Arbeit - „unvermittelt“ in Berlin
Wer bestimmt eigentlich, was Arbeit ist? Dass es keine eindeutige Antwort auf diese Frage geben kann ist offensichtlich. Der Arbeitsmarkt spricht jedoch eine andere Sprache und vollstreckt mit seinen kompromisslosen Ansprüchen täglich seine Urteile über Menschen, die einfach nicht auf die starren Schablonen der Arbeitsgesellschaft passen wollen.
Diesem Treiben wollen rund 50 AktivistInnen, Initiativen, KünstlerInnen, TheoretikerInnen und MultiplikatorInnen aus der ganzen Welt nicht tatenlos zusehen und arbeiten deshalb im Rahmen der Kampagne „/unvermittelt“ an der Herstellung und Veröffentlichung eines gemeinsamen, solidarischen „Denk-, Spiel- und Handlungsraumes“. So wollen sie ein zeitgemäßes Konzept von Arbeiten und Tätigsein entwickeln und stellen es im Zuge der Kampagne „/unvermittelt“ vom 15. August bis 17. September 2008 im Berliner Stadtraum in öffentlichen Interventionen und Monumenten , Radio- und Fernsehbeiträgen, in Diskussionen und Publikationen zur Debatte.
„/unvermittelt“ ist eine Arbeitsgemeinschaft der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst e.V.(NGBK), die sich - in Kooperation mit der workstation Ideenwerkstatt Berlin e.V. - schon seit Januar 2008 durch eine wissenschaftliche Vortrags- und Workshopreihe auf die Interventionsphase vorbereitet. Unterschiedliche ProtagonistInnen und Positionen im Arbeitsmarkt sowie internationale Ansätze zu alternativen Arbeits- und Erwerbsmodellen wurden
vorgestellt. Audioarchiv:
http://zope2.inberlin.de/wsb/unvermittelt/archiv
Der Auftakt für die absolut unkommerzielle Kampagne im Berliner Stadtraum ist am Freitag, den 15. August. Zunächst werden die VeranstalterInnen sowie KünstlerInnen und AktivistInnen zusammen mit der Berliner Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, Frau Dr. Heidi Knake-Wernerin der NGBK in Berlin-Kreuzberg (11:30 Uhr, Oranienstr. 25) eröffnen. Der Einbezug der Politik wurde im Vorfeld kontrovers diskutiert, denn ob die Senatorin den Anspruch der Kampagne wirklich Verinnerlicht hat oder besonders in der workstation nur eine etwas abstrakte Form von Arbeitsvermittlung sieht, bleibt abzuwarten. Im Grunde geht es um ein Verständnis von Arbeit, dass in den festgefahrenen Strukturen der Arbeitsagentur gar nicht zur Entfaltung kommen kann, genau das macht die Anwesenheit der Senatorin zu einer Art Experiment, das auf Veränderung in den Ämtern, ja in der gesamten Arbeitsgesellschaft drängt. Gleich im Anschluss (12:30) an die Eröffnung soll dieser Forderung durch eine Demonstration mit dem provokanten Titel „Gebt der Arbeit eine Chance!“ zum Jobcenter in Berlin-Kreuzberg - wie sollte es anders sein? In der Rudi-Dutschke-Str. - Folge geleistet werden.
Während der Interventionsphase wird das Kampagnen-Mobil von „/unvermittelt“ die Aktionen in der Stadt begleiten um den Fragen der Bevölkerung nachzukommen. Allen Beteiligten liegt viel daran, Menschen zu erreichen, die Unkonventionellem gegenüber skeptisch bzw. im Stadtraum nicht ohne Weiteres aus der Reserve zu locken sind, aber natürlich auch Leuten mit ähnlicher Ansicht Mut zu machen und mit ihnen neue Wege zu finden, die ihnen mehr Selbstentfaltungschancen außerhalb des klassischen Lohnarbeitsdilemmas eröffnen. Außerdem wird in einer Abschlussausstellung in der NGBK im Dezember 2008/Januar 2009 das gesamte Projekt evaluiert und ausgestellt. Eine Wanderausstellung ist für 2009/2010 in Planung.
