Newsticker fluten3.0 Flughafen Hamburg

((i)) 22.08.2008 12:28 Themen: Antirassismus
Aktuelle Nachrichten vom antirassistischen Aktionstag "fluten 3.0" in und um den Hamburger Flughafen
Tickermeldungen jetzt auch in den Breaking News über der Mittelspalte auf der Startseite.


--14:45--
Dreihundert Personen sind von der Kundgebung zum Terminal 1 gelangt, wurden aber von der Polizei zurückgedrängt. Die Polizei fordert die TeilnehmerInnen auf zum Kundgebungsort zurückzukehren, von dem sie noch ca. 200m entfernt sind.

--14:10--
An der Sengelmanntraße werden 50-60 Personen in Gewahrsam genommen und in HVV-Bussen abtransportiert. Gegenüber Umstehenden werden Platzverweise ausgesprochen.

--14:05--
Seit einer Stunde sind im Terminal 1 ungefähr 50 Personen unterwegs, die mit Transparenten und Slogans für Aufmerksamkeit sorgen. Es ist viel Presse vor Ort. Die Performance läuft zwischendrin immer noch.

--13:50--
Die Demo ist am Ort der Kundgebung angekommen.

--13:35--
Die Demonstration ist jetzt in der Flughafenstraße Richtung Abschlusskundgebung am Terminal unterwegs. Es sind acht Wasserwerfer und ein Hubschrauber vor Ort.
An der Sengelmannstraße Höhe Brabandstraße sind 50 bis 60 Menschen von der Polizei eingekesselt worden.

--13:35--
Die Demonstration ist jetzt in der Flughafenstraße Richtung Abschlusskundgebung am Terminal unterwegs. Es sind acht Wasserwerfer und ein Hubschrauber vor Ort.
An der Sengelmannstraße Höhe Brabandstraße sind 50 bis 60 Menschen von der Polizei eingekesselt worden.

--13:00--
Eine Blockade der Reclaim the Streets am Maienweg wurde von der Polizei ohne Konsequenzen für die Teilnehmerinnen abgebrochen. Diese ziehen sich jetzt über die Hindenburgbrücke zurück Richtung Alsterdorf, wobei sie von 15 recht ruppigen PolizistInnen begleitet werden. Die Stimmung bleibt weiter gut.

--12:51--
Die Zwischenkundgebung läuft an der Alsterkrugchaussee, die Stimmung ist gut und trotz viel Polizei und drei Wasserwerfern ruhig.

--12:49--
Die Reclaim the Streets wurde am Maienweg Ecke Elsa-Bauer-Weg gestoppt und verhandelt über die Anmeldung einer spontanen Versammlung.

--12:33--
Die Demo ist auf 800-1000 Leute angewachsen und jetzt an der Rüntgenstraße. Die Stimmung ist gut und es gibt viele Sprechchöre.

--12:25--
In Alsterdorf tanzen jetzt 70 bis 80 Menschen auf einer Reclaim the Streets.

--12:10--
Bestätigung der Demo-Route:Am Haasenberge; Röntgenstr.; Alsterkrugchaussee ; Langenhorner Chaussee; Flughafenstr.; Terminal

--12:07--
Die Demonstration bricht jetzt mit etwa 500 Leuten vom Bahnhof Ohlsdorf in Richtung Flughafen auf.

--12:00--
Seit ungefähr einer Stunde führt eine Gruppe von 20 Personen im Terminal 1 des Hamburger Flughafens eine politische Hochzeit auf.

--9:45--
Die TeilnehmerInnen der Demonstration gegen Abschiebungen brechen mit lautstarker Unterstützung der Sambaband vom Camp in Richtung U/S-Bahnhof Ohlsdorf auf.
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Ergänzungen

--12:33--

((i)) 22.08.2008 - 13:04
Die Demo ist auf 800-1000 Leute angewachsen und jetzt an der Rüntgenstraße. Die Stimmung ist gut und es gibt viele Sprechchöre.

--12:49--

((i)) 22.08.2008 - 13:05
Die Reclaim the Streets wurde am Maienweg Ecke Elsa-Bauer-Weg gestoppt und verhandelt über die Anmeldung einer spontanen Versammlung.

--12:51--

((i)) 22.08.2008 - 13:08
Die Zwischenkundgebung läuft an der Alsterkrugchaussee, die Stimmung ist gut und trotz viel Polizei und drei Wasserwerfern ruhig.

--13:00--

((i)) 22.08.2008 - 13:14
Eine Blockade der Reclaim the Streets am Maienweg wurde von der Polizei ohne Konsequenzen für die Teilnehmerinnen abgebrochen. Diese ziehen sich jetzt über die Hindenburgbrücke zurück Richtung Alsterdorf, wobei sie von 15 recht ruppigen PolizistInnen begleitet werden. Die Stimmung bleibt weiter gut.

