Berlin: Spreeufer für Alle!

Alles Für Alle! 11.06.2008 18:43 Themen: Freiräume Soziale Kämpfe
In Berlin wächst der Widerstand gegen das Mammut-Projekt „Mediaspree“. Eigentlich sahen die Pläne der investierenden Konzerne vor, am Spreeufer in den Berliner Bezirken Kreuzberg-Friedrichshain, Treptow und Mitte ein Quartier aus Bürohochhäusern und Luxuslofts entstehen zu lassen. Das Städtebauprojekt sollte auf einer Fläche entstehen, achtmal so groß wie der Potsdamer Platz. Doch eines steht schon jetzt fest: So wie ursprünglich geplant, wird „Mediaspree“ nicht Wirklichkeit werden. Die offizielle Politik rudert bereits zurück, die ersten Kapitalgeber bekommen weiche Knie. Der Widerstand hat sich schon ausgezahlt und er weitet sich weiter aus!
Mehr als nur gegen Hochhäuser

Beim Widerstand gegen „Mediaspree“ geht es um weit mehr als den „Kampf gegen Hochhäuser“. Es geht darum das Spreeufer für Alle zu erobern. „Alle“, das sind wir, die Menschen die in Berlin wohnen, die Menschen die die Stadt besuchen und diejenigen, die in Zukunft einmal hier leben möchten. Der Schlachtruf „Spreeufer für Alle!“ drückt aus, dass die Bedürfnisse dieser Vielzahl von Menschen konkret durchgesetzt werden sollen. Durchgesetzt gegenüber Privaten Investoren die nur ein Interesse kennen: Den Profit. Wir stellen ganz bewusst unsere Bedürfnisse diesem Streben entgegen und fordern das „Spreeufer für Alle“. Konkret bedeutet das: Das die bestehenden Kultureinrichtungen wie das „Yaam“, die „Maria“ oder die „Bar 25“ nicht Bürokomplexen weichen müsse. Das ein soziales Zentrum für Friedrichshain-Kreuzberg etabliert wird. Das Spreeufer endlich für die Bevölkerung zugänglich gemacht wird zum: Schlendern, Grillen, Sonnenbaden, Entspannen, Spielen usw.. . Das Liegewiesen und Spielplätze, Grillplätze und Volleyballfelder, Kletterfelsen und Spazierwege entstehen. Dies ist unsere Vision, die wir den Plänen des Kapitals und der offiziellen Politik entgegenhalten.


„Spreeufer für Alle“ – Der Bürgerentscheid

Am 13. Juli findet ein Bürgerbegehren statt, dass von der Initiative „Mediaspree versenken!“ ins Leben gerufen wurde. Zur Abstimmung aufgerufen sind alle Wahlberechtigten Bewohner Friedrichshain-Kreuzbergs. Verläuft dieses Bürgerbegehren erfolgreich, können die Baupläne der Mediaspree-Investoren erst einmal gestoppt werden. Ein erfolgreiches Bürgerbegehren ist deshalb ein konkreter Schritt um dem Ziel eines „Spreeufers für Alle“ bedeutend nähre zu kommen. Deshalb gilt für alle Menschen aus Friedrichshain-Kreuzberg: Am 13.07. zur Wahl gehen, Mediaspree versenken und für ein „Spreeufer für Alle“ stimmen!


Was lief gegen „Mediaspree“?

Der Bürgerentscheid ist nur ein Schritt um unser Ziel zu erreichen. Wichtig ist auch auf den Straßen Berlins entschlossen für ein „Spreeufer für Alle“ zu streiten. In der Vergangenheit gab es bereits einige entschlossene Demonstrationen und vielfältige Aktionen die unterstreichen, dass der Widerstand gegen die geplante Stadtumstrukturierung wächst. Im April fand neben einem bunten Kiezspaziergang auch eine gut besuchte Veranstaltung der Antifaschistischen Linken Berlin [ALB] statt, die den Zusammenhang von Kapitalismus, Privatisierung und Stadtumstrukturierung im Allgemeinen und Mediaspree im Besonderen zum Thema hatte. Ebenso war „Mediaspree“ ein wichtiges Thema der Revolutionären 1.Mai Demonstration und der Mayday-Parade am selben Tag, an denen sich viele Tausend Menschen beteiligten. Auch bei den Freiraum- Aktionstagen Ende Mai/Anfang Juni stand der Kampf gegen „Mediaspree“ mit im Zentrum des Interesses. Die heiße Phase vor dem Bürgerentscheid läutete abermals die ALB und UnterstützerInnen ein, mit einer Massen-Verteilungsaktion eines BürgerInnen-Informationsblattes.


