Eindrücke O2-Arena Eröffnung (Berlin)

init 11.09.2008 02:09 Themen: Freiräume Kultur
Hier ein kurzer Video-Eindruck von der missglückten Eröffnung der sog. O2-Arena in Berlin.
Alles in allem ein gespenstische Veranstaltung. Irgendwie hat mich das ganze an Nordkorea oder die Endphase der DDR erinnert. Es waren nur vereinzelte Gäste in der gigantischen Halle und der riesige Platz vor dem hässlichen Amüsier-Zweckbau war bis auf ein paar Dutzend Demonstranten menschenleer. Trotzdem wurde aus Meterhohen Boxentürmen Bombastmusik (Rammstein etc.) über den leeren Platz gedonnert und das aufwendige Brillantfeuerwerk wurde exklusiv für die zahlreichen Kamerateams abgefackelt. Polizeihundertschaften, die sich samt bedrohlich knurrender Hundestaffel vor der Halle postiert hatten, trugen ihren Teil zum absurden Gesamteindruck dieser Eröffnungsfeier bei. Einzig wahrnehmbare "Bedrohung" waren etwa 40 Hedonistinnen und Hedonisten, die um ein mitgebrachtes Kompakt-Soundsystem gescharrt, fröhlich zu ihren Elektrobeats tanzten.

Zum Betrachten des Films kann der VLC-Player zum Einsatz kommen.
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Ergänzungen

einseitige wiedergabe

dein name 11.09.2008 - 08:17
der obige artikel gibt höchst einseitig die demontrationen gegen di O2 arena wieder. Kann sein , dass irgendwo hedonisten mit eigenem soundsystem waren,...... aber es waren nicht ein duzend leute da sondern tausende, und das wird hier einfach weggelassen... Protest ist vielseitig, und wenn man seine eigene Gruppe auch noch so toll findet, sollte man doch auch den Kontext beschreiben, indem eine Aktion o.ä. stattfindet! lieber den O2 Artikel vom Vortag lesen!

ergänzend

egal 11.09.2008 - 09:01
gegen 20 uhr waren es sicherlich 300-400 leute an der halle.
und eine demo mit 1500 teilnehmern gab es auch.

O2 World versenkt?!

paradistIn 11.09.2008 - 09:39
die berlinpiraten haben einen netten kleinen artikel geschrieben und auch Bilder gemacht:
O2 World versenkt! via berlinpiraten

Festnahmen? Polizei-Übergriffe? Kommt zum EA

EA Berlin 11.09.2008 - 10:11
Wenn Ihr festgenommen und wieder freigelassen wurdet, meldet Euch bitte beim EA unter der bekannten Tel.-Nr. 030-69 22222 ab.
Allgemein: Betroffe und ZeugInnen von Festnahmen oder Mißhandlungen durch die Polizei: bitte möglicht schnell Gedächtnisprotokoll schreiben und in den nächsten Tagen/Wochen beim Ermittlungsausschuss Berlin melden. Wir sammeln Gedächtnisprotokolle und vermitteln AnwältInnen.
Wenn Ihr im Nachhinein Strafbefehle, Anzeigen oder Bußgeldbescheide bekommt, meldet Euch auch beim uns, so dass ein gemeinsames Vorgehen koordiniert werden kann.

EA-Berlin
Gneisenaustr. 2a (Mehringhof)
3. Aufgang, (beim Mehringhoftheater) 2.Etage rechts
U-Bahnhof Mehringdamm
Tel.: 030 - 692 22 22

Sprechstunde jeden Dienstag 20:00 - 22:00

Freigelassen...

EA Berlin 11.09.2008 - 11:12
Nach unseren Informationen (die immer nur so gut sind, wie Ihr uns füttert!) sind alle gestern im Zusammenhang mit der Eröffnung der NO²-World Festgenommenen oder in Gewahrsam Genommenen wieder auf freiem Fuß. Mindestens 11 Menschen wurden gestern wegen verschiedener Vorwürfe unterschiedlich lange festgehalten, offensichtlich wurden die letzten gegen Mitternacht aus der GeSa entlassen.

An die Betroffenen:
Schreibt schnell Gedächtnisprotokolle, kommt in die EA-Sprechstunde und erholt Euch gut.


