Naziangriff an der Ruhr/Bochum

Autonome Antifa vor Ort 13.05.2008 09:51 Themen: Antifa Antirassismus Soziale Kämpfe
Am Samstag den 10.5.08 griffen Nazis rund um die AN Hattingen/Essen an der Ruhrwiesen auf Höhe Bochum Dahlhausen vermeintliche MigrantInnen an und verletzten 4 von ihnen leicht.
Wie auch schon die Jahre zu vor nutzen die ortsansässigen Nazis bei gutem Wetter die Ruhrwiesen als Treff. Der anliegende Bahnhof Bochum-Dahlhausen ist direkt aus Hattingen und Essen/Essen-Steele erreichbar und ist daher für die dort ansässigen, organisierten Nazis optimal gelegen.
Bereits über den gesamten Nachmittag des Tages stießen immer wieder Kleingruppen von Nazis zu ihren, sich bereits abseits positionierten Kameraden hinzu. Es wurden eindeutige T-shirts(Lunikoff/Good Night Left Side) getragen, sodass bereits zu diesem Zeitpunkt keinerlei Zweifel an deren politischen Einstellung bestand. Gegen 20 Uhr fuhr wie üblich eine Streife die Ruhrwiesen entlang um nach dem "Rechten" zu sehen. Kurz nachdem die Streife den Nazihaufen von nunmehr ca. 35 Mann passiert hatte, machten sich immer mehr - letzendlich 30 - Nazis auf den Weg zu einem aufgeschlagenen Zelt und griffen dort aus nächster Nähe Migranten mit Pfefferspray, Teleskopschlagstöcken und Flaschen an. Allein anhand der Bewaffnung konnte man sehen, dass es sich hierbei nicht um eine zufällige Schlägerei zwischen Jugendlichen handeln konnte. Dank nun einsetzender Gegenwehr konnten die Nazis mit Flaschen auf Distanz gehalten werden, bevor der Streifenwagen zurückkehrte und sich todesmutig zwischen beide Lager stellte und per Lautsprecher durchsage sinnlose Beruhigungsversuche unternahm. Für diese arschlose Aktion bekam die Streife dann auch per Flaschenwurf ihre Rechnung und zog sich überfallartig aus dem Geschehen zurück. Die Nazis zogen sich daraufhin ebenso langsam zurück und die Situation beruhigte sich. Nach ca. 20 Minuten traf die Bochumer Hundertschaft plus Kamerawagen und Hundeführern am Ort des Geschehens ein und konnte wenig später die "schwarzgekleideten" Nazis greifen, was Anzeigen und Platzverbote für diese nach sich zog.
Was auffiel war, dass bei Migranten noch massive Aufklärungsarbeit geleistet werden muss, da viele offensichtlich garnicht genau wussten wer sie da nun angegriffen hat! Zwischen "besoffenen Vollidioten" und "Gabber" (siehe auch Polizeibericht) wurden sogar "Ultras" verdächtigt. Desweiteren wurde wieder deutlich, dass man im Kampf gegen Nazis niemals auf die Hilfe der Polizei setzen bzw. vertrauen sollte und das es ebenso ruhmlos ist Nazis durch eben diese zu vertreiben! Festzuhalten bleibt ferner, dass hinter diesem offenbar organisierten Angriff die Autonomen Nationalisten aus Hattingen/Bochum und Essen-Steele stecken. Es kann nicht sein, dass diese sich ungestört an den Ruhrwiesen einnisten können.
Also Aufklärungsarbeit leisten, Präsenz zeigen und die Wiesen von grünem und braunem Unkraut freihalten!

Polizeibericht:  http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/11530/1189559/polizei_bochum?search=bochum
Dieser steht wohl stellvetretend für die Verharmlosung dieses Angriffs seitens der Polizei. Der Überfall wird wie so oft als normale Schlägerei zwischen zwei rivalisierenden Jugendbanden beschrieben. Aus organsierten Nazis werden "Gabber". Aus diesem Grund der Realitätsverdrehung: KEINE KOOPERATION MIT DER POLIZEI !
Bitte um Ergänzungen !
Creative Commons-Lizenzvertrag Dieser Inhalt ist unter einer
Creative Commons-Lizenz lizenziert.
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen

Polizei

RedZack 13.05.2008 - 11:43
Also, wenn stimmt, was hier steht - dann hat doch die Polizei versucht einzugreifen, was aber an zahlenmäßiger Unterlegenheit zunächst misslang. Warum zieht der/die AutorIn daraus die Konsequenz, dass man sich nicht auf die Polizei verlassen sollte? Auf wen hätten die Betroffenen sich denn sonst verlassen sollen? In dem Bericht heißt es ja nicht, dass nach 20 Minuten eine Hundertschaft der Antifa vorbei kam - sondern eine Hundertschaft der Polizei.

