beendet. Der Abstand zwischen Obama und Mc Cain ist in beiden Staaten sehr gering.
Deswegen steht auch jetzt schon fest, dass Barack Obama auch im US-weiten Landesdurchschnitt die Wahl gewonnen hat (52 zu 47%).
Dies nur zur Erinnerung, da George W. Bush 2004 im Landesdurchschnitt knapp hinter dem "Demokraten" Al Gore blieb.

Hej Leute, wartet doch erstmal ab!

sandankoro 06.11.2008 - 09:26
Irgendwie sind die Reaktionen hier auf die Wahl Obamas bezeichnend fuer das eurozentristische Weltbild vieler hier. Es geht hier um viel viel mehr als die Auseinandersetzung irgendwelcher voellig unwichtigen kleinen deutschen Politsekten!
Ein somalischer Freund welcher in Kenia lebt, hat mir gestern nacht folgende SMS geschickt:



Das ist genau das Gefuehl, das auch die Leute in den USA hatten die gestern den Wahlsieg gefeiert haben.

Sicherlich wird schon bald die Realpolitik auch die neue Idolfigur Obama einholen, werden Republikaner, Neokons, rechte Zeitungen und Sender sowie Teile der Wirtschaft ihm das Leben schwer machen, aber die konservative Mauer der Bloedheit in den USA broeckelt und das alleine gibt Anlass zur Hoffnung.

Also, lasst uns abwarten was kommt und realisiert werden kann und gebt der neuen Regierung und den Menschen in den USA die Zeit auf dem Wechsel aufzubauen und und mit dem vernuenftigen Rest der Menschheit darueber freuen, dass der alte afrikanische Spruch auch fuer die USA gilt.

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@frosch — CHAAAAAAAAAANGE!!!!

yo — hardcore antideutsch

@ jamal und peltier — FREE MUMIA

Yes we can — Antideutsche Linke

Ein Hoch auf die Realpolitik! — antideutsche rampensau

Einige Änderungen — Peter H.