Bln: ca. 10000 auf Schul- & Unistreik-Demo
Vor rund einer Stunde endete der 3.Berliner Schulstreik, organisiert von der Schülerinitiative "Bildungsblockaden einreißen!". Erneut konnten tausende Schüler und Studenten auf die Straße gebracht werden um gegen die antisoziale Bildungspolitik in Berlin zu protestieren. Auch im französischen Paris wurde gestreikt.
Um etwa 11 Uhr begann heute der 3. große Berliner Schülerstreik. Nachdem durch die Leipziger Straße, vorbei am Bundesrat, gezogen wurde, ging die Demonstration durch die Schicky-Micky-Meile der Friedrichstraße und schließlich auf die Straße Unter den Linden, auf der vor dem Hauptgebäude der Humbold-Universität die erste Zwischenkundgebung stattfand und sich mit den Studierenden, die heute mit den Schülern zusammen protestierten, zu solidarisieren.
Die Demonstration forderte eine radikale Änderung der Berliner Bildungspolitik auf allen Ebenen und legte ihre Schwerpunkte daher auf die Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems, die Wiederherstellung der allgemeinen Lernmittelfreiheit und richtete sich u.a. auch gegen Studiengebühren. Wie beschissen die Schüler und Studenten das Berliner Bildungssystem finden, bekundeten sie unter anderem sehr lautstark, als die Demo wenige Meter weiter gezogen war und zwischen ihr und einer Eliteuniversität, welche im alten Staatsratsgebäude der DDR ist, nur noch eine Baustelle war, die allerdings freie Sicht auf das Gebäude zu ließ.
Erneut einige wenige hundert Meter weiter fand unweit vom Roten Rathaus (berliner Regierungssitz) eine zweite Zwischenkundgebung statt. Hier wurde von den Lautsprecherwagen unter anderem mehrfach darauf hingewiesen, dass türkische und deutsche Faschisten auf dieser Demonstration nicht erwünscht sind, nachdem jene mehrfach versuchten sich der Demo an zu schließen.
Der Aufzog lief dann zunächst am Alexanderplatz vorbei und legte danach 2 der wichtigsten Ost-West-Verbindungen der Stadt lahm, als er 2 mal die Karl-Marx-Straße kreuzte und durch die Mollstraße zog. Inhaltlich wurde sich auf Arbeitskämpfe der letzten Wochen bezogen, sowie Grußbotschaften von einigen Belegschaften, aber auch vom Schulprotest aus Paris verlesen. Des weiteren wurde auf Prozesse wie die Stadtumstrukturierung, aber auch die Jugendgewaltdebatte eingegangen. Als die Demonstration am Bildungssenat angekommen war, flogen vereinzelt Gegenstände auf die über und über gepanzerten Beamten die das Gebäude mit umfangreichen Absperrungen schützten. In der Folge kam es zu massiven Übergriffen seitens der Polizei gegen Schüler, weshalb es zu sehr großen Tumulten kam als die Cops grundlos anfingen vereinzelt Leute nach ihren Personalien zu kontrollieren und sie teilweise auch in Gewahrsam nahmen.
Erneut konnte die Schülerinitiative "Bildungsblockaden einreißen!" mehrere tausend Personen mobilisieren und mit rund 10000 Personen sogar mehr als vor noch gut einem Jahr als etwa 6000 Schüler dem Aufruf zum Protest folgten.
Am kommenden Sonntag schließlich wird im "Haus der Demokratie" im Berliner Bezirk Pankow ab 13 Uhr eine große Konferenz stattfinden, die zusammen mit den Schülern klären soll, wie die Proteste aufgenommen wurde und wie Anschlussaktionen der entstehenden Schüler- und Studentenbewegung aussehen können und sollen. Für den Herbst ist bereits jetzt eine alle Ebenen umfassende Bildungskampagne geplant, die zunächst in einen noch größeren Schüler- und Studentenstreik münden soll. Der heutige Protest erfuhr bereits ein breites Medienecho.
Der heutige Tag kann erneut als Erfolg für die Schülerinitiative "Bildungsblockaden einreißen!" gewertet werden und zeigte auch deutlicher auf, dass eine kritisch agierende Jugendbewegung von den Herrschenden nicht gewollt ist und mit Repression beantwortet wird.
