Flaggen-Contest gegen Nationalismus
Parallel zum Männer Fußball Europameisterschaft rufen linke Gruppen in verschiedenen Städten dazu auf, Deutschlandfähnchen einzusammeln. Eine Reaktion aus neofaschistischen Kreisen lies nicht lange auf sich warten.
Die radikale Linke lässt sich derzeit einiges einfallen, um das Meer aus Nationalfahnen von den Straßen zu bekommen. In manchen Städten können gesammelte Flaggen direkt in Gratis-Drinks umgetauscht werden, im Autonomen Zentrum Wuppertal muss weniger Konzerteintritt bezahlt werden und im Heidelberger Café Gegendruck gabs eine Party zum Flaggen verbrennen. Gruppen aus Dresden und Berlin rufen zu Sammelwettbewerben auf.
In der Spielanleitung für „Fang die Fahne“ heißt es „Burn your Flag – oder falls ihr gerade mal wieder kein Feuerzeug dabei habt, sammelt sie für den ultimativen Berliner Fahnen-Wettbewerb“. Nach einem ausgefeilten Regelwerk gibt es Punkte für National-, EU- und Nato-Fahnen. Zudem können „Bonuspunkte“ für Reichskriegsflaggen sowie Fahnen rechtsextremer Organisationen erspielt werden.
Der Berliner Wettstreit endet Anfang Juli auf der Geburtstagsparty vom Hausprojekt NewYorck59 im Bethanien, wo die Auszählung mit anschließender Preisverleihung stattfinden soll. Trotz offener Sympathien für die Symbolik erklärten die Organisatoren, in Anspielung auf die Grüne Jugend „bepisste Fahnen“ an dem Abend nicht anzunehmen. Auf dem Ende Mai stattgefunden Bundeskongress der Grünen Nachwuchspolitiker sollen einige Anwesende auf eine Deutschlandfahne uriniert haben. Der Vorfall hatte anschließend für einigen Wirbel gesorgt. Die Jugendorganisation distanzierte sich inzwischen und erklärte, es habe sich hierbei keineswegs „um eine Aktion der Grünen Jugend, sondern um das Verhalten von Einzelpersonen am Rande“ gehandelt.
„Getroffene Hunde bellen“ lautet ein altes Sprichwort. Auf einschlägig rechtsextremen Internetseiten wird als „normale menschliche Reaktion“ darauf empfohlen „diesen Typen, sollte man sie bei Ausübung ihrer Wettbewerbstätigkeit erwischen, ihnen umgangssprachlich was ins Maul zu hauen und zwar so lange bis es ordentlich knackt“. Andere Neo-Nazis regen unverhohlen an die Party im Künstlerhaus Bethanien mit Strengstoff zu besuchen: „Wenn die Flaggen schon brennen sollen, dann das Haus gleich mit“.
In der Spielanleitung für „Fang die Fahne“ heißt es „Burn your Flag – oder falls ihr gerade mal wieder kein Feuerzeug dabei habt, sammelt sie für den ultimativen Berliner Fahnen-Wettbewerb“. Nach einem ausgefeilten Regelwerk gibt es Punkte für National-, EU- und Nato-Fahnen. Zudem können „Bonuspunkte“ für Reichskriegsflaggen sowie Fahnen rechtsextremer Organisationen erspielt werden.
Der Berliner Wettstreit endet Anfang Juli auf der Geburtstagsparty vom Hausprojekt NewYorck59 im Bethanien, wo die Auszählung mit anschließender Preisverleihung stattfinden soll. Trotz offener Sympathien für die Symbolik erklärten die Organisatoren, in Anspielung auf die Grüne Jugend „bepisste Fahnen“ an dem Abend nicht anzunehmen. Auf dem Ende Mai stattgefunden Bundeskongress der Grünen Nachwuchspolitiker sollen einige Anwesende auf eine Deutschlandfahne uriniert haben. Der Vorfall hatte anschließend für einigen Wirbel gesorgt. Die Jugendorganisation distanzierte sich inzwischen und erklärte, es habe sich hierbei keineswegs „um eine Aktion der Grünen Jugend, sondern um das Verhalten von Einzelpersonen am Rande“ gehandelt.
„Getroffene Hunde bellen“ lautet ein altes Sprichwort. Auf einschlägig rechtsextremen Internetseiten wird als „normale menschliche Reaktion“ darauf empfohlen „diesen Typen, sollte man sie bei Ausübung ihrer Wettbewerbstätigkeit erwischen, ihnen umgangssprachlich was ins Maul zu hauen und zwar so lange bis es ordentlich knackt“. Andere Neo-Nazis regen unverhohlen an die Party im Künstlerhaus Bethanien mit Strengstoff zu besuchen: „Wenn die Flaggen schon brennen sollen, dann das Haus gleich mit“.
