Antifa-Murales in Bochum entstanden

antifaschistische Schmierfinken 14.09.2008 19:46
Graffity, ey?
Geh gucken, ey!
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Ergänzungen

Crossing

Antifaschistische Schmierfinke 14.09.2008 - 22:12
Mit einem zweimaligen "Fuck Off" in weißer Binderfarbe ist das antifaschistische Murales gecrosst worden,ebenso die Figur auf der rechten Seite. Sehr sicher schienen sich die Leute nicht zu sein, da es sehr schnell gemacht worden ist. Ob es Nazis waren ist unklar.

Asche zu Asche, Staub zu Staub

Antifaschistische Schmierfinke 14.09.2008 - 22:49
Hier ein Foto des Crossings.
Das ging fix, meine Herren.
Aber, Ihr vergesst die Geschichte des Phoenix!

mmh charry fett style langweilig

ameN 14.09.2008 - 23:25
der charry ist echt fett aber style ist super langweilig ok hier steht natürlich die aussage im vordergrund aber ein bisschen mehr flow und ein paar gimmicks wären doch bestimmt möglich gewesen. ein fadding in der schrift, 3-4 geschwungene ausläufer ein paar designz und die sache würde richtig gut brennen.
ich finds halt immer wieder ätzend wenn kiddis an halls parolen schmieren und ohne erbarmen richtig geile bilder crossen ihr habts mal richtig gemacht
naja zu dem toygeschmiere von den dortmundern AN`s muss man echt nicht viel sagen, die haben nichts von flow,buchstabenaufbau, stablität, proportionen und farben bzw deren kontraste verstanden... die gewisse seite auf der sie ihre bilder veröffentlichen ist echt so erbärmlich das ich mir sicher bin das dieser "graffititrip" bei den nazis nicht lange anhält.

zeiten der scheiße bleiben zeiten der kreativität
volle kanne mit dem kopf durch die wand

Motiv für Aufkleber

aufkleber mensch 15.09.2008 - 11:21


Falls es gute Vorlagen oder Hochauflösende Fotos gibt könnten wir daraus evt. einen Satz Aufkleber machen. Wenn die talentierten Antifa-Schmierfinken zustimmen und sich bei uns melden.

Dann könnte mensch hunderte kleine Kopien verteilen die die Nazi Arschlöcher nicht alle crossen können.

Bitte melden:
freiraumtanz[at]riseup.net

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

Verstecke die folgenden 10 Kommentare

geil!

comite liberte 14.09.2008 - 19:53
und R-E-S-P-E-C-T-!

Können die kein Deutsch?

kleiner Spinner 14.09.2008 - 20:00
Nee, im Ernst: Sieht gut aus.

Mehr davon

untalentierter Writer 14.09.2008 - 20:10
Boah geil!
Das ist mal echt eindrucksvolle Propaganda. Wir bräuchten echt mehr davon!

revolt resist write

chintz 14.09.2008 - 20:45
schönes dingen legal oder illegal entstanden aber im endeffekt scheissegal, hauptsache es is da.

Und von wegen nachgemacht, bitte was haben die dortmudner Nazis Graffiti erfunden bzw. glaubst du das waren die ersten menschen die politische Bidler gemalt haben (die dazu noich total scheisse aussehen)!?
Ich lese aus dem Comment ein bissel eifersucht über diesen Simplen aber trotzallem geilen Style DICK BLOCKIG und VOLL ERKENNBAR!!


weiter so Love Graffiti - Hate Fascism!

Und Graffiti war schon ehh und je ein Zeichen von Rebellion und auflehnung sowie Kritik an der Gesellschaft und deren Umgang mit Eigentum und Gegenständen!

Wie lange?

Stauner 14.09.2008 - 21:17
Wow!! Sieht echt super aus.

wie lang habt ihr n für gebraucht?

Schützt es nur ja.

Wer das übertaggt oder vollschmiert, dem gehört echt volle Kanne auf die 13.

Weiter so! ihr habt`s echt drauf.

