Angriff an der römischen Uni La Sapienza
Es gab einen Angriff von Rechten unterstützt von der Polizei auf Studierende der geisteswissenschaftlichen Universität von Rom, als diese eine weitere rechte Herrschaft an italienischen Universitäten verhindern wollten.
Faschistische Agression an der Universität la sapienza
Am 27. Mai gegen Mittag fand ein faschistischer Angriff am Eingang der Universität an der Via de Lollis von Kräften der Forza Nuova ( Berlusconis Truppe) statt.
Die Faschisten waren mit Knüppeln und Ketten bewaffnet, (diesmal, O Wunder, hatten sie keine Messer).
Anlass für diesen Angriff war eine Versammlung der bei den Faschisten organisierten Studenten in der Aula. Die angegriffenen Studenten hatten dem Präsidenten der Universität eine Protestnote gegen die Erlaubnis für die Faschisten, die Aula nutzen zu dürfen, überreicht und das Präsidium besetzt.
Die weitere Zunahme der Vergabe von Arbeitsplätzen an den italienischen Universitäten an Angehörige der Rechten dürfen so nicht weiter hingenommen werden. Die Polizei generierte sieben Verletzte und sechs weitere Verhaftungen. Alle offenen Universitäten werden aufgefordert sich mi den italienischen Komilitoninnen solidarisch zu erklären.
Chaika e deserto_europeo
Fortsetzung folgt
Am 27. Mai gegen Mittag fand ein faschistischer Angriff am Eingang der Universität an der Via de Lollis von Kräften der Forza Nuova ( Berlusconis Truppe) statt.
Die Faschisten waren mit Knüppeln und Ketten bewaffnet, (diesmal, O Wunder, hatten sie keine Messer).
Anlass für diesen Angriff war eine Versammlung der bei den Faschisten organisierten Studenten in der Aula. Die angegriffenen Studenten hatten dem Präsidenten der Universität eine Protestnote gegen die Erlaubnis für die Faschisten, die Aula nutzen zu dürfen, überreicht und das Präsidium besetzt.
Die weitere Zunahme der Vergabe von Arbeitsplätzen an den italienischen Universitäten an Angehörige der Rechten dürfen so nicht weiter hingenommen werden. Die Polizei generierte sieben Verletzte und sechs weitere Verhaftungen. Alle offenen Universitäten werden aufgefordert sich mi den italienischen Komilitoninnen solidarisch zu erklären.
Chaika e deserto_europeo
Fortsetzung folgt
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen
@ chaika e deserto_europeo
erst einmal ist die "forza nuova" nicht "berlusconis truppe", sondern eine offen nazistische partei unter führung von robert fiore.
berlusconis partei heisst "forza italia" bzw. "popolo della libertà" (unter diesem namen ist "forza italia" mit der postfaschistischen "alleanza nazionale" und der faschistischen "alternativa sociale" von mussolinis enkelin andrea mussolini zur letzten wahl angetreten).
zweitens hatten die faschisten auch bei diesem angriff messer und haben auch einen der drei genossen, die im krankenhaus behandelt werden mussten, mit diesen verletzt.
drittens fand keine veranstaltung der faschisten in der aula statt. sie sollte am tag zuvor stattfinden, wurde aber wegen besetzung des instituts vom direktor abgesagt. der angriff der faschisten fand auf eine gruppe statt, die plakate gegen die präsenz der faschisten an der universität geklebt hatte.
wer mehr über die situation in italien bzw. rom wissen will, der sollte vielleicht einfach regelmäßig zeitung lesen, anstatt hier auf gefährliches halbwissen bei indymedia zu vertrauen.
die neue züricher zeitung ist beispielsweise eine deutschsprachige zeitung, die sehr detailliert über die bürgermeisterwahlen in rom berichtet hat und auch sonst über ein umfangreiches und gut recherchiertes international ressort verfügt.
wer sich ausser stande sieht eine nicht-linke zeitung zu lesen, dem sei an dieser stelle die monatszeitung analyse und kritik empfohlen.
auch in regelmäßig erscheinenden antifa-zeitschriften wie dem antifaschistischen infoblatt und derm rechten rand wird man über internationale entwicklungen auf dem laufenden gehalten.
An die Mods
Das ist allerdings völliger Unsinn! Es wird zwar immer schlimmer dort, aber so weit ist es noch lange nicht. In Rom gibt es jetzt zwar einen heimlichen Faschisten als Bürgermeister, aber in Hamburg hat auch Schill regiert. Haben wir deswegen jetzt Faschismus in Deutschland?
Übersicht
Das besondere an dem Vorfall ist der Kontext in dem er geschieht. In italienischen Zeitungen wird wieder von faschistischen "Squadristi" berichtet. Zuletzt wurden Roma-Siedlungen in Neapel mit Molotovcocktails angegriffen[1] und in Rom Geschäfte in einem Einwandererviertel attackiert[2]. In Verona wurde ein junger Mann von Faschisten mit einem Messer ermordet[3]. Anfang Mai wurde in Südtirol eine Naziskin-Gruppe ausgehoben[4].
Die rechten sind in Italien gerade in einem Aufwind. Alle "kommunistischen" Parteien sind aus dem Parlament geflogen, nachdem die neue "demokratische Partei"(PD) sie nicht ins Bündnis genommen hat und suggerierte, dass nur ein Stimme für sie Berlusconi verhindern könnte. Vermutlich wird sich in Italien ein Zweiparteien-System wie in den USA bilden.
Außerdem hat Berlusconis Bündnis in Rom die Bürgermeisterwahl gewonnen. Der neue Bürgermeister war Chef der neofaschistischen MSI bevor Fini daraus die rechtskonservative Allenzia Nazionale(AN) machte. In der AN gehörte Allemano zum rechten Flügel. Den Wahlkampf hat er mit dem Versprechen gewonnen gegen Ausländerkriminalität vorzugehen. Jetzt will er die Gay-Parade verbieten, weil sie ihm nicht ins Stadtbild passt und eine Straße soll nach einem faschistischen Ideologen benannt werden.
Alle diese Puzzleteile geben ein Bild in dem sich Aktionen und Worte der extreme Rechte gegenseitig aufschauckeln. Wenn die Linke, nach dem Wahldebakel, nicht wieder handlungsfähig wird steht noch einiges bevor...