--13:35--

((i)) 22.08.2008 - 13:44
Die Demonstration ist jetzt in der Flughafenstraße Richtung Abschlusskundgebung am Terminal unterwegs. Es sind acht Wasserwerfer und ein Hubschrauber vor Ort.
An der Sengelmannstraße Höhe Brabandstraße sind 50 bis 60 Menschen von der Polizei eingekesselt worden.

no border

no nation 22.08.2008 - 13:53
auch hier ein ticker
aber nicht so aktuell irgendwie

 http://camp08.antira.info/mobil.html

--13:58--

((i)) 22.08.2008 - 14:08
Die Demonstration ist mit ca. 1000 Menschen bei der Abschlußkundgebung angekommen. An der Zubringerbrücke Flughafenstraße wurde ein Transparent mit dem Logo "Kein Mensch ist illegal" angebracht.

--14:05--

((i)) 22.08.2008 - 14:10
Seit einer Stunde sind im Terminal 1 ungefähr 50 Personen unterwegs, die mit Transparenten und Slogans für Aufmerksamkeit sorgen. Es ist viel Presse vor Ort. Die Performance läuft zwischendrin immer noch.

--14:10--

((i)) 22.08.2008 - 14:23
An der Sengelmanntraße werden 50-60 Personen in Gewahrsam genommen und in HVV-Bussen abtransportiert. Gegenüber Umstehenden werden Platzverweise ausgesprochen.

--14:45--

((i)) 22.08.2008 - 14:51
Dreihundert Personen sind von der Kundgebung zum Terminal 1 gelangt, wurden aber von der Polizei zurückgedrängt. Die Polizei fordert die TeilnehmerInnen auf zum Kundgebungsort zurückzukehren, von dem sie noch ca. 200m entfernt sind.

--14:55--

((i)) 22.08.2008 - 15:01
Im Terminal 1 hat es vor den Check-In Schaltern eine Sitzblockade gegeben. 50 bis 60 Personen führen mehrere Aktionen fort, die Polizei und das Sicherheitspersonal des Flugahfens verhalten sich bislang ruhig.

Pressemeldung Kieler Nachrichten

Entdinglichung 22.08.2008 - 15:02
Linke Demonstranten wollen zum Flughafen ziehen

Hamburg (dpa/lno) - Mehrere hundert Demonstranten aus dem linken Spektrum haben sich am Freitag in Hamburg versammelt, um zum Flughafen zu ziehen und gegen die Abschiebepraxis des Senats zu demonstrieren. Bis zum späten Vormittag hatten sich rund 450 Teilnehmer in Ohlsdorf versammelt, teilte die Polizei mit. Seit einer Woche zelten mehrere hundert Aktivisten in einem antirassistischen- und Klimacamp in Lurup. In der Stadt war es zu mehreren Gewalt- und Straftaten gekommen, die möglicherweiser im Zusammenhang mit dem Camp stehen. Die Polizei hat ein Großaufgebot mobilisiert und bekommt Unterstützung von Hundertschaften aus benachbarten Bundesländern.

Quelle:  http://www.kn-online.de/artikel/2449518

Pressemeldung Hamburger Abendblatt

Entdinglichung 22.08.2008 - 15:07
Sie verkleideten sich als Reisende
800 Klima-Camper demonstrieren am Hamburger Flughafen

Linke Demonstranten hatten sich al Reisende verkleidet und unter Fluggäste am Hamburger Airport gemischt. Dann entrollten sie Plakate, riefen Parolen. Später griff die Polizei ein.

Hamburg -

Mittags hatten sich die rund 800 Demonstranten am S-Bahnhof Ohlsdorf getroffen, waren Richtung Flughafen gezogen. Der Zug verlief zunächst friedlich, aber mit Unterbrechungen und Störungen. Teilnehmer setzen sich mehrfach auf die Straße und blockierten die Fahrbahn mit Baumstämmen.

Seit einer Woche zelten mehrere hundert Aktivisten in einem antirassistischen-und Klimacamp in Lurup. In der Stadt war es zu mehreren Gewalt- und Straftaten gekommen, die möglicherweiser im Zusammenhang mit dem Camp stehen. Die Polizei hat ein Großaufgebot mobilisiert und bekommt Unterstützung von Hundertschaften aus Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und von der Bundespolizei.

Die Hamburger SPD und der Landesverband der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) hatten Innensenator Christoph Ahlhaus (CDU) vorgeworfen, nicht konsequent genug gegen Straftaten aus dem linken Protestlager vorzugehen. Ahlhaus betonte in einer Sondersitzung des Innenausschusses der Bürgerschaft, es gebe in der Hansestadt auch weiterhin keine Toleranz gegenüber Straftaten, egal von wem sie verübt werden.

Aktualisiert am 22. August 2008 um 14:59

Quelle:  http://www.abendblatt.de/daten/2008/08/22/925829.html

ddp-Meldung

Entdinglichung 22.08.2008 - 15:58
22. August 2008 | 15:43 Uhr
800 Menschenrechtsaktivisten gegen Abschiebepraxis

Die meisten Demonstranten waren Teilnehmer eines einwöchigen Antirassismus-Camps in Hamburg

Aktuelle Nachrichten - Hamburg (ddp-nrd). Rund 800 Menschenrechtsaktivisten haben nach Angaben der Polizei am Freitag am Hamburger Flughafen gegen die Abschiebepraxis deutscher Behörden protestiert. Die Organisatoren sprachen von mehr als 1000 Teilnehmern.

