Konjunkturkrise in Sicht
Schwindende Auftragslage, Stellenabbau, weniger Neueinstellungen
Auch die deutsche und europäische Wirtschaft bleibt von der weltweiten Konjunkturabkühlung nicht verschont. Die Rezessionsängste, die momentan die Konsumfreudigkeit der deutschen Bevölkerung deutlich drücken, scheinen nun auch seitens der Industrie bestätigt. Dem Münchner ifo-Institut für Wirtschaftsforschung zufolge, droht der deutschen Industrie schon im Winter ein Mangel an Aufträgen. "Die Erwartungen der Unternehmen für die nächsten sechs Monate sind grottenschlecht.", so Kai Carstensen, Leiter der Konjunkturabteilung des Münchner Ifo-Instituts, gegenüber der „Bild“-Zeitung. "Im Winter ist der Aufschwung definitiv vorbei. Viele Firmen werden nach und nach Kapazitäten abbauen und auch Personal entlassen".
Vor allem in der Metall- und Elektroindustrie breitet sich Besorgnis aus. Die Firmen bewerten die gegenwärtige Situation so schlecht wie seit zwei Jahren nicht mehr. „Die weltweite Konjunkturabkühlung trifft die Metall- und Elektroindustrie zunehmend stärker“, sagte Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser. „In vielen Firmen reichen die Aufträge nur noch bis Jahresende.“
Weniger Aufträge bedeuten selbstverständlich weniger Arbeit und somit weniger Personalbedarf. Diese tendenzielle Entwicklung schlägt sich bereits in den Zahlen des ifo Beschäftigungsbarometers für Juli nieder. Die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen ist demzufolge im Vergleich zum Vormonat erneut gesunken.
Eine Studie der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, die alle öffentlichen Personalveränderungen von mehr als 100 Stellen untersuchte, zeigte, dass im ersten Halbjahr 2008 45.067 Jobs gestrichen, aber nur 38.450 Arbeitsplätze geschaffen worden seien. Wie „Spiegel online“ berichtete, wird die Methodik der Untersuchung aufgrund der starken Gewichtung der großen Konzerne und die alleinige Berücksichtigung von veröffentlichten Personaländerungen, bei denen für gewöhnlich Meldungen über Stellenabbau dominieren, angezweifelt. Daher halte Martin Werding vom ifo-Institut es auch für zu früh von „einer Trendwende am Arbeitsmarkt“ zu sprechen.
Ohnehin seien konjunkturelle Auswirkungen auf dem Arbeitsmarkt erst nach zwei bis drei Quartalen ersichtlich.
Trotz starkem Währungs-Wechselkurs, gibt ein Blick auf den Euro-Raum keinen triftigen Grund zum Aufatmen. Im Gegenteil, laut „Handelsblatt“ hätten sich Europas Hoffnungen sich von der in den USA ausgehenden Konjunkturkrise abkoppeln, endgültig zerschlagen. Demnach sprächen aktuelle Prognosen sogar dafür, dass sowohl Wirtschafts- als auch Gewinnwachstum der Unternehmen auf dem Euro-Markt 2008 noch niedriger ausfallen als in den USA.
Dort sorgte am gestrigen Montag ein New Yorker Professor und Ökonom namens Nouriel Roubini für wiederholte Beunruhigung. Seinen Aussagen im US-Finanzmagazin „Barron’s“ zufolge, sollen rezessionsbedingt noch Hunderte von Banken pleitegehen und zur Finanzentlastung die amerikanischen Steuerzahler folglich mit ein bis zwei Billionen Dollar belastet werden. Die USA befänden sich momentan in der zweiten Phase einer Rezession, die mindestens 18 Monate andauern werde.
Die Finanz- und Wirtschaftskrise in den USA ist demzufolge alles andere als ausgestanden und ihre weitreichenden Konsequenzen machen auch nicht vor den EU-Grenzen Halt. Der unmittelbare Betroffenenkreis ist groß. Umso mehr setzt man dieser Tage die Hoffnungen in die Geldpolitik. Noch in dieser Woche halten die wichtigsten Notenbanken der Welt ihre Sitzungen ab. Die amerikanische Federal Reserve (Fed), die Europäische Zentralbank (EZB) sowie die Bank von England werden im Laufe der Woche angesichts abflauender Konjunktur und zunehmendem Preisdruck über den geldpolitischen Kurs des jeweiligen Finanzmarktes debattieren. Die Diskussionsresultate dürften dann auch für die Zukunft der gegenwärtig schwierigen Weltwirtschaftslage nicht unbedeutend sein.
