Neonazi-Sportveranstaltung in Dabendorf

Antifa Teltow Fläming 23.07.2008 01:19 Themen: Antifa
Überregionales Neonazitreffen mit rund 50 TeilnehmerInnen auf Sportplatz in Dabendorf (Zossen). Rechtsextremisten veranstalteten „nationales Fußballturnier“
Autonome Antifa Teltow-Fläming wendet sich mit offenen Brief an Bürgermeisterin und Stadtparlament
Am 12. Juli 2008 trafen sich an die 50 Rechtsextremisten aus verschiedenen Teilen Brandenburgs zu einem sog. „nationalen Fußballturnier“ auf dem Sportplatz Dabendorf in Zossen. Angereist waren Neonazis der Kameradschaftsstrukturen aus Potsdam, Königs Wusterhausen, Teltow-Fläming und dem sachsenanhaltinischen Genthin.

Ungestört von Öffentlichkeit und Polizeibehörden konnte so auf einem kommunalen Platz in Zossen/Dabendorf ein überregionales Neonazitreffen stattfinden, auf dem eine überregionale Vernetzung der Rechten gestärkt, eine neonazistische Erlebniswelt gefördert und sich die Rechtsextremisten in ihrer Ideologie bestätigen konnten.

Nach Recherchen der Autonomen Antifa Teltow-Fläming (AATF) waren unter den Teilnehmern mehrere, z.T. einschlägig verurteilte rechte Gewalttäter an dieser Veranstaltung beteiligt. Zu nennen wären hier Sebastian Glaser (aus Potsdam)[1], Dennis Härtel, Tobias Gröper, Marty Gansekow, Michael Brune und Michael Skupin (alle fünf aus Teltow-Fläming).[2]

Die Sprecherin der AATF, Tamara Levy erklärt hierzu: „Es ist unerträglich, wenn Neonazis sich in öffentlichen Sportstätten treffen, um sich gegenseitig in ihrer menschenverachtenden Ideologie zu bestätigen. Wir werden das nicht als Normalzustand hinnehmen, vielmehr muss versucht werden auf allen Ebenen und mit vielfältigen Mitteln so etwas zukünftig zu verhindern.“

Aus diesem Grund wurde ein offener Brief an die Zossener Bürgermeisterin Frau Michaela Schreiber sowie Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung entworfen, um diese über die skandalösen Vorkommnisse zu informieren, um zu erfragen ob und durch wen den Neonazis erlaubt wurde, die Sportfläche zu nutzen und wie die Stadt Zossen zukünftig verhindern will, dass Sportanlagen der Stadt für rechte Vernetzungs- und Sportveranstaltungen missbraucht werden.

Gerade im Hinblick auf den geplanten Strukturausbau der NPD[3] im Landkreis Teltow-Fläming bzw. in der Stadt Zossen im speziellen, sollte die Kommunalpolitk deutliche Zeichen gegen Rechtsextremismus und Rassismus setzen!

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Der offene Brief:

Sehr geehrte Frau Michaela Schreiber,

Am 12. Juli 2008 trafen sich an die 50 Rechtsextremisten aus verschiedenen Teilen Brandenburgs zu einem sog. „nationalen Fußballturnier“ auf dem Sportplatz Dabendorf in der Goethestraße in Dabendorf/Zossen.

Angereist waren Neonazis der Kameradschaftsstrukturen aus Potsdam, Königs Wusterhausen, Teltow-Fläming und dem sachsenanhaltinischen Genthin. Ungestört von Öffentlichkeit und Polizeibehörden konnte so auf einem kommunalen Platz in Dabendorf/Zossen ein überregionales Neonazitreffen stattfinden, auf dem eine überregionale Vernetzung der Rechten gestärkt, eine neonazistische Erlebniswelt gefördert und sich die Rechtsextremisten in ihrer Ideologie bestätigen konnten.

Nach unseren Recherchen waren unter den Teilnehmern mehrere, z.T. einschlägig verurteilte rechte Gewalttäter an dieser Veranstaltung beteiligt, auch Mitglieder der Kameradschaft „Freie Kräfte Teltow-Fläming“[4]. Wir finden es unerträglich, wenn Neonazis sich in öffentlichen Sportstätten treffen können, um sich gegenseitig in ihrer menschenverachtenden Ideologie zu bestätigen. Wir werden das nicht als Normalzustand hinnehmen, vielmehr muss versucht werden auf allen Ebenen und mit vielfältigen Mitteln so etwas zukünftig zu verhindern.

