Königs Wusterhausen nach der Wahl
Am vergangenen Sonntag fanden in Brandenburg die Kommunalwahlen statt. Doch diesmal stellte sich auch die NPD in vielen Landkreisen und Städten der Wahl. So auch im beschaulichen Königs Wusterhausen südlich von Berlin. Aus diesem Grunde fanden in Königs Wusterhausen im vergangenen Monat antifaschistische Aktionswochen unter dem Motto „Keine Schweigenden Provinzen“ statt, welche Teil der landesweiten Kampagne „Keine Stimme den Nazis“ waren. Doch die Intervention konnte den Einzug der NPD in die Parlamente nicht verhindern.
Die Aktionswochen
Am ersten Septemberwochenende begannen die Aktionswochen mit einem Skate- & Grafitti-Jam im örtlichen Skatepark. Der Bericht und die Hintergründe wurden von uns bereits auf Indymedia veröffentlicht (http://de.indymedia.org/2008/09/226727.shtml). In der folgenden Woche fand eine Infoveranstaltung zum Thema „Der Nazis neue Kleider“ statt, die auch bei Bürgern und Bürgerinnen Anklang fand. Obwohl Königs Wusterhausen Heimatstadt von „Thor Steinar“ ist, waren viele Anwesende noch relativ uninformiert bezüglich dieser Thematik.
Den Höhepunkt der Aktionswochen bildete das OpenAir-Konzert am folgenden Wochenende. Da die Bühne bereits am Freitag aufgebaut werden musste und der Abbau erst am Sonntag erfolgte, war leider eine lange Zeitspanne für Naziangriffe gegeben. Erfahrungsgemäß kam es dann auch zu einigen Vorfällen. So wurden anwesende Antifaschistisch_innen mit Pyrotechnik beschossen oder mit Flaschen beworfen. Sich nähernde Nazigrüppchen wurden jedoch immer rechtzeitig bemerkt und vertrieben. Eine Gruppe von acht Nazis konnte erst in letzter Sekunde vertrieben werden, als sie über ein Privatgrundstück robbend einen Angriff versuchen wollten.
Das Konzert am Samstag verlief hingegen ohne Störungen. Trotz zahlreicher anderer Veranstaltungen, Schienenersatzverkehr auf dem Weg von Berlin nach Königs Wusterhausen und relativ kühlen Temperaturen fanden sich zeitweilig bis zu 300 Personen auf dem Festivalgelände ein und feierten bei leckerer Verköstigung, Infoständen und guter Musik von Mal eleve, Tiefenrausch, Marycones, Kleingeldprinzessin, Schlagzeiln und Knockout Allstars.

Die Infoveranstaltung, welche für die folgende Woche geplant gewesen war, musste leider ausfallen, weil uns die Räumlichkeit kurzfristig gekündigt worden war. Dies ist jedoch kein Einzelfall, mehrfach wurden uns von der Stadt Steine in den Weg gelegt. Auch die anfängliche Zusammenarbeit mit dem örtlichen „Bündnis gegen Rechts“, welches sich neuerdings „Bündnis gegen Extremismus und Radikale“ nennt, wurde uns leider unter fadenscheinigen Gründen aufgekündigt. Es fällt also schwer zu behaupten, dass in Königs Wusterhausen Engagement gegen Rechts eine leichte Aufgabe ist.
Aber auch die NPD nahm den Gegenwind nicht kommentarlos hin. So wurde mehrfach gegen die „kriminelle Antifajugend aus Berlin“ gehetzt. Außerdem wurde „der Antifa“ auf der Internetseite des Kreisverbandes Dahmeland ein politisch motivierter Überfall auf ein 16jähriges Mädchen unterstellt. Dieser Vorwurf ist jedoch völlig haltlos, da selbst die Medien nur über einen unpolitischen Raub berichtet haben. Aber es ist ja bei Weitem nicht neu, dass die NPD erst Tatsachen verdrehen muss, um ihre politische Hetze zu untermauern.
Trotz aller Widrigkeiten sollte eine Demonstration am Vortag der Wahl den Abschluß der Aktionswochen bilden. Aber auch hierbei hatten wir mit vielen Schikanen zu kämpfen. So wurde uns von der Versammlungsbehörde ein völliges Verbot von Seitentransparenten auferlegt. Zusätzlich wurde uns verboten, Personen von der Demonstration zu verweisen. Auch eine Eilklage brachte keine Milderung der Auflagen.