Nach ihren Angaben richtete sich die friedliche Aktion unter dem Motto «Fluten3.0» insbesondere gegen menschenverachtende Abschiebungen in Hamburg.

Die meisten Demonstranten waren Teilnehmer eines einwöchigen Antirassismus-Camps in Hamburg. Neben einem Demonstrationszug gab es vereinzelte Aktionen innerhalb beider Flughafen-Terminals. Laut Hamburgs Polizeisprecher Ralf Meyer duldete die Flughafengesellschaft die Lesungen, Sprechchöre und Theateraufführungen der Demonstranten im Bereich der Fluggastabfertigung. Der Demonstrationszug zu einer ehemaligen Charterabflughalle sei bis zum Nachmittag friedlich verlaufen, sagte Meyer.

Die Demonstranten forderten ein Ende von Sammelabschiebungen, die nach Angaben der Veranstalter auch am Hamburger Airport stattfinden. Darüber hinaus wollten sie «globale Bewegungsfreiheit» erreichen und seien «grundsätzlich gegen jede Form der Abschiebung», betonte ein Sprecher der Organisatoren am Freitag.

Das Antirassismus-Camp war nach einer Störaktion auf dem Hamburger Flughafen am Mittwoch in die Kritik geraten. Camp-Teilnehmer hatten im Airport eine Bombenattrappe abgestellt, die eine Botschaft gegen Abschiebungen enthielt. Daraufhin musste kurzzeitig ein Terminal gesperrt werden. Ebenfalls am Mittwoch verwüsteten Unbekannte ein Hamburger Bezirksamt. Eine Verbindung zum Antirassismus-Camp schließt die Polizei nach eigenen Angaben nicht aus.

(ddp)

Quelle:  http://optionsscheine.ad-hoc-news.de/Aktuelle-Nachrichten/de/19133492/800+Menschenrechtsaktivisten+gegen+Abschiebepraxis

taz-Artikel

Entdinglichung 22.08.2008 - 17:12
22.08.2008

Proteste auf dem Antirassismus-Camp
Andrang am Abschiebe-Flughafen

800 Teilnehmer des Antirassismus-Camps protestieren am Hamburger Flughafen gegen Sammelabschiebungen. Der ist ein europäisches Drehkreuz für Zwangsrückflüge. VON KAI VON APPEN

"Charter der Schande" und "für grenzenlose Bewegungsfreiheit". Mit diesen beiden zentralen Aussagen demonstrierten am Freitag in Hamburg die TeilnehmerInnen des bundesweiten "Klima- und Antira-Camps" vor dem Flughafen-Fuhlsbüttel - und behinderten den Betrieb. Während 800 Menschen mit einer Demostration vor den Terminal "Tango" marschierten, wo die Bundespolizei ihr Domizil hat, störten Aktivisten der Gruppe "Fluten 3.0" den Flughafenbetrieb.

Nachdem Innensenator Christoph Ahlhaus (CDU) angekündigt hatte, bei Störaktionen am Flughafen "kein Pardon" zu kennen, war der Airport von einem Großaufgebot an Polizei abgesichert worden.

Der Flughafen in Hamburg-Fuhlsbüttel ist mittlerweile - neben Frankfurt am Main - zu einem Knotenpunkt in der europäischen Abschiebelogistik geworden. Hamburg gilt als Vorreiter für Sammelabschiebungen per Charter-Flieger.

Die hanseastische Ausländerbehörde hat deshalb seit Anfang dieses Jahres zwei Stabsstellen mit dem Namen "Rückführungen per Charter auf europäischer Ebene" geschaffen, die künftig Abschiebungen mit der europäischen Grenzschutzagentur "Frontex" koordinieren sollen. In dem Bereich engagiert sich derzeit besonders die Charter-Airline "Hamburg International". Die finanziell üppig ausgestattete EU-Agentur Frontex erwägt jedoch, ein eigenes Flugzeug anzuschaffen.

Die "Generalprobe" für solche solche Flüge fand bereits im Mai 2004 statt. Damals ist der Airport nachts in eine Polizeifestung verwandelt worden. Das Nachtflugverbot wurde aufgehoben, um gegen zwei Uhr mit einer KLM-Maschine acht Flüchtlinge aus vier Bundesländern von Fuhlsbüttel nach Amsterdam zu fliegen. Dort wurden weitere 36 Flüchtlinge aus fünf EU-Staaten an Bord genommen, um sie nach Togo und Kamerun abzuschieben. Seitdem gab es aus Hamburg mindestens sieben solcher Sammelabschiebungen in mehrere Länder Afrikas, für dieses Jahr sollen nach Informationen der taz weitere Flüge geplant sein.

