Tausende lauschen Antifa-Feature
Antifa-Feature von Mono & Nikitaman bei RuhrReggea vor 7-8000 Leuten - Antifa startet heiße Phase der Mobiliserung gegen den "Anti-Islam-Kongress" von ProKöln - Das europaweite Treffen der Rassisten und Rechtspopulisten soll am 20.9. in Köln effektiv blockiert werden
Bei sonnigem Wetter lauschten 7-8000 Menschen den Bands und DJs am Eröffnungstag des diesjährigen Ruhr Reggae Summer Festivals in Mühlheim. Mainact am Eröffnungstag war die Band "Mono & Nikitamann", die auf den Festivals und Touren der letzten Jahre mit ihrem Live-Sound nicht nur viel Zustimmung von einer größer werdenden Masse von ReggeaRaggaDancehall-HörerInnen bekommen, sondern mit Statements gegen Nazis, gegen Krieg und gegen Überwachung immer wieder für Diskussionen beim geneigten Festivalpublikum sorgen.
So auch dieses Jahr: Die Menge tobt ab dem ersten Lied - selbst auf den hinteren Plätzen der Tribünen im vollen Mühlheimstadion bleibt keineR auf seinen Sitzen. Doch mitten im Programm wird es plötzlich dunkel. Nebelschwaden hüllen die Bühne in eine düstere Atmosphäre. Die Band fängt mit dem Song "Sand im Getriebe" an, einem Song gegen den Überwachungsstaat. Nach und nach tauchen Bandmitglieder aus dem Nebel auf - alle vermummt. Immer mehr Personen erscheinen auf der Bühne, vermummt Antifa-Fahnen schwenkend. Die Menge ist erst irritiert, versteht aber die Symbolik spätestens beim Songtext und nach den Ansagen im Anschluss: Man kann sich der Kontrolle entziehen, man kann und muss sich wehren.
Nach dem Song gibt es eine Ansage von Mono & Nikitman zum sogenannten Anti-Islam-Kongress der Rechtspopulisten von Pro Köln: Jene wollen einen Kongress mitten in der Kölner Innenstadt am 19.-21.9. mit RechtspopulistInnen und RassistInnen aus ganz Europa (FPÖ aus Österreich, Front National aus Frankreich, Vlaams Belang aus Belgien etc.) veranstalten. Die extreme Rechte sieht in ganz Europa in populistischen und rassistischen Kampagnen gegen "den Islam" eine Möglichkeit, an breitere gesellschaftliche Diskurse anzukoppeln.
Dagegen will ein breites Bündnis, das von linksradikalen Antifa-Gruppen bis zu Gewerkschaften reicht, auf die Straße gehen und den Kongress effektiv blockieren. Unter dem Motto "Aufgestanden. Hingesetzt. Blockiert." soll den RassistInnen der Zugang zu dem Kongressort versperrt, ihre Anreise blockiert und sie von ihrer Infrastruktur abgeschnitten werden.
"Wir sind guter Dinge", so eine Sprecherin des Antifa-KOK auf dem Reggea-Festival. "Die Antifa startet die heiße Phase der Mobilisierung. Es wird bundesweit jede Menge Infoveranstaltungen von Antifa-Seite aus geben, viele viele Blockadetrainings u.a. mit Unterstützung von Block-G8-erfahrenen Teams, und auch die Interventionistische Linke wird einiges zum hoffentlichen Gelingen der Bündnisaktion beitragen" so die Sprecherin nach der Aufführung.
"Sie werden nicht durchkommen - Köln wird blockiert" - diese Aussage von Nikitaman wurde von den tausenden ZuhörerInnen mit reichlich Applaus quittiert.
Im Anschluß gab es noch Bengalen zu dem Song "Stell Dir vor".
Rund um eine gelungene Aktion, mit der linke politische Aussagen Eingang in eine sonst als "unpolitisch" betitelte Festivalkultur erhielten.
