Neue Morddrohungen gegen Antifaschisten

M. Jacubek 21.05.2008 03:38 Themen: Antifa Repression
Nach dem der engagierte Antifaschist und verdi-Sekretär bereits in den vergangenen Tagen über eine „Videobotschaft“ beim Videoportal Youtube und telefonisch von Neo-Nazis Morddrohungen erhielt, wurde ihm am Dienstag (22. Mai) über die Post ein Brief zugestellt. In diesem bedrohen ihn die Absender, die sich „Sturmbrigade 35 ‚Deutschland Erwache’ Zuständig für die Kreise Bocholt-Borken-Coesfeld-Steinfurt Hauptquatier: Bocholt“ nennen.
Der an Rainer Sauer adressierte Brief hat folgenden Inhalt: „Warte, warte noch ein Weilchen, dann kommen auch wir zu Dir. Mit dem kleinen Hackebeilchen machen wir Hackemus aus Dir. Demnächst heißt es: „Linke und Kommunisten heraus.“ Ihr Dreckschweine habt in unserem Deutschland nichts verloren. Ihr seid die Verbrecher der Deutschen Nation. Wir werden euch ausrotten und das Lachen über uns wird euch noch vergehen. Wir empfehlen Dir, die Strafanzeige gegen unsere Freunde umgehend zurückzuziehen! Sonst wirst du keine Ruhe mehr haben. Wir werden dich verfolgen auf Schritt und Tritt. Heil Hitler“

Rainer Sauer hat bereits Polizeischutz angefordert. Mittlerweile hat sich eine riesengroße Solidaritätswelle in Gang gesetzt: Auf der Internetseite www.kein-fussbreit-den-faschisten.de werden Solidaritätsunterschriften für Rainer Sauer gesammelt. Mehr als 1500 Antifaschisten haben dort innerhalb weniger Tage gegen die rechten Machenschaften protestiert.

Hinweis: Der Brief ist als Anhang beigefügt. Weitere und ausführliche Infos zu den Bedrohungen gegen Rainer Sauer findet man unter www.netz-gegen-nazis.de und www.mut-gegen-rechte-gewalt.de und www.bocholt-stellt-sich-quer.de
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Ergänzungen

Behörden ermitteln wegen Morddrohungen

http://www.pr-inside.com/ 21.05.2008 - 13:49
Wegen einer angeblichen Morddrohung von Neonazis gegen einen Politiker der Linkspartei im münsterländischen Bocholt haben die Sicherheitsbehörden Ermittlungen aufgenommen. Wie ein Sprecher der Kreispolizei am Mittwoch in Borken mitteilte, laufen Ermittlungen «in alle Richtungen». Bislang gebe es allerdings «keine konkreten Hinweise auf eine Gefährdung» des Politikers. Der Staatsschutz sei eingeschaltet worden. Nach Angaben der Landespartei hat Linke-Kreissprecher Rainer Sauer mehrere Morddrohungen von Neonazis erhalten. Unterschrieben seien die Drohbriefe mit den Worten «Heil Hitler». Sauer habe in den vergangenen Monaten Protestaktionen gegen Neonazi-Aufmärsche organisiert, hieß es. Eine lokale Initiative habe wegen der Drohungen ein Solidaritätskomitee für Sauer gegründet.

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Große Worte, kleiner Mut....

X 21.05.2008 - 09:19
Oder auch: Hunde, die bellen, beißen nicht! Und Hunde, die so laut bellen, haben nicht mal Zähne....

Will sagen: Wer die Macht hat, andere zu etwas zu zwingen oder den Mut, sie tatsächlich anzugreifen, der muss nicht drohen, sondern schlägt gleich zu. Drohungen - erst recht anonym - sind ein klares Anzeichen, dass man sich gar nicht traut, das Erwähnte zu vollziehen. Dafür gibt es einen Begriff: Maulhelden.

In diesem Sinne: Immer ruhig schlafen, Rainer!

Nazipostings bitte löschen!

antifa 21.05.2008 - 11:06
bitte die nazipostings löschen.

Die Drohungen sollten durchaus ernst genommen werden.
Wenn die Urheber nich zur Tat schreiten fällt es vielleicht irgendeinem Mitläufer ein.


Solidarität mit Rainer Sauer!

Montagsdemonstrant

Montagsdemonstrant aus Stadt X 21.05.2008 - 11:19
SOLIDARITÄT mit dem Gewerkschafter! Für ein Verbot aller faschistischen Organisationen! Das zeigt einmal wieder mehr, dass die Faschisten eben keine Menschenfreunde sind. Die Faschisten haben damals die Gewerkschaften zerschlagen. Und heute geben sie sich antikapitalistisch aus, was sie nicht die Bohne sind. Im Gegenteil: Ohne diese feigen Verbrecherbanden hat das Kapital ganz große Probleme, ihre Macht zu behalten. NPD verbieten, enteignen und das Geld für neue Schulen und Jugendclubs ausgeben. Nazi-Verbrecher einknasten!

