Silikonbusen für Frankenberg und Köhler
Subversiver Protest gegen Verschwendung mit Rock und Stretchlimousine - Transvestit Bei Staatsempfang
Die Semesteröffnung der staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe (HfG) am Mittwoch, den 15. Oktober im und am ZKM fand unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen statt. Hunderte Einsatzkräfte der Polizei auf städtischer, Landes- und Bundesebene sowie dutzende Mitarbeiter der karlsruher Hilfssherrifs der Firma BIG-Security waren im Einsatz. Warum?
Die Semesteröffnung der staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe (HfG) am Mittwoch, den 15. Oktober im und am ZKM fand unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen statt. Hunderte Einsatzkräfte der Polizei auf städtischer, Landes- und Bundesebene sowie dutzende Mitarbeiter der karlsruher Hilfssherrifs der Firma BIG-Security waren im Einsatz. Warum?
Kein geringerer als Bundespräsident Horst Köhler besuchte auf Einladung des Rektors und Philosophen Prof. Peter Sloterdijk die karlsruher Design- und Medienkunst-Hochschule. Im Gefolge des Bundespräsidenten: Wissenschaftsminister Frankenberg, Bürgermeister Fenrich, die Grünen-Landtagsabgeordnete Dr. Gisela Splett, Rektor der Elite-Universität Karlsruhe Prof. Horst Hippler, Rektor der Kunstakademie Prof. Erwin Gross und etliche Kultur- bzw- Politpromis mehr.
Aufgrund unterschiedlicher Beweggründe wurde die Veranstaltung von gut der Hälfte der Studierenden boykottiert. Bundespräsident Dr. Horst Köhler war nicht der Grund, jedoch die vor wenigen Wochen durch das baden-württembergische Wissenschaftsministerium und Rektorat vorgenommene Entfristung eines als untätig bekannten Filmprofessors, der nun bis an sein Lebensende Bezüge auf Kosten der Studierenden und des Steuerzahlers kassiert nahmen viele Kunst- und Designstudenten zum Anlass der Eröffnungsveranstaltung fernzubleiben. Im Zuge einer Guerilla-Aktion mit einem selbstgenähten Rock als Transparent gratulierten zwei Studierende dem untätigen Professor herzlich zu seiner Entfristung und erinnerten daran, daß dieser Professor eine Stelle für eine neue, engagierte Lehrkraft blockiert. Ein Merkmal der HfG Karlsruhe ist, daß eine Professorenstelle immer auf maximal sechs Jahre befristet wird, um die Aktualität und Qualität der Lehre zu sichern. Nur in besonderen Ausnahmefällen kann eine Entfristung stattfinden. Diese war offensichtlich nicht gegeben.
Der Besuch des Wissenschaftsministers Peter Frankenberg (CDU), der als einer der größten Befürworter von Studiengebühren im Land gilt und diese mit seinem Ministerium in Baden-Württemberg durchgesetzt hat, war für viele Studierende ein weiterer Grund dem Event fernzubleiben. Zu Beginn des Jahres 2007 war die HfG Karlsruhe, die erste Hochschule, die einen Studiengebührenboykott auf die Beine stellen konnte, der aus der begründeten Sorge, die Studierenden könnten als "Bauernopfer" durch das Ministerium exmatrikuliert werden und aus Mangel an Beteiligung der "Elite-Universität-Karlsruhe" wieder beendet wurde.
Ein weiterer Grund nicht zu kommen: Das Bundespräsidialamt forderte von der kleinen Kunst- und Designhochschule neben anderen Maßnahmen unter anderem an jeden Notausgang des Gebäudes Securitys aufzustellen und diese aus eigener Tasche, sprich vom Hochschuletat, der durch Studiengebühren co-finanziert wird zu bezahlen. Bei der Größe der knapp 350 Meter langen, ehemaligen Nazi-Munitionsfabrik kamen hier knapp € 20.000 .- zusammen, die der HfG durch die Karlsruher BIG-Security-Gruppe in Rechnung gestellt werden. Für die kleine Hochschule mit Ihren ca. 430 Studierenden sehr viel Geld.
Für Szenografie-Student Christian Rall vom letzten AStA der HfG war klar: "Unter diesen Rahmenbedingungen kann ich doch nicht als gewöhnlicher Student mit Hemd und schwarzer Hose zu der Veranstaltung kommen". Als scheidendes Senatsmitglied der Hochschule in der Studentenvertretung konnte er sich für den Stehempfang mit Köhler akkreditieren und stand somit auf der Gästeliste. In Kooperation mit Schneiderin und Maskenbildnerin Kirsten Kuive kreierte er die konservativ-bürgerliche Kunstfigur "Maria von Bolla" zu der er sich selbst mittels Pumps in Größe 43, großen Silikonbrüsten, Perücke und einem Business-Kostüm für reifere Damen verkleidete und professionell schminken lies. Um den Auftritt perfekt zu machen wurde eine Stretchlimosine gechartert und quasi direkt nach dem Eintreffen des Bundespräsidenten vor dem Eingang der staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe vorgefahren. Dieser Auftritt sorgte für zahlreiche Irritationen, vor allem bei den Sicherheitskräften und Bodyguards der Spitzenpolitiker. Dr. Horst Köhler indies musste schmunzeln, als ihm der Transvestit begegnete und würdigte in seiner Rede den "Eigensinn" der Künstler und forderte die Politik auf, mehr Geld für Bildung bereitzustellen. Prof. Peter Sloterdijk ließ sich noch zu einem kleinen Fotoshooting herab. Minister Frankenberg schaute wie gewohnt grimmig aus der Wäsche.