"Sammelabschiebungen per Charterflugzeug sind besonders brutal", sagt Hagen Kopp vom Netzwerk "Kein Mensch ist illegal". Während ein Flüchtling bei einem Linienflug zumindest noch die Chance habe, der Abschiebung trotz Fesselungen und Begleitung von Bundespolizisten zu entgehen: Der Flüchtling könne sich massiv wehren und die Crew deshalb einen Transport ablehnen. Bei einem Charterflug dagegen sei er willfährigen Personen ausgesetzt.

Bis zu 150 Bundespolizisten sind dabei, wenn solch ein Sammelabschiebe-Charterflug mit 25 Flüchtlingen, einem Frontex-Beobachter sowie Mitarbeitern der jeweiligen Ausländerbehörden abhebt. "Die Flüchtlinge sind an Händen und Füssen gefesselt und werden gegen ihren Willen von einem Arzt mit einer Spritze ruhig gestellt", berichtet Aktivist Hagen.

Eine Sammelabschiebung kostet in der Regel 140.000 Euro, wovon die EU 70 Prozent ersattet. "Wenn ich die Maschine voll bekomme, kostet mich ein Abzuschiebender nur rund 1.000 Euro", erklärte jüngst ein Leitender Mitarbeiter der HamburgerAusländerbehörde. "Schon ab 20 Personen sinken die Pro-Kopf-Leistungen unter den Preis einer Linienabschiebung."

Die Kostenersparnis durch eine große Anzahl gemeinsam Abzuschiebender ist aber nicht der Hauptgrund für Sammelabschiebungen", sagt Conny Gunßer vom Hamburger Flüchtlingsrat. "Entscheidend ist, dass Widerstand so kaum möglich und jegliche Öffentlichkeit ausgeschlossen ist."

Quelle:  http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/andrang-am-abschiebe-flughafen/

witzig auch

Bild-Leser 22.08.2008 - 17:27

soli aktion mexico

emiliano 22.08.2008 - 17:31
ca 10h wurden an den lufthansa check inn's die soli flyer zu mexico gesteckt und auch an fluggäste ,die nach frankfurt/m geflogen sind überreicht.dort war ebenfalls geplant flyer beim lufthansa direktflug vor 14:15 zu verteilen .diese aktion war europaweit für diesen tag geplant.dh in frankfurt/m und überall wo es direktflüge nach mexico gibt, sollten diese flyer verteilt werden.solidarische leute in mexico city wollten die passagiere dann entsprechend am flughafen dort empfangen.

der spanische flyer ist auf der webseite unten!

viva zapata!

Presseschau

Entdinglichung 22.08.2008 - 18:11
Die Pressemeldung der Bullen:

22.08.2008 | 17:53 Uhr
POL-HH: 080822-5. Demonstrative Aktionen der Teilnehmer des Antirassismus- und Klimacamps

Hamburg (ots) - Zeit: 22.08.08 ab ca. 11:00 Uhr Ort: Hamburger Stadtgebiet

Anfang August hatte eine Einzelperson für den Veranstalter des Antirassismus- und Klimacamps für den heutigen Tag einen Aufzug mit dem Tenor: "Für grenzenlose Bewegungsfreiheit - keine Abschiebungen vom Flughafen Hamburg!" angemeldet.

Die Versammlungsbehörde bestätigte die Anmeldung mit beschränkenden Auflagen hinsichtlich des Marschweges und der Dauer der Schlusskundgebung. Der Anmelder legte Rechtsmittel gegen diese Auflagen ein. Das Verwaltungsgericht lehnte den Antrag bezüglich des Marschweges ab und entschied die Durchführung der Endkundgebung wie angemeldet von 13:00 - 19:00 Uhr. Gegen diesen Beschluss legte der Anmelder Beschwerde beim OVG ein, diese wurde am 21.08.08 zurückgewiesen. Für den Aufzug war demzufolge folgender Marschweg festgelegt:

Im Grünen Grunde, vor dem U/s-Bahnhof Ohlsdorf - Am Hasenberge - Röntgenstraße (Zwischenkundgebung Röntgenstraße / Alsterkrugchaussee) - Langenhorner Chaussee - Flughafenstraße (Schlusskundgebung Busparkplatz)

Ab 11:00 Uhr sammelten sich erste Teilnehmer am Bahnhof Ohlsdorf. Die Anfangskundgebung begann um 11:45 Uhr und um 12:06 Uhr startete der Aufzug mit ca. 800 Teilnehmern. Um 13:47 Uhr erreichten die Teilnehmer den Schlusskundgebungsplatz und um 14:03 Uhr begann die Schlusskundgebung.

Während des Aufzuges hatten mehrfach Gruppen von bis zu ca. 70 Personen kurzfristig Kreuzungsbereiche blockiert und Sitzblockaden durchgeführt. Um 13:42 Uhr wurden an der Kreuzung Sengelmannstraße / Brabandstraße 61 Personen in Gewahrsam genommen, nachdem diese trotz der erteilten Platzverweise nicht die Fahrbahn verlassen hatten.

Um 14:50 Uhr hielten sich noch ca. 100 Personen am Schlusskundgebungsort auf.

