Berlin: Antifa-Monat November

Max Schmidt 24.10.2008 04:45 Themen: Antifa
Gestern fand im Tristeza in Berlin-Neukölln eine gut besuchte Informationsveranstaltung zu den Gegenaktivitäten zum sog. "Volkstrauertag" am 16. November auf dem Garnisionsfriedhof in Neukölln statt. Diese Aktion ist Teil einer ganze Reihe von antifaschistischen Aktivitäten in Berlin im Monat November.
Beginnen wird der Antifa-Monat mit einer Konferenz anlässlich des 70. Jahrestags der Reichspogromnacht mit dem Titel „Kein Vergeben - kein Vergessen“ – Perspektiven linksradikaler Erinnerungspolitik in der Berliner Schule für Erwachsenenbildung (SfE) am 8. November 2008 von 10 - 22 Uhr. Das Programm und alles weiter findet ihr unter:  http://www2.nadir.org/nadir/initiativ/aim/9.november-konferenz.html
Weiter geht es am 9.November ab 14 Uhr am Mahnmal Levetzowstraße in Berlin-Moabit mit der alljährlichen Gedenkkundgebung und anschließender Demonstration. Den Aufruf dazu findet ihr hier:  http://www.nadir.org/nadir/initiativ/aim/9.november_aufruf.html
Die AIM-Zeitung zum 9.November findet ihr hier als pdf:  http://www2.nadir.org/nadir/initiativ/aim/9.november-zeitung08.pdf
Einen Beitrag daraus gibt es bereits online unter:
 http://top-berlin.net/?p=83#more-83

Weiter geht es knapp eine Woche später. Vom 11.– 16.November gibt es unter dem Titel „Siempre Antifascista!“ einen Aktionstag, eine weitere Konferenz, eine Demo und ein Festival in Berlin. Infos zu „Siempre Antifascista!“ gibts hier:  http://www.siempreantifascista.tk/
Infos zu der Demo am 15.November im Berliner Bezrik Pankow gibts hier:  http://www.kein-kiez-fuer-nazis.de.vu/
Den Abschluß dieses Wochenendes bildet die erwähnte Aktion in Berlin Neukölln. Infos zu dieser gibt es unter:  http://neukoelln.antifa.net/index.php/component/content/article/1-news/441-columbiadamm-qheldengedenkenq-und-gegenaktionen

Wieder ein Wochenende später gibt es am 22. November ab 15 Uhr in Berlin-Friedrichshain die alljährliche Silvio-Meier-Demo. Infos zur Demo und der Mahnwache am Tag davor gibts hier:  http://www.silviomeier.de.vu/

Und kaum ist der November vorbei, stressen auch die Nazis schon wieder rum. Am 6.Dezember steht der alljährliche Aufmarsch für ein "nationales Jugendzentrum" in Neukölln und Treptow auf dem Plan. Doch auch dagegen wird schon seit einiger mobilisiert und dieses frühe Engagement läßt daruaf schließen, dass die Nazis es in diesem jahr noch schwerer haben werden ihre menschenverachtende Propaganda auf die Straße zu tragen. Infos dazu gibts hier:  http://dezember.neukoelln.antifa.net/

Es gibt viel zu tun - sorgen wir dafür, dass es erfolgreiche Aktionen werden!
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Ergänzungen

mehr als gedenken...

... 24.10.2008 - 05:55
„Kein Vergeben - kein Vergessen“ – Perspektiven linksradikaler Erinnerungspolitik

Konferenz anlässlich des 70. Jahrestags der Reichspogromnacht.
Organisiert von der m.a.g. (mehr als Gedenken)

