Anmerkung der Moderationsgruppe:
Trotz der Bitte, de.indymedia.org zum Veröffentlichen von eigenen Berichten und selbst recherchierten Reportagen zu nutzen, wurde hier ein Termin, ein Aufruf, die Einladung zu einer Veranstaltung oder die Ankündigung einer Aktion reinkopiert.
Es ist nicht das Ziel von Indymedia, ein möglichst umfassendes Infoportal incl. Terminkalender anzubieten. Indymedia will eine Plattform für engagierte MedienmacherInnen und ihren eigenen Inhalte bieten. Das Veröffentlichen von Terminen, Aufrufen und Einladungen gehört nicht zu den Zielen des Projektes. Mehr Informationen, warum sich Indymedia nicht zum Veröffentlichen von Terminen eignet, findest Du hier. Bitte nutze stattdessen die verlinkten Terminkalender-Seiten.
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Freiheit für Halil Savda
Der kurdische Kriegdienstverweigerer Halil Savda ist wieder im Knast in der Türkei. Er steht, wie alle Kriegsdienstverweigerer im Knast, unter Bedrohung von Folter und faschistischen Angriffen.
Stell dir vor, sie verwickeln uns in einen neuen Krieg...
und niemand geht hin!
JedeR fragt zuerst nach den wirklichen Zielen, wessen Interessen damit geschützt werden sollen, wofür töten und getötet werden soll. Menschen kommen zusammen, um gemeinsam die Situation zu diskutieren und gemeinsam eine Entscheidung zu treffen. Sie sagen den inzwischen Nerven verlierenden Generälen und PolitikerInnen: “Warte mal!”...
In der Türkei wird jeder 20 jährige Mann dazu gezwungen, den obligatorischen Kriegsdienst zu machen. Staat und Militär beanspruchen den Verstand und den Körper der Menschen, um sie nach ihren eigenen Interessen benutzen zu können. Das Recht, diese Herrschaft zu hinterfragen und das nicht zuzulassen ist im Gesetzt selbstverständlich nicht vorgesehen. Nur diejenigen, die durch Militärärtze als “verdorben (untauglich)” diagnostiziert werden, dürfen mit einem “Verdorbenheitsattest” in der Hand zurück nach Hause. Nach Auffassung des Militärs ist Homosexualität auch ein Grund für “Verdorbenheit”.
Menschen, die zu der Kriegshetze der Generäle, PolitikerInnen und Massenmedien “Jetzt mal Schluß!” sagen, werden zu “Vaterlandsverrätern” erklärt, genauso wie die Männer, die nicht zum Krieg oder einfach nicht zur Armee gehen wollen. Das darauf folgende ist Militärgericht, Militärknast, Folter und faschistische Angriffe. Die in der Türkei durch den 25 Jahren andauernden Krieg verursachten Toten, Folterungen und Zwangsmigrationen können in der Öffentlichkeit nicht zur Sprache gebracht werden. “Ich gehe nicht zum Krieg” zu sagen bedeutet Knast oder Zielscheibe der Faschisten zu werden.
Halil Savda ist ein Kriegsdienstverweigerer in der Türkei. Er wurde als Kurde Zeuge des Prozesses und der Konsequenzen des Krieges. Er will nicht töten und getötet werden. Er verweigert Soldat zu sein, Teil des Heeres zu werden, dessen Existenzgrundlage töten und getötet werden ist. Halil wurde deswegen zum zweiten Mal vor das Militärgericht gestellt und zum Militärknast gebracht. Da er seine Gedanken über den Krieg und das Militär frei zur Sprache bringt, und da es klar ist, dass er diese Gedanken nicht aufgeben wird, wurde ihm von Militärärtzen unter Zwang das “Verdorbenheitsatt” gegeben. Halil ist jetzt im zivilen Knast. Aber er ist auch dort nicht geschützt vor Folter und faschistischen Angriffen. Denn Halil besteht darauf, dass er ein freier Mensch ist, der eigene Entscheidungen über sein Leben treffen will. Staat, Militär und ihre Anhänger haben Angst vor freien Menschen.
Lassen wir Halil nicht allein in seinem Freiheitskampf. Zeigen wir den Staaten und den Heeren, wer eigentlich das Wort hat. Wir haben ein einziges Leben, verschwenden wir es nicht in Profitkriegen von irgendwelchen Machtgierigen. Lasst uns zusammen kommen, um den Generälen und PolitikerInnen zu sagen: “Bleib du am besten immer da, wo du bist, damit wir endlich unsere Sachen erledigen gehen können!” Und lass uns tatsächlich unsere wirklich ernsthaften Sachen erledigen gehen. Wie soll eine Welt ohne Krieg, ohne Klassen, ohne Ausbeutung sein? Warum nicht?