Friedrichshain-Kreuzberg zeigt Flagge gegen Mediaspree!

Ebenfalls die Antifaschistische Linke Berlin hat 500 Fahnen hergestellt, die für einen geringen Unkosten-Beitrag erworben werden können. Die Fahnen zeigen das Logo der Kampagne „Spreeufer für Alle“ und werden hoffentlich bald von vielen Balkonen in Friedrichshain und Kreuzberg flattern. Zu kaufen gibt’s die Flagge hier: Kreuzberg: Disorder, Marianenstraße 49; Red Stuff, Waldemarstraße 110; b_books, Lübbenerstraße 14. Friedrichshain: Sama-Café, Samariterstraße 32; Hemp-Galaxy, Simon-Dachstraße 10.
Einen Überblick über den Zusammenhang von Kapitalismus, Privatisierung, Stadtumstrukturierung und Mediaspree liefert eine Broschüre, die von derselben Gruppe herausgegeben wurde. „They Gonna Privatize the Air kann beim Online-Versand „Red Stuff“ für eine kleine Schutzgebühr ( http://www.antifa-versand.de/) bestellt werden.


Wie geht’s weiter?

In den kommenden Wochen wird es wichtig sein, nicht nachzulassen und eine immer breitere Öffentlichkeit in Hinblick auf das Bürgerbegehren zu schaffen. Natürlich dürfen wir uns in unserem Widerstand nicht alleine auf dieses Mittel verlassen. Aber ein erfolgreiches Bürgerbegehren würde zumindest erstmal das Planungsvorhaben „Mediaspree“ stoppen. Es wird genug Gelegenheit geben, selbst aktiv zu werden für ein „Spreeufer für Alle“. Dafür wurde bereits ein Aktionsfahrplan veröffentlicht (Siehe link unten), auf dem einige Aktionsideen zu finden sind. Die wichtigsten Termine:

FR 16.06: Autonome VV in der Köpi, Thema: Stadtumstrukturierung.
SA 28.06:Transgenialer CSD.
DI 01.07: Investoren Bejubeln an und auf der Spree.
SA 12.07: Große Spreeparade.
SO 13.07: Der Bürgerentscheid.

Aktionsfahrplan: ( http://media.de.indymedia.org/media/2008/06//219452.pdf).

Schließt Euch dem Widerstand gegen „Mediaspree“ und die Kapitalinteressen an. Und lasst uns gemeinsam für die Befriedigung unserer Bedürfnisse und für ein „Spreeufer für Alle“ kämpfen!

Aktuelle Infos:  http://www.ms-versenken.org/
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Ergänzungen

VV ist am 13ten

baal-re-mesh 11.06.2008 - 19:05
"FR 16.06: Autonome VV in der Köpi, Thema: Stadtumstrukturierung"

Die VV und der Freitag ist am 13ten ^^

Autonome VV 13.06.2008 19:30h Kö

Dein Name 11.06.2008 - 20:01
Wie geht’s weiter gegen die Stadtumstrukturierung? Das Thema Stadtumstrukturierung ist mittlerweile in unseren Kreisen angekommen. Verschiedene Intitiativen beschäftigen sich damit. Der letzte Kiezspaziergang gegen MediaSpree konnte 1.000 Leute auf die Straße bringen. Die “Wir bleiben Alle”-Kampagne ruft zu Aktionstagen auf. Die ALB macht Privatisierung zum Schwerpunktthema. Es wird erkennbar, dass der Kampf gegen die Umstrukturierung der Stadt ein Versuch sein kann, offensiv autonome Poltitik zu machen und dabei trotzdem für Menschen außerhalb der (wie auch immer aussehenden) Szene zugänglich zu bleiben. Vielleicht ist die Stadtumstrukturierung ja sogar eines der Felder, das uns die nächsten Jahre hauptsächlich beschäftigen wird.
Nach dem letzten Kiezspaziergang gegen MediaSpree und den Freiraum-Aktionstagen stellt sich nun also die Frage: Wie gehts weiter gegen die Stadtumstrukturierung?
Dabei sollen für die Vollversammlung folgende Fragen eine Rolle spielen:
Erster, kürzerer Teil: Welche Bedeutung kann das Thema Stadtumstrukturierung für autonome Politik haben? Welche Möglichkeiten des politischen Handelns gibts es? Welche politischen Angriffspunkte bieten sich an?
Zweiter, längerer Teil: Wie weiter konkret? Eröffnung der O2-Arena und Schließung von Tempelhof, zwei Ansatzpunkte für größere Aktionen? Andere Ideen?
Und vor allem: Beginn der Organisation.
Das Ziel der Vollversammlung sollte es auf jeden Fall sein, am Ende mehr als nur darüber geredet zu haben. Also kommt zahlreich und mit vielen Ideen im Kopf.

