Neue Kurdistan-Solidarität in der dt. Linken
Im Oktober 2007 griffen türkische Nationalisten die Vereine, Moscheen und Büros der kurdischen Gemeinden in deutschen und anderen europäischen Städten an. Auslöser der Aggression war eine umfangreiche Hetze der türkischen Medien gegen die kurdische Freiheitsbewegung und im Besonderen gegen die PKK. In der Türkei selbst wurde die rassistische Stimmung außerdem durch Kampagnen wie "Kauft nicht bei Kurden!" weiter unterstützt, sodass es auch dort zu Pogromen kam.
Bereits eine Woche nach den Attacken reagierten linke Gruppen und Organisationen mit einer Vielzahl von Kundgebungen und Demonstrationen. In Berlin gründete sich in der Folge das Kurdistan Solidaritätskomitee Berlin(hhtp://kurdistan.blogsport.de), an welchem sich unter anderem die Antifaschistische Revolutionäre Aktion Berlin(
http://www.arab.antifa.de), die kommunistische Organisation Revolution(
http://www.revolution.de.com) und die Marxistische Initiative(
http://www.marxismus-online.eu) beteiligen. Dieses Komitee thematisierte nicht nur die türkisch-nationalistische Hetze gegen Kurd_Innen, sondern auch den Einmarsch des türkischen Militärs in Südkurdistan, welches sich auf irakischem Staatsgebiet befindet.
Mit einer Vielzahl von gemeinsamen Kundgebungen und Demonstrationen bemüht sich das Komitee das Geschehen in der Türkei und den anderen Staaten, in denen Kurd_Innen leben, in den Blickpunkt der deutschen Linken zurück zu holen, nachdem diese die Kurdistan-Solidarität nach der Jahrtausendwende anscheind ad acta gelegt hatte.
Zu den Inhalten der neuen Solidaritätsbekundungen gehört aber auch das Thematisieren der Repression gegen Kurd_Innen, ihre Strukturen und Medien in Deutschland und dem übrigen Europa.
So wurden die Verfahren gegen mutmaßliche Führungspersonen der PKK nach §129b (Unterstützung einer ausländischen terroristischen Organisation), aber auch das Verbot des kurdischen TV-Senders RojTV aufs Schärfste kritisiert und zu Themen einer Antirepressionsdemonstration im Juli 2008 an der sich rund 500 Personen beteiligten. Motto der Demonstration war unter anderem "Staatlicher Repression entgegentreten!"
Auch wenn es zu einer Konzentration der Aktionen in der deutschen Hauptstadt kommt, so gibt und gab es auch in vielen anderen Städte der Bundesrepublik Demonstrationen und Kundgebungen gegen die rassistischen Übergriffe im Herbst 2007, gegen den Krieg in Kurdistan und gegen die Repression mit der der deutsche Staat den kurdischen Organisationen entgegen tritt.
Doch die Offensive richtet sich in Deutschland nicht nur gegen die kurdischen Organisationen und Medien und so kam es in den vergangenen Wochen zu massiven Verleumdungen und verbalen Angriffen gegen das Kurdistan Solidaritätskomitee und dessen Pressesprecher Nikolaus Brauns, dem Kontakte zur PKK unterstellt wurden. Die PKK ist in Deutschland seit fast 15 Jahren eine verbotene Organisation. Die Fraktion der Partei Die.Linke im Bundestag zog in jüngerer Vergangenheit einen Antrag zur Aufhebung des Verbots in Erwägung. Die mediale Hetze gegen die neue Solidarität mit der kurdischen Befreiungsbewegung wurde vor allem durch Äußerungen der rechten CDU/CSU vorangetrieben.
Aktuell plant das berliner Solidaritätskomitee ein internationales antirassistisches Camp in Diyarbakir/Türkisch-Kurdistan, bei dem Aktivisten aus verschiedenen europäischen Staaten mit dortigen Linken in Kontakt kommen. Hier sollen sie sich über Erfahrungen, Probleme und Strategien austauschen können und mehr über die Positionen, Erfolge und Niederlagen des jeweils anderen erfahren. Ziel ist es vor allem die europäischen Linken durch Kontakt mit dortigen Aktivisten vom weit verbreiteten, allerdings längst überholten Bild einer stalinistisch-nationalischen Bewegung zu befreien, dem in Europa noch viele anhängen.
