Augsburg: Demo gegen Studiengebühren
Gestern haben Studierende aus ganz Bayern in Augsburg gegen das problematische Bildungssystem im Freistaat demonstriert.
Weitere Themen der Demonstration waren die Studiengebühren, der Bologna-Prozess, der gläserne Schüler, oder das G8. Dazu hieß es in einer Rede vom Aktionsbündnis für freie Bildung: "Wir wollen nicht Lamentieren über die aus dem Boden wie Pilze schießenden und wuchernden Nachhilfeinstitute, die seit dem G8 Zulauf in Strömen erhalten." Ca. 500 Studenten nahmen an der Aktion unter dem Motto "Bildungswahn stoppen - Studiengebühren abwählen" teil. Dazu hatten neben der örtlichen Studierendenvertretung auch die Gewerkschaften und das bundesweite Aktionsbündnis gegen Studiengebühren aufgerufen, sowie die Attac Ortsgruppe Augsburg.
Dramatisch sei der von der Öffentlichkeit kaum bemerkte oder nachvollzogene Wandel an den Hochschulen, wie Universitäten zu Kaderschmieden der Industrie geworden seien und die Idee der Bildung damit aufs unsäglichste verhöhnt werde, hieß es in einer Rede. So wurde die TU München zum ausgelagerten Entwicklungslabor von BMW und anderen Konzernen, bei entsprechend finanzieller Entlohnung für die Universitäten. Die feindliche Übernahme der Bildung durch die Ökonomie macht sich auch in Augsburg mit Schrecken bemerkbar, stellte das Bündnis fest. Mit dem neuen Hochschulrahmengeset wurde den Universitäten weitgehende Entscheidungskompetenz über eigene Belange entzogen.
So besitzen nun im Hochschulrat erstmals Externe und Vertreter der Privat-Wirtschaft, darunter z.B. der Direktor der Augsburg Daimler AG u der Vorsitzende der Verlagsgruppe Weltbild (ebenfalls Augsburg), die Mehrheit in diesem Gremium, das über die Einrichtung und Schließung von Studiengängen und über die Festlegung von Forschungsschwerpunkten und Zielvereinbarungen einzelner Fakultäten entscheidet. Damit hat also nun auch die Universität ihren Aufsichtsrat, der genauso wenig wie die Aufsichtsräte in börsennotierten Unternehmen für Fehlentscheidungen gerade stehen müssen. Das Risiko und die Konsequenzen dieser Entscheidungen hätten allein Studenten und Nachwuchswissenschaftler zu tragen, die mit nur einer einzigen Stimme in diesem Gremium gänzlich unterrepräsentiert seien, hieß es auf der Demonstration.
Die wichtigsten Forderungen in der Rede des Bündnisses kurz zusammengefasst lauteten: - Abschaffung des sozial-selektiven viergliedrigen Bildungssystems, Abschaffung der Studiengebühren, Einführung einer verfassten Studierendenschaft, Stopp des unmittelbaren Einflusses der Wirtschaft auf die Hochschulen, Tatsächliche Demokratisierung der Hochschule mit drittelparitätischer Mitsprache, d. h. gleiche Mitsprache, für Studierende, wissenschaftsstützendes Personal, akademischen Mittelbau und Professorenschaft.
Zur Rede vom Aktionsbündnis für freie Bildung:
http://uni-a.blogspot.com/2008/06/demo-rede.html
Dramatisch sei der von der Öffentlichkeit kaum bemerkte oder nachvollzogene Wandel an den Hochschulen, wie Universitäten zu Kaderschmieden der Industrie geworden seien und die Idee der Bildung damit aufs unsäglichste verhöhnt werde, hieß es in einer Rede. So wurde die TU München zum ausgelagerten Entwicklungslabor von BMW und anderen Konzernen, bei entsprechend finanzieller Entlohnung für die Universitäten. Die feindliche Übernahme der Bildung durch die Ökonomie macht sich auch in Augsburg mit Schrecken bemerkbar, stellte das Bündnis fest. Mit dem neuen Hochschulrahmengeset wurde den Universitäten weitgehende Entscheidungskompetenz über eigene Belange entzogen.
So besitzen nun im Hochschulrat erstmals Externe und Vertreter der Privat-Wirtschaft, darunter z.B. der Direktor der Augsburg Daimler AG u der Vorsitzende der Verlagsgruppe Weltbild (ebenfalls Augsburg), die Mehrheit in diesem Gremium, das über die Einrichtung und Schließung von Studiengängen und über die Festlegung von Forschungsschwerpunkten und Zielvereinbarungen einzelner Fakultäten entscheidet. Damit hat also nun auch die Universität ihren Aufsichtsrat, der genauso wenig wie die Aufsichtsräte in börsennotierten Unternehmen für Fehlentscheidungen gerade stehen müssen. Das Risiko und die Konsequenzen dieser Entscheidungen hätten allein Studenten und Nachwuchswissenschaftler zu tragen, die mit nur einer einzigen Stimme in diesem Gremium gänzlich unterrepräsentiert seien, hieß es auf der Demonstration.
