Graue Stadt am Meer
Die Nordsee Stadt Wilhelmshaven wirbt gerne mit dem Slogan „Grüne Stadt am Meer“ um TouristInnen. Tatsächlich bietet die Jadestadt Wilhelmshaven viele Erholungsmöglichkeiten: Am kilometerlangem Sandstrand oder auf dem Deich entspannen und die frische Nordseeluft genießen - das tut nicht nur AsmathikerInnen gut.
Doch all das soll jetzt nicht mehr möglich sein. Im Zuge der Pläne zur Realisierung eines Containerterminals für Wilhelmshaven mit dem Namen "JadeWeserPort" wird der einzige Sandstrand Wilhelmshavens zerstört. Ein Campingplatz wurde bereits geschlossen,
Gebäude auf dem Gelände zurückgebaut und jetzt ist das gesamte Gelände des Geniusstrandes eingezäunt und für die Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich.
Damit wird nicht nur den BürgerInnen der Strand geraubt und vielen Restaurants und Cafes die Existentzgrundlage (Tourismus) beraubt - sondern nebenbei auch noch ein einmaliges Wattenmeer-Ökosystem und ein Vogelschutzgebiet - das Brutgebiete vieler bedrohter Vogelarten - zerstört.
Als wäre das nicht schon schlimm genug soll neben dem - direkt am Deich - schon bestehendem Kohlekraftwerk noch ein 4 weitere CO2 Schleudern gebaut werden.
In direkter Nachbarschaft zu den dicht besiedelten Wohngebieten Rüstersiel, Voslapp, Fedderwardergroden, Neuengroden und Altengroden sollen aber nicht nur vier neue Kohlekraftwerke ohne CO2-Abscheider und ohne Kraft-Wärme-Kopplung entstehen, sondern auch ein so genanntes "Massen-Schüttgutlager", auf dem die immensen Mengen an Steinkohle gelagert werden sollen, welche die Kraftwerke tagtäglich verschlingen. Neben den zusätzlichen CO2-Belastungen sind ebenso enorme Belastungen durch den Kohlestaub zu erwarten.
Inzwischen hat sich auch eine Initiative von Wilhelmshavener ÄrztInnen gebildet, die eindringlich vor den gesundheitlichen Schäden durch Kohlestaub warnen. Der Protest der ÄrztInnen , der Bürgerinitiative "Zeche Rüstersieler Groden" , der BürgerInnen, und Umweltverbände blieb bisher erfolglos: Die Stadt hält gegen jede Vernunft an ihren Plänen fest.
Es ist für viele AnwohnerInnen ein sehr bedrückender Moment mit dem Fahrrad durch die gewohnte schöne Landschaft zu fahren, die Möwen zu hören, das Salzwasser zu riechen, den Wind zu spüren um dann am Meer einen Bauzaun zu sehen , hinter dem Bagger und anderes schweres Gerät durchs Watt fährt und im Hintergrund der Rauch eines Kohlekraftwerkes aufsteigt, das sich selbstbewusst mit E-ON Fahnen schmückt.
Umweltverbände und BewohnerInnen rufen dazu auf, das Thema einzubringen und an den Protesten gegen diese zu tiefst unökologische und unsoziale Politik teilzunehmen.
Die Bürgerinitiative gegen die Kohlekraftwerke:
http://www.zeche-ruestersiel.de/
Die ÄrztInnen Initiative gegen diese:
http://www.aerzteinitiative-whv.de/
Die Bürgerinitiative gegen den JadeWeserPort:
http://www.antiport.de/
CM
Doch all das soll jetzt nicht mehr möglich sein. Im Zuge der Pläne zur Realisierung eines Containerterminals für Wilhelmshaven mit dem Namen "JadeWeserPort" wird der einzige Sandstrand Wilhelmshavens zerstört. Ein Campingplatz wurde bereits geschlossen,
Gebäude auf dem Gelände zurückgebaut und jetzt ist das gesamte Gelände des Geniusstrandes eingezäunt und für die Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich.
