Düsseldorfer Polizei will Nazis schützen

infogirrrl 17.05.2008 19:10 Themen: Antifa
Polizei kündigt Schutz des Naziaufmarsches am 25.5. in Düsseldorf an. Antifa mobilisiert unbeirrt.
Für den 25. Mai 2008 mobilisiert die extrem rechte "Junge Landmannschaft Ostdeutschland" (JLO, ehemals „Junge Landmannschaft Ostpreußen“) zu einem "Schlageter-Gedenken" vor dem 39er Denkmal am Reeser Platz.

Anlass ist der 85. Todestag des in der extremen Rechten verehrten und zum Helden und Märtyrer hochstilisierten Freikorpskämpfers Albert Leo Schlageter. Dieser war am 26. Mai 1923 in Düsseldorf wegen Sabotage gegen die französischen Truppen (u.a. einem Sprengstoffanschlag auf die Bahnstrecke bei Düsseldorf-Kalkum) und wegen Spionage hingerichtet worden.

Als Redner vorgesehen sind neben Dirk Pott vom Bundesvorstand der JLO, die enge Kontakte zur NPD und neonazistischen "Freien Kameradschaften" unterhält und jährliche Großaufmärsche in Dresden zum Gedenken an den "Bombenholocaust" veranstaltet, zwei Düsseldorfer:

- der ehemalige stellvertretende Bundesvorsitzende der extrem rechten "Republikaner", Rechtsanwalt Dr. Björn Clemens aus Düsseldorf-Flingern. Clemens, der auch militante Neonazis verteidigt, ist in der gesamten extremen Rechten ein gern gesehener Redner, Autor und Referent, der häufig auch bei NPD- und DVU-Veranstaltungen anzutreffen ist.

- der dem Spektrum bzw. nahen Umfeld der Auschwitzleugner und den erst kürzlich verbotenen Vereinen "Collegium Humanum" sowie "Verein zur Rehabilitierung der wegen Bestreitens des Holocausts Verfolgten" zuzurechnende Rechtsanwalt Hajo Herrmann aus Düsseldorf-Oberkassel.
Der heute 94-Jährige war hochdekorierter Kampf- und Jagdflieger der NS-Luftwaffe, Vertrauter Hermann Görings und Mitglied in Hitlers Luftwaffenführungsstab. Auch er tritt auf NPD- und DVU-Veranstaltungen als Redner auf und wird von der extremen Rechten als "Held" verehrt.

Düsseldorfs Polizeipräsident Herbert Schenkelberg erklärte, daß er die Nazi-Versammlung schützen werde, ein Verbot komme für die Polizei nicht in Frage. (siehe WZ vom 17.5., dort gibt es auch eine Umfrage unter  http://www.wz-online.de/?redid=198876&poll_id=1855 )

Der Koordinierungskreis antifaschistischer Gruppen aus Düsseldorf und den Umland (ANTIFA-KOK) ruft zur Protesten auf: ""Wir werden nicht tatenlos dabei zusehen, wenn die extreme Rechte einmal mehr die Geschichte umzuschreiben versucht und öffentlich ihren Opfermythos und Nationalismus propagiert."

Infos über die Aktivitäten der Antifa unter  http://www.antifa-kok.de
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Ergänzungen

Polizeipräsident

mein name 18.05.2008 - 00:24
 http://www.wz-online.de/?redid=239281
"„Persönlich dreht sich mir der Magen um. Aber auf der anderen Seite muss ich diese persönliche Einstellung von den juristischen Maßstäben trennen“, sagt Polizeipräsident Herbert Schenkelberg."

Das gleiche Gelaber wie 2006 vor der Nazidemo. Und was war? Engagierte AntifaschistInnen wurden über fünf Stunden eingekesselt, Blockaden gewaltsam geräumt.

Weiterer Termin in Berlin

X 18.05.2008 - 12:51

Schlageter-Treffen auch im Raum Aachen?

... 19.05.2008 - 14:57
Auf der Naziseite "demo-tourismus.tk" ist für den 31.05. im Raum Aachen auch ein Schlageter-Treffen angekündigt.

Schlageter-Gedenken in D und AC

Ergänzer 19.05.2008 - 16:48
@...

Das Schlageter-Gedenken am 31. Mai im Raum Aachen wird aus dem Spektrum der Freien Kameradschaften mit Unterstützung aus der NPD organisiert, u.a. organisiert von Sven Skoda und Christian Malcoci. Bereits 2007 fand ein solches Gedenken dort statt, siehe  http://www.antifa-dueren.org/cms/content/view/89/39/. Und zu 2008 siehe den folgenden Bericht vom 13.Mai 2008 auf  http://klarmann.blogsport.de/ (Ich hoffe ich verletze mit der Doku keine Urherberrechte! Falls doch: mea culpa).

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Rechts: Erneut Schlageter-Treffen in der Region
13. Mai 2008
Region. Auf Neonazi-Homepages aus der Region wird seit kurzem für eine Neuauflage eines „Schlageter-Treffens“ im „Raum Aachen“ geworben. Jener „Tag des Nationalen Widerstandes“ soll demnach wie in den Ankündigungen im Jahre 2007 im „Raum Aachen“ stattfinden. Vergangenes Jahr hatte das Treffen Mitte Mai stattgefunden. Diesmal wird als Austragungsdatum der 31. Mai genannt.

Beworben wird das Treffen bislang auf Homepages der „Freien Kräfte“ bzw. „Autonomen Nationalisten“ aus dem Rheinland. Offizielle Organisatoren des jährlich rund um den Todestag des Freikorpskämpfers Albert Leo Schlageter stattfindenden Treffens war im Jahr 2007 die „Kameradschaft Aachener Land“ (KAL) und der NPD-Kreisverband Düren. Das Treffen hatte vor einem Jahr in Inden-Pier auf dem Grundstück des NPD-Kreischefs Ingo Haller stattgefunden [1].

Schlageter führte bei der Ruhrbesetzung 1923 einen Stoßtrupp gegen die französischen Besatzer, wurde verhaftet und hingerichtet und galt schon unter den Nationalsozialisten als Märtyrer. Der rechtsextreme Schlageter-Kult wird u.a. weiterbetrieben von den Neonazi-Kadern Sven Skoda (Düsseldorf), Christian Malcoci (Neuss) und Ralph Tegethoff (Bad Honnef). In Szenekreisen wurde schon seit geraumer Zeit darauf hingewiesen, dass das „Schlageter-Treffen“ auch in diesem Jahr wieder in der Region stattfinden soll. [© Klarmann]
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Das Düsseldorfer Gedenken wird nicht aus der offen militanten Neonazi-Szene organisiert. Es präsentiert sich nach außen gemäßigter. Das sieht man schon am Satz auf der Einladung "Zur Mitführung nationaler Symbole, insbesondere schwarz/rot/goldner Fahnen wird ausdrücklich aufgerufen." Schwarz/rot/gold eben. Man bemüht sich um ein 'demokratisches' Erscheinungsbild. Parteifahnen etc. sind auch untersagt ("Es wird dringend darum gebeten, die Mitführung von Parteisymbolik, auch in Gestalt von Oberbekleidung zu unterlassen!").

Das heißt nicht, dass zum Düsseldorfer Gedenken keine militanten Neonazis auftauchen können! Und selbst wenn sie tatsächlich nicht auftauchen sollten, macht es die Sache kein bisschen akzeptabler!

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

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Lasse kommen — inferno

VersG — Law

Lieber Law ... — Recht und Gesetz

Verbot — Law

Durchprügeln — Law

Fahne — Law