EA-Berlin
Gneisenaustr. 2a (Mehringhof)
3. Aufgang, (beim Mehringhoftheater) 2.Etage rechts
U-Bahnhof Mehringdamm
Tel.: 030 - 692 22 22

Sprechstunde jeden Dienstag 20:00 - 22:00

Meldung auf "Eishockey.info"

journaliste 11.09.2008 - 12:29
"In Berlin sind offenbar nicht alle froh über die O2-World"
 http://www.eishockey.info/eishockey/WebApp?cmd=displayArtikelSeite&artikel=17492

Video

- 11.09.2008 - 12:40

**O2-Shop gesmasht**2 Autos angezündet**

polizeiticker 11.09.2008 - 12:51
Was sonst noch so gestern nacht geschah:
 http://www.berlin.de/polizei/presse-fahndung/archiv/108923/index.html
 http://www.berlin.de/polizei/presse-fahndung/archiv/108921/index.html

Die Bullen haben sich bis jetzt noch nicht zum gestrigen Tage/Nacht geäußert. Die obigen Meldungen aus dem Bullenticker hegen also keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Wir sind (mal wieder) eine Schande!

schadenfroh 11.09.2008 - 13:16

@ ES IST EINE SCHANDE!

such dir einen aus 11.09.2008 - 14:05
Bild schreibt :"Der Besitzer wurde festgenommen, Polizisten riegelten die Dresdener Straße ab."

Eigenartig. Die Dresdener Straße war noch nicht mal in der nähe des Anlauf Punktes oder sogar der Route, wenn ich mich nicht täusche. Vorkontrolliert wurde auch nur diereckt am Anlaufpunkt.

Das meinen die Bullen

- 11.09.2008 - 15:19
Störungen während der Eröffnung der O2-World-Arena
Friedrichshain-Kreuzberg
# 2753

Während der Eröffnungsfeier der O2-World-Arena an der Mühlenstraße in der Zeit von 19 bis 22 Uhr 40 haben Gegner des Projekts mehrfach versucht, die Veranstaltung zu stören.
Zwischen 18 und 20 Uhr nahmen ca. 1.200 Demonstranten an einem Aufzug von der Adalbertstraße zum Rummelsburger Platz teil. Aufzugsteilnehmer versuchten wiederholt durch Umgehung oder Überwindung von Absperrungen, in den Veranstaltungsbereich der Eröffnungsfeier einzudringen, was die Polizei aber verhinderte. Eine weitere Demonstration zog von 20 Uhr 45 bis 21 Uhr mit 120 Teilnehmern von der Revaler Straße störungsfrei zur Mühlenstraße in Friedrichshain-Kreuzberg.
Gegen 18 Uhr kam es zu einem Vorfall während einer Personenüberprüfung eines 17-jährigen, der auf dem Weg zu einer Demonstration war. Bei der Durchsuchung seines Rucksackes fiel eine mit vermutlich säurehaltiger Flüssigkeit gefüllte Flasche zu Boden und zerbrach. Insgesamt 18 Polizeibeamte, von denen fünf über Atemprobleme klagten, wurden daraufhin in Krankenhäusern ambulant behandelt, konnten aber ihren Dienst fortsetzen. Die Ermittlungen zur Bestimmung der Flüssigkeit dauern an.

Die öffentlichen Feierlichkeiten zur Eröffnung der O2-World wurden von etwa 400 Personen besucht. Darunter befand sich auch eine Gruppe von bis zu 200 Störern, aus deren Kreis heraus sich gegen 20 Uhr 25 acht Personen lösten, die Bühne eines Radiosenders betraten und die Bühnenausstattung beschädigten. Die Polizei nahm zwei Täter fest.
Insgesamt wurden 13 Personen unter anderem wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz, Körperverletzung und Sachbeschädigung vorläufig festgenommen. Weiterhin wurde bei neun Personen die Identität festgestellt. Die Beamten stellten zwei Transparente sicher.

Der laut einer Agenturmeldung durch eine Bürgerinitiative erhobene Vorwurf „unverhältnismäßiger Gewaltausübung“ entbehrt nach polizeilichen Erkenntnissen jeder Grundlage und wird von der Berliner Polizei zurückgewiesen. Strafanzeigen gegen eingesetzte Polizeibeamte wurden bislang nicht erstattet.