Beteiligt euch also an der Aktionskonferenz am kommenden Sonntag um 13 Uhr im Haus der Demokratie und am 12.6. am bundesweiten Aktionstag der Schüler- und Studenteninitiativen!
Die Demonstration forderte eine radikale Änderung der Berliner Bildungspolitik auf allen Ebenen und legte ihre Schwerpunkte daher auf die Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems, die Wiederherstellung der allgemeinen Lernmittelfreiheit und richtete sich u.a. auch gegen Studiengebühren. Wie beschissen die Schüler und Studenten das Berliner Bildungssystem finden, bekundeten sie unter anderem sehr lautstark, als die Demo wenige Meter weiter gezogen war und zwischen ihr und einer Eliteuniversität, welche im alten Staatsratsgebäude der DDR ist, nur noch eine Baustelle war, die allerdings freie Sicht auf das Gebäude zu ließ.
Erneut einige wenige hundert Meter weiter fand unweit vom Roten Rathaus (berliner Regierungssitz) eine zweite Zwischenkundgebung statt. Hier wurde von den Lautsprecherwagen unter anderem mehrfach darauf hingewiesen, dass türkische und deutsche Faschisten auf dieser Demonstration nicht erwünscht sind, nachdem jene mehrfach versuchten sich der Demo an zu schließen.
Der Aufzog lief dann zunächst am Alexanderplatz vorbei und legte danach 2 der wichtigsten Ost-West-Verbindungen der Stadt lahm, als er 2 mal die Karl-Marx-Straße kreuzte und durch die Mollstraße zog. Inhaltlich wurde sich auf Arbeitskämpfe der letzten Wochen bezogen, sowie Grußbotschaften von einigen Belegschaften, aber auch vom Schulprotest aus Paris verlesen. Des weiteren wurde auf Prozesse wie die Stadtumstrukturierung, aber auch die Jugendgewaltdebatte eingegangen. Als die Demonstration am Bildungssenat angekommen war, flogen vereinzelt Gegenstände auf die über und über gepanzerten Beamten die das Gebäude mit umfangreichen Absperrungen schützten. In der Folge kam es zu massiven Übergriffen seitens der Polizei gegen Schüler, weshalb es zu sehr großen Tumulten kam als die Cops grundlos anfingen vereinzelt Leute nach ihren Personalien zu kontrollieren und sie teilweise auch in Gewahrsam nahmen.
Erneut konnte die Schülerinitiative "Bildungsblockaden einreißen!" mehrere tausend Personen mobilisieren und mit rund 10000 Personen sogar mehr als vor noch gut einem Jahr als etwa 6000 Schüler dem Aufruf zum Protest folgten.
Am kommenden Sonntag schließlich wird im "Haus der Demokratie" im Berliner Bezirk Pankow ab 13 Uhr eine große Konferenz stattfinden, die zusammen mit den Schülern klären soll, wie die Proteste aufgenommen wurde und wie Anschlussaktionen der entstehenden Schüler- und Studentenbewegung aussehen können und sollen. Für den Herbst ist bereits jetzt eine alle Ebenen umfassende Bildungskampagne geplant, die zunächst in einen noch größeren Schüler- und Studentenstreik münden soll. Der heutige Protest erfuhr bereits ein breites Medienecho.
Der heutige Tag kann erneut als Erfolg für die Schülerinitiative "Bildungsblockaden einreißen!" gewertet werden und zeigte auch deutlicher auf, dass eine kritisch agierende Jugendbewegung von den Herrschenden nicht gewollt ist und mit Repression beantwortet wird.
Beteiligt euch also an der Aktionskonferenz am kommenden Sonntag um 13 Uhr im Haus der Demokratie und am 12.6. am bundesweiten Aktionstag der Schüler- und Studenteninitiativen!
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Aktionen im Umfeld
Es ist ein schöner Tag, Berlin ist eine große Stadt. Hoffentlich kommen noch einige kreative, spontane Aktionen bis zum Oktober!
Forderung erfüllt? Was wollt ihr dann?