Gentrification und Antigentrificationkämpfe

studi 11.06.2008 - 22:01

Kultureinrichtungen Yaam/Maria/Bar25:

hmmmm 12.06.2008 - 14:19
auch wenn es viele gerne hätten, die genannten Einrichtungen arbeiten leider keinesfalls ohne profit. im gegenteil, die bar25 z.b. ist, wie kaum ein anderer laden auf reinen kommerz ausgelegt. kleines bier 3 euro und 7 euro eintritt. spreeufer für alle gibt es hier noch nicht mal für die, die es sich leisten könnten: harte gesichtskontrollen am einlass. das eigene getränke verboten sind, versteht sich von selbst. was es kostet, dort einen abend oder nur ein paar stunden zu verbringen, kann mensch sich ja selber ausrechnen. mit dem yaam und der maria ist es wohl auch nicht viel anders. "spreeufer für alle" zu rufen und sich auf läden zu beziehen, die genau das gegenteil praktizieren, leuchtet nicht wirklich ein.

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*träum*

Dreamer 11.06.2008 - 21:39
Hach, da kann ich als Hamburgerin nur von träumen: Anstatt breiten Widerstand zu organisieren zerreibt sich die Szene in Grabenkämpfen. Und dass auf die bürgerliche Linke kein Verlass ist weiss nach dem schwarz-grünen Koalitionsvertrag auch der letzte Idealist.

Kreuzberg immer ekelhafter

... 11.06.2008 - 23:22
Während hier immer mehr SCDU-piesser aus ländlichen Regionen herziehen muss man sich wohl auch immer mehr an "Deutschland den Deutschen - Ausländer Raus"-Parolen rufende Tourideppen gewöhnen. Gestern abend zum Beispiel am Görli. Die Gentrifizierung holt Kreuzberg quasi zurück ins dumpfe Dunkeldeutschland.

@Kreuzberg immer ekelhafter

Schade X-Berg 12.06.2008 - 00:41
Liegt halt am Kapitalismus: Nazis, Graue Wölfe, Arbeitslose&Hartz4-EmpfängerInnen, Alkis, Junkies, Juppies, StudentInnen, Restlinke, MigrantInnen etc.

Seit dem 90er-Jahre-Prekarisierungs-Angriff sind keine besetzten Häuserzeilen/Gebiete mit Rückzugsmöglichkeiten und humanistischem Einfluss auf den Kiez mehr am Start. Resultat: Der ganze Laden geht den Bach herunter...

Die Faschisten und Thor-Steinar-Fraktion bzw. die Sperrspitze des Kapitalismus, tanzt schon seit Monaten auf den Straßen Kreuzbergs den MUSSOLINI.

schade..

Bernau 12.06.2008 - 10:08
am 12.juli soll auch in bernau (bei berlin) eine streetparade stattfinden... steht auch schon seit dem 1 mai fest.


@ Wer ist fuer diesen text verantwortlich?

ich habe KEIN Geld 12.06.2008 - 11:13
Der wiedervereinigte deutsche Staat reorganisiert sich wieder und alle finden's toll. Der Krieg ist vorbei und das ist heute Alltag. Niemand wird in der Sache wieder etwas tun können. Duisburg an Rhein und Ruhr, München Landeshauptstadt Bayerns Texas, Berlin und Bremen. Alles hatten mit dem Faschismus etwas zu tun. Die Duisburger August Thyssenhütte musste ja nur Stahl und Kohle für die Panzer liefern, die BerlinerInnen sind ja nur die Regierungshauptstadt gewesen, die Bremer und Hamburger stellen blos die Verbindung zur Überseee und dem Rotlichtmilieu her (für SS/SA/Gestapo) und München prägt die Idee eines großen deutschen germanischen Reiches in dem sie ganz revolutionär selber Götter sind, again and again and again! Aber wenn die Indianer wieder hier sind, die Afrikaner, die Chinesen und die Australier Deutschland in Sektoren aufteilen, dann gibt es auf einmal keine Jupies und keine Nazis und kein »Media Spree« mehr in Deutschland.

Für ein kleines Stück natürlichem Flussufers mitten im Gespensterdorf Berlin.

Streetparade - Für eine befreite Gesellschaft

Antifaschistische Aktion Bernau (bei Berlin) 12.06.2008 - 12:29
Auch in BErnau findet am 12. Juli eine Streetparade statt.

