NPD-Wahlkampf zur Kommunalwahl in Ostholstein
- NPD tritt in 27 von 29 Wahlkreisen in Ostholstein an
- NPD-Treffen finden in Eutiner Bahnhofsgaststätte „Köpi-Stuben“ statt
- NPD-Stände in Neustadt am 23.2.08 und in Oldenburg am 15.3.08
- NPD-Verteilaktionen in Eutin, Stockelsdorf, Ratekau, Niendorf, Oldenburg, Neustadt und anderen Orten
- NPD-Treffen finden in Eutiner Bahnhofsgaststätte „Köpi-Stuben“ statt
- NPD-Stände in Neustadt am 23.2.08 und in Oldenburg am 15.3.08
- NPD-Verteilaktionen in Eutin, Stockelsdorf, Ratekau, Niendorf, Oldenburg, Neustadt und anderen Orten
Am 25.05.2008 finden in ganz Schleswig-Holstein Kommunalwahlen statt. Auch die NPD tritt an, aufgrund personeller Schwäche allerdings nur in 4 Wahlkreisen. Diese sind Kiel, Nordfriesland, Herzogtum-Lauenburg und eben Ostholstein.
In Ostholstein gelang es der NPD nach jahrelanger Inaktivität 2005 einen eigenen Kreisverband aufzubauen, der mit der Lübecker NPD fusionierte. Der Großteil der Aktivisten kam damals auch aus
Lübeck. Allen voran der bundesweit bekannte Lübecker Nazikader Jörn Lemke trieb den Aufbau massiv voran. Seit dem 4. Mai 2007 finden die Treffen des NPD – Kreisverbandes Ostholstein jeden ersten Freitagabend des Monats in dem Eutiner Restaurant „Köpi–Stuben“ statt, welches sich im Gebäude des Eutiner Bahnhofs befindet. An jedem Treffen nahmen rund 12–15 Neonazis teil, darunter auch NPDler aus anderen Kreisverbänden, wie z.B. Hermann Gutsche vom NPD – KV Kiel/Plön oder Matthias Kischkewitz aus Preetz, ebenfalls Mitglied im KV Kiel/Plön. Auch Mitglieder der Neustädter Kameradschaftsszene nahmen mind. an einem Treffen teil. Dieses ist eher ungewöhnlich, da die Naziszene in Neustadt sich ansonsten eher um Rechtsrock, „Blood & Honour“ und Vernetzung nach Dänemark kümmert. Von diesen Treffen gingen bislang auch alle Aktionen der Nazis aus, wie z.B. 7 Infostände in Ostholstein im vergangenen Jahr. Ausserdem war bei so gut wie jedem Mal Jörn Lemke anwesend.
Der Wirt oder Betreiber der „Köpi–Stuben“ weiss definitiv über den Charakter der Treffen Bescheid. Aussagen vor Unbeteiligten oder Begrüßung der NPD–Mitglieder per Handschlag zeugen hiervon. Interessant in diesem Zusammenhang ist die Tatsache, dass der Raum der „Köpi–Stuben“ höchstwahrscheinlich Eigentum der Deutschen Bahn AG ist, somit lediglich gepachtet ist. Ob es dem Ruf der Deutschen Bahn gerade zuträglich ist, dass Treffen der dienstältesten neonazistischen Partei in ihren Räumen stattfinden?
Am 18.04.2008 fand das bislang letzte NPD–Treffen statt. Dieses kann als Wahlkampfauftaktveranstaltung gewertet werden. Die Neonazis hatten dort kistenweise „Deutsche Stimme“–Zeitungen in ihren Autos.