Mehr Infos:
"Anti-Islam-Kongress" und Gegenaktivitäten - Indy Feature -
http://de.indymedia.org/2008/07/221707.shtml
Alles ausser Kontrolle - Seite von Mono & Nikitaman -
http://www.mono-nikitaman.de/
Das Antifa-Tanz-Team - Antifa-KOK -
http://www.antifakok.de/
So auch dieses Jahr: Die Menge tobt ab dem ersten Lied - selbst auf den hinteren Plätzen der Tribünen im vollen Mühlheimstadion bleibt keineR auf seinen Sitzen. Doch mitten im Programm wird es plötzlich dunkel. Nebelschwaden hüllen die Bühne in eine düstere Atmosphäre. Die Band fängt mit dem Song "Sand im Getriebe" an, einem Song gegen den Überwachungsstaat. Nach und nach tauchen Bandmitglieder aus dem Nebel auf - alle vermummt. Immer mehr Personen erscheinen auf der Bühne, vermummt Antifa-Fahnen schwenkend. Die Menge ist erst irritiert, versteht aber die Symbolik spätestens beim Songtext und nach den Ansagen im Anschluss: Man kann sich der Kontrolle entziehen, man kann und muss sich wehren.
Nach dem Song gibt es eine Ansage von Mono & Nikitman zum sogenannten Anti-Islam-Kongress der Rechtspopulisten von Pro Köln: Jene wollen einen Kongress mitten in der Kölner Innenstadt am 19.-21.9. mit RechtspopulistInnen und RassistInnen aus ganz Europa (FPÖ aus Österreich, Front National aus Frankreich, Vlaams Belang aus Belgien etc.) veranstalten. Die extreme Rechte sieht in ganz Europa in populistischen und rassistischen Kampagnen gegen "den Islam" eine Möglichkeit, an breitere gesellschaftliche Diskurse anzukoppeln.
Dagegen will ein breites Bündnis, das von linksradikalen Antifa-Gruppen bis zu Gewerkschaften reicht, auf die Straße gehen und den Kongress effektiv blockieren. Unter dem Motto "Aufgestanden. Hingesetzt. Blockiert." soll den RassistInnen der Zugang zu dem Kongressort versperrt, ihre Anreise blockiert und sie von ihrer Infrastruktur abgeschnitten werden.
"Wir sind guter Dinge", so eine Sprecherin des Antifa-KOK auf dem Reggea-Festival. "Die Antifa startet die heiße Phase der Mobilisierung. Es wird bundesweit jede Menge Infoveranstaltungen von Antifa-Seite aus geben, viele viele Blockadetrainings u.a. mit Unterstützung von Block-G8-erfahrenen Teams, und auch die Interventionistische Linke wird einiges zum hoffentlichen Gelingen der Bündnisaktion beitragen" so die Sprecherin nach der Aufführung.
"Sie werden nicht durchkommen - Köln wird blockiert" - diese Aussage von Nikitaman wurde von den tausenden ZuhörerInnen mit reichlich Applaus quittiert.
Im Anschluß gab es noch Bengalen zu dem Song "Stell Dir vor".
Rund um eine gelungene Aktion, mit der linke politische Aussagen Eingang in eine sonst als "unpolitisch" betitelte Festivalkultur erhielten.
Mehr Infos:
"Anti-Islam-Kongress" und Gegenaktivitäten - Indy Feature -
http://de.indymedia.org/2008/07/221707.shtml Alles ausser Kontrolle - Seite von Mono & Nikitaman -
http://www.mono-nikitaman.de/ Das Antifa-Tanz-Team - Antifa-KOK -
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Ergänzungen
MÜLHEIM!
aber morgen erst vor der haustür aufräumen...
„Denn die Nazis um Anmelder Oliver Hürten und den NPD- Kandidaten für Oberhausen Klaus-Dieter Brominski kündigten an, morgen (27.07.2008) wieder einen Infostand (in Mülheim) aufbauen zu wollen. Nun, dass sollen sie ruhig tun, wir werden da sein, ganz bestimmt sogar. Und deswegen wollen wir uns morgen um 10 Uhr zum Spaziergang treffen. Also: Morgen, 27.07.2008, Treffpunkt um 10 Uhr am Mülheimer Hauptbahnhof (Hauptausgang Dieter- aus- dem- Siepen- Platz), treffen zum gemeinsamen Spaziergang.
