NPD-Kundgebung in Bayreuth verhindert
Am 27.6.2008 hatte die NPD-Oberfranken eine Wahlkampfkundgebung anlässlich der im September stattfindenden bayerischen Landtagswahlen in der Bayreuther Maximilianstr. 6 angemeldet. Hierzu sollten neben einem Infotisch Reden von Sascha Roßmüller (stellvertretender Bundesvorsitzender) und Kai Limmer (Parteivorsitzender Oberfranken) durchgeführt werden.
Auf 16 Uhr hatte die NPD Oberfranken ihren Treffpunkt vor dem oberfränkischen Regierungsgebäude per Homepage verkündet. Stattliche 3 Nazis + einem Auto (Kennzeichen BA-BL 600) fanden sich zu diesem Treffpunkt ein, wo bereits etwa 100 Nazi-GegnerInnen warteten. Etwa 25 Personen besetzten per Sitzblockade einen Teil des für die NPD-Kundgebung abgesperrten Platzes und mussten daher ihre Personalien abgeben. Während die unter Polizeischutz stehenden NPD-Aktivisten auf 7 Leute anwuchsen, wuchs die Gruppe der spontan und ohne Anmeldung zusammengekommenen NPD-Gegner auf etwa 300 Leute an. Die Anzahl ist unter dem Aspekt erwähnenswert, da im Vorfeld der Veranstaltung keinerlei Hinweise darüber in der Lokalpresse zu finden waren. Die Gruppe setzte sich größtenteils aus StudentInnen zusammen und machte ihren Unmut über die unerwünschten Gäste durch Gesänge, bunte Luftballons und Trillerpfeifen Luft. Jeder Versuch einer Rede durch die Nazis wurde von den Trillerpfeifen übertönt. Ursprünglich hatte die NPD ihren Stand für 3 Stunden angemeldet, doch nach 2 Stunden ließ die Polizei das USK herankarren und beendete aus Sicherheitsgründen die Veranstaltung der NPD.
Da die NPD keine einzige Rede durchführen konnte und der Info-Tisch wegen der Polizei- und Nazi-GegnerInnen-Präsenz unzugänglich für vermeintlich Interessierte war, ist der Tag als Erfolg gegen die Propaganda der oberfränkischen NPD zu werten.
Die Lokalpresse äußerte sich positiv über die Verhinderung der NPD-Propaganda.
Die Polizei erwägt Untersuchungen aufgrund der unangemeldeten Versammlung.
Hier ein Video der Lokalpresse:
http://www.nordbayerischer-kurier.de/videos/0_887_1026/details_81.htm
Da die NPD keine einzige Rede durchführen konnte und der Info-Tisch wegen der Polizei- und Nazi-GegnerInnen-Präsenz unzugänglich für vermeintlich Interessierte war, ist der Tag als Erfolg gegen die Propaganda der oberfränkischen NPD zu werten.
Die Lokalpresse äußerte sich positiv über die Verhinderung der NPD-Propaganda.
Die Polizei erwägt Untersuchungen aufgrund der unangemeldeten Versammlung.
Hier ein Video der Lokalpresse:
http://www.nordbayerischer-kurier.de/videos/0_887_1026/details_81.htm
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen
dazu auch
Links
@Identifikation
weiter unten bei den Ergänzungen..
Winfried Breu
"Die Kameradschaft Lichtenfels wurde 1998 von dem NPD-Funktionär Winfried Breu gegründet. Die rund 20 Mitglieder stammen meistaus der örtlichen Naziglatzen-Szene. In den Flugblättern der Kameradschaft werden führende Politiker der "etablierten Parteien" sowie die Sicherheitsbehörden verunglimpft. Die regelmäßigen Zusammenkünfte der Gruppierung werden ausschließlich als Kameradschaftstreffen und nicht etwa als NPD-Stammtische bezeichnet, was die Abgrenzung zu dieser Partei verdeutlicht. In der Öffentlichkeit trat die Organisation bisher kaum in Erscheinung."
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Wunderbar
top
Kompliment nach Bayreuth.
Wenn jede Wahlkampfveranstaltung der bayerischen NPD so läuft...
Super gemacht!!!!
Identifikation
Friedlicher Protest gegen Neonazis
Die Polizeipräsenz war gewaltig, Murnau glich am Samstagnachmittag einer Hochsicherheitszone. 350 Polizisten waren im Einsatz. Bereits an den Zufahrtsstraßen wurde kontrolliert. Den örtlichen Beamten standen Kräfte der Bereitschafts- und Bundespolizei zur Seite. Die Befürchtung, dass es zwischen Anhängern der rechts- und linksextremen Szene zu gewalttätigen Ausschreitungen und zu Straßenblockaden kommen könnte, war im Vorfeld der Veranstaltung sehr groß. Doch es blieb friedlich. Der zweistündige Aufmarsch und die Kundgebung der rechtsradikalen Gruppe im Ortszentrum verlief laut Polizei ,,ohne nennenswerte Sicherheitsstörungen".
Die meisten Murnauer waren dem Appell des ,,Werdenfelser Bündnisses gegen Rechts" und der Gemeinderatsfraktionen gefolgt und blieben während des Neonazi-Aufmarsches dem Ortskern fern. ,,Das demonstrativ geringe Interesse der Bevölkerung an dem rechten Umzug erleichterte letztlich das polizeiliche Vorgehen. Insoweit ging die Strategie des Marktes im sicherheitspolizeilichen Sinne auf", resümiert Polizeidirektor Günter Hackenberg.
Vor allem im südlichen Bereich der Fußgängerzone hatten sich protestierende Gruppen eingefunden, darunter auch 70 Punker. Während der Neonazi-Kundgebung vor dem Rathaus, die von Polizeikräften abgeschirmt wurde, brach ein ohrenbetäubendes Pfeifkonzert aus. Die Demonstranten schrien lautstark ,,Nazis raus" und hoben Transparente in die Höhe, auf denen etwa stand: ,,Murnau sagt Nein zu Neonazis".
Die Formen des Protests waren vielfältig: Einige Passanten drehten sich beispielsweise demonstrativ um, als an ihnen die Rechtsradikalen vorbeizogen. Einige verteilten Friedensfahnen oder weiße Rosen - in Anspielung an die Widerstandsbewegung im Dritten Reich. Nach dem Neonazi-Aufmarsch fand mit Vertretern der Politik und rund 350 Teilnehmern eine große ,,Kehraktion" statt. Dabei wurde der ,,braune Dreck" symbolisch aus dem Markt gefegt.