Letztendlich fanden sich letzten Samstag ca. 100 Antifaschist_innen am Bahnhofsvorplatz von Königs Wusterhausen ein. Obwohl unsere Mobilisierung ihren Schwerpunkt in und um Königs Wusterhausen hatte, zeigen wir uns etwas enttäuscht von der Teilnahme Berliner Antifas. Rückzugsräume der Nazis vor den Toren der Stadt sollten auch hier wieder verstärkt in den Fokus rücken. Gerade die schikanösen Auflagen und die Provokationen der Nazis in letzter Zeit zeigten die Notwendigkeit einer kämpferischen Demonstration. Leider nahmen im Gegensatz zu den sonstigen Aktionen auch nur wenige Menschen aus Königs Wusterhausen selbst an der Demonstration teil. Im Vorfeld wurde durch eine öffentlichkeitswirksame Verhüllung von NPD-Plakaten versucht, die Stimmung auch vor Ort nochmal etwas anzuheizen. Doch trotz der relativ geringen Teilnehmer_innenzahl hatte die Demo letztendlich eine kämpferische Außenwirkung. Fast durchgängig wurden Parolen gerufen und am Rande die Jugendinfos der Aktionswochen verteilt. Im Gegensatz zu anderen Nennungen zählten wir zeitweilig auch 110 Teilnehmer_innen.

Auch die Nazis wollten unsere Demonstration nicht unkommentiert lassen. So wurde im Plattenbaugebiet von Königs Wusterhausen, welches als Angstzone für Linke und Migrant_innen gilt, eine Kundgebung angemeldet. Doch außer einer lautstarken verbalen Auseinandersetzung ließ sich die Demo nicht weiter provozieren und endete schließlich ohne größere Zwischenfälle. Einzig die übereifrigen Beamt_innen der Polizei erstatten im Vorfeld der Demonstration eine Anzeige gegen eine junge Frau, weil diese mittels leeren Patronen an ihrem Gürtel gegen das Versammlungsgesetz verstoßen haben soll. Ansonsten hielt sich die Polizei jedoch zurück.

Die WahlAm vergangenen Sonntag konnten die Bürger und Bürgerinnen in Brandenburg dann endlich ihr "demokratisches" Mitbestimmungsrecht nutzen. Verändert hat sich erwartungsgemäß nicht viel. Einzig der NPD gelang der Einzug in mehrere Kreistage und Stadtparlamente. So sitzt nun der vorbestrafte Michael Thalheim für die NPD im Stadtparlament von Königs Wusterhausen. Auch im Landkreis Dahme-Spreewald gelang es der Partei mit 4,9% der Stimmen drei Sitze im Kreistag zu gewinnen. Es bleibt abzuwarten, ob die NPD den Einfluß in der Kommunalparlamenten zu nutzen weiß. Spätestens bei den nächsten Landtagswahlen werden diese strategischen Brückenköpfe im Kampf um die Wählergunst entscheidend sein.
Unser ambitioniertes Ziel war es den Einzug der NPD in die Parlamente zu verhindern. Auch wenn unsere eigene Auswertung noch nicht abgeschlossen ist, so lassen sich wenigstens ein paar Punkte festhalten. Trotz der beschränkten Zielgruppen unserer Aktionen war antifaschistische Präsenz vor Ort kontinuierlich wahrnehmbar. Es gelang in Jugendkulturen zu intervenieren und gerade unter Jugendlichen ein wenig Sympathie für unsere Ideale zu erlangen. Doch festsitzende Stereotype und Vorstellungen lassen sich nicht innerhalb kurzer Zeit entwurzeln. Dazu bedarf es nachhaltiger, antifaschistischer Arbeit vor Ort, die in der Zukunft geleistet werden muß. Aber unser Widerstand wird weitergehen, ob in Königs Wusterhausen, Brandenburg oder sonstwo.
Am ersten Septemberwochenende begannen die Aktionswochen mit einem Skate- & Grafitti-Jam im örtlichen Skatepark. Der Bericht und die Hintergründe wurden von uns bereits auf Indymedia veröffentlicht (http://de.indymedia.org/2008/09/226727.shtml). In der folgenden Woche fand eine Infoveranstaltung zum Thema „Der Nazis neue Kleider“ statt, die auch bei Bürgern und Bürgerinnen Anklang fand. Obwohl Königs Wusterhausen Heimatstadt von „Thor Steinar“ ist, waren viele Anwesende noch relativ uninformiert bezüglich dieser Thematik.