Die Struktur der NPD Ostholstein
Die NPD hat es geschafft, in 27 von 29 Wahlkreisen Kandidaten aufzustellen. Lediglich in den Wahlkreisen Scharbeutz I und Scharbeutz II/Ratekau I stehen keine NPD–Mitglieder auf den Wahlzetteln. Spitzenkandidat ist der 29-jährige Kraftfahrer Marcus Tietz aus Ahrensbök in der Nähe Eutins. Die komplette Familie Tietz tritt auf den Wählerlisten als NPD–Kandidaten an. Listenplatz 2 belegt die Malenter Rentnerin Elfriede Parlow, die allerdings kein NPD–Mitglied ist. Überhaupt zeugt die Wahlliste vom Personalmangel der NPD in Ostholstein. Teilweise sind die Kandidaten so alt, dass sie ohnehin wahrscheinlich bald abdanken oder es befinden es sich grade mal 18-jährige darunter, wie der Fehmarner Christopher Horn, der sich auf seiner „SchülerVZ“–Seite vermummt mit Schlagring ablichtete. Des Weiteren steht auf Listenplatz 3 der Neonazi und „Autonome Nationalisten“–Fan Sebastian Struve aus dem Dorf Röbel bei Eutin, welcher bereits im März durch Antifaschisten in seinem Dorf geoutet wurde. Struve hat mittlerweile vermehrt mit Kieler Nazis zu tun, wie z.B. mit dem frisch aus der Haft entlassenen berühmt –berüchtigten Peter Borchert. Auf dem sechsten Platz steht Kai Sager aus dem Dorf Grube bei Neustadt. Sager ist seit Jahren in der militanten Neustädter Naziszene aktiv. Er pflegt sehr gute Bekanntschaften u.a. zu Marko Eckert, seines Zeichens Sänger der bundesweit bekannten Rechtsrockband "Words of Anger", sowie zum einschlägig bekannten Neustädter Nazikader Alexander Hardt, der u.a. schon wegen Friedhofsschändung vor Gericht sass. Gegen Hardt, Eckert, Sager und dem aus Cismar stammenden Lars Bergeest laufen gerade Verfahren wegen schwerer Körperverletzung. Der Großteil der restlichen Kandidaten kommt ebenfalls aus der Region um Neustadt, aus der Gemeinde Ahrensbök, die durch ekelhafte Dorfgemeinschaft und rechte Hegemonie „glänzt“, sowie vereinzelt aus Bad Schwartau, Pansdorf, Oldenburg oder Sierksdorf.
Chronik der NPD – Aktivitäten der vergangenen Monate
19.5.2007: NPD – Stand in Grömitz
9.6.2007: NPD – Stand in Ahrensbök
16.6.2007: NPD – Stand in Süsel
23.6.2007: NPD – Stand in Seeretz
11.8.2007: NPD – Stand in Malente
6.10.2007: NPD – Stand in Burg auf Fehmarn
3.11.2007: NPD – Stand in Heiligenhafen
18.11.2007: Am sogenannten „Volkstrauertag“ tauchten ca. 25 Neonazis aus Kiel, Lübeck, Neustadt und anderen Teilen Ostholsteins an einem Eutiner „Ehrendenkmal“ auf, gaben 10 Minuten geistigen Dünnschiss von sich, legten einen Kranz ab und verschwanden wieder. Die Aktion bekam ein relativ großes, äußerst negatives Medienecho in den regionalen Medien
24.1.2008: Auf einer Bürgerdemo gegen die Erweiterung der Müllverbrennungsanlage in Neustadt mit ca. 2000 Teilnehmern laufen auch einige NPD–Hanseln rum und verteilen ihren Blödsinn
23.2.2008: NPD–Stand in Neustadt. Der Stand wurde von Antifas beobachtet, wobei die NPDler aggressiv verbal gegen die Antifaschisten vorgingen
15.3.2008: NPD–Stand in Oldenburg. Dieser Stand wurde von ca. 15 Antifas gestört, die Nazis bauten kurzfristig wieder ab
Des Weiteren gab es in den vergangenen Tagen bereits diverse Verteilaktionen der NPD, u.a. in Stockelsdorf, Ratekau, Neustadt, Eutin, Niendorf, Oldenburg und diversen anderen Städten und Dörfern. Auch sind in Eutin ca. 15 NPD – Plakate an Littfasssäulen aufgetaucht, die allerdings keine 24 Stunden hielten. Kuriosum am Rande: Teilweise sind die Plakate aus dem Jahre 2001! Weitere Plakate sind in Ahrensbök, Stockelsdorf, Ratekau und Bad Schwartau aufgetaucht.