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Ergänzungen
Weitere Infos
Und die Reaktion der rechtsextremen "Jungen Freiheit":
Feiern gegen Nationalismus
Prollen gegen Yuppie-Deutschlandfans
25.6.2008 — 20 Uhr — Vorm Cafe Morgenrot(Kastanienallee/Berlin-Prenzlauer Berg)
DAS schreiben die
dachten sich gestern Nacht (16.06.08) vermutlich Kräfte der Bereitschaftspolizei, als sie gegen 23.30 Uhr in die Fichtestraße (Südvorstadt) gerufen wurden. Ein Anwohner hatte über Notruf mitgeteilt, dass fünf schwarzgekleidete Personen auf Fahrrädern an geparkten Autos Deutschlandfahnen abgeknickt und entwendet haben. Auch durch eine Absuche des Tatortbereiches, konnten die zwangsweise fußballabstinenten Beamten die Diebe zweier begehrter Fanartikel nicht ausfindig machen. Offen bleibt, ob sie den beiden ehemaligen Besitzern damit vielleicht sogar einen Gefallen getan haben – da es sich bei den Fähnchen doch bekanntlich um erodynamische Spritfresser handeln soll. (DaK)
Gegen nationalistische Alltagswelten
Als Antwort wurden Ereignisse gefunden, die im Alltagsleben auf symbolischer Ebene ein Gemeinschaftsgefühl erzeugen. Eins der wichtigsten Mittel sind heutzutage die Fußball-Welt- und -Europameisterschaften. 80 Millionen Deutsche, die nichts miteinander gemein haben, vereinen sich auf der symbolischen Ebene in den elf Personen, die sie auf dem Platz vertreten. Ob im Stadion, beim Public Viewing oder vor dem Fernseher: Der einzelne Zuschauer fühlt sich nicht als einzelner Beobachter von etwas, das mit ihm nichts zu tun hat. Stattdessen fühlt er sich als Teil eines Kollektivs, der Vereinigung der elf Personen auf dem Platz und der 80 Millionen, die hinter ihm stehen. Die Nationalfahnen an den Autos, Fenster, Schrebergärten etc. sind dann das symbolische Bekenntnis der Zugehörigkeit zu dem Kollektiv der Nation. Als linke, antinationale Menschen ist dieses Bekenntnis zum Kollektiv der Nation selbstverständlich abzulehnen. Nicht nur, weil wir alle wissen, wohin der Nationalismus führen kann, sondern auch, weil selbst ein "naiver" oder "friedlicher" Patriotismus nichts weiter ist als die Unterordnung des Individuums unter die gedachte Schicksalsgemeinschaft der Nation.
Als politisches Mittel ist selbstverständnlich auch die Vernichtung von nationalem Schick völlig gerechtfertigt. Nicht weil die Besitzer böse sind, sondern weil nationales Schick die Idee der Nation bestätigt und damit aufrechterhält. Als antinationale Linke ist hier ein Eingreifen schon fast zwangsmäßig geboten - davon ganz abgesehen, dass der ganze nationale Schick, die Fußballgespräche in den Bahnen etc. eine ganz schöne Zumutung sind und ein Eingriff dort ein Befreiungsschlag darstellen kann.
Wenn jetzt manche Leute hier davon schwafeln, dass es nicht verständlich sei, warum die Leute mehr Probleme mit deutschen Nationalfahnen haben als mit anderen, so seien sie daran erinnert, dass der Hauptfeind immernoch im eigenen Land steht. Es gilt das Zwangskollektiv anzugreifen, in dass wir hinein geboren wurden und derem Zugriff wir uns nicht entziehen können - mit dem wir uns auseinandersetzen müssen. Richtig eklig wird es, wenn hier der Zeigefinger erhoben wird, um auf andere Länder zu zeigen und diesen vorgehalten wird, sie sollten doch gefälligst mal vom geläuterten Deutschland lernen. Diese Argumentationslogik reiht sich wunderbar ein in die Begründung deutschen Großmachtstrebens seit 1998. Bekanntlich ist es unserer historischer Auftrag wieder andere Länder zu bombadieren, weil wir ja dank Auschwitz so viel gelernt haben...
Fröhliches Fahnen sammeln.
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Mensch Deutschländer... — K&P
Kindergarten — ...................
Kindergarten — ..................
für mehr spaß, kritik und feierei — kindergartenantifa
Lesen hilft. — Für mehr antifaschistische Kinder
lüneburgerInnen! — mustermann; hans
schnipp — schnapp
Kritik — Kommunist
patriotismus, welch armes trauerspiel — ich
tod dem nationalismus/den fussballmillionären — Trotzkist
Danke für jede abbe Fahne — Fabio Grosso
Flaggen — elfboi
Anti-Fussball-Hupen — anti-fu
lieber mutprobenaktionissmuskindergarten — bitte
Wandert doach aus... — Martin
hat jemand — eine