Fotos: Spreeparade am 12. Juli
Beim Bürgerbegehren "Mediaspree versenken" stimmten 87% für den Antrag der Initiative und damit deutlich gegen die Bebauungspläne des Spreeufers mit Glaspalästen, Luxus-Wohnungen und Büros. Bereits am Samstag zogen tausende mit einer Spreeparade durch den Kiez.
Fotos unter:
http://www.umbruch-bildarchiv.de/bildarchiv/ereignis/120708spreeufer_fuer_alle.html
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Nach dem Erfolg des Bürgerentscheids gibt es heute einen demonstrativen Umtrunk um 17 Uhr im Osthafen, Nähe Elsenbrücke. Parallel tagt im 29. Stock des gegenüberliegenden Allianztowers ein Workshop über die Standortentwicklung der Rummelsburger Bucht, zu dem Senator Harald Wolf verschiedene Akteure aus Wirtschaft und Verwaltung eingeladen hat. Die Initiative verspricht eine Überraschung.
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Ergänzungen
move on ....
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Montag, 14. Juli, 17 Uhr, Umtrunk im Osthafen (Nähe Elsenbrücke, gegenüber Allianztower)
Sämtliche Initiativen, die die Kampagne Mediaspree Versenken! unterstützt haben, sind zum Umtrunk eingeladen. Anschließend bekommt jede Initiative ein kleines Präsent. Außerdem: Pressetermin zur Information über das weitere Vorgehen der Initiative und den rigiden Umgang der Behala mit seinen Grundstücken und den öffentlichen Interessen. Beispiel: Osthafen. Parallel dazu tagt im 29. Stock des gegenüberliegenden Allianztowers ein Workshop über die Standortentwicklung, zu dem Senator Harald Wolf verschiedene Akteure aus Wirtschaft und Verwaltung eingeladen hat. Als Wirtschaftssenator sehen wir Harald Wolf als politisch Verantwortlichen für den Umgang mit den landeseigenen Grundstücken an der Spree.
Quelle:
TUB: Mediaspree - "Latte oder Schultheiss"?
Studierende der TU Berlin diskutieren neue Methoden der Planung
"Latte oder Schultheiss" - fragen 15 Studierende des Fachgebietes Entwerfen, Architektur im globalen Zusammenhang (Habitat Unit) der TU Berlin provokativ in ihrer Einladung zur Seminarendpräsentation. Ein Jahr lang haben sie untersucht, wie sich Gentrifizierung ("Yuppiesierung") in verschiedenen Berliner Kiezen auswirkt. Sie überlegten sich Lösungen für das derzeit wohl am meisten von Veredlung betroffene Gebiet zwischen Oberbaum- und Elsenbrücke - derzeit besser als Teil des heftig diskutierten Projektes "Mediaspree" bekannt.
"Die Studierenden haben sich erst einmal grundsätzlich damit auseinandergesetzt, was der Begriff 'Gentrifizierung' für Berlin bedeutet", sagt Dipl.-Ing. Arch. Paola Alfaro d' Alençon, die Dozentin der Veranstaltung. Nachdem sich die Studierenden im Sommersemester 2007 mit den Gebieten Savignyplatz, Wrangelkiez und Simon-Dach-Straße beschäftigt hatten, fiel ihre Wahl zur Vertiefung des Themas auf das Gebiet "Mediaspree".
Im Vordergrund der Untersuchungen standen Fragen zur Veränderung des Wohnungsneubaus: Wie wird zum Beispiel alte Bausubstanz den Anforderungen neuer Besuchergruppen angepasst? Wie könnte integratives Planen aussehen und außerdem noch wirtschaftlich sein? Ihre Ideen zum "Akteursmanagement" wollen die Studierenden einen Tag nach der Abstimmung zum Bürgerbegehren vorstellen und mit ortskundigen Akteuren u.a. dem Geschäftsführer des Vereins "Regionalmanagement Mediaspree", Christian Meyer diskutieren.
Journalistinnen und Journalisten sind herzlich zu der Präsentation eingeladen:
Zeit: Montag, dem 14. Juli 2008, 12.00 bis 15.00 Uhr
Ort: Halle 4, Institut für Architektur, Habitat Unit, Straße des 17. Juni 152, 10623 Berlin
Quelle:
Farbeutel auf Mc Donalds
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Was sonst noch in Berlin los ist...
Vorgeschichte ("Spiegel" vom Samstag):
rbb-Bericht von heute:
Villenkauf: Verfassungsschutz äußert sich
Das Bundesamt für Verfassungsschutz hat sich am Montag erstmals zum Kauf einer Villa in Berlin-Zehlendorf durch einen schwedischen Rechtsextremisten geäußert.
Die Sprecherin der Behörde sagte, den Sicherheitsbehörden sei noch unklar, ob das Haus zu einer Schaltstelle für Neonazis aus ganz Europa gemacht werden solle. Über Konsequenzen aus dem Immobilienkauf könne man noch nichts sagen. Die Behörde behalte die Vorgänge aber im Auge.
Der Unternehmer aus dem südschwedischen Jönköping gilt als eine Führungsfigur im europäischen Rechtsextremismus. Am Wochenende waren Befürchtungen laut geworden, dass die Arbeit einer rechten Stiftung künftig von dort aus gelenkt werden könnte.
***PROTEST AM SONNTAG GEGEN BUNDESWEHR-GELÖBNIS VORM REICHSTAG
"Sicher sind auch Aktionen geplant, um den reibungslosen Ablauf der Zeremonie durcheinander zu bringen." (antifa.de)
"Das Gelöbnis erinnert an finsterste Zeiten deutscher Geschichte. Vorrangiges Ziel ist es, dem "neuen Deutschland" eine Rückkehr zu den "Großen" zu ermöglichen, die im globalisierten Kapitalismus um Einfluss und Märkte ringen."
"Die neue Inszenierung vor dem Reichstag passt hervorragend zur Verklärung der eigenen Rolle als "Friedensarmee", die angeblich im Interesse der Bevölkerung handelt. Doch dieser "Frieden" bedeutet für unzählige Menschen nichts anderes als Elend, Verwüstung und Tod. Die "moderne" Bundeswehr soll den weltweiten Zugriff auf Ressourcen sichern und Migrationsbewegungen kontrollieren."
"Wir werden die Bundeswehr mit unserer Gegnerschaft konfrontieren und aus dem Gleichschritt bringen!"
Die Auftaktkundgebung der Demonstration gegen das Gelöbnis (Veranstalter: einige Antifa- und andere autonome antimilitaristische Gruppen) ist am 20.7. um 17h am Brandenburger Tor. Leute, die vorher die Wasser-/Gemüseschlacht besuchen, schaffen es also noch rechtzeitig sich umzuziehen und an den Störaktionen gegen das Gelöbnis teilzunehmen. Es wird empfohlen, nicht einfach nur an der Demo teilzunehmen (Konsumieren), sondern gerade dezentrale Aktionen, welcher Natur auch immer, werden den Protest gegen das Gelöbnis ins Blickfeld der Öffentlichkeit rücken können. Seid Aktiv!
siehe:
Protest gegen Bundeswehr-Gelöbnis geplant
Unter dem Motto "Stopp den Kriegseinsätzen! - Gegen die Militarisierung des Alltags" wollen sich die Teilnehmer um 17 Uhr vor dem Brandenburger Tor treffen, wie die Antifaschistische Linke Berlin (ALB) am Montag mitteilte. Anschließend ist geplant, zum Denkmal für die vom NS-Regime ermordeten Reichstagsabgeordneten zu ziehen, das sich direkt am Reichstag befindet. Der Polizei liegt eine Anmeldung zu der Demonstration vor, die derzeit geprüft werde.
Nach Angaben des "Gelöbnix-Bündnisses" sind Aktionen geplant, "um den Ablauf der Zeremonie durcheinanderzubringen". Eine Sprecherin sagte, die Proteste gegen die Bundeswehr würden "unüberhörbar" sein.
Weiträumige Absperrung notwendig
Zu dem ersten Gelöbnis von Bundeswehr-Rekruten vor dem Reichstag anlässlich des 64. Jahrestags des gescheiterten Attentats auf Adolf Hitler werden rund 3000 geladene Gäste erwartet. Der Platz der Republik soll für die Zeremonie weiträumig abgeriegelt werden. Wegen des geplanten Ausmaßes und der Dauer der Sperrung des Gebiets zwischen Hauptbahnhof und Brandenburger Tor hatte das zuständige Bezirksamt Mitte zunächst eine Erlaubnis für die Veranstaltung verweigert. Nach bundesweit heftiger Kritik an der kommunalen Behörde einigten sich beide Seiten auf einen Kompromiss.
Seit 1999 werden in Berlin zum Jahrestag des Attentates der Widerstandsgruppe um Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg öffentliche Gelöbnisse von Bundeswehrrekruten abgehalten.
Demonstranten wollen Gelöbnis stören
Zu dem Aufzug unter dem Motto „Stopp den Kriegseinsätzen – Gegen die Militarisierung des Alltags“ werden tausend Teilnehmer erwartet. Nach Vorstellung der Anmelderin soll die Demonstration um 16.30 Uhr am Brandenburger Tor beginnen und nur eine kurze Strecke bis zur Scheidemannstraße am Reichstag führen.
Aus der beantragten Demoroute dürfte jedoch nichts werden. Denn Polizei und Feldjäger der Bundeswehr werden das Areal um den Reichstag bereits ab dem frühen Sonntagmorgen weiträumig absperren. Man sei deshalb mit den Demonstrationsveranstaltern über Alternativrouten im Gespräch, hieß es gestern bei der Polizei. Am Donnerstag soll es ein Treffen mit der Anmelderin geben.
Gestern sahen sich Vertreter der Bundeswehr und des Bezirksamts Mitte das Gelände vor dem Reichstag bei einer Ortsbegehung an. Denn die Veranstaltung muss innerhalb von wenigen Tagen neu organisiert werden, da das Grünflächenamt des Bezirksamts das Gelöbnis vor dem Reichstag zunächst untersagt hatte. Erst auf Intervention des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit (SPD) in der vergangenen Woche wurde dann doch die Bewilligung erteilt. Die Bundeswehr hatte nämlich schon geplant, das Gelöbnis erneut im Bendlerblock zu vollziehen, wo an die Widerstandskämpfer vom 20. Juli 1944 erinnert wird.
Nun sollen die rund 500 Rekruten, die in der Julius-Leber-Kaserne in Berlin stationiert sind, vor dem Reichstag geloben. Die Veranstaltung beginnt voraussichtlich statt um 19 Uhr erst um 19.30 Uhr. Es müsse mehr Zeit für Transporte eingeplant werden, da für die Angehörigen wie geplant vor dem Gelöbnis ein Empfang im Bundesverteidigungsministerium an der Stauffenbergstraße stattfinden werde, sagte ein Bundeswehr-Sprecher. Die Familienangehörigen werden dann per Bus zum Reichstag gefahren. Nach dem Einmarsch der Rekruten wird Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) eine etwa 20-minütige Rede halten. Anschließend findet das Gelöbnis, gefolgt von Musik und persönlichen Dankes-Worten des Bundesverteidigungsministers Franz-Josef Jung (CDU) an einige Soldaten statt. Die Veranstaltung wird rund eine Stunde dauern.
Ab wann die Straßen rund um den Reichstag gesperrt werden, ist noch nicht klar. Sie dauern voraussichtlich bis 24 Uhr. Wie weit die Sperrungen ausgedehnt werden, werde sich erst in den nächsten Tagen entscheiden, sagte eine Polizeisprecherin. Mit mehreren Kontrollen soll aber verhindert werden, dass Demonstranten auf den Platz für die geladenen Gäste gelangen. Im Jahr 1999 hatten sich junge Frauen und Männer mit Presseakkreditierung Zugang zum Bendlerblock verschafft und waren während der Veranstaltung nackt über den Platz gelaufen.
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Eine junge Tradition
1996 fand ein öffentliches Gelöbnis von Bundeswehr-Rekruten erstmals nach der Wende in Berlin statt. Am 31. Mai gelobten Soldaten vor dem Schloss Charlottenburg. Während der Veranstaltung kam es zu heftigen Auseinandersetzung zwischen Polizei und Militär-Gegnern. Zwei PDS-Abgeordnete wurden vorübergehend festgenommen.
1997 sollte ein öffentliches Gelöbnis am 24. Oktober in der Zitadelle Spandau stattfinden. Der Bezirk stimmte zu, die Bundeswehr sagte die Veranstaltung dann wieder ab.
1998 gelobten Soldaten vor dem Roten Rathaus. Während der Veranstaltung am 10. Mai kam es erneut zu Protesten. Der damalige Bundesvorsitzende der Grünen, Jürgen Trittin, erklärte auf der Demo, die Bundeswehr stelle sich damit selbst in die Tradition der Wehrmacht. Er bekam mächtig Ärger und konnte seinen Rücktritt nur knapp verhindern.
1999 fand das Gelöbnis erstmals im Bendlerblock an der Stauffenbergstraße statt. Militär-Gegner hatten sich Zugang verschafft und rannten nackt über den Platz.
In den Folgejahren wurde das Gelöbnis stets im Bendlerblock veranstaltet.