8. November 2008 von 10 - 22 Uhr
Schule für Erwachsenenbildung (SfE), Mehringhof, Gneisenaustr. 2a, Berlin K’Berg

Die Konferenz soll den Rahmen bieten, anlässlich des 70. Jahrestages der Reichspogromnacht am 9. November gemeinsam über Ziel, Ausrichtung und Perspektiven linksradikaler Geschichtspolitik zu diskutieren. Geschichtsschreibung ist nie neutral und immer ein umkämpftes Feld politischer Bewegungen gewesen. Für die Linke in der Bundesrepublik war der Bezug auf den deutschen Faschismus, die Nazi-Verbrechen und den Holocaust jedoch von besonderer Bedeutung. Ob die Nazivergangenheit der Eltern oder der eigene Antisemitismus – ging es dabei immer auch um die eigene Involviertheit, die eigene (Familien)Geschichte oder politische Praxis. Linksradikale Geschichtspolitik hat viele verschiedene Facetten, von der Antifa-Demo bis zur Geschichtswerkstatt, von Kampagnen für Entschädigungszahlungen bis zur ZeitzeugInnenarbeit, vom Antisemitismus-Lesekreis bis zum Nazi-Outing sind die Praxen und mit ihnen die gesetzten Schwerpunkte sehr unterschiedlich. Wir wollen den Tag vor dem 9. November nutzen, um über eben diese unterschiedlichen Praxen linksradikaler Geschichtspolitik zu diskutieren. Denn Geschichtspolitik findet nicht im luftleeren Raum statt. Sie ist eingebettet in die Bedingungen ihrer Zeit und bezieht sich ganz oft auch auf diese – sei es als Gegenbild zum Geschichtsrevisionismus von Nazis, Bundesregierung oder anderen AkteurInnen, sei es als Legitimation oder Bezugspunkt für aktuelles politisches Eingreifen z.B. gegen Rassismus, Antisemitismus und Homophobie oder einfach als moralischer Fluchtpunkt, als Ausdruck von „Kein Vergeben, Keine Vergessen“ und „Nie Wieder!“. Der Bezug auf Geschichte ist immer auch ein Eingreifen in Aktuelles. Das bedeutet aber auch, dass sich die Bedingungen für Geschichtspolitik ändern und sie nicht immer die gleiche sind und bleiben können. Seien es die ZeitzeugInnen, die sterben, oder dass das deutsche Militär oder die Bundesregierung selbst einmütig dem Holocaust gedenken, es stellt sich die Frage, was das Spezifische an linksradikaler Gedenkpolitik ist. Ist eine solche Abgrenzung sinnvoll? Was ist unser Bezug auf die deutsche Vergangenheit? Wie hat sich dieser gewandelt? Was finden wir sinnvolle Eingriffspunkte und welche Bedeutung hat Geschichtspolitik für und in unseren aktuellen Kämpfen?

Programm

Samstag 08.11.2008:

10 Uhr: Auftaktveranstaltung Podiumsdiskussion:

„Kein Vergeben - kein Vergessen! Unterschiedliche Formen linksradikaler Geschichtspolitik“

Das Auftaktpodium soll zeigen, welche verschiedenen Ansätze und Formen linksradikaler Geschichtspolitik es gibt. VertreterInnen von Initiativen zu Entschädigungszahlungen, aus der ZeitzeugInnenarbeit, Partisanenwanderungen u.ä. geschichtspolitischen Exkursionen, Alt- und Neunazi-Outing Gruppen und der kontinuierlichen Erinnernungsarbeit präsentieren ihre Arbeit und ihre Interventionen in die Geschichtspolitik der Regierung. Anhand ihrer jeweiligen Aktionsformen begründen verschiedene AktivistInnen, die AIM und der VVN ihre Ziele und den geschichtspolitischen Hintergrund ihres Eingreifens, wobei Bandbreite und Motivation linksradikaler Geschichtspolitik deutlich werden soll.

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12 Uhr 1. Workshopphase

„Zum Umgang mit der Geschichte“

In verschiedenen Workshops soll den Fragen nachgegangen werden, welchen Umgang mit der Geschichte es in der deutschen Linken gibt. Dabei sollen sowohl die im Auftaktpodium angerissenen Ansätze inhaltlich vertieft werden können, als auch andere Aspekte Raum finden, die eher für die Diskussion von Grundlagen für unser linkes Selbstverständnis relevant sind und weniger in konkreten Aktionen umsetzbar sind.