Die wichtigsten Forderungen in der Rede des Bündnisses kurz zusammengefasst lauteten: - Abschaffung des sozial-selektiven viergliedrigen Bildungssystems, Abschaffung der Studiengebühren, Einführung einer verfassten Studierendenschaft, Stopp des unmittelbaren Einflusses der Wirtschaft auf die Hochschulen, Tatsächliche Demokratisierung der Hochschule mit drittelparitätischer Mitsprache, d. h. gleiche Mitsprache, für Studierende, wissenschaftsstützendes Personal, akademischen Mittelbau und Professorenschaft.
Zur Rede vom Aktionsbündnis für freie Bildung:
http://uni-a.blogspot.com/2008/06/demo-rede.html
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Ergänzungen
70 Prozent der Studenten für Abschaffung
70 Prozent der betroffenen deutschen Studenten haben sich in einer Umfrage für eine sofortige Abschaffung der Studiengebühren nach dem Vorbild Hessens ausgesprochen. Wie die ZEIT berichtet, herrscht laut der zweiten "Gebührenkompass"-Umfrage der Universität Hohenheim außerdem eine tiefe Unzufriedenheit unter den Studierenden über die Verwendung ihrer Gelder durch die Universitäten. Auf einer Notenskala von 1 bis 6 beurteilen sie die Ausgabenpolitik ihrer Hochschule im Schnitt mit 4,55. "In der Schule wäre das gerade noch 'ausreichend' bis 'mangelhaft'", sagt der Leiter der Gebührenkompass-Studie, der Hohenheimer Marketingprofessor Markus Voeth.
Hohenheimer Wissenschaftler hatten in ihrer zweiten "Gebührenkompass"-Umfrage mehr als 6100 Studenten an 54 Universitäten in allen bisherigen Bundesländern mit Campus-Maut befragt.
Laut Studie ist offenbar die schlechte Informationspolitik vieler Hochschulen mitverantwortlich für die ablehnende Haltung der Studenten. Sobald diese sich besser informiert fühlen, steige auch ihre Zufriedenheit mit der Gebührenverwendung deutlich, betont Voeth. Die Studenten müssten zudem die Verbesserungen am eigenen Leib spüren, ergänzt der Hochschulexperte Ulrich Müller vom Centrum für Hochschulentwicklung (CHE). "Für Studenten ist schwer einsichtig, warum sie für die Infrastruktur aufkommen sollen ... Aber sobald die Hochschulen anfangen, mit dem Geld zusätzliches Lehrpersonal einzustellen, wird der Nutzen für die Studenten greifbarer, dann nimmt auch ihre Zustimmung zu."
Die Ergebnisse des Gebührenkompass 2008 sind ab dem 26. Juni 2008 unter
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Nachttanzdemo in Gießen 4.7.08
augsburger normalität
Wow
Auf der Demo flogen die Fäuste
Lüneburg -
Es begann friedlich und fantasievoll: Mit Trillerpfeifen, Luftballons und Sprechchören ("Wir sind hier und wir sind laut, weil man uns die Bildung klaut") waren rund 300 Studenten der Leuphana Universität angetreten, um mehr Geld für ihre Universität einzufordern. Ein Bericht der Wissenschaftlichen Kommission (WKN), einer von der Landesregierung eingesetzten Instanz, die zur Profilbildung an den niedersächsischen Hochschulen beitragen soll, hatte sie auf die Straße getrieben: Folgen Universitätsleitung und Ministerium den Empfehlungen der WKN, dann sehen die Studenten weite Bereiche ihrer Ausbildung bedroht. Nicht nur die werdenden Sozialarbeiter, sondern auch Ingenieure und Umweltwissenschaftler machen sich um ihre Zukunft an Leuphana Sorgen.
"Wenn der WKN-Bericht Realität wird, dürfte dass große Einschränkungen im Studienangebot der betroffenen Fächer zur Folge haben", sagt Studentin Liane Koch, die dem Aufruf zur Demo gefolgt ist. In immer mehr Streichungen und einer Verkleinerung des Studienangebots sehen die Studenten aber nicht ihr Heil: "Wir fordern eine angemessene Finanzierung, die Gleichstellung mit anderen niedersächsischen Universitäten ist überfällig", formulierte der studentische Senator Matthias Fabian auf der Kundgebung - eine Forderung, dem insbesondere die Studenten des von der Streichung bedrohten Fachbereichs Sozialarbeit und Sozialpädagogik laut zustimmten. Mit Plakaten appellierten sie an die Bürger der Stadt, sie nicht allein zu lassen: "Die Studenten beleben diese Region, sie sind Existenzgründer, Praktikanten in der Sozialarbeit und in Umweltprojekten, sie sind Bürger - das alles geht verloren, wenn die Uni kaputt geschrumpft wird", sagt AStA Sprecher Sebastian Heilmann.
