600 "Tote" bei 9. Antispe-Norddemo in Münster

black hand 17.06.2008 20:59 Themen: Repression Ökologie
Am 14. Juni betraten nicht nur 600 TierrechtlerInnen und TierbefreierInnen die christlich-konservativen Straßen Münsters. Sie legten sich auch vor den Luxus-Laden ESCADA, um so gegen den blutigen Pelzhandel zu demonstrieren. Die Münsteraner Bevölkerung zeigte sich von der 9. Antispeziesistischen Nord-Demo stark beeindruckt.
"Die jungen Leute sind engagiert für die Tiere, das finde ich gut!" sagt eine Passantin, als sie die "toten" DemonstrantInnen vor dem ESCADA-Shop sieht. "Die von ESCADA sollten sich schämen, daß sie weiterhin noch Pelz verkaufen!" fügt sie noch hinzu und geht schimpfend davon. Es ist ein gespenstischer Anblick: Mitten im samstäglichen Einkaufsgewimmel liegen vor der Luxusmodeboutique in Münster einige hundert TierrechtlerInnen und TierbefreierInnen. Sie sind "tot" und wollen mit diesem sog. "Die-In" symbolisch gegen die Ermordung von fühlenden Individuen, sog. "Pelztieren" demonstrieren. ESCADA steht seit letztem Herbst im Rahmen einer weltweiten Anti-Pelz-Kampagne, dem Global Network against the Fur Industry, im Zentrum der Aufmerksamkeit der Tierbefreiungsbewegung. Mehrere hundert Aktionen gab es bereits schon gegen ESCADA und seine Subunternehmen bzw. Marken Escada, BiBA, apriori, cavita und Laurèl auf der ganzen Welt. "Tiere haben Rechte - Pelz ist Mord!" und "Pelzhandelstopp - ESCADA-Boykott!" skandiert die wütende, überwiegend schwarz gekleidete Menge.

Doch stand die Demo auch im Zeichen der alljährlichen Demonstrationen gegen das Tierversuchslabor COVANCE, das am Stadtrand von Münster eines der größten Tierversuchlabore Deutschlands betreibt und weiterhin an Affen experimentiert. "Tierversuche gehören abgeschafft!" hallt es lautstark durch die Münsteraner Innenstadt und "Stoppt die Tierversuche - schließt COVANCE!"

Auch die Repressionswelle gegen TierschützerInnen und TierrechtlerInnen in Österreich wurde thematisiert und in einem Redebeitrag auf die 10 Gefangenen hingewiesen, die sich seit dem 21. Mai in Untersuchungshaft befinden. Ihnen wurde die Solidarität ausgesprochen und ihre sofortige Freilassung gefordert.

Die Münsteraner Polizei versuchte auch in diesem Jahr, die DemonstrantInnen einzuschüchtern. Es kam bereits vor Demobeginn zu mehreren völlig willkürlichen Personalienfeststellungen. Ihre Taktik ging nicht auf: Die 9. Antispeziesistische Nord-Demo war eine der lautesten und kraftvollsten Tierbefreiungsdemos der letzten Jahre. Und das Jubiläum ist nicht mehr fern. Mensch darf also gespannt sein!
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Sterben — AntifascistRuhrpott

das ist nicht euer — Ernst

Und am 5.7 — ...

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