Die aktuelle Infos und Termine zur Übersicht auch unter:
http://www.unvermittelt.net
sowie
http://www.labournet.de/termine/alle.php
„/unvermittelt“ ist eine Arbeitsgemeinschaft der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst e.V.(NGBK), die sich - in Kooperation mit der workstation Ideenwerkstatt Berlin e.V. - schon seit Januar 2008 durch eine wissenschaftliche Vortrags- und Workshopreihe auf die Interventionsphase vorbereitet. Unterschiedliche ProtagonistInnen und Positionen im Arbeitsmarkt sowie internationale Ansätze zu alternativen Arbeits- und Erwerbsmodellen wurden
vorgestellt. Audioarchiv:
http://zope2.inberlin.de/wsb/unvermittelt/archiv Der Auftakt für die absolut unkommerzielle Kampagne im Berliner Stadtraum ist am Freitag, den 15. August. Zunächst werden die VeranstalterInnen sowie KünstlerInnen und AktivistInnen zusammen mit der Berliner Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, Frau Dr. Heidi Knake-Wernerin der NGBK in Berlin-Kreuzberg (11:30 Uhr, Oranienstr. 25) eröffnen. Der Einbezug der Politik wurde im Vorfeld kontrovers diskutiert, denn ob die Senatorin den Anspruch der Kampagne wirklich Verinnerlicht hat oder besonders in der workstation nur eine etwas abstrakte Form von Arbeitsvermittlung sieht, bleibt abzuwarten. Im Grunde geht es um ein Verständnis von Arbeit, dass in den festgefahrenen Strukturen der Arbeitsagentur gar nicht zur Entfaltung kommen kann, genau das macht die Anwesenheit der Senatorin zu einer Art Experiment, das auf Veränderung in den Ämtern, ja in der gesamten Arbeitsgesellschaft drängt. Gleich im Anschluss (12:30) an die Eröffnung soll dieser Forderung durch eine Demonstration mit dem provokanten Titel „Gebt der Arbeit eine Chance!“ zum Jobcenter in Berlin-Kreuzberg - wie sollte es anders sein? In der Rudi-Dutschke-Str. - Folge geleistet werden.
Während der Interventionsphase wird das Kampagnen-Mobil von „/unvermittelt“ die Aktionen in der Stadt begleiten um den Fragen der Bevölkerung nachzukommen. Allen Beteiligten liegt viel daran, Menschen zu erreichen, die Unkonventionellem gegenüber skeptisch bzw. im Stadtraum nicht ohne Weiteres aus der Reserve zu locken sind, aber natürlich auch Leuten mit ähnlicher Ansicht Mut zu machen und mit ihnen neue Wege zu finden, die ihnen mehr Selbstentfaltungschancen außerhalb des klassischen Lohnarbeitsdilemmas eröffnen. Außerdem wird in einer Abschlussausstellung in der NGBK im Dezember 2008/Januar 2009 das gesamte Projekt evaluiert und ausgestellt. Eine Wanderausstellung ist für 2009/2010 in Planung.
Die aktuelle Infos und Termine zur Übersicht auch unter:
http://www.unvermittelt.net sowie
http://www.labournet.de/termine/alle.php
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Ergänzungen
ngbk?
vielleicht sollte die ngbk sich mal dazu äussern, warum sie die umgehende räumung des hausprojektes newyorck im bethanien befürwortet?
feige senatorin & mini demo zu springer
naja, zur demo danach konnte ich nicht gehen, aber ich bin so eine stunde später nochmal am demozug vorbei gekommen, waren vielleicht so 50 leute noch. lustiger weise standen die bei springer vorm haus, ist ja gegenüber vom arbeitsamt. ob das die BLÖDis auf sich sitzen lassen?
@ icke
das ist ja auch mal ne interessante info, kannst du etwas konkreter werden wegen dem newyorck vorfall? ich blick da nicht ganz durch, auch nicht bei der ngbk. also die leute, die ich da gestern gesehen habe, schienen alle nicht so senatsfreundlich. ich glaube da macht einfach jeder was er will.
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Unglaubwürdig — anpisser