[1]
[2]
[3]
[4]
[5]
@italo
dort stehen alle vorsitzenden der msi aufgelistet. der dafür viel zu junge, heutige bürgermeister von rom gianni alemanno ist allerdings nicht dabei:
* Giorgio Almirante (dicembre 1946)
* Augusto De Marsanich (gennaio 1950)
* Arturo Michelini (ottobre 1954)
* Giorgio Almirante (giugno 1969)
* Gianfranco Fini (dicembre 1987)
* Pino Rauti (gennaio 1990)
* Gianfranco Fini (luglio 1991).
@mods: noch einmal. der artikel verbreitet unwahrheiten und halbwissen. der informationsgehalt ist gleich null. warum ist er jetzt auch noch auf der startseite gelandet? hier eine der wenigen deutschsprachigen quellen, damit ihr meine richtigstellungen bei bedarf überprüfen könnt:
Fiore & Berlusconi
Informationen zu Gianni Alemanno
Aus den bundesdeutschen Medien ist Berlusconis "Forza Italia" und deren antidemokratische und mafiöse Politik so gut wie verschwunden. Es ist nicht wie in den 90zigern mit Empörung und Abgrenzung der offiziellen Deutschen Politik zu rechnen. Eher mit einem müden Abwinken und "business as usual". Das Gleiche gilt für die "Lega Nord" und die "Alleanza Nazionale".
Das Vorgehen der italienischen Küstenwache an der adreatinischen Küste gegen Flüchtlinge ist den Deutschen (und EU-) Abschiebe- und Abschottungsparteien doch lieb und teuer.
Die seit fünf Jahren stetig anwachsende faschistische und rassistische Gewalt ist den bundesdeutschen Medien ebenso kaum eine Meldung wert.
Bücher, die die aktuelle italienische Politik kritisch thematisiert, sind rar.
Zeit, FR, SZ, taz haben meist einige Journalistem zur Hand, die aus dem "Land in dem die Zitronen blühen" berichten. Aber, wie der Zeitgeist so spielt, sind die meisten Artikel dem Mittelklassee-mainstream gewidmet.
Authentische Informationen "aus der Bewegung, für die Bewegung" (ähem, dass war jetzt echt "old school") gibt es so gut wie gar nicht. Analysen, der verschiedensten linken Fraktionen zur Regierungspolitik und der Faschistenszene. Wo bitte finde ich die? Wo ist das einem/r interessierten deutschen Linken zugängig?
Man kann sich (und das erst recht, wenn man kein Italienisch kann) seine Informationen nur mühsam zusammen suchen.
Es bleibt zu hoffen, dass das in Zukunft besser wird.
Was das für die eigene Praxis dann heißt, wird man ja sehen.
Hier ein Beitrag aus dem österreichischen "Der Standard" zu Roms neuen Bürgermeister Gianni Alemanno. Hoffentlich hat sich damit dann einer der Streits auf den Kommentatorenspalten erübrigt:
(Im Übrigen findet man auf der Standard-site sehr viele aktuelle Informationen zu Italien.)
Kopf des Tages: Vom Schläger zum römischen Bürgermeister
Gianni Alemanno (50) Postfaschist und neuer Bürgermeister von Rom
Der Begriff Postfaschist könnte eigens für ihn erfunden worden sein. Gianni Alemannos Werdegang vom ultrarechten Schläger zum neuen Bürgermeister Roms scheint ein Lehrstück postfaschistischer Häutung. Als Student war der in Bari geborene Offizierssohn stets dort anzutreffen, wo sich politische Gegner in die Haare gerieten. „Wer keine Schläge austeilte, der bekam sie“, resümiert der 50-Jährige seine Lehrjahre am römischen Righi-Gymnasium. Viermal wurde er festgenommen. Acht Monate verbrachte er wegen eines Molotow-Cocktail-Angriffs gegen die sowjetische Botschaft in Haft.
1988 löste er Gianfranco Fini als Chef der Jugendorganisation der neofaschistischen Partei MSI ab. Die vom Parteichef verordnete Abkehr vom Faschismus vollzog er 1994 mit Gewissensbissen und ohne seine militante Frau Isabella, die ihm aus Protest den Rücken kehrte. Mit seiner Frau hat sich Alemanno wieder versöhnt: „Wir haben in unserer Traukapelle erneut die Eheringe getauscht.“ Ein orthodoxer Rechter war Alemanno nie. Er wurde bei einer Kundgebung gegen den US-Präsidenten George Bush senior ebenso festgenommen wie bei einer Protestaktion gegen seinen jetzigen Verbündeten Umberto Bossi.
Sein aufbrausendes Temperament hat der Vater eines 14-jährigen Sohnes längst unter Kontrolle. Eine Kämpfernatur ist er nach wie vor – angriffslustig, aber auch dialogbereit. Alemannos Weltbild ist eine Mixtur: Er ist religiös, sozial, antikapitalistisch und umweltbewusst. Schwere Niederlagen wie jene von 2006 gegen Walter Veltroni steckt er scheinbar folgenlos weg. Als Landwirtschaftsminister profilierte sich der Freund des linken Slowfood-Gründers Carlo Petrini mit einem Anti-Gen-Food-Kurs und dem Einsatz für biologischen Anbau. Im Wahlkampf gegen Francesco Rutelli mobilisierte er die Ängste der Bevölkerung vor Kriminalität und illegaler Immigration. Die zum römischen Gruß erhobenen Arme faschistischer Nostalgiker bei seiner Siegesfeier am Kapitol wertet Alemanno als „Einzelerscheinung“. Er stehe, so der promovierte Ingenieur, für eine „moderne und tolerante Rechte“. Kulturschaffende bangen trotzdem um den Ruf Roms als Kulturmetropole. Alemannos Absicht, das erst vor zwei Jahren eröffnete Ara-Pacis-Museum des Architekten Richard Meier abzureißen, lässt nichts Gutes vermuten. Eines steht bereits jetzt fest: Roms Stadtpolizisten werden in Zukunft Schusswaffen tragen. Alemanno: „Natürlich respektieren wir jede Verweigerung aus Gewissensgründen.“ (Gerhard Mumelter, DER STANDARD, Printausgabe, 3.5.2008)