Wir wenden uns mit diesem offenen Brief, der auch an lokale Medien und Öffentlichkeit ging, an sie aus verschiedenen Gründen. Zum einen wollen wir sie über diese skandalösen Vorkommnisse informieren. Andererseits wollen wir sie nicht aus der Verantwortung entlassen und fordern eine Aufklärung, wie es dazu kommen konnte. Unserer Ansicht nach besteht dringender Handlungsbedarf, wenn diese Veranstaltung vom zuständigen Platzwart genehmigt worden war. Wissen sie ob, und wenn ja, durch wen den Neonazis erlaubt worden war, den Sportplatz zu nutzen? Wie wollen sie zukünftig verhindern, dass Sportanlagen der Stadt für rechte Vernetzungs- und Sportveranstaltungen missbraucht werden?

Wir fordern, dass nun von der Kommunalpolitik in Zossen eindeutige Zeichen gegen Rechtsextremismus und Rassismus gesetzt werden. Gerade im Hinblick auf den geplanten Strukturausbau der NPD[5] im Landkreis Teltow-Fläming bzw. in der Stadt Zossen im speziellen, sind diese Zeichen dringend notwendig, um zu Zeigen das Rechtsextremismus und Neonazismus keinen Platz in unserer Gesellschaft haben.

Mit freundlichen Grüßen,
Tamara Levy von der Autonomen Antifa Teltow-Fläming [AATF]

[1]  http://outing-potsdam.antifa.net/personen/sebastian_glaser/index.html
[2]  http://art-tf.atspace.org/
[3]  http://npd-dahmeland.de/
[4]  http://art-tf.atspace.org/
[5]  http://npd-dahmeland.de/
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und

was 23.07.2008 - 09:22
haben die da gemacht? laut artikel fussball gespielt? ist ja wahnsinnig spektakulär. das muss unbedingt in zukunft verhindert werden.

ja muss es!

tut nichts zur sache 23.07.2008 - 09:52
ja, es muss verhindert werden das nazis öffentlich auftreten und irgendwelche veranstaltungen durchführen!

@tut nichts zur sache

Einfacher Text oder HTML? 23.07.2008 - 10:36
jetzt bleib mal auf dem teppich. ich weiss persönlich ja auch nicht mehr, als in dem artikel steht. aber wieso willst du wem das fussballspielen verbieten, wegen seiner meinung, die damit überhauptnix zu tun hat? dafür ist der fussballplatz ja nunmal da und wenn es um die vergabe von nutzungszeiten bei solchen einrichtungen geht, spielt die politische ausrichtung des nutzers nunmal keine rolle bzw. darf sie es gar nicht spielen weil laut gg niemand wegen seiner politischen ansichten benachteiligt werden darf. also was soll die ganze aufregung um nix?

nur Sport

egal 23.07.2008 - 10:45
Na wenn se nur Fußball spielen dann tun se wenigstens was für die Gesundheit und machen keinen anderen Mist. Man kann ja wohl auch nichts das Atmen verbieten.

weichzeichner

wech 23.07.2008 - 11:06
wenn ma der weichzeichner weggenommen wird ("nur Fußballspielen"), könntet ihr lesen, dass es ein "nationaler" sporttag war, halloo, natürlich gehört das verhindert! "die wolln ja nur spielen" geht ja garnich, vor allem nicht vor dem hintergrund der "einsickerns" der nasen in sportvereine uä....

ihr wolltet es verhindern?

eman 23.07.2008 - 11:34
wo war denn die antifa?
hat sich beim bürgermeister ausgeheult,aber das wars dann auch oder was?
oh leute,das ist wohl n schlechter witz.auch ohne die gleiche anzahl vonleuten hätte man da was machen können.man hätte die tore für den entsprechenden tag "klauen" können,man hätte stinkbomben und rauchfakeln zünden können,was weiß ich was.
aber was wird gemacht: sich ausgeheult.
und ich dachte antifa heißt angriff...

fascho-scheiß

........... 23.07.2008 - 12:05
bitte den Fascho-Scheiß LÖSCHEN!!

20:0

elvira 23.07.2008 - 16:27
Hallo Leute, warum habt ihr keine anständige Mannschaft auf die Beine gestellt und die Nazis 20:0 geschlagen? besser als bei der Bürgermeisterin zu petzen und denunzieren.

@Pünktchenbubi

Salg 23.07.2008 - 18:23
Der wahre Fascho bist du!

nicht nur aus brandenburg und sachsen-anhalt

noname 24.07.2008 - 12:38
bei dem fussbalspiel waren nicht nur faschos aus den genannten gegenden anwesend. Auch aus leipzig stellte die JN nen paar nasen zum "ballmanöver" zusammen.

ps.: zu all diesen "die wollen nur spielen"-sinnlos-kommentaren; wenn ihr euch mal den artikel beim "Freien Netz Leipzig" durchlest wisst ihr warum treffen wie diese verhindert werden sollten.
oder sagt ihr beim näxten RAC-Konzert auch "naja, da machen die wenigstens keinen mist und bleiben unter sich.." BULLSHIT!

Nazis wegkicken!