@einer von vielen

BTL - breakin the law 14.09.2008 - 21:50
nur leider haben die ruhrpottnazis niemals sprühen gelernt

die qualität eurer bilder ist unterirdisch

Copying the Graffity

PotzblitzHotzenklotz 15.09.2008 - 14:03
Da das Graffity auf so gute Resonanzen trifft, sollten Sprayer und nicht-Sprayer an anderen Orten, in anderen Städten, wo auch immer Platz ist, versuchen das Graffity zu imitieren, damit den Faschos überall gezeigt wird, dass wir keinen Bock auf die haben.

Also, zieht los!

ZONA ANTIFASCISTA!!

dont copy it drecksbiter!

ameN 15.09.2008 - 15:09
@copy-kram
ihr habt rein gar nichts von graffiti verstanden!! im graffiti gehts darum seinen eigenen style zu entwickeln und nach diesem style seine buchstaben aufzubauen. und dass die radikale linke immer noch stumpf parolen schmiert und auch gute sachen biten will, und sogar writer crosst kotzt mich derbe an !! wenn dann die antifakiddies los ziehen und versuchen das gleiche an die wand zu kriegen kommt eh nur scheiße raus die einfach peinlich ist. setzt euch zu hause hin und entwickelt euren eigenen style(dauert teilweise jahre) und dann könnt ihr message und aussehen verbinden...

Writing und Linke.

saul 15.09.2008 - 15:56
Was sagen Kommunisten dazu? Das erfahren wir bei der Mlpd, sonst äußern sich Kommis ja eh nicht dazu, ist denen zu unpolitisch.

Kommis mögen keine Graffiti

 http://www.mlpd.de/rf0317/rfart17.htm

Hier was zur Erheiterung. Kommunisten und Kunst? Von Graffiti nicht erst zu reden. Was halten die davon? Na nicht allzuviel. Hier der Text aus der RF der Mlpd.
Writer würden sich drüber wechschmeißen vor Lachen. Für Dogmatiker ist Antiautoritär eh eines der schlimmsten Schimpfworte. Writer hatten weder vor die Jugend irgendwo zu integrieren, noch wollten sie mit ein paar Farbdosen die Gesellschaft auf den Kopp stellen. Sie haben sich einfach ungefragt den öffentlichen Raum genommen. Die Writer kamen nicht aus der linken Politszene und hatten von Anfang an keine ideologischen Probleme, als sich damit auch Geld verdienen ließ. Aber weil verboten und verfolgt, werden Writer immer wieder mit einer Szene in Verbindung gebracht, mit der sie nie was zu tun hatten. Und da haben sie sogar recht, ohne es zu wissen. Zumindest dies kann ich beurteilen.
Darum sieht man sich auch dazu berechtigt, auf frisch gestrichene Wände loszugehen...
Echt, was haben die frischgestrichenen Wände denn verbrochen? Nu ja, Kommunisten hatten s noch nie mit Kunst und das ausgerechnet Kommis sich um Eigentum Gedanken machen, wollten die nicht stets die Besitzer der Produktionsmittel enteignen?

Das Märchen von der rebellischen Hiphop-Kultur

"Rote-Fahne"-Reihe, Teil 1: Graffiti und der Mythos der Widerstandskultur

Hiphop - eine in den letzten Jahren weltweit verbreitete Jugendkultur. Drei Hauptbestandteile - Graffiti, Breakdance und Rap-Musik - gehören zum Hiphop. Und fast immer dabei: Drogenkonsum. Hiphoper erkennen sich: an der Kleidung, am Auftreten, an dem, was sie für "cool" halten. Und schon dadurch grenzen sie sich von anderen Jugendlichen und erst recht von Erwachsenen ab. Anziehungskraft übt diese aus den Großstadtghettos der USA kommende Kulturrichtung auf viele Jugendliche aus, weil sie sich rebellisch gibt, eine bestimmte Protesthaltung gegenüber gesellschaftlichen Missständen auszudrücken scheint. Aber mögen einzelne Hiphoper auch politisch oppositionelle Haltungen vertreten - weltanschaulich ist diese Jugendkultur reaktionär. Hiphop ist zu einer der wichtigsten Strömungen in der Massenkultur geworden, nicht nur weil sich damit blendende Geschäfte machen lassen. Hiphop repräsentiert das System des modernen Antiautoritarismus, dessen weltanschauliches Ziel es ist, den Protest der Jugend in das System des staatsmonopolistischen Kapitalismus zu integrieren bzw. auf die für die Monopole ungefährliche Bahn der blinden Rebellion und Massenverachtung zu lenken. Und weil der Kapitalismus der Jugend längst keine positive Perspektive mehr zu bieten hat, täuscht HipHop den Jugendlichen "Widerstand aus dem Untergrund" vor. Die Auseinandersetzung darum wollen wir in einer Reihe von "Rote-Fahne"-Artikeln mit den Graffiti, den gesprayten Wandmaler- oder auch -schmierereien beginnen.