@antifa ultra - alemanno und der MSI
ITALIEN, Berlusconi, Rom, VATIKAN
Sendezeit: 29.05.2008 14:46
Autor: Migge, Thomas
Programm: Deutschlandfunk
Sendung: Campus & Karriere
Länge: 04:06 Minuten
Text zum Beitrag: Aufwind für die Berlusconi-Freunde
Italien: Rom gegen Roma
Sendezeit: 28.05.2008 09:24
Autor: Hausen, Kirstin
Programm: Deutschlandfunk
Sendung: Europa heute
Länge: 03:51 Minuten
Text zum Beitrag: Rom gegen Roma
Sicherheit u. Einwanderer Italien
Sendezeit: 22.05.2008 09:12
Autor: Hausen, Kirstin
Programm: Deutschlandfunk
Sendung: Europa heute
Länge: 03:58 Minuten
Text zum Beitrag: Die Angst vor den Einwanderern
Müllberge und kein Ende. Italiens Kabinett tagt in Neapel
Sendezeit: 21.05.2008 09:18
Autor: Hoffmann, Karl
Programm: Deutschlandfunk
Sendung: Europa heute
Länge: 03:59 Minuten
Text zum Beitrag: Müllberge und kein Ende
Italien/Pressefreiheit
Sendezeit: 19.05.2008 09:12
Autor: Hausen, Kirsten
Programm: Deutschlandfunk
Sendung: Europa heute
Länge: 04:26 Minuten
Text zum Beitrag: Pressefreiheit auf italienisch
Unterm Teppich. Deutsche Kriegsverbrecher in Italien
Sendezeit: 11.05.2008 17:47
Autor: Migge, Thomas
Programm: Deutschlandfunk
Sendung: Kultur heute
Länge: 03:47 Minuten
Text zum Beitrag: Unter den Teppich gekehrt
Zurück in Europa - Berlusconis Vergangenheit im EU-Parlament bereitet noch heute Bauchschmerzen
Sendezeit: 09.05.2008 05:49
Autor: Simon, Doris
Programm: Deutschlandfunk
Sendung: Informationen am Morgen
Länge: 04:27 Minuten
Text zum Beitrag: Zurück in Europa
Neue Regierung Berlusconi
Sendezeit: 08.05.2008 18:25
Autor: Seisselberg, Jörg
Programm: Deutschlandfunk
Sendung: Informationen am Abend
Länge: 01:06 Minuten
Italiens Bedürfnis nach Sicherheit. Eine Geschichte aus der Provinz
Sendezeit: 08.05.2008 09:12
Autor: Hausen, Kirstin
Programm: Deutschlandfunk
Sendung: Europa heute
Länge: 03:50 Minuten
Text zum Beitrag: Italiens Bedürfnis nach Sicherheit
Jungle World Nr. 19, 8. Mai 2008 ausland
Mit Keltenkreuz ins Kapitol
Nach dem Wahlsieg im Parlament hat die italienische Rechte auch die Kommunalwahlen in Rom gewonnen. Der neue Bürgermeister der Hauptstadt trägt einen Keltenkreuz-Anhänger und ist Vertreter der postfaschistischen Bewegung der »Sozialen Rechten«.
von Catrin Dingler
Neuer Großmeister des Malteserordens in Rom
Sendezeit: 05.05.2008 09:46
Autor: Migge, Thomas
Programm: Deutschlandfunk
Sendung: Tag für Tag
Länge: 05:52 Minuten
Weg mit Beuys und Schnabel - Der frisch gewählte Bürgermeister Roms will die Kulturpolitik umkrempeln
Sendezeit: 02.05.2008 17:37
Autor: Migge, Thomas
Programm: Deutschlandfunk
Sendung: Kultur heute
Länge: 04:08 Minuten
Text zum Beitrag: Weg mit Beuys und Schnabel
Schweizer Garde
Sendezeit: 02.05.2008 08:19
Autor: Schade, Ebehard
Programm: Deutschlandradio Kultur
Sendung: Reportage
Länge: 06:03 Minuten
Die Angst hat Pate gestanden - Wahlen in Rom
Sendezeit: 30.04.2008 09:42
Autor: Lill, Rudolf
Programm: Deutschlandfunk
Sendung: Tag für Tag
Länge: 07:01 Minuten
Der Vatikan als Mäzen
Sendezeit: 29.04.2008 19:23
Autor: Migge, Thomas Edwin
Programm: Deutschlandradio Kultur
Sendung: Fazit
Länge: 03:29 Minuten
Text zum Beitrag: Der Vatikan als Mäzen
Jungle World Nr. 17, 24. April 2008thema
Neuer Marsch auf Rom
Nach dem Desaster der Linken bei den Parlamentswahlen droht nun auch noch ein Rechtsruck bei den Bürgermeisterwahlen in Rom – ein Ruck nach ganz rechts.
von Catrin Dingler
Protestanten in Rom
Sendezeit: 23.04.2008 09:41
Autor: Mühlstedt, Corinna
Programm: Deutschlandfunk
Sendung: Tag für Tag
Länge: 10:32 Minuten
Das Publikum verlangt nach Mehr - Silvio Berlusconi ist in Italien zurück an der Macht
Sendezeit: 19.04.2008 13:20
Autor: Schümer, Dirk
Programm: Deutschlandfunk
Sendung: Themen der Woche
Länge: 04:06 Minuten
Text zum Beitrag: Das Publikum verlangt nach Mehr
Vatikanischer Kulturminister Ravasi
Sendezeit: 18.04.2008 09:53
Autor: Thomas Edwin Migge
Programm: Deutschlandfunk
Sendung: Tag für Tag
Länge: 05:30 Minuten
Interview mit Franco Zeffirelli, ital. Film- und Opernregisseur, zu Berlusconi
Sendezeit: 18.04.2008 08:13
Autor: Heinemann, Christoph
Programm: Deutschlandfunk
Sendung: Informationen am Morgen
Länge: 07:17 Minuten
Text zum Beitrag: "Gewaltiger Schritt nach vorn"
Gespräch mit Ulrich Ritter, dt.-ital. Journalistenverband, zu Italien unter Berlusconi
Sendezeit: 16.04.2008 06:42
Autor: Liminski, Jürgen OPUS DEI MITGLIED (10 Kinder)...
