Fax-Unterstützung von Freidoun Gilani

no justice - no peace 03.09.2008 16:42
An Rechtsanwalt
Heinz-Jürgen Schneider
Hamburg
per Fax: 040.85 13 116
Der iranische Publizist und Oppositionelle
Freidoun Gilani wurde von der deutschen
Polizei brutal angegriffen

Am 15. Dezember 2007 um 19.30 Uhr wurde der iranische Publizist und Oppositionele Freidoun Gilani von deutschen Polizisten brutal angegriffen. Der Vorfall ereignete sich in der Hamburger Innen-
stadt. Nach Angaben der behandelnden Ärzte des Bundeswehrkrankenhauses
Hamburg wurde dabei Gilanis rechtes Ohr schwer verletzt.

Der Angriff der Polizei fand wenige Stun den nach einer Demonstration gegen die umstrittenen Paragrafen § 129a und § 129b statt, die unter anderem politische Exil-Organisationen und deren Aktivitäten kriminalisieren. Der Journalist hatte zuvor dagegen protestiert, dass die Polizei junge Leute zusammenschlug und versucht, weitere Gewalt zu verhindern.

Gilani hat gegen die Polizei eine eine Anzeige wegen Körperverletzung im Amt erstattet.
Kontakt:

www.jonbesh-iran.com |  spi_bremen@yahoo.com |  gilani@f-gilani.com
AN OPEN LETTER BY IRANIAN AUTHOR IN EXILE ON POLICE BRUTALITY IN HAMBURG
 http://thevoiceforum.org/node/683
DEUTSCH TEXT) Ein offener Brief eines iranischen Autors im Exil über Polizeibrutalität in Hamburg
 http://thevoiceforum.org/node/687
FRENCH TEXT: Lettre ouverte
 http://thevoiceforum.org/node/692
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OPEN LETTER FROM AUTHOR FEREIDOUN GILANI

To all authors, International Pen Center, artists, journalists, free media, professors, teachers, students and all those who are committed to freedom of speech all over the world.

My name is Freidoun Gilani. I am a writer, poet, journalist and teacher, who spent years of his life in prisons of both the present and past regimes in Iran, where I was tortured due to the crime of struggling for freedom of speech and liberty.

I am living in exile now for 21 years, and will be soon seventy years old, but continue the struggle for freedom and justice, and against all methods of repression.

On 15.12.2007, I saw the German police chasing, arresting and hitting German youngsters. In a scene, just in the center of Hamburg which was crowded by people enjoying the days before Christmas, I saw the police preventing a photo journalist from taking pictures. After introducing myself as an author and journalist, I protested very politely that to prevent a reporter to do his, or her job, is against the spirit of democracy. The immediate answer was “Shut up, or you will also go to custody!”

Seeing the police hitting a young German boy, I said once again: “USA and Germany have always claimed that your duty is to export Democracy to the other parts of the world. How can you abolish this value so simply, in front of the eyes of your own people?” That was all.

Then German policemen rushed to me, and hit me so brutally that my right ear, right shoulder, and left foot were badly damaged. Instead of transferring me to hospital, the police put me in a cage and took me to custody. By the next morning, I was so much suffering from pain that my family took me to the army hospital in Hamburg, where surgery operation was done on my right ear. The official report of the hospital, 40 documentary pictures and four eyewitness reports were submitted to the General attorney of Hamburg, the Media took up the news and two opposition parties (the Greens and the Left) protested.

If those who order this kind of police brutality are not brought to Justice, this method will be accelerated in other European countries (even as they claim that they are in a war against terrorism, led by the United States, to provide democracy for other nations!)

Such uncriticised police attacks against unarmed people constitute in themselves an undeclared war against the people. They are part of an undeclared war against the freedom of speech and justice.

If we do not protest, the Police as the instrument of such a civilization will go further.

I am still suffering the pains of that police brutality. But the most unbearable pain is not to break the silence and not to stop this repression from going on.

1- I call for your solidarity. Following you will find the addresses where you can share your solidarity.

2- You can express solidarity by writing about this tragedy, informing others, and using your influence to bring it to the media of your countries all over the world. If the freedom of speech and justice are sacrificed so easily, then what will remain of human values?

Best regards

Freidoun Gilani

To connect my lawyer: Fax.: 0049 - 40 - 85 13 116; E-MAIL:  rechtsanwalt-schneider@gmx.de
To connect me: Tel. 0049 - 171 - 83 25 563; Fax: 0049 - 40 - 209 73 001; E-MAIL:  gilani@f-gilani.com

English/German: German Police brutality against Iranian Journalist, Author and Poet Fereidoun Gilani in Hamburg
 http://thecaravan.org/node/1428
 http://www.jonbesh-iran.com/Jonbesh/Site/English/2007/12/attac.on.gilani.html
 http://www.jonbesh-iran.com
 http://thevoiceforum.org/node/655

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Offener Brief von Fereidoun Gilani

An alle Schriftsteller, das internationale Pen Center, Künstler, Journalisten, freie Medien, Professoren, Lehrer, Studenten und an alle die, die sich um Redefreiheit in aller Welt bemühen.

Ich heiße Freidoun Gilani. Ich bin Schriftsteller, Dichter, Journalist und Lehrer. Ich verbrachte einige Jahre meines Lebens in den Gefängnissen des jetzigen und vorherigen Regimes im Iran und wurde unter der Anklage für Redefreiheit und Freiheit zu kämpfen grausam gefoltert.

Ich lebe nun seit 21 Jahren im Exil, bin fast siebzig Jahre alt, kämpfe dennoch weiterhin für Freiheit und Gerechtigkeit und gegen Methoden der Unterdrückung.