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Mittagessen gegen Spende (Food For Action)

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15 Uhr 2. Workshopphase

„Die Bedeutung der Geschichte fürs Hier und Jetzt“

Während in den 50er/60er Jahren in der BRD der Kampf der Linken vor allem einer gegen das Schweigen und Verdrängen im unmittelbaren sozialen Umfeld und in den Institutionen war, stellt sich heute, unter veränderten gesellschaftlichen Vorzeichen, die Frage nach dem Umgang mit der Geschichte neu. Die offensichtlichen TäterInnen sterben aus, der ehemalige Außenminister meint Auschwitz läge im Kosovo und für Frau Schmidt und Herrn Mustermann ist der NS-Faschismus scheinbar auf Familienfeiern kein Streitthema mehr. Im Gegenteil, die bundesdeutsche Gesellschaft scheint sich einig: er sei bis ins Kleinste wissenschaftlich erforscht. Aber ist das so und selbst wenn? Wäre er damit auch in seiner gegenwärtigen Bedeutung erledigt? In diesem Block soll die Relevanz der Geschichte für unsere aktuelle linke Politik diskutiert werden. Was und wie kann und muss (linksradikale) Geschichtspolitik heute aussehen?

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17.30 Uhr Abschlussveranstaltung Podium

„Aufgearbeitet wäre die Vergangenheit erst dann, wenn die Ursachen des Vergangenen beseitigt wären“

Die unterschiedlichen Themen und Positionen aus den beiden Blöcken sollen in zugespitzter Form auf dem Abschlusspodium noch einmal Raum finden und gemeinsam diskutiert werden können. Am Beispiel den Protesten gegen das so genannte „Heldengedenken“ in Halbe (FELS), der organisierten antifaschistischen Arbeit (ALB), der Kontinuität der antifaschistischen Intervention (VVN), der Neuorientierung in der Geschichtspolitik (N.N.) und dem Versuch des Brückenschlags aus den Lehren der Geschichte emanzipatorisch in die Gegenwart einzugreifen (AIM) soll der versuch unternommen werden, eine gemeinsame Position zu linker Geschichtspolitik zu finden und ihre Bedeutung für die tägliche Praxis in Form emanzipativer Veränderung der Gesellschaft für uns zu klären.

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20 Uhr : Film

22 Uhr: Ausklang und Ende der Konferenz

Mehr als “Gegen Nazis!” - Heute in Bochum

. 24.10.2008 - 07:02
Mehr als “Gegen Nazis!” - Die kapitalistische Totalität angreifen!

Aufruf zur Vorabend-Demo am 24. Oktober 2008 in Bochum - 19 Uhr, Bochum Hbf

21. Jahrhundert, überall: Der Siegeszug des Kapitalismus scheint umfassend zu sein. Auch wenn die Sowjetunion trotz anderslautenden Anspruchs fast von Beginn an nichts mit Kommunismus zu tun hatte, wird ihr Niedergang als endgültiges Scheitern desselben interpretiert. Der sympathische Teil der radikalen Linken hält zwar an der Idee einer besseren Gesellschaft fest, wie diese erreicht werden soll weiß jedoch niemand. Angesichts der allseits behaupteten Unmöglichkeit des Kommunismus verfängt auch dieser Teil sich in mehr oder weniger realpolitischen Ein-Punkt-Bewegungen. Lediglich regressive Elemente (derzeit weltpolitisch in gefährlicherem Maße der Islamismus, in geringerem die Nazis) stellen die herrschende Weltordnung noch in Frage. Anstatt des Fortschrittsgedankens der Aufklärung, der durch postmoderne Beliebigkeit verdrängt wurde, steht, wenn überhaupt, der Rückfall in die Barbarei auf der Tagesordnung.

25.10.2008, Bochum: Nazis demonstrieren und müssen als Vorboten der Barbarei bekämpft werden. Deswegen wird es Protest aus - sofern sich in Deutschland davon sprechen lässt – „bürgerlichen“ Kreisen geben. Dieser muss immer unzureichend sein, da er sich immer nur darauf beschränkt, an ein „besseres“ Deutschland zu appellieren. Deshalb spräche nichts gegen linken Widerstand, würde dieser, angesichts der geringen Kräfte der radikalen Linken, nicht als Entschuldigung dafür dienen, sich nicht mit dem falschen Ganzen beschäftigen zu müssen. Bei den Aktionen zum bevorstehenden Nazi-Aufmarsch wird sich ein weiteres Mal offenbaren, wie unfähig die Linke ist, einzelne Phänomene in den Kontext der kapitalistischen Totalität einzuordnen und diese als solche zu bekämpfen.