Bereits eine Woche nach den Attacken reagierten linke Gruppen und Organisationen mit einer Vielzahl von Kundgebungen und Demonstrationen. In Berlin gründete sich in der Folge das Kurdistan Solidaritätskomitee Berlin(hhtp://kurdistan.blogsport.de), an welchem sich unter anderem die Antifaschistische Revolutionäre Aktion Berlin(
http://www.arab.antifa.de), die kommunistische Organisation Revolution(
http://www.revolution.de.com) und die Marxistische Initiative(
http://www.marxismus-online.eu) beteiligen. Dieses Komitee thematisierte nicht nur die türkisch-nationalistische Hetze gegen Kurd_Innen, sondern auch den Einmarsch des türkischen Militärs in Südkurdistan, welches sich auf irakischem Staatsgebiet befindet. Mit einer Vielzahl von gemeinsamen Kundgebungen und Demonstrationen bemüht sich das Komitee das Geschehen in der Türkei und den anderen Staaten, in denen Kurd_Innen leben, in den Blickpunkt der deutschen Linken zurück zu holen, nachdem diese die Kurdistan-Solidarität nach der Jahrtausendwende anscheind ad acta gelegt hatte.
Zu den Inhalten der neuen Solidaritätsbekundungen gehört aber auch das Thematisieren der Repression gegen Kurd_Innen, ihre Strukturen und Medien in Deutschland und dem übrigen Europa.
So wurden die Verfahren gegen mutmaßliche Führungspersonen der PKK nach §129b (Unterstützung einer ausländischen terroristischen Organisation), aber auch das Verbot des kurdischen TV-Senders RojTV aufs Schärfste kritisiert und zu Themen einer Antirepressionsdemonstration im Juli 2008 an der sich rund 500 Personen beteiligten. Motto der Demonstration war unter anderem "Staatlicher Repression entgegentreten!"
Auch wenn es zu einer Konzentration der Aktionen in der deutschen Hauptstadt kommt, so gibt und gab es auch in vielen anderen Städte der Bundesrepublik Demonstrationen und Kundgebungen gegen die rassistischen Übergriffe im Herbst 2007, gegen den Krieg in Kurdistan und gegen die Repression mit der der deutsche Staat den kurdischen Organisationen entgegen tritt.
Doch die Offensive richtet sich in Deutschland nicht nur gegen die kurdischen Organisationen und Medien und so kam es in den vergangenen Wochen zu massiven Verleumdungen und verbalen Angriffen gegen das Kurdistan Solidaritätskomitee und dessen Pressesprecher Nikolaus Brauns, dem Kontakte zur PKK unterstellt wurden. Die PKK ist in Deutschland seit fast 15 Jahren eine verbotene Organisation. Die Fraktion der Partei Die.Linke im Bundestag zog in jüngerer Vergangenheit einen Antrag zur Aufhebung des Verbots in Erwägung. Die mediale Hetze gegen die neue Solidarität mit der kurdischen Befreiungsbewegung wurde vor allem durch Äußerungen der rechten CDU/CSU vorangetrieben.
Aktuell plant das berliner Solidaritätskomitee ein internationales antirassistisches Camp in Diyarbakir/Türkisch-Kurdistan, bei dem Aktivisten aus verschiedenen europäischen Staaten mit dortigen Linken in Kontakt kommen. Hier sollen sie sich über Erfahrungen, Probleme und Strategien austauschen können und mehr über die Positionen, Erfolge und Niederlagen des jeweils anderen erfahren. Ziel ist es vor allem die europäischen Linken durch Kontakt mit dortigen Aktivisten vom weit verbreiteten, allerdings längst überholten Bild einer stalinistisch-nationalischen Bewegung zu befreien, dem in Europa noch viele anhängen.