Programm: Deutschlandfunk
Sendung: Informationen am Morgen
Länge: 05:33 Minuten
Zu den Parlamentswahlen ein Interview mit Michael Matheus, Direktor des Deutschen Historischen Instituts Rom
Sendezeit: 13.04.2008 07:37
Autor: Koczian, Wolfgang
Programm: Deutschlandfunk
Sendung: Information und Musik
Länge: 10:49 Minuten
Künstler für Berlusconi - Die rechte Intelligenz im italienischen Wahlkampf
Sendezeit: 11.04.2008 17:52
Autor: Migge, Thomas
Programm: Deutschlandfunk
Sendung: Kultur heute
Länge: 03:36 Minuten
Text zum Beitrag: Künstler für Berlusconi
Berlusconi ante portas - Wahlkampf in Italien
Sendezeit: 11.04.2008 09:24
Autor: Hausen, Kristin
Programm: Deutschlandfunk
Sendung: Europa heute
Länge: 04:28 Minuten
Text zum Beitrag: Berlusconi ante portas
Vatikan setzt wieder auf Berlusconi
Sendezeit: 08.02.2008 09:36
Autor: Migge, Thomas
Programm: Deutschlandfunk
Sendung: Tag für Tag
Länge: 04:50 Minuten
Berlusconi-Furcht in Italien
Sendezeit: 06.02.2008 17:52
Autor: Migge, Thomas E.
Programm: Deutschlandfunk
Sendung: Kultur heute
Länge: 04:19 Minuten
Text zum Beitrag: Politchaos und Kultursumpf
Vatikan geht gegen "Fliegende Händler" vor
Sendezeit: 25.01.2008 09:54
Autor: Thomas Edwin Migge
Programm: Deutschlandfunk
Sendung: Tag für Tag
Länge: 04:35 Minuten
Rückblick zum Bozen Fall
Es ist das Grab von Fabio, ihrem Sohn. Er wurde nur 26 Jahre alt. Fabio wurde vor sechs Jahren in Südtirol von Neonazis überfallen und so brutal geschlagen, dass er kurz darauf starb. Die Burschen, die ihm das angetan haben, sind allesamt auf freiem Fuß. Eine schwer nachvollziehbare Eigenart der italienischen Gesetzen gestattet ihnen die Freiheit. Ein unerträglicher Zustand für Fabios Mutter, die über den sinnlosen Tod ihres Kindes nicht hinwegkommt. Das BR-Fernsehmagazin „Report München“ griff den bedrückenden Fall jetzt wieder auf.
Am Abend des 30. November 2003 lungern vor der Bar „Sauguat“ in Bozen italienische Skinheads herum. Zwei davon sind Soldaten einer Fallschirmjäger-Einheit. Fabio – ein immer fröhlicher Surfer und Sonnyboy – läuft den frustierten Skins direkt in die Arme, als er das Lokal nach einer Feier verlässt.
Er wird derart geschlagen und getreten, dass er sich mit letzter Kraft ins Auto rettet und losfährt. Nach nur wenigen Metern verliert er das Bewusstsein und stirbt – noch bevor das Auto von der Leitplanke gestoppt wird.
Ulrike Tomaselli bekommt die Nachricht am nächsten Morgen: „Es war, als ob sich der Boden auftut.“ Sie fährt nach Bozen zu ihrem am Boden zerstörten, zweiten Sohn Ricki und Fabios Freunden. Die Polizei geht zunächst von einem Unfall aus. Doch Fabios Familie kann den Staatsanwalt überzeugen, Ein Ermittlungsverfahren einzuleiten. Doch das Recht ist nicht auf Seiten der verzweifelte Familie. Denn in diesem Fall der Körperverletzung mit Todesfolge gilt: Keine Verhaftung ohne Urteil mit endgültiger Rechtskraft. Zwei Prozesse zogen sich endlos in die Länge. Bis heute gibt es dieses Urteil nicht.
Einer der Angeklagten hatte sich zwischenzeitlich nach Brasilien abgesetzt, ein anderer lebt jetzt auf Sardinien. Bis das römische Kassationsgericht den Fall aufnimmt, werden erneut Jahre vergehen. Und Ulrike Tomaselli („Ich verstehe das alles nicht“) findet keine Ruhe. Als sie ihren toten Sohn identifizieren sollte, hat sie sich geweigert: „Ich will ihn so in Erinnerung behalten, wie ich ihn gekannt habe.“
Hintergründiges aus Italien
Neofaschistischer Vormarsch
»Sieg Heil!«, schreien viele der gut 500 Schüler im Chor, als sie die letzte Strophe der italienischen Nationalhymne beendet haben. Nicht wenige recken dabei den rechten Arm zum Saluto Romano empor. Es ist Freitag Vormittag, der achte Februar 2008 und der Blocco Studentesco, die Schüler- und Studentenorganisation der faschistischen Partei Fiamma Tricolore, demonstriert im Gedenken an die »Märtyrer der Foiben«. Gemeint ist damit die italienische Bevölkerungsminderheit in den kroatischen Provinzen Istrien und Dalmatien, an der, nach der Befreiung vom Mussolini-Faschismus, vereinzelt Racheakte verübt wurden.
Für die Wahrheit! Freiheit für Emiliano!
Appell zur Unterstützung der Universität la Sapienza, zum Durchhalten der Studierenden
Für die Wahrheit durch Fakten, für die Freiheit von Emiliano
Rom den 9. Mai 2008
Viele Dinge sind in diesen Tagen an der Universität La Sapienza erzählt worden, viele Unwahrheiten haben den Platz der Wahrheit eingenommen.
Die Agression gegen einige Studenten, die militante Kräfte der neofaschistischen Partei Forza Nuova verantworten, ist ( Im Handumdrehen) in eine „Schlägerei“ verwandelt worden, eine erbauliche Manifestation von über zweitausend Studierenden ( trotz des Regens) zur Ermittlungsfestnahme einer Person. Die Wahrheit, so wissen wir ist ein Kampffeld, und nicht immer reichen die Fakten, sie unangreifbar zu machen. Im Sinne der Falschheit wurde ein einziger Übergriff gegenüber der gesamten Universität und den Studierenden fehlinterpretiert.
Die Studierenden wurden nach Ansicht des Corriere de la Sierra für eine politische Degenerierung ohne Vorbild als verantwortlich ausdefiniert: annus terribilis, Kinder der 68iger, und für immer in die Archive zu legen.
La Sapienza erscheint als eine unfähige Institution, um legale politische Kräfte zu Wort kommen zu lassen, obgleich diese Kräfte bereits wiederholt rassistische, fremdenfeindliche Ideologien zur Anwendung gebracht haben und die Shoa leugnen. Zudem sind sie geübt in der Anwendung von Aggression und Gewalt. Aber sie sind legal, also verdienen sie es von Studierenden, Forschern und Dozentinnen gehört zu werden. ( Kurt Tucholski: „Küsst die Faschisten wo ihr sie trefft“ Anmerkung Chaika)
Dieser Angriff muss zurück geschlagen werden, weil er in einem unüberbrückbaren Widerspruch zu kritischem Wissen, der Demokratie und der Autonomie von universitären Institutionen steht.