Dies zeigt sich auch daran, dass sich Gruppen aus der radikalen Linken beim Protest gegen Nazi-Aufmärsche immer wieder an breiten Bündnissen beteiligen, in denen auch Vertreter_Innen der etablierten Parteien mitwirken – obwohl diese mit für die deutsche Migrations- und Flüchtlingspolitik verantwortlich sind, die die Betroffenen nicht selten das Leben kostet. Wird staatlicher Rassismus doch einmal thematisiert, dann häufig nur unter der Parole „Nazis morden, der Staat schiebt ab – das ist das gleiche Rassistenpack!“. Der Zusammenhang zwischen staatlichem Rassismus, der nationalstaatlichen Verfasstheit moderner Gesellschaften und kapitalistischer Verwertungslogik wird dabei ausgeblendet.

Anstatt wahlweise breite Bündnisse zu schmieden oder staatlichen Rassismus lediglich auf einer moralischen Ebene zu kritisieren, müsste in Texten und Aktionen der beschriebene Zusammenhang zwischen Kapitalismus, Staat, Nation einerseits und Rassismus von Nazis und Ausländerbehörden andererseits hergestellt werden. Anstatt zusammen mit den „Asylkompromisslern“ gegen Nazis und deren These einer „Überfremdung“ zu protestieren, wäre vor der örtlichen Ausländerbehörde die staatliche Migrationspolitik als Ausdruck der falsch eingerichteten Gesellschaft zu kritisieren.

Obwohl die Erkenntnis gesellschaftlicher Zustände nicht immer auf der Hand liegt und die Ablehnung der herrschenden Verhältnisse letztlich immer eine normative Entscheidung bleibt, ist dennoch für weite Teile der Linken im Großen und Ganzen klar, dass die Grundkategorien der bürgerlichen Gesellschaft (Warenform, Lohnarbeit, Staat, Nation, usw.) kritisiert und abgeschafft gehören.

Natürlich ist die Analyse im konkreten Fall immer wieder umstritten, und die entscheidende Frage, wie sich diese Kritik den Menschen vermitteln lässt, damit es vielleicht tatsächlich irgendwann einmal die Umwälzung hin zu einer befreiten Gesellschaft gibt, noch völlig ungeklärt. Anstatt vor dieser Aufgabe zu kapitulieren und sich in reinen Abwehrkämpfen zu verfangen, wäre es jedoch schon ein Fortschritt, sich dieser Aufgabe überhaupt zu stellen. Dies müsste unabhängig von den behandelten Themenfeldern bei sämtlichen Aktionen beinhalten, den Kapitalismus als solchen in die Kritik mit einzubeziehen. Natürlich ist der Erfolg dieser Vorgehensweise ungewiss, aber bei einem Misserfolg gälte es, sich andere Formen der Kritikverdeutlichung zu überlegen, anstatt zu resignieren.

Daher demonstrieren wir an diesem Wochenende bewusst nicht nur gegen Nazis, sondern gegen das falsche Ganze, dem sie entspringen. Es gilt, Antifaschismus als Teil und Konsequenz kommunistischer Kritik, anstatt als eigenständiges Themenfeld, zu begreifen. Dies bedeutet auch, den Nazis und verwandten Themenfeldern (z.B. Vergangenheitsbewältigung) nicht mehr Zeit und Energie zu widmen als anderen Objekten der Kritik. Ganz im Gegenteil, da die Nazis momentan gesellschaftlich weitgehend irrelevant sind und bis auf wenige Ausnahmen ganz gut von der „bürgerlichen“ Gesellschaft in Schach gehalten werden, gilt es für die radikale Linke, in die Offensive zu gehen.