JN- Stände in die Ruhr! Keinen Fußbreit den Faschisten.“
Köln wird super!
mhh,
@kalk
Es heißt Reggae, nicht Reggea!
Infotour Termin und Aktionstraining
Infotourtermine:
- 1. August Aachen: Welthaus, An der Schanz 1, 19 Uhr
- 7. August: München: Antifa-Café im Kafe Marat, 20 Uhr
- 11. August: Siegen: Volkseigener Betrieb Politik, Kunst & Unterhaltung (VEB); Marienborner Str. 16, 20 Uhr
- 11. August: Dortmund: Hippiehaus (Silberstr. 36), 19 Uhr (ab 18 Uhr Vokü)
- 12. August: Recklinghausen, 19 Uhr, Alternatives Kulturzentrum (AKZ)
- 12. August: Wuppertal, Autonomes Zentrum, Markomannenstr. 3 (Wupp.-Eberfeld), 20 Uhr
- 14. August: Berlin-Prenzlauer Berg, 20 Uhr, Bandito Rosso ((Lottumstraße 10a)
- 14. August Herne (weiter Infos folgen)
- 15. August Berlin- Friedrichshain, 20 Uhr, K9 (Kinzigstraße 9)
- 16. August Bochum (weiter infos folgen)
- 20. August Antira Camp Hamburg (weiter Infos folgen)
- 20. August Jena (weiter Infos folgen)
- 21. August Erfurt (weiter Infos folgen)
- 27. August Detmold: Alte Pauline (Bielefelderstr.)
- 1. September: Mannheim, 21 Uhr, Jugenzentrum in Selbstverwaltung
- 2. September: Karlsruhr, 19:30 Uhr, Planwirtschaft
- 2. September: Bochum, 20 Uhr, Cafe ´ campista, Soziales Zentrum Bochum
- 3. September: Pforzheim, 20 Uhr, Infoladen c/o Cafe Havana, Maximilianstr. 96
- 4. September: Münster, 20 Uhr, F24 - Frauenstrasse 24
- 6. September: Antifa Camp OWL (Weiter Infos folgen noch)
- 15. September: Göttingen (weitere Infos folgen)
weitere Termine und Infos zum Geschehen findet Ihr unter: www.no-racism.mobi
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Super
c u in Köln!
man
an die mods
könnt Ihr den Artikel in der Rubrik Antifa verlinken?
Merci.
super aktion
@hamburg
ohje
85% der Menschen im Publikum haben wahrscheinlich der ProKöln, CDU-Faschisten, SPD-NeoFaschisten, und anderen Parteien erst zur Macht verholfen und brüllen jetzt Antifa-Lieder. Was geht hier eigentlich mit euch allen ab? Merkt ihr noch was? Woher kommen auf einmal diese Massen an Arschlöchern? Der Großteil der Jugendlichen der heute einen auf Links macht war doch die letzten Jahre wahrscheinlich noch in irgend einer Kameradschaft auf dem Dorf mit organisiert und hat Lanser gehört?! Mit denen wird der Faschismus sich sicher nicht in Luft auflösen! Antifa heißt Angriff und nicht Mitlaufen! Faschismus und SEINE URSACHEN bekämpfen! Gepose bringt niemanden etwas, auch wenn erst mal geil ist mal AntifaFahnen statt Deutschlandlappen im Wind zu sehen - Fahnen sind Fahnen - Wir wollen keine Führer!
@chorweiler
und jetzt weiter hausaufgaben machen! ;)
@kalk
und jetzt weiter hausaufgaben machen! ;)
Dann gib mir mal Nachhilfe wo sich hier die "veränderte Progressive" verdeutlicht?