Re: Das schreibt die Polizei...

s.black 11.09.2008 - 15:39
An der Arena befanden sich also vierhundert Gäste, die Hälfte davon im Polizeijargon "Störer", die letzlich durch ein impulsives Boxenschubsen und Bühneentern, ihrem Ärger Luft machten. Die öffentliche Party, zu der Anfangs 20.000 (!) jubelnde BerlinerInnen angekündigt wurden, was ja auch der Grund gewesen sein soll, weshalb Polizei und Gerichte die angemeldete Protestdemo nicht an die Arena lassen wollten, war mit dem damit folgenden Polizeieinsatz praktisch auch vorbei. Da flohen selbst die letzt die 200 ungeladenen BürgerInnen, die wirklich zum feiern gekommen waren...

Schade um die festgenommenden GenossInnen, aber im Gegensatz zu sonst so vielen sinnlosen Festnahmen, waren diese nicht ganz umsonst! Gestern auf der Straße waren weitläufig wir die unkontrollierbare Masse, die sich nicht von Investorenträumen und Polizei maßregeln ließ, auch die Presse konnte diesen Umstand nicht vollends totschweigen...

Yippie-Ya-Yeah!

ABAC

keinbullevoroh2 11.09.2008 - 15:53
wenn die bullen frei drehen, so wie gestern, schreiben, die in ihren meldungen solche lustigen sachen, wie: "Der laut einer Agenturmeldung durch eine Bürgerinitiative erhobene Vorwurf „unverhältnismäßiger Gewaltausübung“ entbehrt nach polizeilichen Erkenntnissen jeder Grundlage und wird von der Berliner Polizei zurückgewiesen. Strafanzeigen gegen eingesetzte Polizeibeamte wurden bislang nicht erstattet." und wers glaubt, ist eh dauernd am schlucken. schlechte verlierer.

einige habens vielleicht nicht mitbekommen, r.a.w. hat auch ne halle neueröffnet - H4 (Hartz4) World.

hartz 4 world

Dein Name 11.09.2008 - 16:22
foto vom raw tempel

BILD

rudi 11.09.2008 - 16:47
der typ in rot, ist ein bild/bz/dreck fotograf. hat bereits in der vergangenheit diverse demos besucht und im nachhinein konnten wir seine bilder unter den großen lettern sehen. apropo sehen, wenn ihr ihn seht auf demos, begleitet ihn bitte raus und zeigt ihm das wir seinen arbeitgeber scheisse finden.

hier nochmal zur ansicht:
 http://media.de.indymedia.org/images/2008/09/226738.jpg