Ist es nicht pervers, dass die Neonazis die Frechheit besitzen, einen DEUTSCHEN Brief zu schreiben, mit DEUTSCHEN Papier (na klar, denkste!^^), der mit einem DEUTSCHEN Drucker ausgruckt wurde?^^ Echt lachhaft. Diese Verbrecherbande fährt noch nicht mal rein DEUTSCHE Autos. Sie können ja noch nicht mal die DEUTSCHE Sprache richtig anwenden (siehe Brief). Das ist einfach nur peinlich. Revolutionär sind sie... ...in Ermorden von Linken, sog. Ausländern, Gewerkschaftern, Punks, Andersdenkende, etc...

Was geht zur Hölle in deren kranken Geist vor? Ist Heilung in Sicht? Kann man die braune Seuche ausrotten? Ist den Gehirnamputierten denn nicht klar, dass Sie früher auch bei der kleinsten -falschen- Bemerkung ins KZ hätten gesteckt werden können?

Lachhaft hingegen sind nicht die Morddrohungen. Das muss ernstgenommen werden. Die Schuldigen müssen erfasst werden und ein Leben lang hinter Gitter gebracht werden!

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Zu Indymedia: Indymedia wird immer unseriöser: Nazi-Postings werden permanent erlaubt, kritische Artikel wiederum landen gleich im Mülleimer. Was ist da los? In letzter Zeit werde ich immer unruhiger, was indymedia betrifft.

Post veröffentlicht Briefmarke von Heß

http://www.welt.de 21.05.2008 - 11:38
Peinliche Aktion: Die Deutsche Post hat eine Briefmarke des Hitler-Stellvertreters Rudolf Heß veröffentlicht. Neonazis hatten das Motiv über den Briefmarken-Service eingeschleust, Heß erschien daraufhin auf mehr als einem Dutzend Briefen. Nun behauptet die Post, es könne keine 100-prozentige Sicherheit geben.

Neonazis haben über den personalisierten Briefmarken-Service der Deutschen Post Briefe mit dem Bild des einstigen Hitler-Stellvertreters Rudolf Heß verschickt. Das Konterfei des verurteilten Kriegsverbrechers sei leider durch die Kontrollen gerutscht, sagte Konzern-Sprecher Dirk Klasen und bestätigte damit einen Bericht der „Tageszeitung“.

Mit dem „Plusbrief Individuell“ können Kunden seit Februar dieses Jahres im Internet Briefmarken personalisieren und so ihre Post für Hochzeiten, Geburtstage oder Jubiläen nach Wunsch verzieren. In der Regel werde jedes Motiv dabei von einer Kontrollgruppe geprüft, um Missbrauch zu vermeiden, erklärte Klasen. „Das läuft auch bei den meisten Fällen problemlos, nur bei dem Heß-Abbild ist offenbar etwas schief gegangen“, erklärte er. Glücklicherweise seien insgesamt jedoch nur 20 Briefe mit dem Bild des nationalsozialistischen Politikers in Umlauf gekommen.

Heß wird seit seinem Selbstmord in einem Berliner Gefängnis 1987 in der rechtsradikalen Szene als Märtyrer verehrt. Sein Todestag am 17. August ist alljährlich Anlass für Aufmärsche von Neonazis. Um Missbräuche in Zukunft zu vermeiden, sollen die Kriterien an die Prüfung nun noch strenger werden, kündigte Klasen an. Gleichzeitig betonte er jedoch, dass es bei einem Angebot wie dem individuellen Plusbrief „keine 100-prozentige Sicherheit geben kann“. Dazu müsste man eine 500-Leute-Expertengruppe beschäftigen, die auf jedem Sachgebiet enorm bewandert sei.

naja..

coesfelder 21.05.2008 - 15:49
naja in coesfeld kriegen die nichts auf die beine außer einem alten sack der (selbstgemachte)dvu-wahlwerbung verteilt und momentan verkleben die vereinzelt ein paar aufkleber für bad-nenndorf und widerstand-nord. außerdem schmierten die ein hakenkreuz wurde aber auch schon wieder gebufft. wenn die sich dann doch mal auf konzerte oder in die fabrik trauen kassieren die gut. Ein KV sollte es auch mal geben, haben die aber nicht gebacken bekommen. also gefährlich sind die hier wirklich nicht, in bocholt scheint das aber anders zu sein deswegen solidarische grüße nach bocholt

@nazi bor toll du has rainer sauer bei google eingegeben und die addresse gefunden super ihr habt ja richtig ahnung von recherche burner alta, villt sieht man sich ja mal am wochenende