Ich erkenn bei bestem Willen einfach keine Bewegung! Die Gesellschaft die du beschreibst ist für mich stagnierend. Immer am feiern und Helden zujubeln. Mal der Nationalmannschaft beim gemeinsamen Deutschland über Alles singen auf der Fanmeile, dem Papst wenn wir alles Christen sind die gegen böse Muslime sind, wenn die zu sehr zugebombt werden sind alle gegen den Irak-Krieg, dann sind wieder alle für den US-Präsidenten, Todesstrafe für Kindesschänder ist zwar eine Naziparole unterschreiben aber auch die meisten bei den Umfragen in der Bild-Zeitung, und jetzt jubeln sie halt alle mal einer Antifa-Fahne zu weil sie es geil finden sich eine Skimaske überzustreifen,...hey WO ist der Unterschied? Ich seh es direkt um mich herum. Vor einigen Jahren sich noch "unpolitisch" genannt jetzt alle ultra Antifa, das sind die gleichen Wegschauer wie immer! Die denken alle nur an sich und ihren Konsum! Immer den einfachsten Weg und am besten so geschützt wie es geht. Klar kannst du was verändern aber doch nicht mit dem selben stumpfen Brot und Spiele Prinzip in dem du einfach die Farbe der Fahne änderst? Wo klärt das denn die Leute auf??? Wo verändert das was? Das darfst du mir jetzt gerne eintrichtern wenn du kannst?!
schlechter moslem
ach scheiße, dann kenn ich ja nur schlechte moslems.
übrigens danke für deinen link. jetzt weiß ich auch endlich, wen die a-deutschen meinen mit ihrem gesülze. ihr habt euch wirklich gegenseitig verdient. pass bloss auf, dass dich kein ikhwan oder pasdaran liquidiert, weil du zufällig links bist.
..........
@chorweiler
hier geht es um die mobilisierung gegen den "anti-islam-kongress", so what? wo ist dein problem?
willst du mit deiner kleinen selektiven und elitären gruppe alleine vor dem kongress stehen oder wie stellst du dir das vor?
wie soll deiner meinung eine progressive gesellschaft überhaupt in ansätzen realisierbar sein, wenn nicht durch mobilisierung, senisbilisierung und hinzufügen neuer kräfte?
ich frag mal einfach so: wie alt bist du und inweiweit kannst du mit deiner politischen erfahrung überhaupt hinter solche prozesse schauen?
@chorweiler
woher nimmst du eigentlich diese statistischen daten? Warum bezeichnest du die CDU als faschistisch und die SPD als neofaschistisch? und warum sind Konservativismus und Sozialdemokratie überhaupt Faschismus? Das machtsoviel Sinn wie sozialistischer Liberalismus oder trockenes Wasser.
"Woher kommen auf einmal diese Massen an Arschlöchern? Der Großteil der Jugendlichen der heute einen auf Links macht war doch die letzten Jahre wahrscheinlich noch in irgend einer Kameradschaft auf dem Dorf mit organisiert und hat Lanser gehört?!"
schon wieder muss ich dich fragen, worauf du eigentlich diese soziologische Analyse von politischen jugendbewegungen aufbaust? ich weiß ja nicht aus welcher region du kommst, aber ich kenne kaum einen Genossen oder Genossin die mal in einer Kameradschaft aktiv war. Durchaus möglich, dass es einige gewesen wären wenn sie im dörflichen Umfeld sozialisiert worden wären. Aber Stadt und Land sind eben zwei unterschiedliche Sozialisierungsfelder. Wie stellst du dir das eigentlich vor mit dem Wechsel? Plötzlich sind alle links geworden, weil... Ja, warum überhaupt?
vielleicht kannst du ja ein paar deiner Gedankengänge erleutern, oder wolltest du einfach nur mal deinen "senf dazugeben"?
passt schon
macht mal weiter so.sagte ja schon bald kommt die große antifaschistische revolution wenn ihr eure massen progressiv bewegt habt. was den anti-islam-kongress angeht der kann genauso blockiert sicher nicht verhindert werden wie der G8.ändern wird sich dadurch LEIDER nichts.
balbliblubb
Reggae gegen Rassismus
Was kommt als nächstes? "Reggae gegen Schwulenfeindlichkeit?" "Punkmusik gegen Alkohol?" "Deutscher Schlager gegen Stammtische?"