Also nach meinen Kenntnissen, ich möge mich irren, ist der Berliner Senat das erste Bundesland, welches die Gemeinschaftsschule als Pilotprojekt realisiert und eines der letzten Bundesländer, die keine Studiengebühren kassieren. Daher versteh ich nicht, warum ihr hier eine "radikale Veränderung" der Berliner Bildungspolitik fordert.
Weiterhin und da stimm ich eurer Forderung zu, existiert keine Lernmittelfreiheit. Dennoch und das sollte bedacht werden, haben auch materiell-nierdig-gestellte die Möglichkeit ihre Lernmittel zu finanzieren bzw. über das Jobcenter finanzieren zu lassen. Das ist stigmatisierend, ein Problem, klar, aber da muss die Kritik die kapitalistische Verwertungslogik im Gesamten angreifen.
Als letzten Punkt, ich bin mir nicht sicher, aber die Frage der Elite-Unis ist doch keine Berliner Frage, sondern eine Konsequenz des Bologna-Prozesses, der wohl vom Berliner Senat nicht zu kippen ist, oder?
Mir ist also nicht ganz klar, warum sich eure Kritik auf den Berliner Senat fixiert, wobei dieser doch noch eine relativ zu anderen Bundesländern soziale Bildungspolitik betreibt. Wäre es nicht sinnvoller die Kritik an der Verwirtschaftung der Bildung in einen gesamtkapitalismuskritischen Kontext einzuordnen, anstatt nur die Schuld an den Konsequenzen "denen da oben" (in dem Fall der Senat) zu geben?
bla
030/6922222
Solidarität mit allen verletzten, gefangen oder jetzt von Repression seitens der Schule betroffenen.
Die Polizei hat mal wieder gezeigt in was für einem tollen System wir leben. A.C.A.B.
Pics
@Fragende
polizei pm
Mitte
# 1511
Eine Schülerdemonstration in Mitte verlief heute weitestgehend störungsfrei.
Am Vormittag versammelten sich mehrere tausend Schüler am Potsdamer Platz, um sich an einem Aufzug der Schülerinitiative mit dem Thema „Bildungsblockaden einreißen“ zu beteiligen.
Während der Demonstration kam es gegen 14 Uhr zu einer Auseinandersetzung mit Polizeibeamten in der Seydelstraße, als zirka 200 Demonstranten versuchten, die genehmigte Veranstaltungsstrecke zu verlassen. Dies konnte durch die Einsatzkräfte in enger Zusammenarbeit mit dem Veranstalter verhindert werden. Dabei kam zu vereinzelten Stein- und Flaschenwürfen gegen die Beamten. Auch Feuerwerkskörper wurden gezündet. Verletzt wurde niemand.
An der Gertrauden- Ecke Seydelstraße beendete der Veranstalter gegen 15 Uhr 20 die Versammlung.
Insgesamt nahm die Polizei fünf Personen wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz fest.
Artikel aus der jungen Welt
von Wladek Flakin
Rund 8000 Schüler verzichteten am Donnerstag auf ihren Unterricht und zogen am Vormittag vom Potsdamer Platz bis zum Alexanderplatz durch Berlins Zentrum und anschließend zur Senatsverwaltung für Bildung. Der Protest richtete sich nicht nur gegen Unterrichtsausfall und Lehrermangel, sondern auch gegen die soziale Selektion im dreigliedrigen Schulsystems, wie Jenny Troost im Namen der Schülerinitiative »Bildungsblockaden einreißen!« erklärte. Die frühere Spitzenkandidatin der WASG in Berlin, Lucy Redler, nannte es einen »absoluten Skandal«, daß die »angeblich linkeste Landesregierung« Deutschlands Spitzenreiter bei Kürzungen im Bildungsbereich sei. Ausdrücklich erklärten sich die Redner mit den Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Hauptstadt solidarisch, die in den vergangenen Tagen mit Streiks ihren Forderungen nach Lohnerhöhungen Nachdruck verliehen haben. Auf Transparenten wurde nicht nur »Klassen-Kampf« in den Schulen sondern allgemein »Klassenkampf« gefordert.
