Schein und Wirklichkeit im Bayer Konzern

Herbert Scheinöl 21.08.2008 14:05 Themen: Biopolitik Ökologie
Schein und Wirklichkeit

Wie "nachhaltige" Propaganda des Bayer Konzerns die Wirklichkeit zu verdecken versucht
Schein und Wirklichkeit

Wie "nachhaltige" Propaganda des Bayer Konzerns die Wirklichkeit zu verdecken versucht

Brachte man mit Bayer in der Vergangenheit im Wesentlichen Produkte aus der Chemie und aus Pharma wie Asperin in Verbindung und wusste um das Engagement im Spitzensport wie zum Beispiel im Fußball, so rücken in jüngster Zeit mehr und mehr andere Themen in den Vordergrund.

Neben der Gentechnik, Kartellstrafen und Produktrückzügen ist dies vermehrt auch das abenteuerliche Verständniss von Umwelt- und Klimaschutz. Wenn auch die Propaganda des Konzernes uns anderes Glauben lassen will: Die Realität ist erschreckend.

Mit Unterstützung zweifelhafter Gutachten von Wirtschaftsprüfern wird so zum Beispiel die Klimabilanz des Unternehmens seit Jahren schön gerechnet. Alles Trug und Betrug. Gekaufte Statements lenken nicht davon ab, dass Bayer zu den größten deutschen Klimakillern gehört.

Hochglanzbroschüren sollen ein anderes Bild vermittel. So behauptet der Umweltchef des Konzernes, Dr. Wolfgang Große Entrup, aktuell: "Bayer setzt sich dafür ein, neue Produkte und Lösungen für den Klimaschutz und den Umgang mit dem Klimawandel zu entwickeln." Schön, dass man sich dafür einsetzt. Das aber reicht nicht. Bayer emmitiert nämlich Jahr für Jahr über 10 mio Tonnen CO2. Eine unvorstellbare Menge. Und dieser Umweltchef schreitet nicht ein, wenn sein Unternehmen in Krefeld den Bau eines neuen Kohlekraftwerkes plant. Dabei gibt es genügend klimafreundliche Alternativen zur Kohlekraft. Wo ist sein Veto gegen den Anbau von Biofuels in der Landwirtschaft? Ein ökologischer und klimapolitischer Wahnsinn und Irrsinn. Auch hier engagiert sich Bayer und verdient Milliarden mit und gegen die Umwelt! Wo ist sein Veto gegen den Bau einer gigantischen Propagandasäule in Leverkusen? Millionen Lampen werden in Zukunft die tollen Klimaerfolge des Konzernes am Bayer Hochhhaus projezieren. Hier schweigt er, der Umweltchef. Engagiert aber ist der in Berlin in diversen Klimainitiativen und im Wirtschaftsrat.
Hier gilt es die Rahmenbedingungen für Bayer für die nächsten Jahre positiv zu gestalten. Googelt man, findet man ihn auf allen möglichen Plattformen im Kampf gegen Gestzesinitiativen und Ziele der Politik im industrie- und umweltpolitischen Bereich. Stets zusammen mit dem Who is Who der Wirtschaft und Politik.
Brutal gegenüber Anwohnern und auch den eigenen Mitarbeitern setzt der Konzern dagegen seine umweltpolitischen Ziele durch. Nur der Staat konnte Bayer davon abhalten australischen Giftmüll in Leverkusen zu verbrennen. So schön hätte man hier schnelles Geld verdienen können. Auch laufen inzwischen hunderttausende in NRW Sturm gegen die Giftgaspipeline von Bayer. Sie läuft durch Wohngebiete und wurde jetzt vom Gericht gestoppt. Bayer aber baut weiter und kämpft um die Inbetriebnahme. Und hier zeigt sich wie wichtig politisches Engagement für Bayer ist. Vielleicht wird Große Entrup ja zukünftig statt CO sein in Massen anfallendes CO2 durch seine Pipeline pumpen. Mehr hoffentlich nie!
Es fragt sich, wie man dieser Art von Volksverarschern und Wahrheitsverdrehern das Handwerk legen kann. Viele NGOs versuchen es seit Jahren. Kommt man alleine mit Argumenten noch weiter? Haben wir eine Chance gegen millionenschwere Propagandakamgagnen des Bayer Konzerns?
Hier geht´s um David gegen Goliath. Nutzt der Große (Entrup) unlautere Mittel sollte es der Kleine nicht auch tun?
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Ergänzungen