Sicht eines Anwohners

Mensch Meier ! 11.09.2008 - 16:50
Gestern kam ich nicht nach Hause, weil Kampfeinsatz-Polizisten das ganze Kottbusser Tor, wegen einer Demo gegen die Eröffnung O2 World abgesperrt haben. Ich musste mich vor meiner Strasse ausweisen das ich nach Hause wollte. Wenig später war alles dicht, weil sie bei den Taschenkontrollen irgendjemanden angeblich mit einer Flasche Phosphorsäure gestellt haben, die laut BILD Zeitung in der Dresdener Str. auf dem Boden zerbarst. Was für ein komisches Wort : Zerbarst. Stecken freilaufende Zebras drinnen in so einem Wort. Diese Hüter der Vernunft haben wie eine American Footballmanschaft alles in meiner Strasse nach Verdächtigungen abgesucht. Es wirkte als ob meine Strasse radioaktiv verseucht ist, und Astronauten mit spitzen Handschuhfingern durch ein konterminiertes Gebiet aus türkischen Männervereinen und trommelnden Wursthaarträgern liefen. Als die eingekesselte Demo dann in Richtung O2 World ging - fühlte mich trotz der etwa 1000 Demonstranten ziemlich beklommen. Die Demo wurde bis 300m vor die halle zugelassen und dann von mehreren Polizeisperren blockiert. Ich habe mich den aufgeschicksten Leuten, die vom Ostbahnhof her kamen angeschlossen und wurde mit denen bereitwillig von grüßenden Beamten durch jedes Absperrgitter geleitet. Als ich dann vor dem Riesenmoloch stand, das in ein paar Tagen mit einem Herbert Grönemeyer Konzert eingeweiht wird, bemerkte ich sich von überall elegant gekleidete Demonstranten vor den Prominenteneingang geschoben haben. Die C-Prominenz musste sich über einen ziemlich unübersichtlich geratenen Platz aus Polizisten und mehr oder weniger offensichtlichen Demonstranten und Kampfgebell der Hundestaffel schlagen. An den Eingängen wurden sie von dem doppelgesichtigen Wachdienst mit mit Begrüßungen eingeschleimt, der danach schnell wieder bösgesichtig die Gitter zuschlug. Und später sah man die Vollgeschleimten an der Glasfassade wie kleine schwarze Fliegen wieder auftauchen, weil sie auf den Treppen standen und unfassbar mit ihren Kameralichtern auf den Tumult heruntersahen, der sich dort ereignete. Auf der Aktionsbühne eines Hitradiosenders wollte man mit den Besuchern des "Volksfestes" Gewinnspiele um Herbert Grönemeyer Tickets spielen. Dazu suchte sich die auf Fröhlichkeit umgeschalteten Moderatoren immer zwei Leute aus dem Publikum heraus denen Fragen im Zusammenhang mit der O2 Arena und ihrem Radiosender gestellt wurden. Als es dann um die ach so begehrten Coldplay Karten ging stand dort schon ein wütender, den Stinkefinger zeigender Mob und hat das ganze ausgepfiffen. Ich hatte mir gerade vorgestellt was wohl hier in die Gänge käme, wenn jemand etwas falsches in das Mikro sagen würde - und schon stand da ein nonchalanter, feingekleideter junger Mann auf der Bühne, der sich wie selbstverständlich das Mikrofon nahm, als wäre er darin geübt und begrüßte auf eine charmante Art, die Demonstration gegen die Arena. Die Backenhörnchenmoderatoren des Gute-Laune-Senders haben das gar nicht so schnell geschaltet und haben den Mann reden lassen. Er sah ja selbst wie ein Moderator oder Veranstalter aus. Als eine der GuteLaunemorderatorin mit sichtlich geändertem Ausdruck im Gesicht, dem jungen Mann das Mikrofon entreissen konnte, ging alles plötzlich - wie man sagt : so wahnsinnig schnell. Alle Demonstranten und Fotografen stürmten dieses Bühne und warfen die Lautsprecher und aufblasbaren Promotionartikel des Senders herunter. Dann kam die Footballmanschaft der Polizei und half beim Stagediven. Was sich jetzt vielleicht belustigt anhört, hat mich gestern echt geängstigt - wie die auf die Leute einschlagen. Ich bin dann ein wenig verwirrt durch die Gegend gelaufen und in ein Cafe um meine Aufmerksamkeit auf etwas anderes zu lenken. Ich war schon wieder in Kreuzberg und hörte plötzlich draussen einen riesigen Krach und ging zu dem Ufer, von wo man die Halle aus einiger Entfernung beobachten konnte. Sie hatten die Halle mit einem gewaltigen Rammsteinsound und Leuchtschriften wie : "Hier finden Siege statt" usw. donnernd eingeweiht. Als das Feuerwerk abgebrannt war und der Donner verhallt und irgendein komisches Werbetexterwort, das ich ähnlich komisch wie das Wort "zerbarst" empfunden habe, das Schlussbild setzte, hörte man das "Abreissen, Abreissen, Abreissen" der einzigen die noch vor dem Gebäude waren.
Ein gruseliges und für die Veranstalter sicher peinliches Schauspiel.





spreeradio

ich 11.09.2008 - 17:19

Neuer Artikel bei Indy

msv 12.09.2008 - 00:40
Es gibt einen neuen Artikel bei Indy zur Eröffnung der Anschutz/ O2-Halle, der versucht, einiges zusammenzufassen. Wäre schön, wenn Ergänzungen (auch) dort gepostet werden könnten!  http://de.indymedia.org/2008/09/226814.shtml

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

Verstecke die folgenden 16 Kommentare

naja

---- 11.09.2008 - 02:36
zum video:

der sound is besser als dat bild ;)

@naja

nene 11.09.2008 - 03:29
mekern mekern mekern

@Der gute König

Kreuzberg zuerst 11.09.2008 - 09:28
Das Gelände war keineswegs Brache und auch kein Niemandsland.
Auf dem von dir angepriesenem Platz hinter der Eastside Gallery befand sich bis zur Räumung Mitte der 90er Jahre eine Wagenburg.

