Prozess gegen Marco Siedbürger
Prozess gegen Marco Siedbürger von der Nationalen Offensive Schaumburg wegen gefährlicher Körperverletzung vor dem Landgericht Verden wird am 26. Mai fortgesetzt.
Entgegen einiger irreführender Einträge auf indymedia, sollte heute tatsächlich der Prozess gegen Marco Siedbürger aus Minden beginnen. Die Verhandlung fiel aber wegen Erkrankung des Vorsitzenden Richters kurzfristig aus und wird am Montag, 26. Mai, um 9 Uhr im Saal 113 fortgesetzt.
Vor Ort waren heute unter anderem aus Marcus Winter aus Lindhorst und Matthias Schulz aus Verden.
Zur Vorgeschichte:
Marco Siedbürger aus Minden könnte schon bald wieder im Gefängnis sitzen. Der 26-Jährige wurde im Oktober 2007 vom Amtsgericht Nienburg, wo er zu den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft Verden schwieg, wegen gefährlicher Körperverletzung zu eineinhalb Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt.
Hier gegen legte der Neonazi, vertreten durch den Stadthagener Rechtsanwalt Christoph Hessel, der laut der Homepage seiner Kanzlei die Tätigkeitsschwerpunkte "Verkehrsrecht, Haftpflichtrecht und Mietrecht" hat, vergl.:
http://de.indymedia.org/2007/09/194239.shtml
Berufung ein.
Laut Anklageschrift kam es im Februar 2007 in Husum, dem damaligen Wohnsitz von Siedbürger, zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen Partygästen (zu denen neben Siedbürger auch der Nienburger NPD-Kader Christian Hünecke aus Husum zählten) und einer Gruppe Männer - in der auch Farbige waren - die in einem gegenüberliegenden Haus gefeiert hatten und kurz nach Mitternacht auf ein Taxi warteten. Zunächst hätte die Gruppe um Siedbürger die Männer vom Balkon aus mit rassistischen Sprüchen beleidigt. Infolge der Auseinandersetzung haben Siedbürger und seine "Kameraden" die Wohnung verlassen, um auf die Straße zu gehen und den Konflikt "zu klären". Laut Zeugenaussagen sei diese Gruppe mit Eisenstangen bewaffnet auf die Straße gestürmt und hätten ihre Hunde frei laufen lassen.
Auf der Straße wollte ein 22-jähriger Zeuge, ein Farbiger, den Konflikt schlichten. Plötzlich soll jemand aus der Gruppe um Siedbürger "schlagt den Neger tot" gerufen haben. Daraufhin soll Siedbürger ausgeholt und mit der Eisenstange versucht haben, auf den Niemburger einzuschlagen. Der 22-Jährige konnte ausweichen und flüchten. "Der wollte mir die Stange über den Kopf ziehen", sagte er. Wenn er nicht ausgewichen wäre, hätte ihn die Stange "voll getroffen". Ein anderer Zeuge, ein 25-jähriger Soldat, bestätigte diese Angaben vor dem Amtsgericht: "Den Schlag hätte er voll abbekommen." Auch er sei mit einer Stange, allerdings nicht von Siedbürger angegriffen worden. Er blieb ebenso unverletzt wie sein Freund. Für diesen Schlag musste sich Christian Hünecke verantworten.
Es sind 16 Zeuginnen und Zeugen geladen. Ein weiterer Verhandlungstag ist zur Zeit nicht terminiert.
Vor Ort waren heute unter anderem aus Marcus Winter aus Lindhorst und Matthias Schulz aus Verden.
Zur Vorgeschichte:
Marco Siedbürger aus Minden könnte schon bald wieder im Gefängnis sitzen. Der 26-Jährige wurde im Oktober 2007 vom Amtsgericht Nienburg, wo er zu den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft Verden schwieg, wegen gefährlicher Körperverletzung zu eineinhalb Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt.
Hier gegen legte der Neonazi, vertreten durch den Stadthagener Rechtsanwalt Christoph Hessel, der laut der Homepage seiner Kanzlei die Tätigkeitsschwerpunkte "Verkehrsrecht, Haftpflichtrecht und Mietrecht" hat, vergl.:
http://de.indymedia.org/2007/09/194239.shtml Berufung ein.
Laut Anklageschrift kam es im Februar 2007 in Husum, dem damaligen Wohnsitz von Siedbürger, zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen Partygästen (zu denen neben Siedbürger auch der Nienburger NPD-Kader Christian Hünecke aus Husum zählten) und einer Gruppe Männer - in der auch Farbige waren - die in einem gegenüberliegenden Haus gefeiert hatten und kurz nach Mitternacht auf ein Taxi warteten. Zunächst hätte die Gruppe um Siedbürger die Männer vom Balkon aus mit rassistischen Sprüchen beleidigt. Infolge der Auseinandersetzung haben Siedbürger und seine "Kameraden" die Wohnung verlassen, um auf die Straße zu gehen und den Konflikt "zu klären". Laut Zeugenaussagen sei diese Gruppe mit Eisenstangen bewaffnet auf die Straße gestürmt und hätten ihre Hunde frei laufen lassen.
Auf der Straße wollte ein 22-jähriger Zeuge, ein Farbiger, den Konflikt schlichten. Plötzlich soll jemand aus der Gruppe um Siedbürger "schlagt den Neger tot" gerufen haben. Daraufhin soll Siedbürger ausgeholt und mit der Eisenstange versucht haben, auf den Niemburger einzuschlagen. Der 22-Jährige konnte ausweichen und flüchten. "Der wollte mir die Stange über den Kopf ziehen", sagte er. Wenn er nicht ausgewichen wäre, hätte ihn die Stange "voll getroffen". Ein anderer Zeuge, ein 25-jähriger Soldat, bestätigte diese Angaben vor dem Amtsgericht: "Den Schlag hätte er voll abbekommen." Auch er sei mit einer Stange, allerdings nicht von Siedbürger angegriffen worden. Er blieb ebenso unverletzt wie sein Freund. Für diesen Schlag musste sich Christian Hünecke verantworten.
Es sind 16 Zeuginnen und Zeugen geladen. Ein weiterer Verhandlungstag ist zur Zeit nicht terminiert.
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
einschaetzung
Ausserdem...
Prozesstage
...
Weiterhin
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Rassistische Stereotype — Auch ganz bunt
NPD bezieht ehemaliges Asylantenheim — http://www.spiegel.de
Ich lach mich schlapp! — Diggen
Selber schuld — 88