Am 15.12.2007 sah ich, wie deutsche Polizisten deutsche Jugendliche jagten, festnahmen und brutal zusammenschlugen. An einer Stellen im Zentrum von Hamburg, die angefüllt war mit Menschen, die die Vorweihnachtszeit genossen, sah ich wie die Polizei versuchte einen Fotojournalisten daran zu hindern, Bilder zu machen. Nachdem ich mich als Schriftsteller und Journalist vorgestellt hatte, protestierte ich sehr höflich, dass das behindern eines Reporters in seiner oder ihrer Arbeit gegen demokratische Grundrechte sei. Ich bekam sofort die Antwort: „Ruhe, oder Sie werden auch verhaftet!“

In dem Moment sah ich, wie sie einen jungen Deutschen verprügelten. Ich kommentierte dies, in dem ich sagte: „die USA und Deutschland behaupten immer, es sei ihre Pflicht Demokratie in andere Teile der Welt zu exportieren. Wie können Sie diese Werte einfach so vor den Augen Ihrer eigenen Leute verwerfen?!“ Das war alles.

Dann stürzten sich die deutschen Polizisten auf mich und schlugen mich so brutal, dass mein rechtes Ohr, meine rechte Schulter und mein linker Fuß schwer in Mitleidenschaft gezogen wurden. Anstatt mich in ein Krankenhaus zu bringen, sperrte die deutsche Polizei mich in einen Käfig und brachte mich ins Gefängnis. Am Morgen des nächsten Tages litt ich unter so großen Schmerzen, dass mich meine Familie zum Bundeswehrkrankenhaus in Hamburg brachte. Mein rechtes Ohr wurde operiert. Der Offizielle Bericht des Krankenhauses 40 Dokumentarfotos und vier Zeugen wurden dem Generalstaatsanwalt von Hamburg mitgeteilt, der Fall wurde von den Medien aufgegriffen und zwei Oppositionsparteien (die Grünen und die Linke) protestierten.

Wenn diejenigen, die diese Art von brutaler Polizeigewalt angeordnet haben nicht zur Rechenschaft gezogen werden, wird diese Methode in europäischen Ländern (die behaupten, dass sie sich, angeführt von den USA, in einem Krieg gegen den Terrorismus befinden und Demokratie anderen Staaten zukommen zu lassen) sicherlich einen regen Aufschwung erfahren. Diese Methode für sich ist der schrecklichste Terror gegen Menschen. Sie ist an sich ein Krieg gegen die Redefreiheit und Gerechtigkeit.

Wenn wir nicht protestieren, wird die Polizei als Instrument einer solchen Zivilisation weiter und weiter gehen. Ich leide immer noch unter den Schmerzen der Polizeibrutalität, aber völlig unerträglich wäre für mich der Schmerz, nicht das Schweigen zu brechen und es nicht zu schaffen diese Repression zu stoppen.

1- Ich fordere Eure Solidarität. Im Folgenden werdet Ihr Adressen finden, bei denen Ihr Eure Solidarität ausdrücken könnt.

2- Ich fordere Euch auf über diese Tragödie zu schreiben und andere zu informieren und Euren Einfluss geltend zu machen, um diese in die Medien Eures Landes zu bringen überall auf der Welt. Vergesst nicht: Wenn die Redefreiheit und Gerechtigkeit so geopfert werden, was bleibt dann von unsren Werten über?

Herzliche Grüße

Freidoun Gilani

Kontaktadressen:
Mein Anwalt Herr Schneider: Fax.: 0049 - 40 - 85 13 116,
E-MAIL:  rechtsanwalt-schneider@gmx.de
Freidoun Gilani: Tel. 0049 - 171 - 83 25 563 Fax: 0049 - 40 - 209 73 001
E-MAIL:  gilani@f-gilani.com

English/German: German Police brutality against Iranian Journalist, Author and Poet Fereidoun Gilani in Hamburg
 http://thecaravan.org/node/1428
 http://www.jonbesh-iran.com
 http://www.jonbesh-iran.com/Jonbesh/Site/English/2007/12/attac.on.gilani.html
 http://thevoiceforum.org/node/655







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ältere artikel auf indymedia:
 http://de.indymedia.org/2008/01/206186.shtml
 http://de.indymedia.org/2007/12/203220.shtml

andere artikel:
 http://aftershow.blogsport.de/2007/12/20/polizei-standards/
 http://austria.indymedia.org/node/11163


videos bei youtube:
 http://de.youtube.com/watch?v=V40quRyU8KU&feature=PlayList&p=27F6A2CC24AF281E&index=2
 http://de.youtube.com/watch?v=c-TIYTnO7Eo&feature=PlayList&p=27F6A2CC24AF281E&index=1
 http://de.youtube.com/watch?v=-DamD4-jj04&feature=PlayList&p=27F6A2CC24AF281E&index=0

rede von gilani
 http://kanalb.org/topic.php?play_id=546&modul=Clip&autostart=true&clipId=45
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Ergänzungen

auf bild 3 "misshandlung"

MDC 03.09.2008 - 16:56
ist auch Rouven K.(dunkle Uniform) zu sehen allseits bekannt durch seine Pruegelorgie in Berlin.

Immer wieder entsetzlich...

X 03.09.2008 - 17:50
Rouven K.'s "Strafversetzung" hieß wohl, dass er nun statt in Berlin in Hamburg weiter seinen merkwürdigen Vorstellungen von Polizeiarbeit nachgehen kann oder was? Mann Mann Mann, ich fass es nicht, das sich dieser Typ noch eine Uniform anziehen darf - bzw. überhaupt frei herumläuft.

Weiterhin viel Kraft und alles Gute an dich, Freidoun. Halte die Welt informiert, wie das Verfahren verläuft. Viel Hoffnung habe ich nicht, aber sie stirbt ja bekanntlich zuletzt.