Thematisch versucht sich die Ostholsteiner NPD an lokale Themen wie die Erweiterung einer Müllverbrennungsanlage in Neustadt oder der sogenannten „Fehmarn–Belt–Querung“ anzuhängen. Durch den Wegfall der 5%-Hürde besteht die Gefahr, dass es der Nazipartei gelingen könnte, zumindest einen Abgeordneten in den Ostholsteiner Kreistag zu schicken. Dieses gilt es natürlich mit allen Mitteln zu verhindern.
Auf einen heißen (Anti)Wahlkampf!
In Ostholstein gelang es der NPD nach jahrelanger Inaktivität 2005 einen eigenen Kreisverband aufzubauen, der mit der Lübecker NPD fusionierte. Der Großteil der Aktivisten kam damals auch aus
Lübeck. Allen voran der bundesweit bekannte Lübecker Nazikader Jörn Lemke trieb den Aufbau massiv voran. Seit dem 4. Mai 2007 finden die Treffen des NPD – Kreisverbandes Ostholstein jeden ersten Freitagabend des Monats in dem Eutiner Restaurant „Köpi–Stuben“ statt, welches sich im Gebäude des Eutiner Bahnhofs befindet. An jedem Treffen nahmen rund 12–15 Neonazis teil, darunter auch NPDler aus anderen Kreisverbänden, wie z.B. Hermann Gutsche vom NPD – KV Kiel/Plön oder Matthias Kischkewitz aus Preetz, ebenfalls Mitglied im KV Kiel/Plön. Auch Mitglieder der Neustädter Kameradschaftsszene nahmen mind. an einem Treffen teil. Dieses ist eher ungewöhnlich, da die Naziszene in Neustadt sich ansonsten eher um Rechtsrock, „Blood & Honour“ und Vernetzung nach Dänemark kümmert. Von diesen Treffen gingen bislang auch alle Aktionen der Nazis aus, wie z.B. 7 Infostände in Ostholstein im vergangenen Jahr. Ausserdem war bei so gut wie jedem Mal Jörn Lemke anwesend.
Der Wirt oder Betreiber der „Köpi–Stuben“ weiss definitiv über den Charakter der Treffen Bescheid. Aussagen vor Unbeteiligten oder Begrüßung der NPD–Mitglieder per Handschlag zeugen hiervon. Interessant in diesem Zusammenhang ist die Tatsache, dass der Raum der „Köpi–Stuben“ höchstwahrscheinlich Eigentum der Deutschen Bahn AG ist, somit lediglich gepachtet ist. Ob es dem Ruf der Deutschen Bahn gerade zuträglich ist, dass Treffen der dienstältesten neonazistischen Partei in ihren Räumen stattfinden?
Am 18.04.2008 fand das bislang letzte NPD–Treffen statt. Dieses kann als Wahlkampfauftaktveranstaltung gewertet werden. Die Neonazis hatten dort kistenweise „Deutsche Stimme“–Zeitungen in ihren Autos.