Damit wird nicht nur den BürgerInnen der Strand geraubt und vielen Restaurants und Cafes die Existentzgrundlage (Tourismus) beraubt - sondern nebenbei auch noch ein einmaliges Wattenmeer-Ökosystem und ein Vogelschutzgebiet - das Brutgebiete vieler bedrohter Vogelarten - zerstört.
Als wäre das nicht schon schlimm genug soll neben dem - direkt am Deich - schon bestehendem Kohlekraftwerk noch ein 4 weitere CO2 Schleudern gebaut werden.
In direkter Nachbarschaft zu den dicht besiedelten Wohngebieten Rüstersiel, Voslapp, Fedderwardergroden, Neuengroden und Altengroden sollen aber nicht nur vier neue Kohlekraftwerke ohne CO2-Abscheider und ohne Kraft-Wärme-Kopplung entstehen, sondern auch ein so genanntes "Massen-Schüttgutlager", auf dem die immensen Mengen an Steinkohle gelagert werden sollen, welche die Kraftwerke tagtäglich verschlingen. Neben den zusätzlichen CO2-Belastungen sind ebenso enorme Belastungen durch den Kohlestaub zu erwarten.
Inzwischen hat sich auch eine Initiative von Wilhelmshavener ÄrztInnen gebildet, die eindringlich vor den gesundheitlichen Schäden durch Kohlestaub warnen. Der Protest der ÄrztInnen , der Bürgerinitiative "Zeche Rüstersieler Groden" , der BürgerInnen, und Umweltverbände blieb bisher erfolglos: Die Stadt hält gegen jede Vernunft an ihren Plänen fest.
Es ist für viele AnwohnerInnen ein sehr bedrückender Moment mit dem Fahrrad durch die gewohnte schöne Landschaft zu fahren, die Möwen zu hören, das Salzwasser zu riechen, den Wind zu spüren um dann am Meer einen Bauzaun zu sehen , hinter dem Bagger und anderes schweres Gerät durchs Watt fährt und im Hintergrund der Rauch eines Kohlekraftwerkes aufsteigt, das sich selbstbewusst mit E-ON Fahnen schmückt.
Umweltverbände und BewohnerInnen rufen dazu auf, das Thema einzubringen und an den Protesten gegen diese zu tiefst unökologische und unsoziale Politik teilzunehmen.
Die Bürgerinitiative gegen die Kohlekraftwerke:
http://www.zeche-ruestersiel.de/ Die ÄrztInnen Initiative gegen diese:
http://www.aerzteinitiative-whv.de/ Die Bürgerinitiative gegen den JadeWeserPort:
http://www.antiport.de/ CM
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Ergänzungen
Ärgenzung
„Kohlekraftwerke sind gut für uns“ - So oder ähnlich umwerben uns große Energiefirmen wie EON oder EVONIK momentan am laufenden Band. Dabei weiß inzwischen fast jedeR, dass Kohlekraftwerke das Klima durch massiven CO2 Ausstoß schädigen. Hinzu kommen noch tonnenweise Feinstaub und Schwermetalle, die die Gesundheit der AnwohnerInnen in bis zu 90 km Umkreis belasten und zu vermehrten Atemwegserkrankungen führen.
Schon seit langem „vorbelastet“ durch ein Kohlekraftwerk wirbt nun die Stadt Wilhelmshaven um 4 weitere Kohlekraftwerke des belgischen Energieriesen Electrabel. Das Ziel sind die versprochenen 80 Arbeitsplätze und Gewerbesteuern – jedoch werden die meisten Angestellten auswärtige Spezialisten und Monteure sein – die Gewerbesteuern müssen bis 2015 nicht gezahlt werden: Eine Nullnummer.
Was macht die Stadt Wilhelmshaven nun für diese Kraftwerke? Ganz einfach: Sie versprechen ein reibungsloses Genehmigungsverfahren und makellose Werbung in der Lokalpresse. Keine Proteste, alles schnell, sauber, unproblematisch.
