Prozess gegen Marco Siedbürger

Hinweis 22.05.2008 15:23 Themen: Antifa
Prozess gegen Marco Siedbürger von der Nationalen Offensive Schaumburg wegen gefährlicher Körperverletzung vor dem Landgericht Verden wird am 26. Mai fortgesetzt.
Entgegen einiger irreführender Einträge auf indymedia, sollte heute tatsächlich der Prozess gegen Marco Siedbürger aus Minden beginnen. Die Verhandlung fiel aber wegen Erkrankung des Vorsitzenden Richters kurzfristig aus und wird am Montag, 26. Mai, um 9 Uhr im Saal 113 fortgesetzt.

Vor Ort waren heute unter anderem aus Marcus Winter aus Lindhorst und Matthias Schulz aus Verden.

Zur Vorgeschichte:

Marco Siedbürger aus Minden könnte schon bald wieder im Gefängnis sitzen. Der 26-Jährige wurde im Oktober 2007 vom Amtsgericht Nienburg, wo er zu den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft Verden schwieg, wegen gefährlicher Körperverletzung zu eineinhalb Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt.

Hier gegen legte der Neonazi, vertreten durch den Stadthagener Rechtsanwalt Christoph Hessel, der laut der Homepage seiner Kanzlei die Tätigkeitsschwerpunkte "Verkehrsrecht, Haftpflichtrecht und Mietrecht" hat, vergl.:

 http://de.indymedia.org/2007/09/194239.shtml

Berufung ein.

Laut Anklageschrift kam es im Februar 2007 in Husum, dem damaligen Wohnsitz von Siedbürger, zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen Partygästen (zu denen neben Siedbürger auch der Nienburger NPD-Kader Christian Hünecke aus Husum zählten) und einer Gruppe Männer - in der auch Farbige waren - die in einem gegenüberliegenden Haus gefeiert hatten und kurz nach Mitternacht auf ein Taxi warteten. Zunächst hätte die Gruppe um Siedbürger die Männer vom Balkon aus mit rassistischen Sprüchen beleidigt. Infolge der Auseinandersetzung haben Siedbürger und seine "Kameraden" die Wohnung verlassen, um auf die Straße zu gehen und den Konflikt "zu klären". Laut Zeugenaussagen sei diese Gruppe mit Eisenstangen bewaffnet auf die Straße gestürmt und hätten ihre Hunde frei laufen lassen.

Auf der Straße wollte ein 22-jähriger Zeuge, ein Farbiger, den Konflikt schlichten. Plötzlich soll jemand aus der Gruppe um Siedbürger "schlagt den Neger tot" gerufen haben. Daraufhin soll Siedbürger ausgeholt und mit der Eisenstange versucht haben, auf den Niemburger einzuschlagen. Der 22-Jährige konnte ausweichen und flüchten. "Der wollte mir die Stange über den Kopf ziehen", sagte er. Wenn er nicht ausgewichen wäre, hätte ihn die Stange "voll getroffen". Ein anderer Zeuge, ein 25-jähriger Soldat, bestätigte diese Angaben vor dem Amtsgericht: "Den Schlag hätte er voll abbekommen." Auch er sei mit einer Stange, allerdings nicht von Siedbürger angegriffen worden. Er blieb ebenso unverletzt wie sein Freund. Für diesen Schlag musste sich Christian Hünecke verantworten.

Es sind 16 Zeuginnen und Zeugen geladen. Ein weiterer Verhandlungstag ist zur Zeit nicht terminiert.
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Ergänzungen

einschaetzung

- 22.05.2008 - 15:46
meiner meinung nach muesste das mindestens einmal versuchter totschlag bzw mord, einmal gefaehrliche koerperverletzung fuer siggi geben. und dann noch mehrmals versuchte kv fuer andere neonazis. aber sie staatsanwaltschaft sieht das natuerlich ebenso wie die richter anders... trotzdem ... hoffentlich wird er wegen gef kv verurteilt - besser als nichts

Ausserdem...

top secret 22.05.2008 - 16:36
Siedbürger war mit W., F., P., Julia L. und noch 2 weiteren männlichen Personen vor Ort.

Prozesstage

Hans Wurst 22.05.2008 - 16:40
der Prozess ist für 2 Tage angesetzt.

...

... 22.05.2008 - 16:46
die l. war u.a. bei gewalttätigen aktionen als fahrerin tätig

Weiterhin

soso 22.05.2008 - 19:05
Nochmal Siedbürger war mit Markus W., Daniel F., Winnie P. und Julia L. da und 2 weiteren männlichen Personen.

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