Lange vor der O2-Arena befanden sich dort z.B das "Nontox", das "Casino" oder das "Maria", die abgerissen wurden, um Platz für die Halle zu machen. Die Erschliessung(Strassen, Kanalisation, Elektrizität, etc) ist übrigens komplett aus Landesmitteln finanziert worden, also auch nix mit 100% privat.

Eine Wagenburg und ein paar Tausend Euro

Der gute König - das Vorbild schlechthin! 11.09.2008 - 10:05
Ich wohne seit knapp zehn Jahren in der Ecke -- ich habe dort noch nie eine Wagenburg o.ä. gesehen und gehe fast täglich vom Ostbahnhof zur Oberbaumbrücke. Das Gelände war die ganze Zeit leer -- nichts, aber auch gar nichts war dort drauf. Weder eine Wagenburg noch sonstwas! Das muss man sich mal reinziehen, wegen was hier einige den Untergang der Welt heraufbeschwören. Und wohlgemerkt steht die O2-Arena NICHT direkt am Ufer, die ganzen Strandbars und "Uferwiesen" können also nach wie vor bestehen bleiben. Im Gegenteil -- das Klientel kommt jetzt dank der neuen Anlegestelle und besseren Anbindung direkt mit der BVG-S-Karte zur Oberbaumbrückenschlacht und alternativen Trommelsession am Spreeufer. Und was ist euer Dank?

Zu den Erschließungskosten: Die Hauptstraße war ja schon davor da (wurde gebaut, ohne das Kollektiv zu fragen -- Unverschämtheit!). Lediglich die Straßenanbindung von der Uferstraße zur O2-Arena hat also das Land gezahlt. Mannomann, da hamse das Land Berlin ja ganz schön abgezockt. Strom, Gas und Wasser haben die entsprechenden Firmen gelegt; die machen das übrigens gerne kostenlos, weil die sich durch die Energiekosten später dumm und dämlich verdienen werden.

Ich weiß ncht -- die MediaSpree-Ufer-Abschnitt ist gut und gerne (von Jannowitzbrücke bis zu den TrepTowers) fünf Kilometer lang. Und ihr probt hier mit Säureangriffen(!) [1] so einen Aufstand, weil eure Mitmenschen ebenfalls so leben möchten wie sie es wollen und die "Unverschämtheit" besitzen, sich nicht für jeden Schritt von euch die Erlaubnis zu holen.

Zusammenfassend: Aus Brachland wurde ohne staatliche Zuschüssen (Kosten der 50 Meter-Asphaltierung rechne ich jetzt einfach nicht) in der Pleitehauptstadt eine interessante Mehrzweckhallte geschaffen und die linke findet es schlimm!


[1]  http://www.tagesspiegel.de/berlin/Stadtleben;art125,2611800

Diskussion mit FDPlern bei Indymedia?

? 11.09.2008 - 10:55
Der Spinner "Der gute König - das Vorbild schlechthin!" hat übrigens kein Interesse an euern Argumenten. Es ist ein klassischer Trollbeitrag.

@ Der gute König - das Vorbild schlechthin!

arthur 11.09.2008 - 11:14
der zuschuss für die infrastruktur betrug 20 millionen euro
50 meter straße für 20 millionen??
(20 mil. gabs für "infrastrukturmaßnahmen)

der zuschuss generell betrug 15 millionen euro
300 neue arbeitsplätze für 15 millionen??
(zitat vom o2 sprecher: 750 arbeitsplätze davon 300 neue)

für die anlegestelle ist mal so nebenbei die east side gallery "aufgeschlitzt" worden.
denmalschutz? wo kämen wir da hin

staatlicher zuschuss für die gewinne eines internationalen konzerns.
hätten das geld mal lieber dem örtlichen mittelstand zukommen lassen. wäre sinnvoller

der säureangriff ist eine vermutung der polizei. nix genaues weiß man noch nicht.
und sicher waren das nich "wir", sondern das pasierte bei einer taschenkontrolle am kotti.
das kann auch ein passant gewesen sein. falscher ort falsche zeit.
von säureangriff zu sprechen ist da schon sehr weit reininterpretiert.