Die Fotos der Aktion wurden unter der Creative-Commons-Lizenz publiziert und können auf der Website des Szenografen und Performance-Künstlers "Bolla" eingesehen, heruntergeladen und bearbeitet werden.
Aufgrund unterschiedlicher Beweggründe wurde die Veranstaltung von gut der Hälfte der Studierenden boykottiert. Bundespräsident Dr. Horst Köhler war nicht der Grund, jedoch die vor wenigen Wochen durch das baden-württembergische Wissenschaftsministerium und Rektorat vorgenommene Entfristung eines als untätig bekannten Filmprofessors, der nun bis an sein Lebensende Bezüge auf Kosten der Studierenden und des Steuerzahlers kassiert nahmen viele Kunst- und Designstudenten zum Anlass der Eröffnungsveranstaltung fernzubleiben. Im Zuge einer Guerilla-Aktion mit einem selbstgenähten Rock als Transparent gratulierten zwei Studierende dem untätigen Professor herzlich zu seiner Entfristung und erinnerten daran, daß dieser Professor eine Stelle für eine neue, engagierte Lehrkraft blockiert. Ein Merkmal der HfG Karlsruhe ist, daß eine Professorenstelle immer auf maximal sechs Jahre befristet wird, um die Aktualität und Qualität der Lehre zu sichern. Nur in besonderen Ausnahmefällen kann eine Entfristung stattfinden. Diese war offensichtlich nicht gegeben.
Der Besuch des Wissenschaftsministers Peter Frankenberg (CDU), der als einer der größten Befürworter von Studiengebühren im Land gilt und diese mit seinem Ministerium in Baden-Württemberg durchgesetzt hat, war für viele Studierende ein weiterer Grund dem Event fernzubleiben. Zu Beginn des Jahres 2007 war die HfG Karlsruhe, die erste Hochschule, die einen Studiengebührenboykott auf die Beine stellen konnte, der aus der begründeten Sorge, die Studierenden könnten als "Bauernopfer" durch das Ministerium exmatrikuliert werden und aus Mangel an Beteiligung der "Elite-Universität-Karlsruhe" wieder beendet wurde.
Ein weiterer Grund nicht zu kommen: Das Bundespräsidialamt forderte von der kleinen Kunst- und Designhochschule neben anderen Maßnahmen unter anderem an jeden Notausgang des Gebäudes Securitys aufzustellen und diese aus eigener Tasche, sprich vom Hochschuletat, der durch Studiengebühren co-finanziert wird zu bezahlen. Bei der Größe der knapp 350 Meter langen, ehemaligen Nazi-Munitionsfabrik kamen hier knapp € 20.000 .- zusammen, die der HfG durch die Karlsruher BIG-Security-Gruppe in Rechnung gestellt werden. Für die kleine Hochschule mit Ihren ca. 430 Studierenden sehr viel Geld.
Für Szenografie-Student Christian Rall vom letzten AStA der HfG war klar: "Unter diesen Rahmenbedingungen kann ich doch nicht als gewöhnlicher Student mit Hemd und schwarzer Hose zu der Veranstaltung kommen". Als scheidendes Senatsmitglied der Hochschule in der Studentenvertretung konnte er sich für den Stehempfang mit Köhler akkreditieren und stand somit auf der Gästeliste. In Kooperation mit Schneiderin und Maskenbildnerin Kirsten Kuive kreierte er die konservativ-bürgerliche Kunstfigur "Maria von Bolla" zu der er sich selbst mittels Pumps in Größe 43, großen Silikonbrüsten, Perücke und einem Business-Kostüm für reifere Damen verkleidete und professionell schminken lies. Um den Auftritt perfekt zu machen wurde eine Stretchlimosine gechartert und quasi direkt nach dem Eintreffen des Bundespräsidenten vor dem Eingang der staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe vorgefahren. Dieser Auftritt sorgte für zahlreiche Irritationen, vor allem bei den Sicherheitskräften und Bodyguards der Spitzenpolitiker. Dr. Horst Köhler indies musste schmunzeln, als ihm der Transvestit begegnete und würdigte in seiner Rede den "Eigensinn" der Künstler und forderte die Politik auf, mehr Geld für Bildung bereitzustellen. Prof. Peter Sloterdijk ließ sich noch zu einem kleinen Fotoshooting herab. Minister Frankenberg schaute wie gewohnt grimmig aus der Wäsche.
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Ergänzungen
weitere Fotos
Also...
Und falls Axel Springer noch ein paar tausender springen lässt, hmm... ich weiss nicht ob ich das annehmen möchte ;-)
Sowas wie ein Beweisfoto
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Äähh... — Transoletta