Diverse kleinere und größere Gruppen betraten kurzfristig Fahrbahnen um den Verkehrsfluss zu behindern, blockierten Kreuzungen, skandierten am Flughafen im Terminal 1 Parolen und verstopften und fluteten die Toiletten im Terminal 1, sodass diese gesperrt werden mussten.

Um 15:26 Uhr wurde die Kundgebung von der Polizei aufgelöst, da Personengruppen den Platz nach Störaktionen und der Begehung von Straftaten mehrfach als Rückzugsraum genutzt hatten.

Um 15:36 Uhr wurden im Terminal 2 insgesamt 40 Personen zur Durchsetzung von Platzverweisen in Gewahrsam genommen.

Nach der Erteilung der Auflösungsverfügung meldete der Versammlungsleiter unter dem Tenor "gegen Polizeiwillkür" einen neuen Aufzug an. Dieser Aufzug, der genehmigt wurde, führte ab 16:04 Uhr auf dem Weg des ersten Aufzuges zurück zum Bahnhof Ohlsdorf. An dem Aufzug nahmen ca. 500 Personen teil.

Noch vor dem Beginn des Aufzuges griffen mehrere Demonstranten einen Polizisten an, als dieser eine Person wegen des Verdachts der Sachbeschädigung vorläufig festnehmen wollte. Der Beamte wurde mit Verdacht auf Rippenfraktur in ein Krankenhaus eingeliefert. In diesem Zusammenhang wurde auch ein Demonstrant verletzt und ebenfalls mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs wurden hier fünf Personen vorläufig festgenommen.

Die Teilnehmer des zweiten Aufzuges erreichten um 17:20 Uhr den Bahnhof Ohlsdorf. Dort erklärte der Anmelder die Veranstaltung für beendet. Die Teilnehmer verließen den Platz anschließend in unterschiedliche Richtungen.

Im Verlauf des gesamten Einsatzes wurden 71 Personen in Gewahrsam genommen und es erfolgten sieben vorläufige Festnahmen.

An dem Einsatz waren insgesamt 1.590 Polizeibeamte aus Hamburg und Schlewig-Holstein beteiligt.

Le.

Quelle:  http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/6337/1251509/polizei_hamburg

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Die "Fuldaer Zeitung" verwundert mit einer ungewohnten Schlagzeile:

Gegen schwarz-grüne Abschiebepolitik: Demonstration am Hamburger Flughafen

Mehrere hundert Anhänger des linken Spektrums haben am Freitag in Hamburg gegen die Abschiebepolitik der schwarz-grünen Landesregierung protestiert. Die nach rund 800 Demonstranten marschierten vom S-Bahnhof Ohlsdorf zum Flughafen Fuhlsbüttel.

Seit einer Woche zelten mehrere hundert Menschen in Hamburg in einem „Antirassismus- und Klimacamp“. In der Stadt kam es zu mehreren Gewalt- und Straftaten, die möglicherweise in Zusammenhang mit dem Camp stehen. An diesem Samstag soll es erneut eine Demonstration gegen das umstrittene Kohlekraftwerk Moorburg geben. Bereits am Mittwoch hatten mehrere dutzend Demonstranten die Baustelle an der Elbe gestürmt.


Veröffentlicht am 22.08.2008 17:33 Uhr

Quelle:  http://www.fuldaerzeitung.de/newsroom/weltimspiegel/zentral/weltimspiegel/art699,663460#

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und Springers "Welt" hetzt und sorgt sich um "Stau-Opfer":

Klima-Camp
Demonstranten am Flughafen verletzen Polizisten

800 Demonstranten sammelten sich und zogen zum Hamburger Flughafen – zu einer Kundgebung, die nicht friedlich blieb. Denn am Rande wurde ein Polizeibeamter verletzt. Im Flughafenterminal selbst machten Aktivisten mit Sprechchören gegen Abschiebungen Stimmung. In vielen Teilen der Stadt bildeten sich lange Staus.

rneut kam es bei einer Demonstration des „Antirassismus- und Klimacamps“ in Hamburg zu Gewaltanwendungen: Bei den Protesten gegen die Abschiebepolitik vor dem Hamburger Flughafen, die zunächst friedlich verliefen, wurde am Nachmittag ein Polizeibeamter angegriffen und verletzt.

Der Beamte wollte einen Krawallmacher festnehmen, der eine Sachbeschädigung begangen hatte. Der Polizist wurde allerdings sofort von Demonstranten umringt, die auf ihn einprügelten. Dem Beamten wurden vermutlich mehrere Rippen gebrochen, er musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Auch ein Demonstrant wurde verletzt. Die Einsatzkräfte nahmen im Zusammenhang mit dem Übergriff fünf Personen fest; ihnen wird Landfriedensbruch vorgeworfen.