Den Höhepunkt der Aktionswochen bildete das OpenAir-Konzert am folgenden Wochenende. Da die Bühne bereits am Freitag aufgebaut werden musste und der Abbau erst am Sonntag erfolgte, war leider eine lange Zeitspanne für Naziangriffe gegeben. Erfahrungsgemäß kam es dann auch zu einigen Vorfällen. So wurden anwesende Antifaschistisch_innen mit Pyrotechnik beschossen oder mit Flaschen beworfen. Sich nähernde Nazigrüppchen wurden jedoch immer rechtzeitig bemerkt und vertrieben. Eine Gruppe von acht Nazis konnte erst in letzter Sekunde vertrieben werden, als sie über ein Privatgrundstück robbend einen Angriff versuchen wollten.
Das Konzert am Samstag verlief hingegen ohne Störungen. Trotz zahlreicher anderer Veranstaltungen, Schienenersatzverkehr auf dem Weg von Berlin nach Königs Wusterhausen und relativ kühlen Temperaturen fanden sich zeitweilig bis zu 300 Personen auf dem Festivalgelände ein und feierten bei leckerer Verköstigung, Infoständen und guter Musik von Mal eleve, Tiefenrausch, Marycones, Kleingeldprinzessin, Schlagzeiln und Knockout Allstars.

Die Infoveranstaltung, welche für die folgende Woche geplant gewesen war, musste leider ausfallen, weil uns die Räumlichkeit kurzfristig gekündigt worden war. Dies ist jedoch kein Einzelfall, mehrfach wurden uns von der Stadt Steine in den Weg gelegt. Auch die anfängliche Zusammenarbeit mit dem örtlichen „Bündnis gegen Rechts“, welches sich neuerdings „Bündnis gegen Extremismus und Radikale“ nennt, wurde uns leider unter fadenscheinigen Gründen aufgekündigt. Es fällt also schwer zu behaupten, dass in Königs Wusterhausen Engagement gegen Rechts eine leichte Aufgabe ist.
Aber auch die NPD nahm den Gegenwind nicht kommentarlos hin. So wurde mehrfach gegen die „kriminelle Antifajugend aus Berlin“ gehetzt. Außerdem wurde „der Antifa“ auf der Internetseite des Kreisverbandes Dahmeland ein politisch motivierter Überfall auf ein 16jähriges Mädchen unterstellt. Dieser Vorwurf ist jedoch völlig haltlos, da selbst die Medien nur über einen unpolitischen Raub berichtet haben. Aber es ist ja bei Weitem nicht neu, dass die NPD erst Tatsachen verdrehen muss, um ihre politische Hetze zu untermauern.
Trotz aller Widrigkeiten sollte eine Demonstration am Vortag der Wahl den Abschluß der Aktionswochen bilden. Aber auch hierbei hatten wir mit vielen Schikanen zu kämpfen. So wurde uns von der Versammlungsbehörde ein völliges Verbot von Seitentransparenten auferlegt. Zusätzlich wurde uns verboten, Personen von der Demonstration zu verweisen. Auch eine Eilklage brachte keine Milderung der Auflagen.
Letztendlich fanden sich letzten Samstag ca. 100 Antifaschist_innen am Bahnhofsvorplatz von Königs Wusterhausen ein. Obwohl unsere Mobilisierung ihren Schwerpunkt in und um Königs Wusterhausen hatte, zeigen wir uns etwas enttäuscht von der Teilnahme Berliner Antifas. Rückzugsräume der Nazis vor den Toren der Stadt sollten auch hier wieder verstärkt in den Fokus rücken. Gerade die schikanösen Auflagen und die Provokationen der Nazis in letzter Zeit zeigten die Notwendigkeit einer kämpferischen Demonstration. Leider nahmen im Gegensatz zu den sonstigen Aktionen auch nur wenige Menschen aus Königs Wusterhausen selbst an der Demonstration teil. Im Vorfeld wurde durch eine öffentlichkeitswirksame Verhüllung von NPD-Plakaten versucht, die Stimmung auch vor Ort nochmal etwas anzuheizen. Doch trotz der relativ geringen Teilnehmer_innenzahl hatte die Demo letztendlich eine kämpferische Außenwirkung. Fast durchgängig wurden Parolen gerufen und am Rande die Jugendinfos der Aktionswochen verteilt. Im Gegensatz zu anderen Nennungen zählten wir zeitweilig auch 110 Teilnehmer_innen.