Infos zu allen Aktivitäten zum Nazi-Aufmarsch findet Ihr hier:

3. 11.: Infoveranstaltung gg. Faschos |Berlin

internacioalismo 24.10.2008 - 07:19
3. Nov, 20h, Schnarup-Thumby - Internationalistischer Abend:
"Antifa-Bewegung und rechten Strukturen in Polen". Seit 1989 sind bereits über 30 Todesopfer durch rechte und rassistische Gewalt in Polen zu beklagen. Linke und Migrant_Innen sehen sich in Polen tagtäglich einer massiven Bedrohung ausgesetzt. Auch zeigt sich in Polen eine starke Mobilisierungsfähigkeit wenn es um Homophobie geht. Die starke katholische Kirche und neofaschistische Gruppen geben sich bei Protesten wie z.B. gegen die pro-queeren Gleichheitsparaden die Klinke in die Hand. Besonders taten sich in diesem Zusammenhang Gruppen wie die "Nationale Wiedergeburt Polen" (NOP) oder die "Allpolnische Jugend (Mlodziez Wszechpolska)" hervor. Diese ist der militante und völlig legale Arm der konservativ-klerikalen Partei "Liga der polnischen Familien" (LPR). Dass es eine offen rechte Partei wie die LPR bei den Europawahlen 2004 mit 15,9% der Wählerstimmen ins Europaparlament schaffen konnte verrät einiges über den gesellschaftlichen Konsens innerhalb der polnischen Gesellschaft.
Referent_Innen aus der polnischen Antifa-Bewegung werden auf der Veranstaltung über die Zustände in Polen berichten. Außerdem soll mit der Veranstaltung für die internationale Antifa-Konferenz am 14. November geworben werden, auf der Antifas aus Polen, Tschechien, Russland, Italien und Spanien reden werden.

Nazis in Leipzig

Wird schon 24.10.2008 - 12:45
Nazidemonstration am 25.10.2008 in Leipzig verhindern!

Für Freiheit und Menschenwürde!
Keinen Bock auf Volksgemeinschaft!
Nazidemonstration am 25.10.2008 in Leipzig verhindern!
Für Freiheit und Menschenwürde!
Keinen Bock auf Volksgemeinschaft!


Noch einmal zur Information:

Für dieses Wochenende, den 25.10.08 rufen die „Freien Kräfte“ Leipzig zur Demonstration unter dem Motto: “Unser Volk stirbt. Volkstod aufhalten!” auf. Durch den Leipziger Osten, konkret Schönefeld und Sellerhausen, soll dieser Aufmarsch führen. Nach Reudnitz, Grünau und Grosszschocher wählen sie wiederum ein Ortsteil am Stadtrand. Dass dahinter Strategie steckt, bleibt kaum verborgen. Offensichtlich spiegelt sich in Orts- und Themenwahl auch das Bündnis mit der NPD. Der Leipziger Osten gehört zu den Stadtgebieten, in denen die NPD bei den Landtagswahlen 2004 überdurchschnittlich viele Stimmen bekam. Mit dem Beschwören der demografischen Katastrophe wird in ihrem Demoaufruf in völkischer Manier die „Abwicklung“ der Deutschen an die Wand gemalt und gegen MigrantInnen gehetzt. In Anlehnung an die NPD fordern die „Freien Kräfte“ u.a. ein „Müttergehalt“ und einen „Zuwanderungsstopp“.

Starten soll die Demonstration um 13Uhr am Stannebeinplatz, dann Gorkistrasse - Löbauer Str (ZWISCHENKUNDGEBUNG) - Volksgartenstrasse - Bästleinstr. - Bautzner Str. - Torgauer Str. - Permoser Str. - Leonard Frank-Str. - Püchauer Str. - Wurzner Str. - Portitzer Str. - S BHF Sellerhausen. Es wurden 150 TeilnehmerInnen angemeldet, es ist aber davon aus zu gehen, dass es mehr werden.

Wir nehmen es nicht hin, dass die Nazis hier im Wochentakt durch die Gegend ziehen, weder in irgendeiner Kleinstadt, noch am Stadtrand von Leipzig. Daher kommt vorbei und versaut den Nazis den Tag. Antifa heißt Angriff!