Auch in Frankreich finden zur Zeit Proteste gegen Sparmaßnahmen im Bildungsbereich statt. Eine französische Studentin berichtete auf der Kundgebung über die wesentlich radikaleren Protesformen im Nachbarland, wo es regelmäßig zu Besetzungen von Bildungseinrichtungen komme. Die Stimmung auf der Kundgebung war gut, obwohl die Mobilisierung viel Kraft gekostet hatte. »Das Problem war, daß viele Lehrer richtig Druck gemacht haben«, berichtete ein Schüler von der Primo-Levi-Oberschule in Pankow. So sollen in verschiedenen Schulen Klausuren extra auf den Donnerstag verlegt und Streikwilligen damit gedroht worden sein, daß sie eine »sechs« bekommen, wenn sie nicht teilnehmen. Wie in Pankow gab es auch in anderen Bezirken bereits am Morgen einige Spontandemos, mit denen versucht wurde, unentschlossene und ängstliche Schüler direkt zur Streikdemo abzuholen. In der Sophie-Scholl-Schule in Schöneberg kam es dabei kurzzeitig zu Handgreiflichkeiten, als über 100 Mädchen und Jungen während der großen Pause die Schule verlassen wollten und vom Direktor daran gehindert wurden. Einige mußten im Hof über den Zaun klettern, bevor sie sich den Protesten anschließen konnten.
Am Ende der Demonstration kam es zu Rangeleien mit der Polizei, weil diese den Weg zur Senatsverwaltung für Bildung in der Beuthstraße in Berlin-Mitte blockiert hatten. Die Polizei hat mindestens vier Jugendliche festgenommen und weitere mit Tritten und Schlägen verletzt. Die Schüler wehrten sich mit einer Sitzblockade vor der Polizeikette. Ein Teilnehmer der Aktion brachte die Erfahrung dieses Tages auf den Punkt: »Wir müssen zurück in unsere Schulen gehen und uns organisieren, damit wir nächstes Mal zehnmal mehr werden. Mal sehen, ob sie uns dann noch aufhalten können.«
Quelle:
rbb-abendschau
Abendschau vom 22.05.2008
Schülerdemo für bessere Bildung in Berlin
Tausende Berliner Schüler demonstrierten am Donnerstag auf dem Potsdamer Platz. Zum Protest hatte die Schülerinitiative "Bildungsblockaden einreißen" die Berliner Schüler aufgerufen.
Die vielen Touristen in der Stadt erlebten heute eine besondere Attraktion: viele Tausende demonstrierender Berliner Schüler auf dem Potsdamer Platz. Die Polizei spricht von 5000 die Veranstalter von 10000.
Unter ihnen die Schüler des Primo Levi Gymnasiums. Sie sind in Weißensee gestartet und schon seit Stunden auf den Beinen. Und natürlich froh, dass so viele andere gekommen sind.
Die Schülerinitiative mit dem kämpferischen Namen "Bildungsblockaden einreißen" hat die Berliner Schüler zum Protest aufgerufen.
Dass die Berliner Schule besser werden muss - darüber sind sich hier alle einig.
Die Forderungen sind nicht neu: kleinere Klassen, keine soziale Ausgrenzung, Schluss mit dem Turbo-Abitur und mehr Lehrer! Um den Unterrichtsausfall in den Griff zu kriegen, sollen sofort 3000 Pädagogen eingestellt werden. Den Hinweis auf leere Klassen lassen die Veranstalter nicht gelten.
"Bildung für alle und zwar umsonst" fordern die Demonstranten auf ihrem Weg zum Amtssitz des Bildungssenators. Und das kommt sogar in der Friedrichstraße gut an.