Ein Widerspruch, der auch die Verfassung der Republik trifft, die ausdrücklich antifa-schistisch formuliert ist: Pluralismus und politische, wie kulturelle Toleranz sind in diesem Sinne nicht trennbar von der Ablehnung von Ideologien, Sprechweisen und Praktiken, die ausdrücklich faschistisch erscheinen, wie die der Forza Nuova.
Die Universität ist möglicherweise ein anormaler Ort im Lande, anormal indes, weil im Inneren derselben die Demokratiepraxis der Meinungsverschiedenheit in ihr Platz findet, anormal, weil die kritik öffentlich praktiziert werden kann.
Eine positive Anomalie, demnach, die die wissenschaftliche Gemeinde insgesamt zusammenhält und die aus der Universität einen demokratischen Raum mach, den es zu schützen gilt.
Es war zuletzt unvermeidbar, dass sich im Zentrum dieser politischen Kampagne ein Urteil des GIP ( Richter für das Vorverfahren) hinzugesellen würde, das die Hausarreste nicht nur für die Angreifer, die Aktivisten der Forza Nuuova bestätigte, sondern auch für Emiliano, ein
angegriffener Student der „ La Sapiena“.
Die Freiheit für Emiliano zu erbitten bedeutet, den Unterschied zwischen Agressoren und Opfern anzuerkennen, die Wahrheit über die Ereignisse an der Sapienza zu sprechen.
Erstunterzeichner:
Nanni Balestrini ( Dichter und Schriftsteller), Erri De Luca (Schriftsteller), Valerio Mastrandrea ( Schauspieler ), Serge Quadrupanni ( Schriftsteller und Übersetzer ), Sandro Mezzadra ( Universitätsdozent, Bologna), Adalgisio Amendola ( Universitätsdozent, Salerno), Sergio Bianchi e Ilaria Bussoni ( Verlag Derive Approdi), Gianfranco Morosato ( Verlag Ombre Corte, Verona ) , Ugo Cornia ( Schriftsteller), Valeria Evangelisti ( Schriftsteller), Benedetto Vecchi ( Journalist, il Manifesto) Matteo Pasquilini (Universitätsforscher, Lon-
don), Carlo Formenti ( Universitätsdozent und Journalist), Franco Berardi Bifo ( Essayist), Agostino Petrillo (Universitätsdozent, Milano), Tizziana Terranova ( Universitätsforscherin Napoli), Adelino Zanini ( Universitätsdozent, Ancona), Augusto Illuminati ( Universitäts-dozent, Urbino), Angelo mastandrea ( Journalist, Il Manifesto ), Girolamo De Michele (Schriftsteller), Roberto Gramiccia ( Arzt und Schriftsteller), Gabriele Porro ( Journalist, La Repubblica), Alessandro Pandolfi (Universitätsdozent, Urbino), Wu Ming ( Schriftsteller),
Andrea Fumagalli ( Universitätsdozent, Pavia), Christine Ferret ( verantwortliche Leiterin, Centre des Reccources – Französische Botschaft Rom), Veronica Raimo ( Schriftstellerin ), Luisa Capelli ( Verlag Meltimi), Marco Bascetta ( Verlag Manifestolibri), Raffaela Battaglini(Schauspielerin am Theater), Elena Vanni ( Schauspielerin), Marco Philopat (Schriftsteller) Massimo Gaudioso ( Bühnenbildner), Elio Germano ( Schauspieler), Ottavio Marzocca ( Universitätsdozent, Bari), Pini Marino (Liedautor und Musiker), ( Anne Pizzo, Journalistin, Carta), Pierluigi Sullo ( Journalist, Carta), Luca Casarini ( Aktivist und Schriftsteller), Lanfranco Caminiti ( Journalist ), Tano D`Amico ( Fotograf), Raul Mordenti (Universitätsdozent, Rom)
Neue Unterzeichner und Unterzeichnerinnen:
Daniela Bendoni (Kunstmalerin), Roberto Iovino (Koordinator der Nationalunion der Studierenden) Chicco Funaro (Journalist), Radio Kairos (Bologna), Anna M. Borghi (Assoziierte Professorin, Universität von Bologna), Francesco Zanotelli (Dozent an der Universität, Siena), Rita Ramberti (assegnista di ricerca in filosofia Forschungsangestellte ?? für Philosophie Bologna), Claudia Scorolli (Doktorandin, Universität von Bologna) Alessia Mariotti (geografia economico-politica, ökonomisch-politische Geographie? Università di Bologna), Luca Tornatore (Fachbereich für Astronomie, Universität Trieste), Alessandro Arienzo (assegnista di ricerca, Napoli), Luca Tomassini (ricercatore, Roma), Alfredo Bertocchi (ricercatore Enea, Frascati), Cristina Centioli (ricercatrice Enea, Frascati), Claudio D’Agguanno (Enea Casaccia), Aldo Nunzi (tecnico Enea Casaccia), Lucia Pierlorenzi (architetto, Roma), Sergio Vaccaro (ricercatore Enea Casaccia), Agostino Letardi (entomologo Enea Casaccia), Arsen Palestini (dipartimento di Scienze Economiche, universita' di Bologna), Sandro Bellassai (Università di Bologna), Christian Picucci (attivista antirazzista), Paola Liberto (Arci Solidarietà Lazio), Carlo Moccaldi (giornalista Metropoli-Repubblica), Luca Leuzzi (ricercatore a TD, Roma) Giovanni Bazzocchi (tecnico-laureato, università di Bologna), Matteo Montanari (assegnista, università di Bologna), Francesca Scandellari (assegnista, università di Bologna), Vittorio Morandi (CNR, Bologna), Loredana Erra (dottoranda di Chimica, università di Salerno), Rossana De Simone (delegata CUB Bologna), Maria Cristina Sordilli (studentessa universitaria, Roma), Parsifal Reparato (studente specializzando in antropologia alla Sapienza), E-RETICOLETTIVO (Orbassano, provincia di Torino), Adriana Marafioti (biblioteca di filosofia della Statale di Milano)
Weitere Unterstützerinnen gerade auch aus dem akademischen Bereich bitte
übersetztvon@vs@ und korrigiert von Chaika.