Kommt zur Antifademo “Keinen Bock auf Volksgemeinschaft! Für Freiheit und Menschenwürde!"
11Uhr am Hauptbahnhof Ostseite.

Leipzig ist immer eine Reise wert und zwar nicht nur, wenn Worch hier ist.

Wir sehen uns am Samstag!

Wir scheißen auf Völker und den ganzen Kram!


Weitere Infos

 http://www.left-action.de/antifa/

 http://ladenschluss.blogsport.de/

Video: "Heldengedenken"

freundeskreis videoclips 24.10.2008 - 19:32
Auf  http://freundeskreis-videoclips.de/2008/Heldengedenken-Columbiadamm.php gibt es ein Video vom "Heldengedenken" vom letzten Jahr. "Als Zivilist dürfte ich ja eigentlich gar nicht hier sein, bei soviel Militärs", so ein Teilnehmer der Veranstaltung. "Der linke Abschaum" demonstiere vor dem Garnisonsfriedhof und die Bundeswehr habe "keinen Arsch in der Hose", sich hier nicht mehr blicken zu lassen, sagt ein anderer Teilnehmer. Hoffentlich kann die Gegenveranstaltung dieses Jahr wieder etwas mehr gegen den rechtskonservativen Konsens anstinken!

Antifa November auch in Greifswald

(muss ausgefüllt werden) 24.10.2008 - 19:39
Vom 7. bis 24. November finden in Greifswald die TU WAT TAGE statt. Bei Vorträgen, Workshops und Aktionen gibt es Einblicke in verschiedene linksradikale Themen. Schaut mal vorbei unter  http://antifahgw.blogsport.de/tu-wat

History and Memory after the Holocaust.

egal 26.10.2008 - 23:40
Mittwoch, 05. - Samstag, 08. November 2008
Internationale Tagung 1938-1948-2008. History and Memory after the Holocaust.
A Retro-Perspective in the Age of Globalisation
Veranstalter: Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung (Berlin); Hermann-Cohen-Akademie (Buchen/Odenwald)
Im Rahmen der Tagung diskutieren die TeilnehmerInnen mit internationalen ReferentInnen darunter u.a. Micha Brumlik, Moshe Zimmermann, Aleida Assmann und Ruth Klüger über die Ursprünge und Folgen des Zweiten Weltkrieges und des Holocaust, über die Politik des Erinnerns, über die Ästhetik und Poetik des Erinnerns, über das Trauma des Erinnerns, über das Erinnern von Geschichte, Antisemitismus und Antizionismus heute und über den Staat Israel im kollektivem und kulturellem Gedächtnis des Judentums und Europas. Am 08.11. wird die Uraufführung ´Arche der Unschuld´, eine szenische Lesung von Eveline Goodman-Thau u.a. mit Veronika Jochum von Moltke gezeigt.
Anmeldung unter:  anmeldung-berlin@kas.de
Das Programm finden Sie unter: www.kas.de
Veranstaltungsort: Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung
Tiergartenstraße 35
10785 Berlin
 http://www.aviva-berlin.de/aviva/Druck.php?id=10616

zuerst hier gefunden
 http://www.aviva-berlin.de/aviva/Druck.php?id=10616

 http://www.kas.de/proj/home/events/83/1/year-2008/month-11/veranstaltung_id-32816/index.html

ver.di JugendBildungsstätte „Mythos RAF“

egal 26.10.2008 - 23:43
Fr, 7.11.08 ganztags Landesstiftung
bis So, 9.11.08
ver.di JugendBildungsstätte Berlin-Konradshöhe e.V.
„Mythos RAF“

Die Geschehnisse des „Deutschen Herbst“ 1977 und die Geschichte der Roten Armee Fraktion werden zu jedem Jahrestag medial neu aufbereitet und inszeniert. Die RAF ist zum grausigen Mythos geworden, die Geschichten um sie kommen nicht zur Ruhe.