Razzia bei Neonazi-Organisation «Sturm 34»

http://www.mz-web.de 21.05.2008 - 19:43
Wohnungen von fünf Neonazis aus dem Umfeld der verbotenen Kameradschaft «Sturm 34» hat die sächsische Polizei am Mittwoch im Landkreis Mittweida durchsucht. Dabei wurde nach Angaben der Polizei in Chemnitz Beweismaterial wie Spraydosen und Kleidung sichergestellt. Drei der Beschuldigten im Alter zwischen 17 und 22 Jahren hätten gestanden, im März mehrere Gebäude wie das Amtsgericht in Hainichen und das Rathaus in Mittweida mit verfassungswidrigen und volksverhetzenden Parolen beschmiert zu haben.

Nach Abschluss der Vernehmungen wurden die Männer wieder freigelassen. Die Polizei prüft, ob sie auch für weitere Straftaten verantwortlich sind. An der Razzia waren 20 Beamte der Polizeidirektion Chemnitz-Erzgebirge und der Sonderkommission Rechtsextremismus (Soko Rex) des Landeskriminalamtes beteiligt. Die Grünen lobten die Aktion. «'Sturm 34' ist trotz Verbots weiter aktiv und terrorisiert die Bevölkerung», sagte der Landtagsabgeordneten Johannes Lichdi laut einer Mitteilung. «Darum begrüße ich es ausdrücklich, dass der Verfolgungsdruck auf diese Kriminellen endlich verstärkt wird.»

Seit April müssen sich fünf Mitglieder der Neonazi-Organisation vor der Staatsschutzkammer des Dresdner Landgerichts wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung verantworten. Einige der Männer sind auch wegen gefährlicher Körperverletzung, Landfriedensbruch und Volksverhetzung angeklagt. Innenminister Albrecht Buttolo (CDU) hatte die Gruppierung im April 2007 nach zahlreichen Übergriffen auf Ausländer und Andersdenkende verboten. Rund 50 Mitglieder wurden zum harten Kern gerechnet. Viele warten derzeit auf eigene Prozesse. Seit dem Verbot ist laut Polizei die Zahl der Straftaten mit rechtsextremem Hintergrund in der Region Mittweida deutlich zurückgegangen.

Allerdings gab es zuletzt immer wieder Nazi-Schmierereien und vor zwei Wochen drei fast zeitgleiche Anschläge auf Bürgerbüros der Partei Die Linke im Landkreis Mittweida. Zudem gibt es immer wieder Berichte, dass Belastungszeugen für den Dresdner Prozess mit Gewalt eingeschüchtert würden. Auch im nahen Colditz (Muldentalkreis) gab es in diesem Jahr heftige Randale und mehrere ausländerfeindliche Straftaten. Dabei sollen ebenfalls Anhänger von «Sturm 34» beteiligt gewesen sein.

Man merkt das wieder Wahlen anstehen

Wählnix Anarcho 24.05.2008 - 03:00
Also so ernst manche drohungen sein mögen und so sehr mein Mitgefühl den Opfern der faschistischen Gewalt gilt, in diesem Falle isses einfach ein willkommener Aufhänger für ne Kostenlose Wahlwerbung der Linkspartei. Bei dem Solikram kann man jedem Fix nochn paar Flyer inne Hand drücken und vielleicht vor den politischen Karren spannen. Wenn ich für jeden Genossen aus unseren AZ nen euro bekäme weil Faschos ihm was angedroht haben, dann hätt ich schon nen gefüllten Geldspeicher wie Dagobert Duck. Aber ich kann euch sagen da wird sich nix tun denn Hunde die Bellen beissen net, hätten Faschos ihm was tun wollen hätten sie ihn net gewarnt, machen wir ja auch net bei denen , sondern hinterher gibts dann n Bekennerschreiben. Das sind n paar ganz armselige kleine dreckige Faschokiddies die sich sonst wohl nie trauen würden das maul aufzumachen, die kompensieren dann ihre Minderwertigkeitskomplexe mit ihren tollen "morddrohungen" . Er wird sich da diesbezüglich die nächsten 10 Jahre nix tun, aber hauptsache gut ausschlachten, stünen keine Wahlen an der hätte der gute mann es sicher nichma erwäht, wenn ich bedenk wie oft mir Faschos angedroht haben was anzutun, 2 mal habbich auch was abgekriegt , aber na und ich lebe immer noch und bin gesund, also ma net übertreiben , denn dadurch fühlen sich die Minderwertigen kleinen dreckfaschisten sonst noch wichtig wenn se zu viel Beachtung bekommen. Naja wie sagt man so schön "wenn Wahlen tatsächlich was am System ändern würden hätte man sie längst verboten"