Die Struktur der NPD Ostholstein
Die NPD hat es geschafft, in 27 von 29 Wahlkreisen Kandidaten aufzustellen. Lediglich in den Wahlkreisen Scharbeutz I und Scharbeutz II/Ratekau I stehen keine NPD–Mitglieder auf den Wahlzetteln. Spitzenkandidat ist der 29-jährige Kraftfahrer Marcus Tietz aus Ahrensbök in der Nähe Eutins. Die komplette Familie Tietz tritt auf den Wählerlisten als NPD–Kandidaten an. Listenplatz 2 belegt die Malenter Rentnerin Elfriede Parlow, die allerdings kein NPD–Mitglied ist. Überhaupt zeugt die Wahlliste vom Personalmangel der NPD in Ostholstein. Teilweise sind die Kandidaten so alt, dass sie ohnehin wahrscheinlich bald abdanken oder es befinden es sich grade mal 18-jährige darunter, wie der Fehmarner Christopher Horn, der sich auf seiner „SchülerVZ“–Seite vermummt mit Schlagring ablichtete. Des Weiteren steht auf Listenplatz 3 der Neonazi und „Autonome Nationalisten“–Fan Sebastian Struve aus dem Dorf Röbel bei Eutin, welcher bereits im März durch Antifaschisten in seinem Dorf geoutet wurde. Struve hat mittlerweile vermehrt mit Kieler Nazis zu tun, wie z.B. mit dem frisch aus der Haft entlassenen berühmt –berüchtigten Peter Borchert. Auf dem sechsten Platz steht Kai Sager aus dem Dorf Grube bei Neustadt. Sager ist seit Jahren in der militanten Neustädter Naziszene aktiv. Er pflegt sehr gute Bekanntschaften u.a. zu Marko Eckert, seines Zeichens Sänger der bundesweit bekannten Rechtsrockband "Words of Anger", sowie zum einschlägig bekannten Neustädter Nazikader Alexander Hardt, der u.a. schon wegen Friedhofsschändung vor Gericht sass. Gegen Hardt, Eckert, Sager und dem aus Cismar stammenden Lars Bergeest laufen gerade Verfahren wegen schwerer Körperverletzung. Der Großteil der restlichen Kandidaten kommt ebenfalls aus der Region um Neustadt, aus der Gemeinde Ahrensbök, die durch ekelhafte Dorfgemeinschaft und rechte Hegemonie „glänzt“, sowie vereinzelt aus Bad Schwartau, Pansdorf, Oldenburg oder Sierksdorf.
Chronik der NPD – Aktivitäten der vergangenen Monate
19.5.2007: NPD – Stand in Grömitz
9.6.2007: NPD – Stand in Ahrensbök
16.6.2007: NPD – Stand in Süsel
23.6.2007: NPD – Stand in Seeretz
11.8.2007: NPD – Stand in Malente
6.10.2007: NPD – Stand in Burg auf Fehmarn
3.11.2007: NPD – Stand in Heiligenhafen
18.11.2007: Am sogenannten „Volkstrauertag“ tauchten ca. 25 Neonazis aus Kiel, Lübeck, Neustadt und anderen Teilen Ostholsteins an einem Eutiner „Ehrendenkmal“ auf, gaben 10 Minuten geistigen Dünnschiss von sich, legten einen Kranz ab und verschwanden wieder. Die Aktion bekam ein relativ großes, äußerst negatives Medienecho in den regionalen Medien
24.1.2008: Auf einer Bürgerdemo gegen die Erweiterung der Müllverbrennungsanlage in Neustadt mit ca. 2000 Teilnehmern laufen auch einige NPD–Hanseln rum und verteilen ihren Blödsinn
23.2.2008: NPD–Stand in Neustadt. Der Stand wurde von Antifas beobachtet, wobei die NPDler aggressiv verbal gegen die Antifaschisten vorgingen
15.3.2008: NPD–Stand in Oldenburg. Dieser Stand wurde von ca. 15 Antifas gestört, die Nazis bauten kurzfristig wieder ab
Des Weiteren gab es in den vergangenen Tagen bereits diverse Verteilaktionen der NPD, u.a. in Stockelsdorf, Ratekau, Neustadt, Eutin, Niendorf, Oldenburg und diversen anderen Städten und Dörfern. Auch sind in Eutin ca. 15 NPD – Plakate an Littfasssäulen aufgetaucht, die allerdings keine 24 Stunden hielten. Kuriosum am Rande: Teilweise sind die Plakate aus dem Jahre 2001! Weitere Plakate sind in Ahrensbök, Stockelsdorf, Ratekau und Bad Schwartau aufgetaucht.
Thematisch versucht sich die Ostholsteiner NPD an lokale Themen wie die Erweiterung einer Müllverbrennungsanlage in Neustadt oder der sogenannten „Fehmarn–Belt–Querung“ anzuhängen. Durch den Wegfall der 5%-Hürde besteht die Gefahr, dass es der Nazipartei gelingen könnte, zumindest einen Abgeordneten in den Ostholsteiner Kreistag zu schicken. Dieses gilt es natürlich mit allen Mitteln zu verhindern.
Auf einen heißen (Anti)Wahlkampf!
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Ergänzungen
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
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Was für ein Haufen... — Borkenarrow
nach vorne? — soso
Grammatikfehler — Arischer kämpfer