Was machte aus der RAF eine solche Bedrohung, dass vom „Krieg der 6 gegen 6 Millionen“ gesprochen wurde? Wie hat sich aus einer politischen Bewegung wie der „Neuen Linken“ 1968 eine terroristische Zelle bilden können? Jenseits der Fernsehreportagen und Titelschlagzeilen um neue Enthüllungen wollen wir gemeinsam dem „Mythos RAF“ auf die Spur kommen.

Leitung: Anne Steckner, Audrey Podann

Kosten: 20, - Euro (all incl.)
Veranstalter Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung
Information ver.di JugendBildungsstätte Berlin-Konradshöhe e.V.
13505 Berlin, Stoeßerstr.18
An der Havel, zu erreichen mit dem Bus 324
Lageplan
Anmeldung per E-Mail

 http://www.boell.de/calendar/VA-viewevt-de.aspx?evtid=5451&returnurl=/index.html

Unterstützung von Opfern rechter Gewalt

egal 26.10.2008 - 23:50
3. November 2008, Berlin
Respekt und Recht: Politische und soziale Unterstützung von Opfern rechter Gewalt
 http://www.fes.de/aktuell/documents2008/081103_Respekt.pdf
Im Jahr 2006 wurden im Durchschnitt zwei rechtsextreme Gewalttaten am Tag gezählt. Aktuellen Trends zufolge wird das laufende Jahr diese Zahlen noch übertreffen. Neben der quantitativen Zunahme wird auch eine neue Qualität der Gewalt deutlich: Rechte Gewalttäter greifen aggressiver und gezielter an. In der Diskussion über den Umgang mit rechter Gewalt stehen die Täter im Vordergrund. Die Opfer gehen oft gesichtslos in die Statistik ein. Dabei tritt schnell in den Hintergrund, dass hinter jeder dieser Zahlen ein persönliches Schicksal steht. Menschen, deren Leben sich durch einen rechten Angriff fundamental verändert hat und die mit den Folgen und der Angst ein Leben lang umgehen müssen. Die FES, die Opferperspektive Brandenburg und ReachOut Berlin laden Sie herzlich ein, sich an der Debatte um die Herausforderung einer systematischen Opferbetreuung und Perspektiven eines verbesserten Opferschutzes zu beteiligen. Anmeldung erbeten.
mailto: constanze.yakar@fes.de
 http://www.fes.de/sets/s_akt.htm

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Interkultureller Dialog in Berlin -
vom 3. November bis 2. Dezember 2008 werden die
6. Tage des Interkulturellen Dialogs stattfinden.
Zugehörigkeit, Anerkennung und Partizipation
 http://www.aric.de/aric/aktuelles/index.htm

Symposium Der Novemberpogrom 1938

egal 27.10.2008 - 00:46
Montag, 10.11.2008
Dienstag, 11.11.2008
14.00 bis 22.00 Uhr

Symposium
Der Novemberpogrom 1938
 http://www.topographie.de/user/event.php?&seci=10&event=208

Anmeldung bis 5. November 2008 unter:
-  symposium@topographie.de
- Tel: 030/254509-0 oder
- Fax: 030/254509-99
Anlässlich des 70. Jahrestages des Novemberpogroms 1938 lädt die Stiftung Topographie des Terrors am 10./11. November 2008 zu einem zweitägigen Symposium in den Martin-Gropius-Bau. Namhafte Wissenschaftler beleuchten unterschiedliche Aspekte des Novemberpogroms. Die Bandbreite der Themen reicht von der Vorgeschichte über die Geschehnisse am 9./10. November bis zur Haltung der Akteure, der Bevölkerung und der Kirchen. Auch die Rezeption der Ereignisse im Ausland sowie die Ahndung der Verbrechen in der Bundesrepublik und die Entstehung eines Gedenktages werden thematisiert. Das Symposium richtet sich an Wissenschaftler und die interessierte Öffentlichkeit.