Viel Power braucht viel Kraft. Nach stundenlangem Fußmarsch gibt es die erste Verschnaufpause vor der Tür des Senators - und prominente Redner obendrein. FU-Professor Peter Grotian mit einer Grußbotschaft. Und am Ende eine vorsichtige Annäherung zwischen Landesschulrat und dem Landesschülersprecher.
kapitalismus -------->DOOOOF!
da wollte mensch auch noch auf die andere fahrbahn sachon wurde man von den bullen und den ordnern gemeinsam gebet doch bitte wieda zurück zu gehn...bzw geschubst(von den bullen)...
na toll
anbstatt die andere spur auch noch zu blockieren...
die demostrecke war deutlich zu lang so dass während der demo ein großteil der teilnehmer verloren ging bzw den nachhause weg antrat...
auch die oben angegebene teilnehmer zahl halte ich für zu hocj gegriffen
ich schätze eher auf max 4000-5000in den besten zeiten am schluss bewegte sich die3 zahl doch eher um die 1000
insgesamt das nächste mal doch bitte bessere mobilisierung und kürzere demostrecken und sprints...
pressefotobedarf?
werden im laufe des abends weitere motive hochgeladen. abdruck oder kopie ist nicht ohne weiteres erlaubt, aber klicken ist nicht verboten.
Ergänzung
Aber das meine ich nicht. Interessant ist, wie agressiv und ganz klar radikal sich zumindest das vordere Drittel (weiter hinten war ich nicht) präsentierte. Die Außenwirkung unterschied sich teilweise nicht von einer "autonomen" Demo - Hier wurde nicht eine oberflächliche Schulreform gefordert, sondern eine tiefgreifende, radikale Veränderung.
Wirklich interessant und völlig anders als die letzten Jahre war die Einbindung der unpolitisierten, bzw. "Neuen/Unsischeren/Neugierigen Schüler von den politisierten "radikalen". Dadurch, dass sich diese klar antikapitalistisch positionierten und ihre Mitschüler ermunterten, mitzumachen, kam eine richtige, auch sehr überraschende kämpferische Stimmung auf.
Während der Demo kam es immer wieder zu kurzzeitigen Sitzblockaden, sowie mehrmaliges Straßensquatting, bei dem die Schüler einfach die Demo auf die Straßenseiten mit fließndem Verkehr ausweiteten. Hier war auch zu beobachten, dass sich die Erfahrenen
(u.A die Black-Blocker)die Treibende Kraft waren, aber auch hier gewisse Verantwortung übernahmen, etwa auch ganz am Ende der Demo, wo von der Schülerdemo meines Erachtens nach eine echte kämpferische Gefährlichkeit ausging. Interessant war hier, dass auch die Bullen wohl kurzzeitig dachten, sie wären auf einer Autonomen-Demo. Zuerst fingen sie an zu prügeln, hielten dann inne und beschränkten ihre Aktivität (nach 4 Festnahmen) auf passive Sicherung der Straße.
Ganz zuletzt möchte ich noch ein Appell an die Erfahrenen und besonders die "Alte-HAsen-Szene-Autonomen" richten:
Bitte, Bitte leistet Jugendarbeit! Wir sehen, greade Belin hat ein unheimliches Potential, dass seit ein paar Jahren war wieder genutzt, aber natürlich ausgebaut werden muss! Hier ist was möglich - wenn wir was dafür tun!
Ich denke dieser Schülerstreik war ein sehr großer Fortschritt - Weiter, Weiter!
Das Soziale als Etikette @Fragende
Antikapitalistische Kämpfe müsse lokal ausgefochten werden und global vernetzt werden. Über diesen Senat der "P artei D es S achzwangs möchte ich nicht schreiben. Schau Dir die realität in den Jobcentern an. Armut wird (überall) durch subtile und offene Repression produziert! Bella Ciao!
P.S. Die NC`s liegen durchschnittlich bei etwa 1,6!
Jusodeutsch: "materiell-nierdig-gestellte"
Kritik an der Veranstaltung
Ich befand mich auf dem Weg zum Potsdamer Platz, dort angekommen überraschte mich zunächst die verhältnismäßig geringe Anzahl der Teilnehmer (sollten nicht die Schulen Berlins und die Unis bestreikt werden???) Ich blieb jedoch optimistisch und lief durch die Menge, um mich am Rand zu setzen und auf den Anfang zu warten.