100 000 euro übrig für'n jahresticket? oder doch lieber nur eine karte für 70?
ich hoffe du hast kein auto. als anwohner wird es mit parkplätzen ja dann bald knapp wenn die veranstaltungen anlaufen. aber alternativ kannste ja beim deinem weg zur oberbaumbrücke dich durch die massen schieben

About König

mein Name 11.09.2008 - 11:18
Wenn du wirklich schon seit 10 Jahren "in dieser Ecke" der "Pleitehauptstadt" wohnen würdest, wüsstest du, die O2-Halle ist nicht die erste "interessante Mehrzweckhalle" in der Gegend und auch nicht die zweite...

@ der blinde könig

fielmann 11.09.2008 - 11:23
offensichtlich hast du ein ernsthaftes problem dinge wahrzunehmen.
es gab etliche gebäude auf dem gelände in denen unterschiedliche veranstaltungen stattfanden.
konzerte, party´s, festivals, etc. du kannst die gebäude auch gerne mehrzweckhallen nennen, wenn dir der begriff so lieb ist.
es behauptet auch niemand das die o2 arena das ende der welt bedeutet. es gibt etliche webseiten auf denen du dich informieren kannst, was auf dem gelände passiert. dort geht es allerdings deutlich differenzierter zu als in deinem eingeschränkten sichtfeld.
das irgendein trottel mit ner säurebuddel auf eine demo geht, bedeutet auch nicht das es einen säureanschlag gegeben hat.
wenn dir auseinandersetzungen mit deiner umwelt zu anstrengend sind, dann leg dich wieder ins bett oder häng dich vorm fernseher und alles wird gut.

Zweimal falsch

Der Langeweiler 11.09.2008 - 12:33
...macht noch lange kein "richtig".Mal zum einen: Auf dem Gelände der O2-World stand jedenfalls mal das Casino, wie sich leicht per Googlen und Adressvergleich feststellen lässt. Das ist zwar schon ein paar Jährchen lang abgerissen, aber die Aussage dort sei niemals etwas gewesen, ist schlicht falsch.
Zum Anderen: So unannehmbar Teile des bstehenden Bebauungsplans (10m Alibistreifen am Uferrand etc.) sind, so beknackt sind etliche der Gegenvorschläge (50m kahler Uferstreifen, kein Hochhaus am Osthafen...). Wo derart betonköpfige Vorstellungen aufeinandertreffen kommt nie etwas vernünftiges heraus. Ein Uferstreifen fester Breite ist von herein grässlich. Was man hier braucht ist eine Bebauung, die dem Ufer gerecht wird. D.h. überall durchlässig ist, keine eingeiigelten Medien-Ghettos mit eigenen Privatarmeen. Für so etwas ist hier absolut kein Platz. Dazu eine Nutzung, die in den Gebäudesockeln bzw. zu ebener Erder nicht nur Lobbies für Inverstoren enthält sondern die traditionellen Nutzungsformen und die bestehende Bevölkerung einschliesst und anzieht. Das heisst, von subventionierten Flächen für gemeinnützige (i.e. alternative) Projekte bis zum Gucci-Geldsackvergolder alles, wofür's Bedarf gibt. Dazu müsste man halt von allen Seiten mal über den eigenen Tellerrand hinaussehen und jedem Tierchen sein Plaisierchen gönnen...Was gibt es, ganz nebenher, eigentlich gegen ein Hochhaus am Osthafen einzuwenden? Das ist so ein Einspruch, über den ich mich schwer gewundert habe. Das ist halt nunmal ein Industriehafen, schon immer gewesen und wir sind mitten in der Stadt. Da gehört eigentlich definitiv ein Hochhaus hin. Wohin denn sonst? Seht euch doch mal Rotterdam, Amsterdam oder irgendeine andere europäische Hafenstadt an...
Zum Zweiten: dass das Land oder die Kommune Bauland erschliesst, bevor es als Bauland verkauft oder verpachtet wird, ist der Normalfall. Sicher wird derzeit auf das radikalste Verlust kommunalisiert und Gewinn privatisiert, aber die Erschliessung von Bauland gehört nicht dazu. Die Bezuschussung von Firmen, die anschliessend weit unter Tarif bezahlen, dagegen schon.
Drittens, mal ein Punkt der allgemein nur erfordert, die Augen aufzumachen: Seht euch mal den unbebeauten Teil des Spreeufers in F'Hain an. Da ist grösstenteils gar nichts mit Uferstreifen. Sondern übelste, giftige, eingezäunte Industriewüste. So kann's auch nicht wirklich bleiben. Irgendwas muss passieren. Irgendwie muss es auch bezahlt werden - aber auf keinen Fall kann ein rares Stück Uferzone in der Stadt einfach verkauft und abgeriegelt oder brach liegengelassen werden. Mit sinnlosen und sturen Standpunkten auf irgendeiner Seite wird das nichts werden. Sicher wird man die finanzkräftigere Seite immer wieder mit allerlei kreativen Mitteln zu ihrem Glück zwingen müssen. Aber da sollte man auch unbedingt bessere Vorschläge haben, als diese.

wohnhäuser

icke 11.09.2008 - 12:57
man hätte dort einfach wohnhaüser hinpflanzen sollen.
dann hätte es kaum protest gegeben und die bonzen wären auch zufrieden.

königlich gelacht!

Eastsidepride 11.09.2008 - 13:57
@ "Der gut König"

Keine Ahnung aus welchem Loch du gekrochen bist, aber bei dir hat Hubertus Knabe ganze Arbeit geleistet! Seit wann war den der so genannte "Todesstreifen" vor der Mauer?
Du hast ja überhaupt keine Ahnung, alter. Fehlt bloß noch das de uns erzählst daß für die scheiß O2 Halle 'n Stasiknast abgerissen wurde, oder was?! Im übrigen haben wir früher an der Mauer (jetzige Eastsidegallery) gespielt ohne das auf uns geballert wurde, nur mal so nebenbei! Geh' mal weiter deine Bild-Zeitung lesen und mach den Kopf zu!

...schon 10 jahre

BornHere 11.09.2008 - 14:38
@ der gute König


Du wohnst also schon 10 jahre hier?! Und jetzt willst du uns Ostlern erstmal erklären wie wir unseren geburtsort zu sehen haben, oder wie soll ich deinen text verstehen?
Kunden wie du sind der grund warum die gesammte gegend so zum kotzen geworden ist.
Ihr nistet euch ein reisst die fresse auf über sachen von denen ihr keine ahnung habt (siehe "...da war mal der todesstreifen") und wollt uns erklären wie die welt funktioniert?!
Alter hör mir mal gut zu, und das gilt für alle neunmalklugen wichtigtuer, sofern ihr nicht aus dem osten seid bzw doch aus dem osten seid aber gerade mal mitte 20, versucht bitte nicht uns über unsere geschichte über verhältnisse oder zustände in der ehemaligen ddr, bzw ostberlin aufzuklären!! desweiteren hat der onkel "guter könig" mit seinen tierischen 10 jahren berlin erfahrung nicht den geringsten vergleich zu damaligen und heutigen zuständen in ostberlin! die stadt wurde bereits vor dem eintreffen eurer majestät grundlegend verändert. ob bausubstanzlich oder menschlich, es fand eine komplette umstrukturierung der gesammten innenstadt statt. der startschuß dazu fiel bereits im november 1990 einen monat nach der wi(e)dervereinigung, als im friedrichshain die mainzerstrasse geräumt wurde. im anschluss wurde sofort damit begonnen die gesammten ehemaligen ddr-arbeiterbezirke aufzuwerten, was soviel bedeutet wie den pöbel loswerden und vertreiben und möglichst viel zahlungskräftige snobs , dazu noch möglichst aus westdeutschland, anzusiedeln um so potenzielle ostberliner brennpunkte auszumerzen. die resultate könnt ihr euch am kollwitzpklatz, am hackeschen markt oder aber auch in der simon-dach-strasse ansehen.
all die ehemaligen arbeiter- und alternativ- (was damals nicht zwanghaft rasterlocken und nasenring bedeutete sondern eher eine lebensform darstellte)bezirke die ja auch schon zu ddr-zeiten besetzerhochburgen waren, ja auch sowas gab es im osten, wurden als gefahrengebiete eingestuft und sofort "zerschlagen". Nachdem man aber gesehen hatte das dies militärisch (siehe mainzerstrasse) zu aufwändig und mit zuviel, vorher nicht erahntem, getöse von statten gehen würde , löschte man diese krisengebiete über das kapital aus.
nach und nach wurden dann also familie, freunde , bekannte und der gleichen aus ihren vierteln vertrieben, in dem man die mietschraube so weit anzog das diese nicht mehr zu bezahlen war. Dann kamen die westdeutschen studenten mit ihren "coolnessfaktor-wg's" und zahlten die horrormieten. nun zogen diese vollhonks ein paar mal innerhalb der stadt um, und mit etwas glück nach abschluß ihres studiums zurück in ihr provinznest aus dem sie gekrochen sind, und jedesmal wenn ein neuer in die bude einzog knallte der drexvermieter ein paar prozent auf die miete mit rauf. das heisst das auch auf diese weise die mieten schleichend aber nachhaltig und gewollt nach oben getrieben werden. als man feststellte daß dies äußerst lukrativ war wurde kurzerhand zB in friedrichshain die mietobergrenze abgeschafft!
und jetzt kommt ein onkel "KÖNIG" und will uns erklären wie schön berlin eigentlich ist, wie viel freiheit man hier genießen kann und daß so ein scheiß ding wie die O2 Arena doch total toll für ostberlin ist. für uns ist es ein weiteres machtsymbol westdeutscher besatzungstruppen!