Am Mittag hatten sich rund 800 Demo-Teilnehmer in Ohlsdorf versammelt und waren zum Flughafen gezogen. Das Oberverwaltungsgericht hatte die ursprünglich angemeldete Demonstrationsroute nicht genehmigt, der Protestzug konnte nicht an den Terminals 1 und 2 des Flughafens vorbeiziehen. Getrennt vom laufenden Betrieb hielten die Demonstranten ihre Kundgebung vor der ehemaligen Charterhalle ab.

Auf dem Hinweg kam es bereits zu einzelnen Störungen. Abseits der Demoroute versuchten Aktivisten, an der Sengelmannstraße die Fahrbahn zu blockieren. An einer Zufahrtsstraße bauten Randalierer zudem Barrikaden auf, die aber von der Polizei schnell weggeräumt werden konnten. Mindestens 30 Personen wurden in Gewahrsam genommen.

Auf dem Flughafengelände standen die Demonstranten einem massiven Polizeiaufgebot gegenüber. Die Hamburger Polizei hatte jeden verfügbaren Beamten mobilisiert und Unterstützung von Hundertschaften aus Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und von der Bundespolizei erhalten. Auch Wasserwerfer waren aufgefahren.
Während der Kundgebung sammelten sich aber noch rund 150 Aktivisten in der Halle des Terminals 1 zu einer weiteren Protestaktion mit dem Titel „Fluten 3.0“. Sie hängten Transparente auf und forderten mit Sprechchören, Gesängen und kleinen Spielszenen das sofortige Ende aller Abschiebungen. Nach Angaben einer Flughafensprecherin verhielten sie sich dabei aber friedlich. Der Flughafen verzichtete darauf, von seinem Hausrecht Gebrauch zu machen und die Aktivisten von der Polizei hinausdrängen zu lassen.
Seit einer Woche zelten mehrere hundert Aktivisten in einem „antirassistischen- und Klimacamp“ in Lurup. In der Stadt war es zu mehreren Gewalt- und Straftaten gekommen, die möglicherweise im Zusammenhang mit dem Camp stehen. An diesem Sonnabend wollen sie erneut gegen den Bau des umstrittenen Kohlekraftwerks in Moorburg demonstrieren. Bereits am Mittwoch hatten einige dutzend Personen die Baustelle an der Elbe gestürmt.
Rund um den Flughafen kam es während der Demonstration zu Verkehrsbehinderungen, aber noch härter traf es die Autofahrer im Innenstadtbereich durch die Sperrung der Amsinckstraße wegen der Erneuerung der Eisenbahnbrücke. Obwohl der Verkehr wegen der Sommerferien noch gering ist, wurde der Freitagmorgen für Tausende Pendler zur Geduldsprobe.
Empörte Autofahrer berichteten, dass sie über drei Stunden für die Strecke von Bergedorf in die Innenstadt gebraucht hätten. „An einer Ampel stand ich zehn Grünphasen lang, weil immer die Kreuzung blockiert war. Hier hätte man Polizisten gebraucht, die eingreifen“, sagt ein Stau-Opfer.

Diese Polizisten gab es aber nicht: „Ich habe bei der Polizei angerufen, dort sagte man mir, die sind alle im Einsatz wegen des Antirassismus-Camp.“ In der Tat war die Hamburger Polizei bis auf den letzten Mann wegen der Demonstration am Flughafen ausgebucht.

Quelle:  http://www.welt.de/hamburg/arti2362369/Demonstranten_am_Flughafen_verletzen_Polizisten.html

Bericht auf at.indymedia.org

noborder 22.08.2008 - 18:27
Fluten 3.0 - massive Proteste gegen Abschiebeflughafen Hamburg - Zusammenfassung der Ereignisse mit Hintergrundinformationen unter:  https://at.indymedia.org/node/11063

zivis und andere bullenstresse plus bilder

beobachter 22.08.2008 - 21:07
eine frau wurde gegen ihren willen von einem polizeibeamten namens "oehler" angefasst. sehr einsichtig wurde er auch nicht, als die frau ihn bat sie nicht anzufassen. das ganze geschah aus einer situation heraus als einige leute im terminal 1 sich solidarisch mit einer frau zeigten, die einen platzverweis bekam.


die friedliche demo vom flughafen weg ist über eine halbe stunde im wanderkessel marschiert. im koalitionsvertrag von gal und cdu wurde aber andere praxis angekündigt. auch völlig unerklärlich waren die schubserein gegen die demo oder die beobachtung per helikopter.


hier noch ein paar bilder von den zivis die in terminal 1 oben rumschlawienert haben. der im karierten blauen hemd hat irgendwann eine gruppe von fluterInnen angegriffen, indem er die leute, die sich in eine menschenmenge zum ablugbereich einreiten, schubste und wegdrückte.

es liefen auch sonst noch nicht wenig zivis rum.


Morgen Gegenstrom!

Erinnerung 22.08.2008 - 21:17
Treffpunkte für Samstag

Gegenstrom08 nimmt am 23.8.2008 an zwei parallelen Demonstrationen teil:
- ab S-Bahnhof Heimfeld
- ab s-Bahnhof Neuwiedental

Beginn jeweils 12 Uhr!