Bis zu einer spontanen Sitzdemo waren die Proteste friedlich verlaufen, doch kurz vor Ende der Demonstration kommt es zur Eskalation: Weil ein kleiner Trupp Studenten die vom Ordnungsamt der Stadt genehmigte Demonstrationsstrecke in Höhe der Fußgängerzone Kleine Bäckerstraße verlassen möchte, riegelt die Polizei den Bereich blitzschnell ab. Dennoch stößt eine Handvoll Demonstranten in die Bäckerstrasse vor: Auch dort Polizei, mit der es zu Auseinandersetzungen kommt. Es folgt ein heftiger Schlagabtausch mit Worten, Fäusten und Füßen. Unnötig roh für den Betrachter, was da an Gewalt auch von Seiten der Uniformierten geübt wird: Zwei Festnahmen sind die Folge.
AStA Sprecher Björn Glüsen bedauert den Vorfall: "Uns geht es nach wie vor um Inhalte." Und die brachte Professor Waldemar Stange vom Fachbereich Sozialpädagogik und Sozialarbeit bei der Abschlusskundgebung noch einmal auf dem Punkt: "Wir zweifeln an den Aussagen der WKN. Ein ausgewiesener Experte für unsere Studienfächer war in der Kommission nicht vertreten. Über unseren Fachbereich hat die Kommission bei ihrem Besuch mit uns nicht gesprochen."
Wie die Schlussfolgerungen der Kommission zustande gekommen sind, möchte so mancher gerne wissen, doch die universitätsinterne Debatte wird von Vielen als unbefriedigend empfunden: "Die Informationspolitik wird häufig bemängelt. Kritiker werfen dem Präsidium vor, eine Kultur der Angst an der Uni geschaffen zu haben", sagt Matthias Fabian. Jetzt soll der Senat in seiner nächsten Sitzung über das Papier endgültig entscheiden.
Bonn: Studentin vor Gericht
Trillerpfeifen, lautstarke Sprechchöre, Sitzblockaden an Haltestellen und Kreuzungen: Es ging rund am 31. Mai 2006 auf der Demonstration gegen Studiengebühren. Erst besetzten Studenten das Rektorat, dann zogen 1200 Leute durch Bonns Straßen. Die Polizei hatte alle Hände voll zu tun.
Für eine vermeintliche Berufsdemonstrantin hatte die Sitzblockade an der Kreuzung Kölnstraße/Suttnerplatz Konsequenzen. Die Staatsanwaltschaft erhob Anklage gegen sie wegen Nötigung.
Am Suttnerplatz dauerte die Blockade am Nachmittag mitten im Berufsverkehr besonders lange. 30 Minuten legten Studenten den Schienenverkehr lahm. Nichts ging mehr. Autos und Stadtbahn konnten nicht umgeleitet werden. Angeblich im Öko-Look als Aktivistin mittendrin: Karin S. (Name geändert).
Die Frau ist bei der Polizei bekannt. Die Polizei hatte die Demonstration fleißig gefilmt, ein Beamter erkannte Karin S. auf einem Video. Über zehn Minuten sei sie zu sehen, wie sie auf den Schienen hockt. Doch Karin S., vorbestraft wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz und Hausfriedensbruchs, streitet ab: „Ich war nicht auf der Demo.“
Der Richter will ein Gutachten erstellen lassen: Fotos der Frau sollen mit dem Video verglichen werden. Der Prozess wird fortgesetzt.
Keine Nazis in Murnau !
Aufmarsch statt! Das Thema lautet: "Gegen linke Gewalt - Kriminellen
das Handwerk legen" Angemeldet ist das ganze von Norman Bordin und dem so genannten
"Aktionsbündnis Freundschaft Oberland", für ca. 150-200 Personen.
Die Demo verläuft durch den kompletten Ort, inklusive
Hauptverkerhsader und Fussgängerzone. Beginn ist um 13 Uhr am Bahnhof und Ende um ca. 17 Uhr.** Bei den Zwischenkundgebungen reden folgende Personen:
**Matthias Fischer (Landesvorsitzender der JN Bayern/Franken) Karl Richter (BIA/Stadtrat München)
Es werden verschiedene Gegenaktionen Durchgeführt!
Dazu sollte sich bitte jeder der die Zeit findet ab 11 Uhr zum Infostand der Ig-Metall Jugend Weilheim begeben. Dieser ist im Untermarkt 44 in 82418 Murnau am Staffelsee, gegenüber des Wirtshauses "Angerbräu". Nach der Nazi Demo findet in der Fussgängerzone ein Kehraus mit
anschliessendem gemütlichem Beisammensein in den Wirtshäusern des
Marktes statt.
Wir wollen keine Nazis in Murnau und dem Oberland! Murnau bleibt bunt!!!
Bitte helft uns dieses Ziel durchzusetzen und kommt zahlreich nach
Murnau!*