Freiheit für die Zone!

Gute Aktionen

Stew Pit 11.09.2008 - 17:08
Ich fand die aktionen echt gelungen. ich fands schon ziemlich gut, dass sich doch so viele gefunden hatten um zu protestieren und vor allem ein ausreichend grosser mob auf dem "volksfest" direkt an der halle war. ich hab da aber mal ne frage und hoffe das mir die einer beantworten kann...auf der ersten demo vom kotti aus wurde vom lauti nen lied gespielt, dass von der freiheit des arbeitgebers gegenüber des arbeitnehmers erzählte. es war ein altes lied mit einer stimme, ähnlich den arbeiterkampfliedern von ernst busch. das lied wiegelte die freiheiten der beiden gruppen gegeneinander auf und begann meist in jeder strophe mit den worten "meine freiheit(arbeitgeber)... deine freiheit(arbeitnehmer)...".

und dann war kurz vorm ziel noch ein lied aus ähnlicher kategorie. diesmal war es eine weibliche stimme und das lied hiess sicher irgendwie "wir sind doch alle terroristen"...

wenn mir jemand sagen könnte, wie diese beiden lieder heissen, wär das super.
vielen dank im voraus und weiter solch bunte aktionen um zu zeigen das berlin risikokapital ist und bleibt!

Nordkorea?

awäeoi 11.09.2008 - 21:37
"PLATZ FÜR KRAFT PLATZ FÜR HELDEN"
mich hat das eher an was anderes erinnert. vor 60 jahren hätten sie aber nicht so viel angst vor den volksmassen gehabt.

dat könichdingens

Kreuzberg immer noch zuerst 11.09.2008 - 22:38
"Ich wohne seit knapp zehn Jahren in der Ecke -- ich habe dort noch nie eine Wagenburg o.ä. gesehen und gehe fast täglich vom Ostbahnhof zur Oberbaumbrücke. Das Gelände war die ganze Zeit leer -- nichts, aber auch gar nichts war dort drauf."

Komischer Zufall.

"1996 » 27. August
Wagenburgen werden bis Ende 1997 aufgelöst

Auch vier Wochen nach der Räumung der Wagenburg an der East Side Gallery steht das Gelände im Bezirk Spandau immer noch nicht zur Verfügung.
"


 https://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/1996/0827/none/0061/index.html

Eine Volk ohne Weltereignisraum …

schorse 12.09.2008 - 09:09
… kann aufatmen. Gab noch mehr so Riefenstahl-Sprüche, wie "Raum für Kraft" etc. Und dazu Wagnermusik. Hammerhart.