Vor allem in der Metall- und Elektroindustrie breitet sich Besorgnis aus. Die Firmen bewerten die gegenwärtige Situation so schlecht wie seit zwei Jahren nicht mehr. „Die weltweite Konjunkturabkühlung trifft die Metall- und Elektroindustrie zunehmend stärker“, sagte Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser. „In vielen Firmen reichen die Aufträge nur noch bis Jahresende.“
Weniger Aufträge bedeuten selbstverständlich weniger Arbeit und somit weniger Personalbedarf. Diese tendenzielle Entwicklung schlägt sich bereits in den Zahlen des ifo Beschäftigungsbarometers für Juli nieder. Die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen ist demzufolge im Vergleich zum Vormonat erneut gesunken.
Eine Studie der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, die alle öffentlichen Personalveränderungen von mehr als 100 Stellen untersuchte, zeigte, dass im ersten Halbjahr 2008 45.067 Jobs gestrichen, aber nur 38.450 Arbeitsplätze geschaffen worden seien. Wie „Spiegel online“ berichtete, wird die Methodik der Untersuchung aufgrund der starken Gewichtung der großen Konzerne und die alleinige Berücksichtigung von veröffentlichten Personaländerungen, bei denen für gewöhnlich Meldungen über Stellenabbau dominieren, angezweifelt. Daher halte Martin Werding vom ifo-Institut es auch für zu früh von „einer Trendwende am Arbeitsmarkt“ zu sprechen.
Ohnehin seien konjunkturelle Auswirkungen auf dem Arbeitsmarkt erst nach zwei bis drei Quartalen ersichtlich.
Trotz starkem Währungs-Wechselkurs, gibt ein Blick auf den Euro-Raum keinen triftigen Grund zum Aufatmen. Im Gegenteil, laut „Handelsblatt“ hätten sich Europas Hoffnungen sich von der in den USA ausgehenden Konjunkturkrise abkoppeln, endgültig zerschlagen. Demnach sprächen aktuelle Prognosen sogar dafür, dass sowohl Wirtschafts- als auch Gewinnwachstum der Unternehmen auf dem Euro-Markt 2008 noch niedriger ausfallen als in den USA.
Dort sorgte am gestrigen Montag ein New Yorker Professor und Ökonom namens Nouriel Roubini für wiederholte Beunruhigung. Seinen Aussagen im US-Finanzmagazin „Barron’s“ zufolge, sollen rezessionsbedingt noch Hunderte von Banken pleitegehen und zur Finanzentlastung die amerikanischen Steuerzahler folglich mit ein bis zwei Billionen Dollar belastet werden. Die USA befänden sich momentan in der zweiten Phase einer Rezession, die mindestens 18 Monate andauern werde.
Die Finanz- und Wirtschaftskrise in den USA ist demzufolge alles andere als ausgestanden und ihre weitreichenden Konsequenzen machen auch nicht vor den EU-Grenzen Halt. Der unmittelbare Betroffenenkreis ist groß. Umso mehr setzt man dieser Tage die Hoffnungen in die Geldpolitik. Noch in dieser Woche halten die wichtigsten Notenbanken der Welt ihre Sitzungen ab. Die amerikanische Federal Reserve (Fed), die Europäische Zentralbank (EZB) sowie die Bank von England werden im Laufe der Woche angesichts abflauender Konjunktur und zunehmendem Preisdruck über den geldpolitischen Kurs des jeweiligen Finanzmarktes debattieren. Die Diskussionsresultate dürften dann auch für die Zukunft der gegenwärtig schwierigen Weltwirtschaftslage nicht unbedeutend sein.
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Ergänzungen
Jaujaujau
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Warm anziehen, Diät halten und zusammenrücken — Shortine
Unbequeme Wahrheiten = Inhaltliche Ergänzung! — Shortine
Kompromißloser Klassenkampf — Trotzkist
Schon mal ins Geschichtsbuch geguckt? — @ Trotzkist
@geschichtsrevisionist — Trotzkist