Auch die Nazis wollten unsere Demonstration nicht unkommentiert lassen. So wurde im Plattenbaugebiet von Königs Wusterhausen, welches als Angstzone für Linke und Migrant_innen gilt, eine Kundgebung angemeldet. Doch außer einer lautstarken verbalen Auseinandersetzung ließ sich die Demo nicht weiter provozieren und endete schließlich ohne größere Zwischenfälle. Einzig die übereifrigen Beamt_innen der Polizei erstatten im Vorfeld der Demonstration eine Anzeige gegen eine junge Frau, weil diese mittels leeren Patronen an ihrem Gürtel gegen das Versammlungsgesetz verstoßen haben soll. Ansonsten hielt sich die Polizei jedoch zurück.

Die WahlAm vergangenen Sonntag konnten die Bürger und Bürgerinnen in Brandenburg dann endlich ihr "demokratisches" Mitbestimmungsrecht nutzen. Verändert hat sich erwartungsgemäß nicht viel. Einzig der NPD gelang der Einzug in mehrere Kreistage und Stadtparlamente. So sitzt nun der vorbestrafte Michael Thalheim für die NPD im Stadtparlament von Königs Wusterhausen. Auch im Landkreis Dahme-Spreewald gelang es der Partei mit 4,9% der Stimmen drei Sitze im Kreistag zu gewinnen. Es bleibt abzuwarten, ob die NPD den Einfluß in der Kommunalparlamenten zu nutzen weiß. Spätestens bei den nächsten Landtagswahlen werden diese strategischen Brückenköpfe im Kampf um die Wählergunst entscheidend sein.
Unser ambitioniertes Ziel war es den Einzug der NPD in die Parlamente zu verhindern. Auch wenn unsere eigene Auswertung noch nicht abgeschlossen ist, so lassen sich wenigstens ein paar Punkte festhalten. Trotz der beschränkten Zielgruppen unserer Aktionen war antifaschistische Präsenz vor Ort kontinuierlich wahrnehmbar. Es gelang in Jugendkulturen zu intervenieren und gerade unter Jugendlichen ein wenig Sympathie für unsere Ideale zu erlangen. Doch festsitzende Stereotype und Vorstellungen lassen sich nicht innerhalb kurzer Zeit entwurzeln. Dazu bedarf es nachhaltiger, antifaschistischer Arbeit vor Ort, die in der Zukunft geleistet werden muß. Aber unser Widerstand wird weitergehen, ob in Königs Wusterhausen, Brandenburg oder sonstwo.
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen
Ergänzung
Ansonsten bietet sich auch am nächsten Wochenende die Möglichkeit der NPD in Königs Wusterhausen Protest zu zeigen. Die NPD und die "Freien Kräfte KW" haben eine Kundgebung unter dem Motto "Jugend braucht Perspektive - hier und jetzt!" angemeldet. In den Medien wird ein Großaufgebot der Polizei angekündigt, die Stadt organisiert unterdessen eine Gegenkundgebung.
KW
15. August 2008
Für den 4. Oktober 2008 rufen NPD und die ,,Freien Kräfte KW” unter dem Motto ,,Jugend braucht Perspektive - hier und jetzt!” zu einer Demonstration in Königs Wusterhausen auf.
Hinter der Parole steht wieder einmal der Wunsch der Neonazis nach einem ,,Nationalen Jugendzentrum”, ein ,,Jugendzentrum” natürlich nur für ,,Nationale”, sprich ,,Deutsche”. Ein „nationales Jugendzentrum“ forciert dabei den Ausschluss von Menschen, die nicht in das Weltbild der Neonazis passen. Im Klartext geht es den Nazis um einen Raum zur ungestörten Agitation und Schulung von rechtsradikalem Nachwuchs.
Bereits im Oktober letzten Jahres marschierten 300 Neonazis mit der Forderung nach einem ,,Nationalen Jugendzentrum” durch die 30.000 EinwohnerInnen Stadt. Ermöglicht wurde ihnen dies von einem Großaufgebot der Polizei, die mit 800 BeamtInnen ,,im Einsatz” war, um den Neonazis in letzter Konsequenz die Straße frei zu prügeln. So wurden mehrere Sitzblockaden aufgelöst, sowie 79 GegendemonstratInnen am Rande antifaschistischer Gegenaktivitäten in Polizeigewahrsam genommen. Trotzdem kam es zu einer Reihe erfolgreicher Aktionen gegen TeilnehmerInnen des neonazistischen Aufmarschs, die auch die Polizei trotz all ihrer Bemühungen nicht verhindern konnte.