Leider gewann ich den Eindruck, dass die Veranstaltung wohl nicht sehr Ernst genommen wurde und eher als nette Gelegenheit zum Schulschwänzen gesehen wurde. Anstatt sich thematisch auseinanderzustetzen, wurden Fotos gemacht, Bier getrunken und rumgepöpelt. Aber was nicht ist kann ja noch werden, dachte ich mir, und übte etwas Nachsicht, (um mich auf die suche nach ein paar Leuten machte die älter als 20 waren, fand da nur wenige. Schüler- UND Studentendemo???)
Leider änderte sich mein Eindruck auch nachdem Abmarsch vom Potsdamer Platz nicht. Ich hatte mehrmals die Gelegenheit mir verschiedene Teile des Demozuges anzuschauen und war bestürtzt. Welche Aussage und Außenwirkung die Demo wohl auf die Passanten hatte??? Mir viel kein Lauti auf, der inhaltliche Beiträge brachte, auf einem wurden Bonzen beschimpft und das Kapital kritisiert, was wen man bedenkt, dass vor allem Schüler zuhörten, etwas hoch gegriffen war, beim nächsten Lauti schrie jemand HASS und die Menge gröllte HASS zurück, dann gab es noch Schilder wie 'Scheiß Schule' und Kinder die das Anti-Konflikt-Team mit Kieselsteinen bewarfen,... Um was ging es noch gleich? Mir kam es eher vor, wie ein Fallspiel, wie leicht Menschen zu manipulieren sind.
Das hat mir auf traurige Weise klar gemacht, dass wirklich mehr für die Bildung getan werden muss, obwohl ich bezweifle, dass dies in dieser Art und Weise von den Veranstaltern gedacht war.
Nun ich ging dann auch recht schnell, wie viele andere auch, die so etwas nicht mittragen wollten...
Ich kann nur hoffen, dass folgende Aktionen besser vorbereitet und durchgeführt werden.
erster Pressespiegel
junge Welt: »Klassen-Kampf« in Berlin
Berliner Zeitung: Fünf Festnahmen bei Berliner Schülerdemo
Berliner Zeitung: Fotostrecke von der Schülerdemo
Tagesspiegel: Fürs Leben schwänzen
Tagesspiegel Video: Bildungsblockaden einreißen
RBB Abendschau: Schülerdemo für bessere Bildung in Berlin
Indymedia: ca. 10000 auf Schul- & Unistreik-Demo
Fotos von einer Studentin:
Bilder
Ergänzung
Der richtige Streik begann dann gegen 11 Uhr und es waren ganz viele SchülerInnen, voll knuffig, bunt und klein, da. Aber auch Menschen aus dem Autonomenspektrum oder z.B. von der Jugendorganisation "Revolution" liessen sich blicken. Die Demonstration war laut, es wurden viele Sprüche gerufen, und hatte relativ gute Redebeiträge.
Während der Demonstration (Unter den Linden) provozierten einige Personen mit einer türkischen Nationalflagge. Sie wurden gebeten diese wieder einzupacken, worauf eine Person ziemlich aggressiv wurde und einen Demonstranten angreifen wollte. Die Polizei hielt ihn davon aber ab.
Am Ort der Abschlusskundgebung wurden einige DemonstrantInnen gegen ein Polizeiabsperrung gequetscht, worauf ein Teil der absperrenden PolizistInnen in die Demonstration reinging und dabei einige DemonstrantInnen verletzte und festnahm. Eine blutige Nase war das schlimmste was ich gesehen habe. Kann aber durchaus schwerwiegendere Verletzungen gegeben haben, da die Polizei auch ihre Knüppel in den Händen hatte.
Später brannte es in der nähe der Abschlusskundgebung. War irgendwas in einem Gebüsch.
ergänzung
Die Demo verlief ansonsten ganz friedlich. Nur am Ende kam es zu Ausschreitungen. Das einzige was übrig blieb waren ein blaue Flecken, gebrochene Nasen und ein paar schockierte kleine Schüler.
Pressespiegel & Fotos
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
ich kann es nicht verstehen — jemand
BITTE KLASSEN KAMPF! — Rudi Dutschke
Richtigstellung Teinehmerzahl — krawallo ;P
Bullshit. — Anti-Krawallo
Tatsachen ins Auge schauen — Berliner
"Service Minimum" in Frankreich — http://www.tagesschau.de
Andere Ergänzung — Kinna