HH: SoliDemo für kriminalisierte Tierrechtler

xxx 24.05.2008 00:34 Themen: Repression
Hamburg: Ca. 100 Personen bekundeten heute ihre Solidarität mit den in Österreich kriminalisierten Tierrechtler_innen und forderten lautstark deren Freilassung.
Ca. 100 Personen gingen heute in Hamburg auf die Strasse um ihre Solidarität zu den in Österreich kriminalisierten Tierrechtler_innen zu bekunden. Hintergrund für die Soli-Demo waren die 14 Hausdurchsuchungen und 10 Festnahmen von Tierrechtsaktivist_innen am vergangenen Mittwoch in Wien, Graz und Tirol. Die laufenden Ermittlungen fallen unter den Tatverdacht des österreichischen §278a (vergleichbar mit dem deutschen $129a) "Bildung einer kriminellen Vereinigung. Mehr Informationen auf Indymedia Österreich unter  http://at.indymedia.org/node/10343 .

Die Demo startete vor dem linken Zentrum Rote Flora und zog dann über diverse Hauptverkehrsstrassen kraftvoll zur Österreichischen Botschaft. Immer wieder skandierten die Demonstrant_innen lautstark Sprüche wie "Wir sind nicht alle, es fehlen die Gefangenen", "Freiheit für alle politischen Gefangenen", "Human liberation, animal rights, one struggle, one fight" oder "Solidarität ist nicht nur ein Wort, Tierbefreiung an jedem Ort". Während der ca. 1,5 stündigen Demo wurden 3 Redebeiträge gehalten, welche sich mit dem speziellen Fall in Österreich, aber auch mit Repression gegenüber linken Strukturen generell beschäftigten.

Die Österreichische Botschaft zeigte sich durch heruntergelassene Rollos an den Fenstern und durch die Polizei aufgestellte Absperrgitter gegenüber den Demonstrant_innen verschlossen.
Creative Commons-Lizenzvertrag Dieser Inhalt ist unter einer
Creative Commons-Lizenz lizenziert.
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen

muss

ausgefüllt 24.05.2008 - 10:29
auf letztem bild sind hamgurger gitter zu sehen. es waren aber offenbar kaum riot cops da (ich würde insgesamt MAXIMAL ein zug schätzen (ca. 30 bullen; aber gut in der gegend verteilt). da machen die hambg gitter keinen sinn ;-)

einer der Redebeiträge

!!! 24.05.2008 - 10:59
übernommen von:  http://www.berta-online.org/berta/pages/texte/risiken.htm

Risiken und Nebenwirkungen
Ein Antirepressionstext

Die Tierbefreiungsbewegung rüttelt an den Grundfesten der Gesellschaft und erntet hierfür nicht nur Wohlgefallen. Im Gegenteil: Was Staat und Gesellschaft zuwiderläuft, wird repressiv beantwortet und kriminalisiert.

Es gibt heute wohl keine politisch arbeitenden Menschen, Gruppen und Organisationen, die sich nicht im Laufe der Zeit durch staatliche Repression in ihrer Arbeit behindert sahen. Dies betrifft nicht zuletzt auch die Tierbefreiungsbewegung. Die Liste "unserer" Gefangenen ist lang. Zu lang. Sich der Repression oder vielmehr den Formen der Repression gewahr zu sein und aktive Solidarität mit den Gefangenen und von Repression Betroffenen zu zeigen, ist ein integraler Bestandteil jeder starken emanzipatorischen Bewegung.

Eine Kernfunktion bürgerlicher Staaten und eben auch staatlicher Repression ist die Gewährung der Sicherung gesellschaftlicher Verhältnisse. Dass diese Verhältnisse durch Herrschafts- und Ausbeutungssysteme gekennzeichnet sind, wird den Tierbefreiern und Tierbefreierinnen Tag für Tag nur allzu deutlich vor Augen geführt. Eine Perspektive, welche auf die Überwindung dieser Verhältnisse, also der Überwindung des Speziesismus, der Naturbeherrschung und der Verwertungslogik zielt, muss zwangsläufig an die Grenzen dessen stoßen, was dieses politische System zu tolerieren bereit ist. Allein der Aspekt Tiere nicht als Ware zu betrachten, steht im Widerspruch mit dem gesetzlich verankerten Recht auf Eigentum.