Pauschaltouristen gegen Abschiebung

superprecaria 22.08.2008 - 21:27
Auch Pauschaltouristen beteiligten sich am Antirassistischen Aktionstag "Fluten 3.0" am Hamburger Flughafen.

 http://www.nadir.org/nadir/kampagnen/euromayday-hh/de/2008/08/776.shtml

Sehr schöne Aktion

tut nichts zur Sache 23.08.2008 - 15:52
Sehr schöne Aktion, auch wenn das Ohnmachtsgefühl gegenüber den Bullen, als wir uns mit den MigrantInnen zurückzogen und die Bullen dann willkürlich Leute von uns verhafteten, wie immer riesig war.

Aber schön zu sehen, wie mehrere Hundert Menschen einen ganzen Flughafenbetrieb in Unordnung bringen können - wobei die Bullen mit ihren Einsatzfahrzeugen und Wendemanövern das Ihrige dazu beigetragen hatten.

Nur ein Kritikpunkt - wer war der unsägliche, mit Ethno-Romantik vollgehänge, Rapper bei der Zwischenkundgebung? So jemand hat auf einer progressiven Demo nichts zu suchen. Bei Aussagen wie "USA - Völkermordzentrale", der Inschutz-Nahme von Djihadisten und kruden Verschwörungstheorien (unser deutsches Volk wird von den US Medien manipuliert") kommt mir das Kotzen - auch ohne AD zu sein, sondern einfach strikter Anti-Nationaler... bitte jetzt keine große Diskussion dazu oder dumme "Anti-Imp" Kommentare, wollte das nur am Rande anmerken.

Hoffen wir, dass die heutige Aktion auch gut verläuft und neue Kraft aus den (militanten) Aktionen gezogen werden können...

Flughafen geflutet

Neues Deutschland, 23.08.2008 24.08.2008 - 13:54
Blockiert und besetzt – in der Hansestadt wird revoltiert

Flughafen geflutet
Kreative Proteste gegen die deutsche Abschiebepraxis
Von Susann Witt-Stahl, Hamburg

Rund 1500 Antirassismus-Aktivisten demonstrierten erfolgreich am Hamburger Flughafen. Trotz friedfertiger Aktionen löste die Polizei das Spektakel gewaltsam auf.

Flughafen Hamburg-Fuhlsbüttel, Terminal 2: »Achtung, alle Passagiere des Abschiebefluges Lufthansa 707 nach Togo, Guinea und Benin. Bitte kommen Sie umgehend mit den Begleitern der Bundespolizei zum Ausgang A 14«, dröhnt es aus einem Lautsprecher, den antirassistische Aktivisten in der Abflughalle hochhalten. »Was Abschiebungen? Wieso?«, rufen andere Akteure des Laienspiels, die empörte Fluggäste darstellen. Mit solchen Szenarien wollen die Organisatoren der »Airport-Fluten«Aktion, die im Rahmen des Hamburger Klima-Antira-Camps läuft, die Bevölkerung ermutigen, ihr Schweigen zu brechen und beherzt einzugreifen, wenn Bundespolizisten Flüchtlinge – meist mit brutaler Gewalt – in Flugzeuge zerren.

»Ich wurde mit Klebeband gefesselt und wie ein Tier behandelt«, berichtet der äthiopische Flüchtling Felleke Bahiru Kum, der sich an den Protesten beteiligt. »Die Polizei verletzte mich, und ich blutete.« Der Oppositionspolitiker wehrte sich gegen eine Deportation in sein Heimatland, in dem ein korruptes Regime herrscht, und schrie um Hilfe. Mit Erfolg: Der Pilot weigerte sich, den Flug nach Addis Abeba zu starten. Heute ist Felleke Bahirum Kum Flüchtlingssprecher in Nördlingen und kämpft für sein Bleiberecht.

Um die Maßnahmen möglichst unter Ausschluss der Öffentlichkeit über die Bühne gehen zu lassen, setzen die Behörden verstärkt auf Sammelabschiebungen in eigens gecharterten Maschinen: »Eine Charter der Schande«, findet Hagen Kopp vom Netzwerk »Kein Mensch ist illegal«. Vor allem die Präzision, mit der der Abschiebebetrieb funktioniert, erschüttert den erfahrenen Aktivisten: »Da kommen einem schlimme Gedanken, was die deutsche Gründlichkeit anbelangt.« In der Flughafen-Halle gehen die Aktivitäten gegen institutionalisierten Rassismus indes weiter: Nila Thurasingam, die vor neun Jahren aus Sri Lanka geflohen ist und einige Zeit im Lager Horst verbringen musste (»Sie haben uns wie Sklaven behandelt«), verteilt im Terminal 1 auf ihren Namen ausgestellte »Global Passports« an vorbeieilende Fluggäste (Foto: Witt-Stahl). In dem Dokument sind die Forderungen von Flüchtlingsinitiativen zu lesen: »Das Recht, den Wohnort überall frei zu wählen, sich frei zu bewegen. Geltungsdauer des Passes: Unbegrenzt.«