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Ergänzungen
@ anarchist
hier ein ganz interessanter blogkommentar zum thema
also erstmal selber bilden bevor mensch von nationalistischen befreiungsbewegungen etc. spricht.....
einige Anmerkungen
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
langweilig
gegen volk, staat und vaterland.
Der Kampf der PKK ist gerecht
kritik
ansonsten gibt der artikel doch nen ganz guten überblick über die entwicklung seit herbst 2007.
liebe mods, stellt den artikel auf die startseite!
@blablub
erst denken, dann schreiben !
was apo angeht, ein alter kranker mann, der große führer wird keinen einfluss mehr auf die entwicklung der kurden nehmen, zumal die meisten kurden eh keine lust mehr auf die terroristen der pkk haben (s.h. letzte parlamentswahlen in der türkei).
kein kurdistan, keine türkei, kein staat egal wo !
hoch die antinaionale solidarität.
@ebenfalls anarchist
@anarchist
elitäres Verhalten was du hier an den Tag legst.
Hörst nur Kurden und sofort beginnt dein Beissreflex- das es in der kurdischen Linken viele
verschiedene Strömungen gibt ist dir egal-alles nur nationalismus.
Auf diesem Blog ist ein Auszug aus einem Flyer, der gerade deinen undifferezierten nationalismusvorwurf ad absurdum führt- wird hier doch von selbsorganisierung und selbsverwaltung gesprochen...ähnliche Ansätze wie bsp. die EZLN (bei weitem noch nicht so ausgeführt).
Naja Schließ dich ein in dein Elfenbeinturm und kritisiere alles- so wirds nicht mitter befreiten gesellschaft...
Freak
Links und National
In Deutschland ist es einfach den "Nationalismus" diverser Befreiungsbewegungen als reaktionär abzulehnen. Wenn man sich aber mal in die Situation etwa der Kurden in der Türkei hineinversetzen würde bekäme man ein ganz anderes Bild. Stellt euch mal vor das deutsche Staatsgebiet würde auf einmal zu Frankreich/Polen/Takatukkaland gehören und es wäre unter Strafe verboten eure Muttersprache also Deutsch zu sprechen, die eigene Kultur auszuleben oder auch nur typisch deutsches Essen zu kochen. Vllt denkt sich jetzt ein ganz cleverer Antinationaler toll das will ich doch auch. Aber wenn man sich das ganze mal wirklich vorstellt würde man vllt auch feststellen, dass einem durch das Verbot der eigenen Sprache und Kultur auch die Indentität geraubt wird. Selbst den antideutscheste Antideutschen würde so etwas hart treffen. Und in dieser Situation kann ich durchaus nachvollziehen wenn die PKK nationalistisch angehaucht ist, wobei das auch ein aufgeklärter Nationalismus ist.
Also Solidarität der Kurdischen Freiheitsbewegung.
...
fsd
dann versucht doch einfach mal einen artikle bei wiki zu fälschen
oder stellt doch einfach mal irgen einen unsin rein und seht zu wie schnell der verschwindet
wiki ist besser als brockhaus und co
natürlich gibt es auch ausnahmen aber wiki als schlechter als alle andern internet einträge ab zu tun ist dumm
Nationalism?
Wohl gemerkt kritische Solidarität. Denn natürlich gibt es auch hier (wie überall) gute und nicht so gute Ansätze. Zwar ist es richtig und wichtig, dass die Diskriminierung gegen "KurdInnen" gestoppt wird. Genauso wichtig ist es aber langfristig dass völkische Konstrukt "die Kurden" aufzulösen. Ich bin mir sicher, dass das viele Kurdinnen und Kurden wollen. Ich bin mir aber auch sicher, dass es viele nicht wollen. Das muss mensch eben differenziert betrachten.Tatsächlich würde ich übrigens auch sagen, dass die PKK vergleichsweise emanzipatorisch ist. Aber leider nur im Vergleich. In "Kurdistan" gibt es nach wie vor weitverbreitet patriarchale Strukturen. Die PKK funktioniert hier auch als eine Art Fluchtmöglichkeit für Frauen, die den verschiedenen Zwangssystemen auf dem Land entgehen wollen.