Bau einer gigantischen Propagandasäule ?

hansi 21.08.2008 - 15:01
Bei dem Bau handelt es sich um die Kernsanierung eines bestehenden Hochhauses. Die zig-tauschend Lämpen sind LED_Lampen. D.h. es ensteht keine Wärme, wie z.b. bei Glühbirnen. Des Weiteren sind LED-Lampen sehr stromsparend, sodass der Betrieb nicht wirklich ins Gewicht fällt. Informiert euch doch erst einmal, bevor so ein unwissender Inhalt verbreitet wird.

Bollwerk der Multis endlich knacken

Powerboy 03.09.2008 - 10:42
Wie nur können wir dass Bollwerk der Multis knacken? Auch mir schwillt der Kamm wenn ich deine Zeilen lese. Die Kette der Verfelungen ist unendlich lang. Warum lassen wir zu dass sie immer länger wird.
Die Konzerne machen was sie wollen weil sie meinen mit Geld die Welt regieren zu können. Doch die ware Macht liegt nicht bei den Multis sondern bei den Menschen.
Darf man das Vorgehen der Bayer AG in Sachen Umweltschutz einfach so ertragen? Hier wird gegen Grundrechte verstossen. Nur einige Beispiele:
Eine Pipeline gegen den Willen der Menschen durch Wohngebiete verlegen, Millionen Tonnen Klimakillende Gase jedes Jahr ausstossen um damit Pestizide zu produzieren, Millionen Tiere jedes Jahr töten um immer neue Pharmaprodukte zu produzieren die sich eh keiner mehr leisten kann,Biotec auch in Europa hoffähig machen wollen u.v.m. Der Auftritt der Firma im Inernet aber ist schick, seriös und grün. Hier schaffte es eine PR Agentur aus einem Drecksladen ein grünes Unternehmen zu schustern. Unerträglich.
Und hier finden sich dann auch alle die schönsten Umwelt und Klimaberichte. An Bayer schreiben, die Hauptversammlung beuschen oder sich an die Politik wenden ist der Mühe nicht wert. Das alles bringt nichts. Was aber, wenn die allseits bekannten "Umweltschutz"-Verantwortlichen plötzlich selber spüren dass sie nicht machen können was sie wollen und wir sie streng beobachten und "coachen"?

Neue Geschäftszeiten/Anschrift für Eingaben

Gabi Biotecfight 05.09.2008 - 09:47
Verein zur bayerischen Umsatzmaximierung (VBU e.V.)
Vorsitzender: Werner Wenning
Geschäftsführer Umweltpolitik:
Dr. Wolfgang Große Entrup
Geschäftsstelle
Gladbacher Weg 14
42799 Leichlingen
Geschäftszeiten jetzt Montag bis Freitag 10:oo Uhr bis 16:oo Uhr

Bayer Manager bedankt sich für Besuch

Kölnpower 22.10.2008 - 15:27
Der kurzfristig einberaumte Gesprächstermin bei einem hochrangigen Vertreter der Bayer AG war aus unserer Sicht äußerst erfolgreich und stimmt uns zuversichtlich für weitere Gespräche. Bayer allerdings bewertet das Ergebniss anders.
Allen Beteiligten vielen Dank für das große Engagement!!!!!!!!!!
Es ist uns gelungen unsere Positionen nachdrücklich und beeindruckend an den Mann zu bringen.
Wichtig ist jetzt, dass der Gesprächsfaden nicht abreisst. Ob wir dabei weiter nur den direkten Kontakt suchen und/oder das direkte Umfeld mit einbeziehen müssen wir zügig bewerten. Auch gilt es die Medien besser und schneller mit einzubeziehen. Das war nichts! Nur ein Beitrag in überregionalen Medien, der aber auf der Titelseite gleich unter Ackermann (passt doch!). Die Intensität der Berichterstattung ist ernüchternd. Allerdings gab es auf Beiträge in Lokalmedien im Netz positive Resonanz aus der Bevölkerung.

Die genannten weiteren Repräsentaten sollten jetzt ebenfalls aktiv in den Dialog einbezogen werden.

Weiter so, wir sind auf gutem Wege!

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

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