Repression setzt dort an, wo gesellschaftliche Normierungsprozesse nicht mehr greifen, wo TierbefreierInnen sich aktiv gegen die speziesistische Normalität wenden, sich organisieren, sich artikulieren und nach ihren Überzeugungen handeln. "Verstoß gegen das Versammlungsgesetz", "Hausfriedensbruch" oder gar "Bildung und Unterstützung krimineller Vereinigungen" sind einige Beispiele von Konstrukten, welche sich der Repressionsapparat geschaffen hat, um gegen TierbefreierInnen vorzugehen und in der Vergangenheit auch angewandt hat.

Es gibt jedoch nicht die eine Repression, vielmehr ist von verschiedenen Formen von Repression zu sprechen. Sie ist mitunter der Kriminalisierung und des Zugriffs staatlicher Verfolgungsbehörden vorgelagert und beginnt dort, wo Freiheitsrechte und folglich Handlungsmöglichkeiten politischer Arbeit systematisch eingeschränkt werden, dort wo überwacht, observiert und bespitzelt wird und auch dort, wo Auflagen an Demonstrationen gestellt werden. Auf der nächsten Ebene sehen sich AktivistInnen mit Hausdurchsuchungen, "erkennungsdienstlichen Behandlungen" und den unterschiedlichsten Anzeigen konfrontiert. Fortgeführt wird Repression durch die Justiz, welche Geld-, Haft- und Bewährungsstrafen gegen Menschen erwirkt. Die Auswirkungen sind jedoch nicht ausschließlich Verurteilungen, vielmehr wird ein Gefühl der Einschüchterung und der Verunsicherung erzeugt, welches in allgemeiner Ohnmacht münden kann und somit der Abschreckung gegen jene dient, die nach Ausdrucksformen ihrer Unzufriedenheit suchen.

Repression richtet sich zumeist gegen die Handlungen einzelner Personen, seien es die Beteiligung an Go-Ins in Modehäusern, an Ankettaktionen vor Tierversuchslaboren oder an Direkten Aktionen wie Tierbefreiungen. Diese individuellen Handlungen geschehen jedoch aus einer politischen Überzeugung heraus, welche alle TierbefreierInnen und TierrechtlerInnen teilen, nämlich dass es eine Gesellschaft anzustreben gilt, in der Tiere nicht aufgrund irgendwelcher Interessen durch Menschen gefangengehalten, in ihren Bedürfnissen beeinträchtigt und getötet werden. Insofern zielt jede Repression nicht nur darauf, einzelne Personen aus politischen Zusammenhängen zu isolieren und ihre Handlungsmöglichkeiten einzuschränken, sondern sie ist zugleich immer auch ein Angriff auf unsere Vorstellungen und eine Form der Unterdrückung gegen uns alle.

Vor diesem Hintergrund muss die Tierbefreiungsbewegung Strategien zum Umgang mit der Repression finden. Solidarität darf sich nicht im gemeinsamen Organisieren von Demonstrationen oder Kampagnen erschöpfen. Menschen, welche von Repression betroffen sind, fühlen sich allein, allein wenn sie vor Richtern und Staatsanwälten stehen, allein, wenn sie Strafbefehle abbezahlen müssen, allein, wenn sie hinter Gefängnismauern einschlafen müssen. Ihnen muss ebenfalls unsere Solidarität zuteil werden, sei es in Form von finanziellen Hilfen für fortschrittliche Anwälte und Prozesskosten, durch Betreuung von Betroffenen und Prozessbeobachtungen, öffentliche Infoveranstaltungen, Solipartys oder dem Schreiben aufmunternder Briefe an Gefangene. Ziel unserer Solidarität muss es sein, staatliche Repression und die Versuche Einzelne zu isolieren und handlungsunfähig zu machen, zu untergraben und eben jene Handlungsfähigkeit wieder herzustellen bzw. zu erhalten. Erfolgreiche Solidarität muss sich daran messen, ob Menschen nach dem Zugriff durch Verfolgungsbehörden oder nach Gefängnisstrafen nicht derart desillusioniert sind, dass sie die Auseinandersetzung für die Befreiung der Tiere und der Menschen meiden.

Berliner Tierrechtsaktion (BerTA), August 2006

inhaltliche korrektur

b 24.05.2008 - 15:38
kurze inhaltliche korrektur:
die zahlen im bericht sind nicht ganz am neuesten stand. mittlerweile hat sich herausgestellt, dass es nicht zu 14, sondern zu 23 hausdurchsuchungen gekommen ist. (die 14 waren nur die in wien und die waren, die die am schnellsten verifiziert wurden) und dabei waren 10 haftbefehle (nicht festnahmen)

FSK Beitrag wo downloaden?