15.05.08 – Donnerstag, um 16 Uhr: “Freiheit für Halil Savda und für alle Kriegsdienstverweigerer” - Aktion – Vor Türkische Botschaft, Rungestr. 9
21.05.08 – Mittwoch, ab 18 Uhr: Antimilitaristisches Solikonzert auf dem Schwarzen Kanal mit Vokü und Koktails – Eintritt Spende – Wagenplatz Schwarzer Kanal, Michaelkirchstr. 20
22.05.08 – Donnerstag, um 21 Uhr: Dokus über Militarismus und Antimilitarismus in der Türkei und in Kurdistan – Filmvorstellung am Heinrichplatz, Kreuzberg
und niemand geht hin!
JedeR fragt zuerst nach den wirklichen Zielen, wessen Interessen damit geschützt werden sollen, wofür töten und getötet werden soll. Menschen kommen zusammen, um gemeinsam die Situation zu diskutieren und gemeinsam eine Entscheidung zu treffen. Sie sagen den inzwischen Nerven verlierenden Generälen und PolitikerInnen: “Warte mal!”...
In der Türkei wird jeder 20 jährige Mann dazu gezwungen, den obligatorischen Kriegsdienst zu machen. Staat und Militär beanspruchen den Verstand und den Körper der Menschen, um sie nach ihren eigenen Interessen benutzen zu können. Das Recht, diese Herrschaft zu hinterfragen und das nicht zuzulassen ist im Gesetzt selbstverständlich nicht vorgesehen. Nur diejenigen, die durch Militärärtze als “verdorben (untauglich)” diagnostiziert werden, dürfen mit einem “Verdorbenheitsattest” in der Hand zurück nach Hause. Nach Auffassung des Militärs ist Homosexualität auch ein Grund für “Verdorbenheit”.
Menschen, die zu der Kriegshetze der Generäle, PolitikerInnen und Massenmedien “Jetzt mal Schluß!” sagen, werden zu “Vaterlandsverrätern” erklärt, genauso wie die Männer, die nicht zum Krieg oder einfach nicht zur Armee gehen wollen. Das darauf folgende ist Militärgericht, Militärknast, Folter und faschistische Angriffe. Die in der Türkei durch den 25 Jahren andauernden Krieg verursachten Toten, Folterungen und Zwangsmigrationen können in der Öffentlichkeit nicht zur Sprache gebracht werden. “Ich gehe nicht zum Krieg” zu sagen bedeutet Knast oder Zielscheibe der Faschisten zu werden.
Halil Savda ist ein Kriegsdienstverweigerer in der Türkei. Er wurde als Kurde Zeuge des Prozesses und der Konsequenzen des Krieges. Er will nicht töten und getötet werden. Er verweigert Soldat zu sein, Teil des Heeres zu werden, dessen Existenzgrundlage töten und getötet werden ist. Halil wurde deswegen zum zweiten Mal vor das Militärgericht gestellt und zum Militärknast gebracht. Da er seine Gedanken über den Krieg und das Militär frei zur Sprache bringt, und da es klar ist, dass er diese Gedanken nicht aufgeben wird, wurde ihm von Militärärtzen unter Zwang das “Verdorbenheitsatt” gegeben. Halil ist jetzt im zivilen Knast. Aber er ist auch dort nicht geschützt vor Folter und faschistischen Angriffen. Denn Halil besteht darauf, dass er ein freier Mensch ist, der eigene Entscheidungen über sein Leben treffen will. Staat, Militär und ihre Anhänger haben Angst vor freien Menschen.
Lassen wir Halil nicht allein in seinem Freiheitskampf. Zeigen wir den Staaten und den Heeren, wer eigentlich das Wort hat. Wir haben ein einziges Leben, verschwenden wir es nicht in Profitkriegen von irgendwelchen Machtgierigen. Lasst uns zusammen kommen, um den Generälen und PolitikerInnen zu sagen: “Bleib du am besten immer da, wo du bist, damit wir endlich unsere Sachen erledigen gehen können!” Und lass uns tatsächlich unsere wirklich ernsthaften Sachen erledigen gehen. Wie soll eine Welt ohne Krieg, ohne Klassen, ohne Ausbeutung sein? Warum nicht?
15.05.08 – Donnerstag, um 16 Uhr: “Freiheit für Halil Savda und für alle Kriegsdienstverweigerer” - Aktion – Vor Türkische Botschaft, Rungestr. 9
21.05.08 – Mittwoch, ab 18 Uhr: Antimilitaristisches Solikonzert auf dem Schwarzen Kanal mit Vokü und Koktails – Eintritt Spende – Wagenplatz Schwarzer Kanal, Michaelkirchstr. 20
22.05.08 – Donnerstag, um 21 Uhr: Dokus über Militarismus und Antimilitarismus in der Türkei und in Kurdistan – Filmvorstellung am Heinrichplatz, Kreuzberg
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen