Berlin: 2 mal verhaftet auf einer Demo

antirep 12.07.2008 18:00 Themen: Repression
Berlin: Unglaublich, aber wahr! 2 mal verhaftet auf einer Demonstration.
Bei der Antirepressionsdemo in Berlin am 10.07. `08 wurde ein Anarchist 2 mal verhaftet, sein Begleitung 2 mal zu Boden geworfen...
ZEUGEN GESUCHT!!
Bei der Antirepressionsdemo in Berlin am 10.7. '08 wurde eine Person zweimal verhaftet.
Das erste mal wurde der „martialisch aussehende Anarchist“ (so wurde er in einem vorangegangenen Artikel bezeichnet; siehe  http://de.indymedia.org/2008/07/221927.shtml ) als er nach gut 100 Metern einen Zivi fotografierte. Dieser verlangte die Löschung des Fotos, bzw. die Herrausgabe der Kamera. Beides verweigerte die Person.
Daraufhin wollte der Zivi die Person festnehmen, wobei ihm weitere Polizisten zu Hilfe eilten. Mit vereinten Kräften wurde die Person weggeschliffen.
Dabei wurde eine weibliche Person zu Boden geworfen. Der inzwischen aufmerksam gewordene Demonstrationszug versuchte einzugreifen, wurde aber von der Polizei daran gehindert.
Der Anarchist wurde in einen Kamerwagen gezerrt und abtransportiert.
Kurze Zeit später wurde er auf freien Fuß gesetzt, ohne dass das Foto gelöscht oder die Kamera beschlagnahmt wurde.
Die Person nahm an der weiteren Demonstration teil. Nachdem die Demonstration vom Veranstalter beendet wurde, stürmte die Polizei in die Demo und nahm mehrere Punks wegen Stahlkappenschuhen fest. Darunter auch erneut jener Anarchist. Er hielt sich allerdings nicht in der Demonstration, sondern vor dem Fronttranspi auf. Bei seiner Festnahme wurde die Selbe weibliche Person erneut zu Boden geworfen und erlitt durch die über sie hinweg rennenden Einheiten nicht unerhebliche Verletzungen.
Das schizophrene an diesem Verhalten der Polizei ist, dass der Anarchist natürlich die ganze Zeit Stahlkappenschuhe trug. Auch bei seiner ersten Verhaftung. Und immer noch, als er wieder freigelassen wurde. Daher ist es absolut unverständlich, warum dies nach beendeter Demonstration genutzt wurde um ihn erneut zu verhaften. Hätte mensch das nicht beim ersten mal klären können?
Und warum muss mensch wegen einer Ordnungswidrigkeit weitere Personen verletzen?

Und zu dem Typ (vermeintlich Antifa, jedenfalls in schwarz) der meinte, wie mensch so blöd sein kann mit Stahlis auf ne Demo zu gehen:
1. ist es für Leute die nicht aus Berlin kommen, nicht unbedingt klar, dass mensch keine
Stahlis auf Demos tragen darf
2. haben manche Leute nur ein Paar Schuhe
3. wer sich VeganShoes leisten kann, so wie du, kann ja ma für solche Leute spenden
4. will sich einfach nicht jeder den Represionen der Polizei, und nix anderes ist diese
Auflage, beugen

Und nun kommt ihr ins Spiel:
Bitte meldet euch, wenn ihr eine, oder sogar beide Verhaftungen und / oder das Niederstoßen / Überrennen der weiblichen Person beobachtet habt unter unten stehender Emailadresse.. Wir bereiten Anzeigen gegen die Polizei vor und benötigen möglichst viele Zeugen. Wer der Sache nicht traut, und sich deshalb nicht direkt bei uns melden will, kann sich auch beim Berliner EA melden , der das an uns weiterleitet.

Auf  http://www.carookee.com/forum/WISP/4/21788051#21788051, ist auf den Fotos 52 bis 56 die erste Festnahme dokumentiert, da könnt ihr sehen, um welche Personen es sich handelt.

Weitere Artikel auf Indy:
 http://de.indymedia.org/2008/07/221927.shtml
 http://de.indymedia.org/2008/07/221880.shtml
 http://de.indymedia.org/2008/07/221875.shtml


Adresse des Berliner Ermittlungsausschuss (EA-Berlin):
Gneisenaustr. 2a (Mehringhof)
10961 Berlin (U-Bahnhof Mehringdamm)
Tel.: 030 / 692 22 22
Sprechstunde: Dienstags zwischen 20:00 und 22:00 Uhr

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BLN: Internationales Nazi-Zentrum geplant!

Antifa 12.07.2008 - 18:21
Nach Informationen des "Spiegels" hat der international führende Nazi Patrik Brinkmann aus Schweden in Berlin eine Villa gekauft! Das Luxushaus im Bonzenviertel Zehlendorf soll mehr als 3 Mio. Euro gekostet haben. Patrik Brinkmann ist eine der wenigen Führungspersonen im internationalen Rechtsextremismus und unterhält auch genügend Kontakte zur NPD. Der Verfassungsschutz vermutet, dass die Villa in Berlin zu einem internationalen Nazi-Zentrum ausgebaut werden wird, was enorme Auswirkungen auf den Rechtsextremismus in Berlin und Umland hätte!
Die geplante Nazi-Schaltzentrale (von hier würden laut Vfs Nazi-Aktivitäten in ganz Europa gepant werden) muss verhindert werden! Hier sind (nicht nur) die Berliner Antifa-Strukturen gefragt. Erstmal muss die Info jetzt aber möglichst viele Antifas erreichen, danach sollte sich so schnell wie möglich überlegt werden, wie man vorgeht!

der Artikel:  http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,565490,00.html

festnahme =/= verhaftung

pöh 12.07.2008 - 18:44
nicht das gleiche.

Festnahme, In-Gewahrsamnahme und Verhaftung

cop-rechercheur 12.07.2008 - 22:20
"Verhaftet" kann ein Mensch nur, wenn es einen (richterlichen) Haftbefehl gibt. Das ist eigentlich nur der Fall nach Verurteilungen bzw. wenn Flucht- und Verdunklungsgefahr besteht - und generell bei Angeklagten in Tötungs- und versuchten Tötungsdelikten - aber wie gesagt: Nur durch Haftrichter.

"Festgenommen" können Menschen, wenn sie verdächtigt werden, eine Straftat begangen zu werden. Eigentlich nur unter bestimmten Voraussetzungen, auf Demos etc. lautet jedoch das Prinzip: Wenn eine Straftat begangen wurde und Du standest daneben, kannst Du generell ersteinmal von den PolizistInnen festgenommen werden. Das die angeblich begangene Straftat dann jedoch auch weiterverfolgt wird, ist häufig nicht der Fall.

"In-Gewahrsamnahm": Personen können ins polizeiliche Gewahrsam genommen werden, beispielsweise um Straftaten vorzubeugen (Vorbeuge-Gewahrsam) und um die Personalien festzustellen. Menschen, die sich in einem Polizeikessel (beispielsweise zur Personalienfeststellung durch die BFEler) befinden, sind zumeist auch in einem Gewahrsam. In-Gewahrsamgenommene müssen also keiner Straftat beschuldigt werden! Teilweise sind diese "In-Gewahrsamnahmen" daher willkürlich.

Auf Demos werden Protestler häufig auch bereits wegen Ordnungswidrigkeiten festgenommen, anschließend dann in Gewahrsam genommen, "um weitere Straftaten (die Person hatte garkeine Straftaten begangen) zu verhinden".

Gruß, cop-rechercheur

Ist doch ok

Karl 12.07.2008 - 22:41
Sagt ma steht da Klugscheißer gesucht, oder Zeugen gesucht?
Ihr wisst doch was gemeint ist. Nämlich Festgenommen.
Also wenn ihr nix sinnvolles beitragen könnt, haltet einfach die Klappe.

Hungern für den geraubten Sender Roj TV

Badische Zeitung 14.07.2008 - 21:40
Freiburg: Hungern für den geraubten Sender Roj in kurdischer Sprache

Recht routinemäßig, mit den üblichen schnoddrigen Argumenten, hat Schäuble den Sender Roj schließen lassen, den einzigen in kurdischer Sprache. Angeblich sieht man bei einer Aufnahme den derzeitigen Führer der PKK mit Kämpfenden um das Feuer tanzen. Sonst werde öfter gegen den türkischen Staat gehetzt und - in welcher Forma auch immer- zum Eintritt in die PKK geworben. Dass das nach allgemeiner Aussage vielleicht fünf Prozent der gesamten Sendungen an eiinem Tag ausmacht, wird nicht verraten.Offenbar hängen viele Kurden gerade an dieser Glotze, weil gerade die zur Verfügung stehenden türkisch-sprachigen Sender ihrerseits vor Chauvinismus knacken und bei ARD und ZDF und sat1 eben herzlich wenig über Anatolien und Ararat vorkommt.

Dass Schäubles Schuss nach hinten losgegangen ist, und gerade durch das Verbot sich Personen kurdischer Abstammung bestätigt sehen, am Kampf der PKK sei doch was Unterstützenswertes, zeigt der Hungerstreik in Freiburg.

Sieben Kurden sind dort wegen des vom Bundesinnenministerium erlassenen Verbots für drei Tage in den Hungerstreik getreten. Vor der Mensa an der Rempartstraße hat der Mesopotamische Kultur-Verein von Freiburg seinen Proteststand aufgebaut. Eine rund 30-köpfige Gruppe harrt unverdrossen aus. "Uns reicht es jetzt mit dem Verbot kurdischer Medien", steht auf einem großen Transparent, und "Roj TV, Stimme des Friedens". Daneben hängt ein großes Bild des inhaftierten PKK-Führers Abdullah Öcalan, was aber keineswegs heißen soll, dass hier entschlossene PKK-Leute zusammenklumpen. Öcalan bedeutet offenbar auch den "gewöhnlichen" Kurden mehr, als einem Schäuble lieb sein kann.

Auf die Entführung der drei Deutschen am Ararat angesprochen, sagt Selami Resul vom Mesopotamischen Kultur-Verein, das sei nicht überraschend. Eine junge Frau übersetzt, was er und andere in der Gruppe sagen. "Die deutsche Presse hat das Anliegen der Kurden nicht wichtig genommen." Die Entführung sei die einzige Möglichkeit, angehört zu werden, um zu zeigen, dass die deutsche Regierung einen Fehler mache, indem sie Partei für die Türkei ergreife.

Der Dachverband kurdischer Vereine in Deutschland hat vor einigen Wochen zum Tourismusboykott gegen die Türkei aufgerufen, erzählen die Männer.

Kontakt zur verbotenen PKK hätten sie nicht, sagt Selami Resul. Aber Öcalan sei für mehr als vier Millionen Kurden der Anführer, ergänzt ein junger Mann. Dass das ausreicht, um den Vrfassungsschutz des Landes zu mehr oder weniger wohlwollenden Blicken auf den mesopotamischen Kulturverein einzuladen, muss nicht eigens betont werden.

Seit Mittwoch haben die Hungerstreikenden nichts gegessen, bis heute, 19 Uhr, werden sie durchhalten. Um 18.15 Uhr startet eine Kundgebung durch die Innenstadt. "Ich protestiere gegen das Verbot von Roj TV", sagt die jüngste der Streikenden. Die Menschen am Zelt sagen, der Sender sei ihre einzige Stimme und bringe ihnen ihre Kultur nahe- und es sei ihnen ziemlich egal, was ein Innenminister über ihren Sender denke.

13.7 Neue Rheinische Zeitung: Geiselnahme sei grundsätzlich abzulehnen, „Frieden wird dadurch nicht geschaffen. Erforderlich ist vielmehr Vertrauensbildung“, erklärt dazu das Komitee für Grundrechte und Demokratie in Köln. Laut Außenminister Steinmeier werde die Bundesregierung die geforderte Erklärung allerdings wohl nicht abgeben. Zu befürchten seien deshalb militärische Befreiungsversuche, bei denen die Geiseln und die Entführer getötet werden könnten, der PKK die Schuld gegeben und die Möglichkeit für eine friedliche Lösung der Kurdenfrage weiter verbaut werde. „Man kann der PKK nur raten, die Geiseln sofort und bedingungslos freizulassen“, erklärt das KGD. „Unabhängig von der Geiselnahme fordern wir aus politischen Gründen vom Bundesinnenminister die Aufhebung des Verbots des kurdischen Roj-TV und die Einstellung der Repression gegen die kurdischen Einrichtungen.