Dass die Neonazis grade in Königs Wusterhausen mit einer solchen Forderung auf die Straße gehen, kommt nicht von ungefähr. Die Geschichte rechtsradikaler Organisationen und Gewalttaten im Raum KW läßt sich bis in die 1990er Jahre zurückverfolgen und auch im Jahre 2008 ist der Neonazisumpf in Königs Wusterhausen keinesfalls ausgetrocknet.
So wurde auch in der ersten Jahreshälfte 2008 mehrfach versucht AntifaschistInnen und deren Veranstaltungen zu stören und anzugreifen. So zum Beispiel am 15. Mai, als die aus dem Umfeld der ,,Freien Kräfte KW” stammende Debora Lück versuchte einen Antifaschisten durch das geöffnete Fenster seines Autos mit Reizgas zu besprühen oder am 10. April im nahegelegenen Zernsdorf, als eine Gruppe vermummter Neonazis mit Gaspistole und Signalmunition versuchte einen Antifaschisten auf seinem Grundstück zu attackieren.
Darüber hinaus pflegt die Szene intensive Kontakte zu Berliner und Brandenburger Neonazis. Es kommt regelmäßig zu gemeinsamen Aktionen mit AktivistInnen und Zusammenhängen aus Berlin, Teltow-Fläming, Lübben und Cottbus, die, wie im Mai 2008 bei einer kurzfristig mobilisierten Spontandemo von knapp 100 Neonazis aus besagten Regionen durch KW deutlich wurde, eng miteinander vernetzt sind.
Neben dem NPD Ortsverband, den personell eng mit ihm verbundenen sogenannten ,,Freien Kräften KW”, und einem nicht zu vernachlässigendem Potential an unorganisierten Neonazis, ist KW auch die Stadt der neonazistischen Modemarke ,,Thor Steinar”, deren Vertrieb im Ortsteil Zeesen angesiedelt ist. Darüber hinaus befindet sich in Bahnhofsnähe der auf die UrheberInnen der rechten Modemarke zurückgehende Naziladen ,,Explosiv”, in dem die Produktpalette von ,,Thor Steinar” zu erwerben ist.
Grund genug, es nochmal zu versuchen: ,,Kein Naziaufmarsch in Königs Wusterhausen!”
Werdet aktiv, bildet Aktionsgruppen und legt los, um diesen Aufmarsch zum Desaster zu machen!
Achtet auf weitere Ankündigungen unter www.aakw.de.vu
@ jawuc.blogsport.de
Es wurde kein Titel angegeben!
Karte für den 04.10.08 in KW
Infos...
Die Neonazis:
NPD und “Freie Kräfte” haben von 11 bis 20 Uhr eine Kundgebnung auf dem Bahnhofsvorplatz angemeldet. Die Nazis erwarten 200 (angemeldete) KameradInnen und mobilisieren zu 12 Uhr dorthin. Zu erwarten sind 100-150.
Da für den Tag im Stadtgebiet viele Straßen gesperrt wurden, ist davon auszugehen, dass die Neonazis sich nicht mit der Kundgebung begnügen und sich in Bewegung setzen werden - zudem wurde der 4.10. in einschlägigen Kreisen durchweg als Demonstration angekündigt. Als gesichert gilt, dass sie dabei am Fontanecenter vorbei laufen wollen.
Stadt & Polizei:
Die Stadt hat von 14 bis 18 Uhr eine Veranstaltung auf dem Fontaneplatz angemeldet. Diese kann als Anlaufpunkt genutzt werden, jedoch ist zu erwarten, dass sie mit der Polizei kooperiert, die im Bereich der Kundgebungen mit “einem massiven Polizeiaufgebot” im Einsatz sein wird.
Antifa:
Antifas vor Ort rufen zu dezentralen Aktionen auf.
Der ErmittlungsAusschuss unter der Nummer 030 6922222 ist geschalten. Der EA sitzt vor, während und nach der Aktion am Telefon, nimmt Festnahmen, die gemeldet werden auf und kümmert sich um die Betroffenen.
Außerdem gibt es eine Infostruktur, die über die Nummer 0157 78685499 zu erreichen ist. Die Leute vor Ort bemühen sich, euch mit Infos zu versorgen und euch über aktuelle Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten.
Kein Naziaufmarsch in Königs Wusterhausen!
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Faschos — Annanym
Zum "Überfall" @ Annanym — Antifaschist
umstimmen ? — Harald B.
Nazi-Aufmarsch - Keine Infos?! — jawuc.blogsport.de
Linke Patrioten — Ein Bürger