Veranstaltung vorm Kongress
Veranstaltung | 18.08.2008 | 19h | Probebühne/Unikum
Wann immer es hierzulande um Einwanderung und Einbürgerung geht, nicht nur im Vorfeld des "Anti-Islam-Kongress" der Rechtspopulisten von Pro Köln, ist viel die Rede von "Leitkultur" und "Wertekonsens" zum einen, von "Toleranz" und "Multikulti" zum anderen. Nahezu alle sind sich jedoch in einem Punkt einig: Nichtdeutsche, die in Deutschland leben wollen, müssen sich integrieren.
Doch zum einen ist völlig unklar, was darunter eigentlich zu verstehen ist: Die Teilnahme an der schwäbischen Kehrwoche oder dem rheinischen Karneval? Das Pflegen vermeintlich angestammter und möglichst exotischer Folklore und Rituale? Oder das Bestehen eines Tests, an dem vermutlich die meisten autochthonen Deutschen scheitern würden? Zum anderen werden wesentliche Fragen selten bis nie gestellt: Wie ist die postnazistische deutsche Gesellschaft verfasst, in die sich die Migrantinnen und Migranten da integrieren sollen? Wie steht es um die Integrationsbereitschaft der eingeborenen Deutschen? Und wie ist es um die Fähigkeit Autochthoner wie Allochthoner bestellt, sich und andere als Individuen zu begreifen und nicht bloß als Angehörige von Kollektiven? Diesen Fragen wird Alex Feuerherdt in seinem Vortrag nachgehen.
Sebastian Voigt widmet sich im Anschluss daran den USA. Diese sind bis heute eine terra incognita im europäischen Bewusstsein und der Hass auf die Moderne ist meist mit einem starken Antiamerikanismus verbunden. Doch für Millionen Einwanderer war Amerika oft der einzige Fluchtpunkt vor politischer Verfolgung und sozialem Elend. Aufgrund der bis heute anhaltenden Einwanderung haben sich spezifische politische Strukturen herausgebildet, die es als Nationalstaat von europäischen unterscheiden. Hierzu gehört auch ein inklusives Verständnis der Staatsbürgerschaft, das immer wieder neu aushandeln muss, was es bedeutet "Amerikaner zu sein".
Amerika hat sich zur bürgerlichen Gesellschaft par excellence entwickelt und es steht paradigmatisch für eines der zentralen Probleme der Moderne: der Dialektik von Einheit und Differenz.
Insbesondere anhand von zwei Einwanderungsgruppen soll dies im Vortrag demonstriert werden: deutschen Revolutionären im 19. Jahrhundert und der jüdischen Einwanderung. Letztere bewegte sich zwischen den beiden Polen Melting Pot (Israel Zangwill) und Cultural Pluralism (Horace Kallen), die für die aktuellen Debatten in Europa über Migration, Integration und Assimilation einen großen Erkenntniswert besitzt.
Zu diskutieren und zu problematisieren ist, inwieweit die Verhältnisse eines klassischen Einwanderungslandes auf Europa und speziell auf Deutschland übertragen werden können. Insbesondere die Privatisierung der Religion, die Verschiebung in den persönlichen Bereich, wie sie in der politischen Struktur der Vereinigten Staaten inkorporiert ist, ist in der Moderne alternativlos. Zugespitzt formuliert lässt sich sagen, dass die Veränderungen, die das Judentum durchgemacht hat, im Islam noch ausstehen. Diese Veränderungen lassen sich paradigmatisch an der Geschichte der jüdischen Einwanderung in die Vereinigten Staaten zeigen.
Alex Feuerherdt, freier Journalist (u.a. Jungle World, Jüdische Allgemeine) aus Bonn
Sebastian Voigt, Historiker aus Leipzig, Autor des Buches "Die Dialektik von Einheit und Differenz. Über Ursprung und Geltung des Pluralismusprinzips in den Vereinigten Staaten von Amerika."
Montag 18.08.08 | 19h | Probebühne der Uni Köln, Universitätsstr. 16a | U9 Universität, U18 Weißhausstraße
Esst mehr Nazis