Montag, 10.11.2008 | 14.00 bis 22.00 Uhr

14.00 Uhr
Begrüßung: Prof. Dr. Andreas Nachama, Stiftung Topographie des Terrors, Berlin
14.15 Uhr
Pogrom und Volksgemeinschaft. Die Öffentlichkeit des 9. November 1938
Prof. Dr. Wolfgang Benz, Berlin

Die Haltung der Kirchen
Moderation: Prof. Dr. Andreas Nachama
15.00 Uhr
„Als die Zeugen schwiegen.“ Bekennende Kirche und der Pogrom am 9./10. November 1938
Dr. Hartmut Ludwig, Berlin
15.30 Uhr
Die Katholische Kirche und der 9. November 1938
Dr. Thomas Brechenmacher, Potsdam
16.00 Uhr
Diskussion
16.30-17.00 Uhr
Kaffeepause

Rezeption des 9. November in der DDR und in Spanien
Moderation: Dr. Ingo Loose, Touro-College, Berlin
17.00 Uhr
Die „Reichskristallnacht“ als DDR-Geschichtspolitik
Prof. Dr. Michael Wolffsohn, München
17.30 Uhr
Zwischen Aufhetzung und Verurteilung – Die geteilte Rezeption des Novemberpogroms im Spanien des Bürgerkriegs
Alejandro Baer, Madrid
18.00 Uhr
Diskussion
18.30-20.00 Uhr
Pause

Abendveranstaltung (ohne Voranmeldung)
20.00 Uhr
Der 9. November – ein deutscher Jahrestag
Prof. Dr. Peter Reichel, Berlin


Dienstag, 11.11.2008 | 14.00 bis 22.00 Uhr

Rezeption des 9. November in Palästina und Polen
Moderation: Uwe Neumärker, Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Berlin
14.00 Uhr
Die Rezeption des 9. November in Palästina
Prof. Dr. Moshe Zimmermann, Jerusalem
14.30 Uhr
Reaktionen auf den Novemberpogrom in Polen
Dr. Ingo Loose, Berlin
15.00 Uhr
Diskussion
15.30-16.00 Uhr
Kaffeepause

Die Haltung der Deutschen und die Strafverfolgung der Täter nach 1945
Moderation: Prof. Dr. Andreas Nachama
16.00 Uhr
Der Novemberpogrom 1938 und die Deutschen
Prof. Dr. Eberhard Jäckel, Stuttgart
16.30 Uhr
Wer waren die Täter des Novemberpogroms?
Prof. Alan E. Steinweis, Nebraska
17.00-17.15 Uhr
Pause
17.15 Uhr
Die justizielle Ahndung von „Reichskristallnacht“-Verbrechen durch die westdeutsche Justiz seit 1945
Dr. Edith Raim, München
17.45 Uhr
Schlussdiskussion
18.30-20.00 Uhr
Pause

Abendveranstaltung (ohne Voranmeldung)
20.00 Uhr
Als die Synagogen brannten - Die Novemberpogrome 1938
Dokumentarfilm (Spiegel-TV im Auftrag des NDR)
Ort: Martin-Gropius-Bau | Niederkirchnerstr. 7 | 10963 Berlin-Kreuzberg
Weiterführende Links:
Abendveranstaltung 10.11.2008
Abendveranstaltung 11.11.2008
Ausstellung "'Es brennt!' Antijüdischer Terror im November 1938"
Novemberpogrom 1938 | Programmheft (PDF, 2,9 MB)
Symposium "Der Novemberpogrom 1938", Programm (PDF)
Veranstaltungshinweis: Keduscha - Synagogalmusik

 http://www.topographie.de/user/event.php?&seci=10&event=208

Linksextreme „militante gruppe“ vor Gericht

http://www.bild.de 27.10.2008 - 20:34
Zum Auftakt des Berliner Prozesses um die linksgerichtete „militante gruppe“ (mg) hat sich einer der Angeklagten auf das Recht auf Widerstand gegen Krieg berufen. In einer von dem 47-jährigen Sozialpädagogen Axel H. am Donnerstag vor dem Kammergericht verlesenen Erklärung hieß es, viele Formen des Widerstands gegen den Krieg seien legitim. Sabotage sei ein Teil davon(...)

Weiterlesen auf:
 http://www.bild.de/BILD/berlin/aktuell/2008/09/25/militante-gruppe/prozess-um-brandanschlaege-anwalt-fordert-einstellung-des-verfahrens.html

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