Downloader_in 24.05.2008 - 21:17
Wo ist denn der Radiobeitrag zum Downloaden?
 http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=22581

Radiobeitrag

TripmeisterEder 24.05.2008 - 22:37
hmmm irgendwie finde ich den laden button auch grade net ... habs nochma bei rs hochgeschoben

 http://rapidshare.com/files/117364506/20080521-sterreichwe-22522.mp3.html

falls unerwünscht meinen beitrag löschen..

ein anderer Redebeitrag

lib 25.05.2008 - 13:22
Solidarität muss praktisch werden!
Demonstration für die Freilassung der Österreichischen Tierrechts-Gefangenen

Wir demonstrieren heute hier, weil am morgen des 21.5.2008 in Österreich die Privatwohnungen von mindestens 14 Aktivist_innen der Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung gestürmt und durchsucht wurden. Gegen etliche von ihnen wurden Haftbefehle erlassen, sodass ein Großteil der Aktivist_innen nun eingesperrt ist und auf einen Strafprozess wegen des Vorwurfs der Bildung einer kriminellen Vereinigung wartet. Während der Durchsuchungen ging die Polizei besonders rabiat und gewalttätig vor; so wurden einige unserer Genoss_innen mit gezogener Waffe aus ihrem Bett gerissen. Alle Materialien, die in irgendeiner Weise mit Aktivismus zusammenhängen, wurden entwendet, darunter auch Rechner und Handys.

Unseren Freund_innen und Genoss_innen wird unterstellt, sie seien Teil einer „kriminellen Vereinigung“, welche etliche Direkte Aktionen, u.a. gegen das pelzverkaufende Modeunternehmen Kleider Bauer durchgeführt haben sollen. Gegen dieses Unternehmen findet seit Anfang 2007 eine österreichweite Anti-Pelz Kampagne statt. Laut der Polizei-Pressestelle handelt es sich insgesamt „um zahlreiche Brandstiftungen, Gasanschläge und anderen schweren Sabotageakte auf Lebensmittelkonzerne, Bekleidungshandelsketten, pharmazeutische Unternehmen, Produzenten landwirtschaftlicher Produkte und jagdliche Einrichtungen“.

Es ist unser Anliegen, zu betonen, dass direkte Aktionen stets Reaktion auf die vorangegangenen Gewalthandlungen der speziesistischen Mörder_innen in den Schlachthöfen, Versuchslaboren, Pelzfarmen oder auf den Hochsitzen sind! Das Engagement unserer Freund_innen und Genoss_innen richtet sich gegen die Ermordung und Ausbeutung nicht-menschlicher Tiere, welche in dieser Gesellschaft zu einem Dasein als Ware und somit als Objekt verurteilt sind. Sie handeln aus der politischen Verantwortung für und der Solidarität mit Tieren, welche Opfer dieses gesellschaftlich vermittelten Gewaltverhältnisses sind.

Wir erklären uns ausdrücklich solidarisch mit allen Betroffenen und fordern ihre sofortige Freilassung! Diese Aktion des österreichischen Staates ist klar gegen das Engagement für eine gesellschaftliche Befreiung der Tiere gerichtet und soll die Bewegung schwächen! Ähnliche Bestrebungen sind aus anderen europäischen Ländern, sowie der USA bekannt. Dort wo die Repression einsetzt, wird verdeutlicht, dass das Agieren der Betroffenen einem gesellschaftlichen Wandel zuträglich ist. Aus diesem Grund sagen wir: Weiter so! Kämpfen wir gemeinsam für die Befreiung der Tiere und gegen die kapitalistische Gesellschaft!

Egal, ob du vegan, feministisch, antifaschistisch, gegen Überwachung, Atomkraft oder Polizeigewalt bist - gemeint sind wir alle, auch wenn es momentan nur ein paar wenige getroffen hat.

Es handelt sich hier um die größte Repressions-Aktion gegen linke/emanzipatorische Strukturen in Österreich seit Jahren.
Repression beschränkt sich allerdings nicht auf Hausdurchsuchungen und Verhaftungen. Repression geschieht ebenso durch die Medienberichterstattung, die den Erfolg der Polizei im 'Kampf gegen das Verbrechen' herausstreicht. Repression geschieht durch vage Angaben, dass weitere Maßnahmen geplant seien. Repression geschieht durch die ständig immanente Drohung: “Mach nichts, dann passiert dir nichts.”