Jedoch hat die Stadt Wilhelmshaven sich verrechnet: BürgerInnen aus allen Stadtteilen haben aufgehorcht und sich seit November 2007 zur Bürgerinitiative (BI) „Zeche Rüstersieler Groden“ zusammengeschlossen – der Rüstersieler Groden ist eine riesige bewachsene Fläche im Stadtnorden, die nun zum Baugrund für die Kraftwerke werden soll. Die Mitglieder der BI bilden sich bei ihren wöchentlichen Treffen gegenseitig, jeder recherchiert ein eigenes Problemfeld im Bezug auf Energiepolitik, Recht oder Umweltschutz und stellt es den anderen vor. Diese Form der Kommunikation und Information ist beispiellos und sehr effektiv – die BI konnte innerhalb kürzester Zeit massig Argumente und Alternativen gegen den Kraftwerksbau sammeln und versucht diese in der Öffentlichkeit zu kommuizieren.
Nun aber versucht die Stadt Wilhelmshaven mit allen Mitteln diesen Protest schon im Keim zu ersticken: Pressetermine der BI werden abgesagt, die Zeitung berichtet falsch oder nur ansatzweise über die Arbeit der BI, Mitglieder der BI werden öffentlich von Ratsmitgliedern der Stadt beschimpft (Ratsherr Bernd Rech, CDU: „Ihr seid scheiße!“) und auch in ihrem Privatleben diffamiert. Eine Inititative von 118 Ärzten, die ein Schreiben über die gesundheitlichen Folgen der Kraftwerke verfasst hat wurde vom Oberbürgermeister nicht empfangen, das Schreiben konnte nicht übergeben werden. Die Stadt stellt sich taub.
Es ist nicht leicht, in einer Stadt mit einer so hohen Arbeitslosigkeit wie Wilhelmshaven von allen an den Pranger gestellt zu werden, als „Arbeitsplatzvernichter“ und „Verantwortungsloser“ zu gelten, so wie es gerade mit den Menschen geschieht, die den Bau der Kohlekraftwerke kritisch hinterfragen und sich Gedanken um die Zukunft machen.
Dieses macht sich die Stadt in ihrem klüngel sehr zu nutze. Man geht so undemokratisch vor, wie es nur möglich ist, „Podiumsdiskussionen“ die ihren Namen nur verdienen, wenn jeder etwas sagen darf, werden nicht öffentlich abgehalten, Ratsentscheidungen einfach verschoben. Die Krönung des ganzen ist der Beschluss des Rats (in Wilhelmshaven regiert eine sogenannte Jamaika-Koalition), eine geplante Bürgerbefragung nicht zu akzeptieren:
„Heute wurde im Rat der Stadt der Antrag der GRÜNEN beraten, eine Bürgerbefragung zum Thema Kohlekraftwerke in Wilhelmshaven durchführen zu lassen. Der Antrag wurde mit den Stimmen von CDU, SPD und FDP abgelehnt. In den Wortmeldungen der Ratsabgeordneten von CDU und SPD wurde klar geäußert, dass die Meinung der Bürger zu diesem wichtigen Thema nicht von Interesse sei.
Der Fraktionsvorsitzende der SPD, Sigfried Neumann, argumentierte gar, dass eine Bürgerbefragung bedeute, dass er als Ratsabgeordneter nicht zu einer Entscheidung in der Lage wäre. Also lehne er Bürgerbefragungen ab.“ Zitat von der Seite der BI.
In Wilhelmshaven werden täglich die Rechte der BürgerInnen eingeschränkt und übergangen sich an der Zukunft der Stadt zu beteiligen. Einige wenige entscheiden hier Dinge, die in ihren Auswirkungen weltweit zu spüren sein werden. Wilhelmshaven beteiligt sich aktiv am Klimawandel, aufgrund der Machtgier und Geltungssucht einiger weniger Politiker und zu lasten von uns allen.
Nachtrag:
Auch in anderen Städten in Norddeutschland sollen Kohlekraftwerke gebaut werden. Glücklicherweise sind die verschiedenen Bürgerinitiativen bereits vernetzt und versuchen so gemeinsam den Bau ALLER Kraftwerke zu verhindern.
Die Seite der BI Wilhelmshaven: www.zeche-ruestersiel.de
CO2 Abtrennung?
Windkraft/Nordsee