Jugendliche Sprayer, die sich selbst "Writer" nennen, erklären gern, dass Graffiti ein Protest gegen den "visuellen Terror" der kapitalistischen Stadt sei. "Es ist doch viel geiler", heißt es auf einer writer-homepage, "ein schönes Bild zu sehen als noch so eine hässliche Reklame. Ob wir jeden Tag an der gleichen beschissenen Werbetafel vorbeilaufen wollen, hat uns niemand gefragt - trotzdem ist so etwas legal. Sprühen jedoch ist verboten!"1 Um dies anzuprangern, verwandeln sie "das Aussehen der Stadt nach eigenen Vorstellungen, die (sonst) nie Gehör finden würden." 2

Daraus beziehen sie auch ihre Rechtfertigung für Übergriffe auf fremdes Eigentum. Ein Sprayer: "Klar ist Graffiti Sachbeschädigung ... Aber trotzdem muss man bei der Härte des Urteils die Moral vielleicht doch berücksichtigen. Die Sprayer gehen nicht raus, um die Wand kaputt zu machen. Die Intention bei der Sache ist ganz anders: Man hat ja nicht diese ganze Gewalt in sich drin. Das ist halt nur zur Selbstverwirklichung, dass die ihren Namen lesen wollen." 3

Die "Moral der Selbstverwirklichung" - darin mündet die ganze Graffiti-"Kunst" und eben auch der moderne Antiautoritarismus. Das ist gegen die Massen gerichtet, die ja nicht gefragt werden, ob sie ein Backsteinmauer oder eine frisch gestrichene Wand schöner finden, als das, was die Graffiti-"Künstler" ihnen da vorsetzen.

Namen statt Inhalt

Das Charakteristische an der "Streetart" der Graffiti-Bewegung besteht darin, dass sie dem Protest gegen die kapitalistische Gesellschaft fast gar keinen bildlichen Ausdruck gibt, sondern sie kennt nur einen Inhalt: das ICH des "Writers". Graffiti ist die Stilisierung von Buchstaben, mit denen sich eine inhaltliche Aussage machen ließe, zu einem verschnörkelten Emblem. "Die Buchstaben dienen nicht mehr zur Übermittlung einer Nachricht, sondern sind die Nachricht selber. Die Nachricht lautet: Ich oder Ich bin." 4

Die meisten "pieces" (größere Bilder) sind nichts anderes als der zum Bildinhalt aufgeblasene Szenenamen der "Writer". In der Konkurrenz der Hiphop-Szene ist der der Größte, dessen Namen am häufigsten und auffallendsten an den ausgefallensten Stellen zu finden ist.

Von den Werktätigen verstanden zu werden, Erfahrungen der Massen allgemein verständlich auszudrücken - darauf kommt es den "Writern" nicht an. Ihr Ehrgeiz konzentriert sich darauf, ihren Namen möglichst schwer entzifferbar zu machen und an verwegenen Stellen zu platzieren. Im Namen der Selbstverwirklichung wird so eine extreme Selbstsucht ausgelebt.

Es kommt hinzu, dass unter den Umständen, unter denen die verbotenen Bilder gemacht werden, sich auch kaum mehr als der eigene Namenszug an die Wand bringen lässt. Damit kommt zu der Monotonie der Städte die Monotonie der Gegenbilder hinzu.

Dort, wo Graffiti erlaubt ist, unter anderem an den so genannten "Halls of fame", den kommunalen Spielwiesen für die Sprayer, wird das Spektrum der Bildthemen um "Styles" und "Characters" (realistische Themen) erweitert, wobei zum Ausdruck kommt, was so mancher "Writer" wirklich technisch und künstlerisch kann. (Siehe auch oben rechts eine Hauswand auf Rügen.) Aber auch hier schlägt meist der Egoismus durch und lässt die Namenszüge wuchern.