Der wohl wichtigste Grundsatz im Umgang mit Repression ist und bleibt Solidarität. Es geht nicht darum, in welcher Bewegung Betroffene aktiv sind. Es geht nicht darum, welche Gruppen und Menschen uns in politischen Zusammenhängen sympathisch sind oder nicht.
Repression zielt zwar scheinbar nur auf Einzelne ab, hat jedoch das Ziel, auf möglichst viele einzuwirken, viele einzuschüchtern und politisches Handeln zu unterbinden. Nur durch gemeinsames Handeln können wir einen wirksamen Umgang mit Repression finden.

Solidarität kennt keine Grenzen und keine (Gefängnis-)Mauern!

Weg mit dem deutschen §129a/b und dem österreichischen § 278a!

Lasst unsere Freund_Innen frei!

weitere Radiobeiträge zum Thema

Mr. M 25.05.2008 - 17:58
Unter  http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=22570 und  http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=22522 gibt es weitere Radiobeiträge zum Anhören oder Herunterladen.

Hier ist eine Liste der österreichischen Vertretungen in Deutschland:  http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/Oesterreich/Vertretungen_20Oesterreich.html

solikonto

antirep 26.05.2008 - 09:58
hi!

hier nochmal die infos zum spendenkonto inkl iban und bic:
konto: Kontonr: 01920013682, BAWAG, Bankleitzahl 14 000, Kontoinhaberin ist die Grünalternative Jugend Wien, Zweck: Antirep 2008

IBAN: AT551400001920013682
Bic: BAWAATWW


danke und liebe gruesse,
rechtshilfe

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

Verstecke die folgenden 9 Kommentare

Mobilisierung

oooOOOOOooo 24.05.2008 - 04:32
Wie ist die Mobi verlaufen?
Warum sind bei sowas nur 100 Leute?

btw:
Fr,30.5 B5, Brigittenstr. 5 19:00 Infoveranstaltung über den aktuellen Stand des mg-Verfahrens mit Betroffenen.
Sa,31.5. dammtor 14:00 Demo gegen den Überwachungsstaat: "Freiheit statt Angst". Orga: AK Voratsdatenspeicherung, Ende: 16:00 Rathausmarkt.

Alles Terroristen?
Ende Juli 2007 wurden sieben Antimilitaristen in Berlin von der Generalbundesanwaltschaft beschuldigt, Mitglieder einer terroristischen Vereinigung, der "militanten gruppe" (mg), zu sein (nach § 129a Strafgesetzbuch). Vier von ihnen wurden verhaftet. Sie saßen mehrere Monate bzw. Wochen in Untersuchungshaft im Knast Berlin-Moabit. Im Oktober und November 2007 wurde die Haft der Genossen ausgesetzt und bald soll der Prozess gegen sie eröffnet werden. Bei den Angriffen der militanten gruppe handelt es sich um zielgerichtete und militante Aktionen. Zu über 20 Brandanschlägen auf Einrichtungen von Staat und Kapital hat sich die militante Gruppe bekannt. Die Anschläge richteten sich unter anderem gegen die Polizei, das Militär und Konzerne, wie die Daimler AG. Bei der Veranstaltung werden die beschuldigten Genossen über den aktuellen Stand ihrer Verfahren und die juristischen Konstrukte berichten. Außerdem soll über die Repression des Kapitals und den Versuch aus den kapitalistischen Verhältnissen auszubrechen diskutiert werden.
Infoseite: www.einstellung.so36.net

zur Mobilisierung

xxx 24.05.2008 - 08:34
Mobilisiert wurde ab spätem Mittwoch abend per Flyer und Internet und Mund-Zu-Mund Werbung. Die Chance es mitzubekommen war schon für viele gegeben. Wieso es nicht mehr wurden sei mal dahingestellt.

...

... 24.05.2008 - 10:13
und 100 waren das auch nur wenn man viel gesoffen hat...ein wunder das überhaupt aufa straße gegangen werden durfte...

@ Mobilisierung

fleisch 25.05.2008 - 11:55
vermutlich waren so wenige dort, weil der rest gerade nen saftigen Döner genossen hat. kann ich niemandem verübeln. fleisch ist lecker!

was soll das?

schwürg 25.05.2008 - 22:08
Wenn die Spinner der sektendurchsetzten Tierrechtsbewegung "linke Strukturen" darstellen sollen, bin ich kein Linker mehr.
Leute die kriminellerweise Straftaten begehen gehöhren zurecht in den Knast.
Und wer Leitern von Hochsitzen ansägt, damit der Jäger sich das Genick bricht, ist in meinen Augen kein "Aktivist" sondern ein Arschloch, dass in die geschlossene Psychiatrie gehört.