Wer besser übersetzen kann möge sich am Orginaltext versuchen, bzw. die weiteren Ereignisse in Italien kritisch verfolgen.
Per la verità sui fatti
Scritto da Rete per l'Autoformazione, Roma
lunedì 09 giugno 2008
Appello a sostegno della Sapienza, a sostegno degli studentiPer la verità sui fatti, per la libertà di Emiliano Molte cose sono state raccontate in questi giorni sull’università la Sapienza, molte cose non vere hanno preso il posto della verità. L’aggressione contro alcuni studenti ad opera di militanti del partito neofascista Forza nuova è stata trasformata in una rissa, una gioiosa manifestazione di oltre 2000 studenti (nonostante la pioggia) in un sequestro di persona. La verità sappiamo è un campo di battaglia e non sempre bastano i fatti a renderla inattaccabile.In conseguenza a queste falsità si è dispiegato un singolare attacco nei confronti degli studenti e dell’università tutta. Gli studenti sono stati definiti responsabili di una degenerazione politica senza precedenti, figlia del ‘68, annus terribilis, secondo il Corriere della sera, da archiviare una volta per tutte; la Sapienza un’istituzione incapace di far parlare forze politiche che, nonostante facciano ripetutamente uso di ideologie xenofobe e razziste, oltre che negazioniste nei confronti della Shoah, abituate all’uso della violenza e dell’aggressione, sono legali e dunque meritano di essere ascoltate da studenti, ricercatori e docenti.Questo attacco va respinto, perché porta con sé un’ostilità senza precedenti nei confronti del sapere critico, della democazia e dell’autonomia dell’istituzione universitaria. Un’ostilità che colpisce anche la Costituzione repubblicana, espressamente antifascista: pluralismo e tolleranza politica e culturale, in questo senso, non sono disgiungibili dal rifiuto di ideologie, linguaggi e pratiche dichiaratamente fasciste come quelle del partito Forza nuova. L’università è probabilmente un luogo anomalo nel paese, anomalo perchè all’interno di esso la pratica democratica del dissenso trova posto, anomalo perchè la critica può essere esercitata pubblicamente. Un’anomalia positiva, dunque, che tiene assieme la comunità scientifica tutta e che fa dell’università uno spazio democratico da proteggere.Era inevitabile, infine, che all’interno di questa campagna politica di linciaggio, si collocasse una sentenza del Gip (giudice per le indagini preliminari) che ha imposto gli arresti domiciliari non solo a due attivisti di Forza nuova, gli aggressori, ma anche ad Emiliano, studente della Sapienza aggredito. Chiedere la libertà di Emiliano significa riconoscere la differenza tra aggressori e aggrediti, significa dire la verità sui fatti accaduti alla Sapienza. Per firme e adesioni ( aperte a tutti coloro che ritengono importante questa campagna e la liberazione di Emiliano):
Ultimo aggiornamento ( martedì 10 giugno 2008 )
[Indietro]
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Danke für den Artikel!
frage
Man of the year ...
@ ich
@ Kontroverso: einfach mal die Archive durchsuchen. Berlusconi war bei den Antideutschen wirklich sehr beleibt. Vor allem seine Repression gegen die Noglobals und Friedensbewegung fand freudige Unterstützung. Aussenpolitisch war es die Unterstützung des Golfkriegs. Das war das Jahr, wo die Mods bei Indy damit begonnen haben, Antideutschenscheiss zu löschen, wenns zu bunt wird.
Mehr Infos?!
danke!
@du
wahrscheinlich haben sich einige ad-leute auf einige teilaspekte bezogen, zb. italiens beitrag zu afghanistan. und was die friedensbewegung in italien betrifft: die kannste ja mal voll in die tonne kloppen. wer israelfahnen verbrennt und selbstmordattentäter als quasi-helden begreift, der oder die hat ja wohl eindeutig einen an der waffel. da trifft sich der antisemitismus von rechts und links, hauptsache gegen israel.
ich sag nur mondiali vor zwei jahren oder so (kann mich in der zeit täuschen), als der fanclub vom roten stern leipzig als angeblich ad geoutet bzw. denunziert wurde - aber so sind eben die deutschen: groß im denunzieren und prodizieren von un- und halbwahrheiten.
im übrigen: es gibt keine antideutsche linke, wie es auch nicht DIE linke gibt... und spinner_innen gibt es überall.
@du
Die konventionellen Antifa-Strategien ziehen da nicht mehr, da sich die Bande angepaßt hat: man hat gar nichts mehr gegen Juden (solange sie in Israel bleiben jedenfalls...) und fährt voll auf der Schiene "christliches Abendland" versus "Protokolle der Weisen von Mekka" und generell alles "Kulturfremde", und Juden haben wir einfach nicht mehr genug in Deutschland, um denen das Stigma aufzudrücken, zumal es wirklich ein Wink mit dem Zaunpfahl wäre. Ganz genau so wie bei Berlusconi. Ich überleg echt, im September runterzufahren um mir diese "Antiislamisierungskkkonferenz" mal aus nächster Nähe anzuschauen; also unter dem Aspekt, wer sich da so mit wem vernetzt. Im Gegensatz zu Proteststudenten und so vernetzen sich die Faschistoiden offenbar grad wirklich...(*)
Insofern ist jeder Antifa nur dringendst zu raten, sich ebenfalls zu vernetzen, mit den Colleg@s in Italien insbesondere, aber auch in FR, BE, NL. Also nicht bloß Solibekundungen austauschen, sondern persönliche Kontakte knüpfen und sichere & robuste Kommunikationskanäle aufbauen. Auch hierzulande ist die Gesellschaft unter großem Druck, sich zu einer Zusammenrottung von primärtugend(Gerechtigkeit, Menschlichkeit, Solidarität)losen Schlechtmenschen zu entwickeln. Und auch der neue Faschismus wird sich wieder demokratisch wählen lassen, aber das Gerede daß wir wieder "Lager" bräuchten, erlebt meinem Augenschein nach grad eine Renaissance wie in den Monaten vor Solingen und Mölln. Zumindest das Kommunikationsrauschen in den Kommentarspalten von Medien und Blogs deutet darauf hin; da kommt mittlerweile ein Ausmaß von Haß und schwarzbrauner Gülle hoch, das es vor 5 Jahren einfach nicht gab(**). Ein verkomplizierender Faktor ist, daß zumindest die bürgerlichen Faschos, aber auch viele Neonazis ihren Bodentruppen Oder gegeben haben, die Mollis im Keller zu lassen bis die Macht gesichert ist, weil sich die rechte Welle schon einmal an einer Lichterkette gebrochen hat. Exakt wie in Italien: *vor* der "Machtergreifung" haben sich die Forzas mit Pogromen zurückgehalten.