Abenteuer - oder Gefahr

Interessant wird Graffiti gerade, weil es den Geruch von Gefahr, Illegalität und Abenteuer hat. Nachts loszuziehen, um sich auf Autobahnbrücken, an Zügen und Hochhauswänden zu verewigen - damit gefährden die "Writer" nicht nur sich selbst, sondern auch andere Jugendliche. Und oft lässt sich diese Spannung eben nur bekifft oder betrunken aushalten. Das Geld für die nicht eben billigen Farbspraydosen muss auch irgendwoher beschafft werden ...

Dass damit dem Staatsapparat auch die Handhabe für Hausdurchsuchungen, hohe Geldstrafen, eine Kriminalisierung dieser Jugendlichen gegeben wird, steigert für manche noch den Reiz, zieht andere mit in den Sumpf von Kriminalität und Drogensucht.

Massenverachtung als Programm

Es gab in der Arbeiterbewegung auch früher schon die Methode, mit heimlich aufgebrachten Wandparolen bestimmte Losungen zu verbreiten. Manchmal wurden dabei auch Bilder oder Bildschablonen verwendet.

Von Mexiko ausgehend wurde die Wandmalerei bereits in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts in vielen Ländern Lateinamerikas und auch an der Westküste der USA zu einer Kulturbewegung der Arbeiter und hat dort höchstes Niveau erreicht. Protest gegen Kapitalismus und Kolonialismus und großes künstlerisches Können verschmolzen in einer Einheit, die die Kraft der Arbeiterklasse ausdrückte.

Damit hat die Graffiti-Bewegung nichts am Hut. Charakteristisch für sie ist ihre tiefe Massenverachtung und eine im Grund hoffnungslose Perspektivelosigkeit.

Mit der Frage, wer und was für die wuchernde Werbung verantwortlich ist oder die Städte so herunterkommen lässt, dass wirklich nur noch graue Mauern und Werbetafeln bleiben, quält sich die Graffiti-Bewegung kaum ab. Sie greift vielmehr die Masse der Werktätigen an, angeblich alles stumpfe "Normalos" als Mitschuldige an der Ausbreitung der Werbung, weil sie sich nicht dagegen wehren.

Darum sieht man sich auch dazu berechtigt, auf frisch gestrichene Wände loszugehen und sich über das, was andere schön finden, hinwegzusetzen. So gehen ein ausgeprägter Elitedünkel, die Geringschätzung körperlicher Arbeit und Vandalismus Hand in Hand und fordern zunehmend die Kritik der Werktätigen heraus, mit deren Steuergeldern die Graffiti-Spuren schließlich beseitigt werden.

Fixiert auf die eigene Vorreiterrolle sind die meisten Sprayer blind für den Protest, den Werktätige immer wieder gegen aggressive Werbung im Stadtbild äußern. So gab und gibt es Proteste gegen frauenfeindliche Werbung, nach der umstrittene Plakate abgehängt werden mussten. Die Benetton-Werbung mit einem blutigen T-Shirt aus Bosnien musste gleichfalls zurückgezogen werden. Der Spruch "Mach an, du geile Sau!", mit dem der Sender KISS FM für sich warb, steht gegenwärtig in Berlin in der öffentlichen Kritik. Es ist kein Beispiel dafür bekannt, dass sich Sprayer solchen Protesten angeschlossen hätten. Weisen sie die "Writer" vielleicht zu deutlich darauf hin, wie falsch sie mit ihrer Kapitulationsthese von der Gewöhnung der Massen an den "kommerziellen Werbeschwachsinn liegen, gegen den sich niemand ernsthaft zur Wehr setzen kann?"

Siehe auch:
 http://de.geocities.com/gifart3/sticker.html
sticker

 http://de.geocities.com/ostendfaxpost/graffitischrift.html
graffitischrift

Murales bekommt 1.Hilfe

Antifaschistische Schmierfinke 16.09.2008 - 14:52
Der Phönix hat mit seinen Flügeln geflattert und das Murales ist wieder Komplett.
Nachdem nachts noch ein weiteres, dickeres Crossing stattgefunden hat, ist "Commando Feuerfeder" vorbeigeflogen und hat das Graffity "wiederbelebt"...