Rgänzung

RgänzR 25.05.2008 - 23:16
@...
Auf der Demo waren gut und gerne 100 Leute, wenn nicht sogar mehr.

@schwürg
Du hast vollkommen Recht, wer Knäste, geschlossene Psychiatrien und Hochsitze für eine gute Sache hält, ist wirklich kein Linker und war es womöglich auch nie.

Versuch es doch mal hier: www.bild.de - da findest du deinesgleichen.

fleisch...

mehr fleisch... 26.05.2008 - 08:44
lecker fleisch in allen varianten...
gehackt, gegrillt, gekocht, gebraten...
fleisch ist meine welt...
also ihr tofurechtler esst mehr fleisch, es wird euch gut tun!!!

@fleisch

hochsitzumfäller_in nicht -ansäger_in 26.05.2008 - 20:59
Aufruf zur Demonstration gegen “Fleisch” am 31.5.

Kundgebung vor der “Bio-Fleischerei Fricke”

Ca. eine halbe Milliarde Individuen jährlich fallen alleine in Deutschland der Mordmaschinerie des Schlachthofs zum Opfer, damit Menschen sich ihre Körperteile einverleiben können. Das Recht eines Individuums auf Leben, psychische und physische Unversehrtheit sowie Freiheit steht in keinem Verhältnis zum menschlichen Wunsch, tierliche Körpterteile in Form von “Fleisch” zu konsumieren. Die Konsequenzen der menschlichen Herrschaft über Tiere zeigen sich in ihrer alltäglichen aber auch gleichzeitig deutlichsten Erscheinungsform in der institutionalisierten Einsperrung und Ermordung zum Zwecke der “Produktion” von “Fleisch”. Dieses asymmetrische Verhältnis von Menschen gegenüber Tieren produziert, mit dem Anschein von Normalität und durch ideologische Konstrukte gestützt, unzählige Opfer.

Das Herrschaftsverhältnis und die Gewalt gegenüber Tieren sind jedoch nicht legitim, und werden deswegen nicht ohne Widerstand von uns hingenommen. Aus diesem Grund findet am 31.05. von 12-15 Uhr eine Kundgebung vor der “Bio-Fleischerei Fricke” in Hamburg-Eimsbüttel statt. Hier wollen wir darauf aufmerksam machen, dass die sog. “artgerechte Haltung” (die auch die Fleischerei Fricke auf ihrer Webseite propagiert) oder “humane Schlachtung” Widersprüche in sich und pure Rechtfertigungsstrategien sind, die systematische Gewalt an tierlichen Individuen zu legitimieren. Auch sollen diejenigen, die von der Ausbeutung und dem Mord an Tieren profitieren sowie durch den Verkauf ihrer toten und zerstückelten Körper für die unzähligen Gewalthandlungen an Tieren mitverantwortlich sind, unseren Protest zu spüren zu bekommen.

Kommt zahlreich, damit wir an diesem Tag lautstark unsere Ablehnung der grenzenlosen Unterdrückung von Tieren zum Ausdruck bringen können. Tiere sind keine Waren und keine Produktionsmittel, sie existieren um ihrer selbst Willen und nicht für uns Menschen!

Solidarität mit den Opfern des speziesistischen Gewaltverhältnisses!

31.5. von 12-15 Uhr
Osterstr. 76
Hamburg-Eimsbüttel
Nähe U-Bahn-Osterstraße

@hochsitzumfäller_in nicht -ansäger_in

TXC 27.05.2008 - 03:09
Eine Frage - isst du Pflanzen? Ja?
Schätze mal, es ist dir neu, dass man nicht ausgeschließt, dass Pflanzen empfindungsfähig sind. So oder so besitzt jedes Lebewesen einen Selbsterhaltungstrieb und ist folglich nicht allzu scharf darauf, von dir gegessen oder getötet zu werden. Das gilt für Pflanzen, das gilt für Mikroorganismen, das gilt auch für Stechmücken (wobei du dich sicherlich mit Freuden stechen lässt, nicht wahr?)
Mach dir mal klar, dass ohne die "Ausbeutung" von Tieren bzw. Pflanzen nie höheres Leben auf diesem Planeten möglich gewesen wäre; und tu nicht so, als wäre man als Veganer irgendwie moralisch über die bösen Fleischfresser erhaben, nur weil sie andere Grenzen ziehen als du. Oder mit welcher Rechtfertigung ziehst du sie ausgerechnet zwischen Pflanzen und Tieren? Ich bin gespannt.