(*) Zu meiner Proteststudentenzeit reden wir auch sehr viel von "Vernetzung", das war damals von knapp 10 Jahren eind DER Buzzwords. Aber heute, nach nicht mal einer Dekade, sind maximal 2 Bekanntschaften übriggeblieben von der Zeit, und das ist keine Vernetzung, Zumal soweit ich das nachvollziehen kann noch nicht mal diese 2 auch nur indymedia lesen würden, geschweige denn bei einer Antifa-Demo oder Hausbesetzung oder einem RTS am Start wären. Oder, weil das vielleicht nicht so der Hit ist wenn man Familie, Kinder, und ein Häuschen im Speckgürtel einer Großstadt hat, die ihre Skillz für eine linke Sache einsetzen würden, ein Pamphlet zur Lage im Hochschulbereich schreiben, einen einkassierten Sitzblockierer raushauen oder whatever.
Vernetzung war erfolgreich, wenn mann wenn ein SEK oder ein Faschomob mit Strick und Brandbeschleuniger im Anrücken häre keine 10 Sekunden überlegen müßte, bei wem man untertauchen kann.
(**) Das meiste wird wie bei de.indymedia schnell gelöscht. Aber achtet mal drauf, wenn es breaking news gibt über irgendein rechtes Reizthema und beobachtet eine Kommentarspalte eines Nachrichtenoutlets oder so, die zwar moderiert wird aber ohne Vorabsichtung (also wie indy) - wo der Kram also erst nach dem Erscheinen wieder entfernt wird. Und laßt für 2 Stunden den Reloadbutton des Browsers euren besten Freund sein. Alter Trick; ihr werdet interessante Einsichten bekommen.
Jaja, der Klausi
Neben Berlusconi-Bewunderung waren auch Parolen der Sorte: "Kampf der deutschen Linke", "Nuke Bagdad", "Gegen Multikulti" standard bei euch. Aber daran kannst du dich jetzt auich nicht mehr erinnern, gelle? Und die Bahamas, Jungle World usw gibts in Wirklichkeit gar nicht.
@klausi
es ist nämlich nur allzu offensichtlich, dass "die italienische friedensbewegung" selbstmordattentäter NICHT als quasi-helden begreift. denkst du dir solche sachen aus, oder was sind deine quellen!? auch das anzünden von fahnen, ob es nun fahnen der usa, oder jene von israel sind, wird nur von einer kleinen minderheit befürwortet.
und deine behauptung, dass sich der antisemitismus von links und rechts bei der israelkritik in italien treffen würde ist völlig an den haaren herbei gezogen. allein schon, weil die italienische rechte sich kaum für israel interessiert und der antisemitismus schon wärend des faschismus kaum eine rolle gespielt hatte. zu den ersten deportationen von juden kam es in italien erst nach besatzung durch die deutsche wehrmacht. in den 20 (!) jahren faschismus davor, gab es weder pogrome, noch deportationen gegen juden, es sei denn sie waren kommunisten, oder sozialisten.
aber welche historischen kenntnisse und analytischen fähigkeiten kann man schon von jemandem erwarten, der glaubt, dass italien in afghanistan einen "beitrag" leisten würde.
second part: wer lesen kann...
das zum ersten.
zum zweiten: wenn ich schreibe, dass jemand mal was behauptet hat (italien, afghanistan), dann ist das gleich meine meinung? gehts immer noch?
und zum dritten: schaut euch mal die bilder vom ersten mai uas italien an - riesenmob, der sich grinsend um brennende israelfahnen sammelt. von den boykottaufrufen gegen israel, die seit einigen jahren von DEN italienischen linken propagiert werden, ganz zu schweigen. da ich oft genug in italien war, weiss ich, wovon ich spreche.
und überhaupt, viertens, friedensbewegung: ein pace-fahnen schwingender mob - der olle pace-lappen wurde durch dem vatikan nahestehenden kreise lanciert und in den verkauf gebracht. muss nicht alle interessieren, aber ein indiz genug. denn die regenbogenfahne ist eigentlich, vielleicht erinnern sich ja einige noch, die fahne der homosexuellen bewegung. umgedeutet vom reaktionären vatikan und der friedensbewegung in italien, deutschland usw...
und fünftens, als letztes, habe ich mich nicht zum antisemitismus des italienischen faschismus ausgelassen, die genannte darstellung kenne ich und ich gehe konform. allerdings würde ich von der heutigen rechten (die im übrigen nicht durchgängig eine faschistische ist) durchaus antisemitismus als eine basis ausgehen. und der wiederum trifft sich mit dem als antizionismus getarnten antisemitismus der, bspw. deutschen, linken.
ach klausi..
ps: "friedensbewegung: ein pace-fahnen schwingender mob".. jaja, so kennt man euch. troll dich zurück zu p.i.-news.
@klausi
die einzige israel-fahne am ersten mai verbrannt wurde, gab es auf einer pro-palästinensichen demonstration in turin mit weniger als 1.000 teilnehmern. die hat allerdings nicht im geringsten die friedensbewegung repräsentiert, sondern lediglich ein aus 4 sozialen zentren bestehendes netzwerk von militanten autonomen. danach gab es zwei wochen lang eine welle der entrüstung in den berlusconi medien. selbst sprecher von rifondazione communista haben dann diese tat kritisiert. was willst du also, wenn du doch selbst weisst, dass es überall spinner gibt!?
auf die italienische geschichte bezüglich antisemitismus habe ich dich hingewiesen, weil du ja schliesslich von den italienern ein genauso kritikloses verhalten gegenüber israel einforderst, wie von den deutschen. da ihr dieses kritiklose verhalten aber immer mit der deutschen geschichte begründet kann es auf italien nicht angewendet werden.
und wenn die italienischen faschisten heute, wie von dir behauptet, mehrheitlich antisemiten sind, warum hat dann die jüdische gemeinde von rom zur wahl des faschisten gianni alemanno aufgerufen!?
lese-rechtschreib-schwäche
wo steht da was von "italienischen faschisten", salami-meister?
weiterhin: schön, dass mich hier einige schreiberlinge so gut kennen, um zu wissen, dass ich ad sei. wen mich persönlich jemand fragen würde, tät ich antworten, ich bin 1 teil anarchistisch, 1 teil antifaschistisch, 1 dicke scheibe autonom und ein spritzer antideutsch - solidarität mit israel, soviel zeit, sinn und inhalt muss sein. wenn selbst ulrike meinhof israel gegen die neue deutsche linke verteidigen wollte, dann kann ich das auch.
wenn ich allerdings das wäre, was hier manche halluzinieren, dann hätte ich euch längst nachgeeifert und euch als antiimps plus zugabe beschimpft.
und im übrigen, zeige mir doch jemand mal etwas, in denen antideutsche (und nein, die sind nicht einheitlich und schon gar keine "100 sektierer") faschisten toll finden. schon mal daran gedacht, dass das per se ein widerspruch ist? aber nein, wahrscheinlich ist das der beissreflex...
zeigt doch mal endlich, dass die evolution auch bei euch an die türe klopfen kann!
@klausi
interessant auch, dass du auf alle argumente, die gegen deine aussagen bzgl. der friedensbewegung vorgebracht wurden garnicht reagierst. deine klischees, von wegen selbstmordattentäterfans, antisemitismus und fahnenverbrennung sind komplett dekonstruiert worden, aber versuchst dich mit nebenaspekten wie "ich hab garnicht ITALIENISCHE faschisten gechrieben" heraus zu reden. echt peinlich!
im übrigen interessiert keinen was du dir für eine patchworkidentität zusammenbastelst. werd mal langsam erwachsen. und zum verständnis: wer meint israel gegen die heutige deutsche linke verteidigen zu müssen, der ist antideutsch. basta!
An den/die Verlinker/in
Dies würde Indymedia-LeserInnen ermöglichen, sich einen besseren Über- und Einblick in die italienische Politik zu verschaffen. Darüber hinaus könnte bei bisher Uninteressierten ein Interesse an der Situation in Italien erwachsen. Sowie wäre die Möglichkeit initiativ zu werden eher gegeben.
Da dies ein anonymes Angebot an die LeserInnen darstellt und wohl mit wenig Resonanz zu rechnen ist, könntest Du Dein Engagement gezielt auf 1 Jahr begrenzen. D.h. 12 mal im Jahr Dein Wissen nicht für Dich behalten, sondern posten.
Vielleicht ergibt sich was daraus. Was hast Du zu verlieren?
mit solidarischen Grüßen
Azzoncao
ich halte es wie alle anderen
und richtig lustig ist natürlich die folgerung "du bist antideutsch, weil ich das so festlege" - dann ist ulrike meinhof es für einen kurzen moment eben auch gewesen.
es ist mir scheiss egal, wenn leute wie du mir irgendwas vorwerfen, weil du und ihr nicht diejenigen seid, auf die es ankommt und eure meinung insbesondere zu antisemitismus eh eine recht merkwürdige ist und euch entweder disqualifiziert, einen kommentar dazu abzugeben, oder euch gleich ganz in die nähe rückt.
was den ersten mai angeht, da war in der fr ein "schönes" bild. eindeutig.
du redest von dekonstruktion meiner argumente, das sehe ich allerdings etwas anders. ich würde ja eher sagen, dass du genau das machst, was du mir vorwirfst. im übrigen und abschließend schlage ich dir einen neuen nick vor: judge.
---
zitate:
"gut, dann hast du eben nicht von den italienischen faschisten gesprochen." ist da etwa jemand beleidigt, weil es zwar eindeutig formuliert war, aber nicht richtig gelesen wurde oder gar verstanden?
"ich bin allerdings davon ausgegangen, denn schliesslich geht es hier darum."
ich ich ich... wenn du von etwas ausgehst, macht es das noch lange nicht richtig. schau dich doch hier mal um, wo bleibt es in einem thread tatsächlich beim ursprünglichen thema? und ich war es ja nun nicht, der das thema auf die ad gebracht hat - nicht lügen!
"wenn du von der rechten allgemein sprichst, dann verfehlst du hier komplett das thema." auweia, nur nicht über den tellerrand schauen - und, siehe oben, ich wechselte nicht das inhaltliche.
"interessant auch, dass du auf alle argumente, die gegen deine aussagen bzgl. der friedensbewegung vorgebracht wurden garnicht reagierst. deine klischees, von wegen selbstmordattentäterfans, antisemitismus und fahnenverbrennung sind komplett dekonstruiert worden, aber versuchst dich mit nebenaspekten wie "ich hab garnicht ITALIENISCHE faschisten gechrieben" heraus zu reden. echt peinlich!"
ja ja, was ich selber sag und tu... und falls du den rest nicht kennst: trau ich auch den andern zu. wie steht denn die friedensbewegung zu darfur? wie das morden in ruanda von der friedensbewegung gestoppt worden wäre, kann ich mir ebenfalls nicht vorstellen. was, wenn iran israel angreift (auch ohne atombomben) - wie lautet dann das geschrei? und hier noch etwas für dich von mir ganz persönlich: ich habe damals den wehrdienst verweigert und würde es wieder tun. aber trotzdem mache ich mir etwas mehr gedanken, als der durchschnitt der friedensbewegung.
"im übrigen interessiert keinen was du dir für eine patchworkidentität zusammenbastelst."
doch, mich. und die leute, mit denen ich mich unterhalte, die sich mit mir unterhalten, die mit mir streiten - und dich, sonst würde es dich nicht anspringen lassen.
"werd mal langsam erwachsen." so so, da bin ich also infantil. subtil wohl eher, aber ironie ist dein ding wohl nicht.
"und zum verständnis: wer meint israel gegen die heutige deutsche linke verteidigen zu müssen, der ist antideutsch. basta!" klar doch. wie heisst es doch so schön? ungekehrt wird ein schuh draus: wer meint, israel in den fokus ihrer/seiner (destruktiven) kritik stellen zu müssen, der ist antisemit_in. neulinksdeutsch nennt sich das etwas verbrämt antizionistisch, meint aber das gleiche: weg mit israel. über den ursprung dieses singulären staates wird dann nicht mehr nachgedacht.
zum abschluß ein zitat von indymedia von vor wenigen wochen: "Linke können nicht antisemitisch sein." klar doch. träumt ruhig weiter. ich geh kotzen.