Motto lautet "Keine Stimme den Nazis - Für eine befreite Gesellschaft"


Werdet Myspace-Freunde:
httP://www.myspace.com/Streetparade_bernau

„Stolpersteine“ beschädigt

Bulle 12.06.2008 - 13:22
Eingabe: 12.06.2008 - 13:00 Uhr
„Stolpersteine“ beschädigt
Charlottenburg-Wilmersdorf
# 1756

Unbekannte haben vorgestern und in der vergangenen Nacht in der Wilhelmsaue, der Wetzlarer Straße sowie der Homburger Straße in Wilmersdorf insgesamt 29 in Gehwege eingelassene Gedenksteine mit weißer Flüssigkeit beschädigt. Die so genannten „Stolpersteine“ erinnern an verfolgte Familien, die während der Nazi-Zeit dort gewohnt haben. In allen Fällen wurde eine Reinigung veranlasst. Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes hat die Ermittlungen übernommen.

revolutions-kommerz

mastermindchaos 12.06.2008 - 14:54
tja, wer mit proll-sauf-stätten wie bar25 und maria paktiert, bei dem darf man sich auch über autonomen merchandise nicht wundern: nun soll man also auch noch fahnen _kaufen_ um gegen kommerz zu protestieren?! ich glaub es hackt. wahrscheinlich gibts auch noch ne copyright klage wenn man sich selber eine bastelt. viel spaß im ach so emanzipatorischen maria. kotz

Wir bleiben alle

n.n. 13.06.2008 - 04:15
ist eine total hohle Losung ,und weder mit Leuten ,die denken ;Investoren würden vor assi gekleideten Leuten zurückschrecken ,die betont non -gentry sind ,noch mit Leuten ,die ihre Mittelschichtbekannten etwas teurer unterbringen können als das Sozial-und das Arbeitsamt zahlen ,kann man nach der Aufhebung der Mietpreisbindung wirklich Politik machen ,ne wahr ,und da lohnt es doch garnicht ,vor Kreuzberger Bullen die Freße zu zeigen ,den Linksradikalen brauchst du es nicht zu erzählen ,die haben Mitleid mit Folteropfern erst nach der zweiten Behandlung und mobben erstmal die vermeintlich Linksaußen ,Frauen ,die keiner will,die Schönen und die sie nicht erkennen .Sie brauchen übrigens deine Wohnung ,weil die Projekte doch bedroht sind ,und sie bleiben alle .Wir sind schon weg .Aber wir wollen garnicht nach Lichtenberg ,das sie jetzt ssso visuell hypen ,da fährt jeder Karl Arsch hin ,der einigermaßen was hermacht ,und neulich ahben sie einer arabischen Freundin angeboten ,da doch hinzuziehen ,sie wünschen sich eine Banlieu und fahren in Kreuzber immer Auto.Puh ,Mann .Alles in allem ein Bildungsproblem ,wir wollen nicht mehr nur wohnen im Kreuzber ,wir wollen wißen ,wer die Kulturprojekte sponsort ,wer die Rechtsveratung schmiert ,wer in Huasfluren kleine Feuer legt ,wer selektiv Leute rausmobbt ,wer die Aufenthaltsdauer bestimmt ,und wer sich Kreuzbergklischees zunutze macht ,um in andererleuts Wohnungen zu gehen ,wir wollen das nicht .Frauen können da sonst nicht wohnen ,Fundamentalisten sinds diesmal nicht ,und das mit der Antisexismustelefonnummer kannst du vergeßen ,da wohnen die neuen Linken ..Humboldstudenten ,und so.
Da kannste nichtmal mehr ne Zeitung kaufen ,da kannste nur noch drei Zeitungen kaufen ,und damit kannste dnn die Hundekacke wegmachen ,kostet sieben Euro Achtzig ! garantiert kein Nazi außer vielleicht zwei (Fußballfahne hängt kontinuierlich )und auf der Inneren Mission kannste dann noch eine Abtreibungsberatung machen .Probleme sind Jugend und Alter ,alle anderen verkaufen Zeug ,die Bullen kannste nicht rufen ,Freundinnen willste nicht reinziehen ,Kohle regiert im Sommer ,die Kriminellen haben den Schlüßel vom Vormieter oder im Urlaub geklaut ,und draußen stolperst du über so oder so miese Kunst und Klischees von Auswärtigen .Aber diese Leute sind widerwärtig und ich finde es faschistoid ,so Zeug an Eßgeschirr zu machen und will Leute ,die Hundekot an Trinkgeschirr machen ,nie wieder in meiner Wohnung .Für mich sind es Schweine ,und sie knüpfen an an diese Autonome Tradition mit dem Kübeln .Diese Leute hatten agnz normale Berliner Saubermütter ,es liegt am Gehirn ! Deutsche Ausfall !