Das habe ich nicht gewusst

Hagen Kopp verspricht, die Proteste sofort zu stoppen und dem Flughafen das Prädikat »Fairport« zu verleihen, für den Fall, dass die Verantwortlichen einwilligen – aber das tun sie nicht. Die Veranstalter der Proteste hatten vielfältige kreative Aktionen versprochen – und sie haben Wort gehalten: Während sich Vertreter des »Instituts für angewandte Mobilitätsforschung« auf »Lesereise« durch die Terminals begeben, um die Reisenden »über die menschenverachtende europäische Abschiebepolitik« zu informieren, interviewt ein Antira-Fernsehreporterteam Fluggäste: »Dass sich die Behörden bei den Abschiebungen solch drastischer und brutaler Methoden bedienen, habe ich nicht gewusst«, gesteht Bettina Stein, die auf ihre aus den USA zurückkehrende Tochter wartet. »Ich wäre bereit einzuschreiten, wenn ich so eine Situation beobachten würde.«

»Ich kann an jeden Ort der Welt fliegen«, sagt Marga Flader, die aus Afghanistan kommt und zu den glücklichen Besitzern eines deutschen Reisepasses gehört. »Gleiches Recht für alle!«, fordert die Vorsitzende des Vereins zur Unterstützung von Schulen in Afghanistan. Die Polizei und Sicherheitskräfte des Flughafens beäugen das bunte Treiben der Aktivisten mit Argwohn. Aber sie schreiten nur ein, wenn die Proteste extrem laut werden: Und so werden die Demonstranten mit dem Lautsprecher unsanft aus der Halle entfernt.


Wasserwerfer gegen Demonstration

Am Terminal Tango ist inzwischen der Demonstrationszug »Für grenzenlose Bewegungsfreiheit« eingetroffen, an dem sich rund 1000 Menschen beteiligen. Darunter auch der stellvertretende Bürgerschaftspräsident Wolfgang Joithe von der LINKEN und drei weitere Mitglieder seiner Fraktion: »Es ist und bleibt unerträglich, dass Waren in dieser Welt frei getauscht werden dürfen, aber die Freizügigkeit für Menschen an den Mauern der Europäischen Union aufhört«, erklärt Norbert Hackbusch, europapolitischer Sprecher der Fraktion. Da den Demonstranten untersagt wurde, vor die Flugabfertigungshallen zu ziehen, versuchen einige Aktivisten zu den Terminals durchzubrechen. Die Polizei drängte die Demonstranten jedoch zurück. Später lösen die Beamten die Kundgebung gewaltsam auf. Es kommt zum massiven Einsatz von Wasserwerfern und auch Schlagstöcken.


»Presse unerwünscht« – Camper schützen ihre Privatsphäre

Die Pressearbeit der linken Camper für ihre Aktionen und Veranstaltungen in der Stadt ist äußerst professionell. Um so erstaunlicher ist daher zunächst, dass Journalisten auf dem Gelände des Camps nicht gern gesehen sind. Eine überraschende Haltung zumal für ein Camp, das öffentlichkeitswirksam gegen staatlichen Rassismus und Klimazerstörung demonstrieren will. Dennoch haben sich die Teilnehmer dafür ausgesprochen, der Presse den Zutritt zum Campingplatz zu verwehren. »Die Leute auf dem Platz wollen ihre Privatsphäre schützen«, erklärt Sprecherin Ines Koburger die Entscheidung. »Hier essen und schlafen sie, dabei wollen sie sich nicht von Journalisten filmen und fotografieren lassen.«

Grund für den Beschluss, das Camp für Journalisten zu sperren, ist nicht zuletzt die Berichterstattung der Hamburger »Bild«. Dort ist durchgehend von »Chaos-Campern« und ihrer »gefährlichen Doppelstrategie« aus »Gaga-Protest« und »hemmungsloser Randale« die Rede. Als »Bild«-Journalisten am Sonntag auf dem Campgelände unterwegs waren, entdeckten sie an einem Zelt die Aufschrift »Solidarität mit MAGGI«. Die »Militante Antirassistische Gruppe gegen das Imperium« hatte wenige Tage zuvor mit Farbbeuteln und Steinen die Häuser dreier Mitarbeiter der Hamburger Ausländerbehörde beschädigt. Für »Bild« offenbar ein willkommener Anlass, weiterhin Campteilnehmer als Kriminelle zu diffamieren. Für die Aktivisten Grund genug, ihr »Wohnzimmer« nicht mehr mit den Medien zu teilen.

Trotz der Entscheidung der Teilnehmer ist das Camp aber nicht gänzlich gegen die Öffentlichkeit abgeschottet. Der Platz ist frei zugänglich, am Eingang befindet sich eine »Kontaktstelle«. Hier werden interessierten Journalisten Gesprächspartner vermittelt, und es können Interviews geführt werden. Bislang habe sich die Entscheidung der Camps auf die Berichterstattung nicht negativ ausgewirkt, sagt Ines Koburger. MS

 http://www.neues-deutschland.de/artikel/134314.flughafen-geflutet.html

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2 infos — oury jaloh