Also, was soll das...? Wie kann man aus dem (offenbar) sehr zeitnahen und entschiedenen Eingreifen der Polizei die Schlussfolgerung ziehen, dass die Polizei nicht hilft (o.ä.)?

Und schließlich: wie blöde kann man sein, die Herbeirufung der Polizei in höchster Not als (Zitat) "ruhmlos" zu bezeichnern? GEHTS NOCH??? Ich glaube kaum dass es den Opfern faschistischer Gewalt primär darum geht, "Ruhm" zu erwerben, wenn sie gerade von Nazis zusammengeschlagen werden! Was für ein sinnfreier Gedanke ist das denn? Sind wir hier auf dem Schlachtfeld, im Krieg - winken vielleicht Rumm- und Kriegsauszeichnungen, für das Nichtwählen der Telefonnummer 110? Hab ich was verpasst?

Man kann es drehen und wenden wie amn will, aber aus diesem Bericht jedenfalls geht weder hervor, dass die Polizei in irgendeiner Weise falsch gehandelt hat, noch, dass es sinnlos wäre, diese in derartigen Situationen zu verständigen.

Dies war leider nicht der erste Vorfall

HolleSonnenberg 13.05.2008 - 12:00
dieses Jahr an diesem Ort. Die anderen Vorfälle wirkten ebenfalls organisiert und die Polizei in Steele ist dafür bekannt entweder nicht einzugreifen, oder "gerade beschäftigt" zu sein. Dies hat in dem Stadtteil Steele ein Tradition von weit über 10 Jahren. Das einzige was man tatsächlich machen kann ist sich zu organisieren. Alles andere wird sich als wenig effektiv erweisen, bzw. hat sich bereits als wenig organisiert erwiesen...

So ein Schwachsinn!

dabeigewesener 13.05.2008 - 12:01
Was soll denn diese Falsche Darstellung? Nazis hin oder her aber eine Falschaussage hilft niemanden!
Fakt ist das es Anfangs eine kleinere Disskusion zwischen ca. 10 Türken mit 5 Nazis gab. Warum auch immer. Die Türken bekamen noch Verstärkung und haben einen der Nazis umgehauen worauf hin die anderen zur Verstärkung kamen. Dann ging die Prügelei mit schätzungsweise 80 Leuten und anschließendem Flaschenhagel los.

Lüge

Zeuge 13.05.2008 - 12:18
Der ganze text ist von vorne bis hintern gelogen.
Ich saß zu der Zeit in den Ruhrwiesen und hab mir das Spektakel angeguckt.
Die Ausländer haben angefangen auf Vereinzelne Leute einzuschlagen, wodraufhin andere Leute zur Hilfe kamen. Das ganze ist das in einer Massenschlacht ausgeartet. Die Kämpfe waren zum Großteil distanzangriffe (flaschen wurf) und Teleskopschlagstöcke oder Pfefferspray was im Artikel erwähnt wurde, wurden gar nicht erst benutzt.

Ich habe auch Niemanden im Lunkoff Shirt gesehn. Die Leute waren Normal angezogen...

Außerdem wurde der Bahnhof von Türken besetzt, die auch auf normale Badegäste ohne Grund eingeschlagen haben.

Der Artikel ist viel glaubwürdiger:

 http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/bochum/2008/5/12/news-45569071/detail.html



@Indy Team: Bitte löscht den Artikel!

die richtige Antwort

cumberman 13.05.2008 - 14:28

Nazis in Dahlhausen

antifa 13.05.2008 - 21:49
Für Ortsunkundige: Auf der einen Seite der Ruhr liegt Hattingen, auf der anderen Seite Bochum-Dahlhausen/Essen-Steele. An Dahlhausen grenzt Bochum-Linden und Bochum-Weitmar.

In den 80ziger Jahren trainierten Nazis im Steinbruch an der Dr.-C-Otto-Straße in Dahlhausen Wehrsport. Skinheads griffen von dort aus MigrantInnen an. Aber auch ältere Nazis in Tarnanzug trainierten dort. Dabei schossen sie mit scharfen Waffen. So zumindest die Aussagen eines Anwohner, dessen Katze erschossen wurde. Das war so 1988.
Mindestens drei 15 Jährige der Wattenscheider Waldorfschule trainierten dort Schützengräben auszuheben und mit Waffen zu üben. Einer der dort Trainierenden tauchte später bei der Anti-Antifa-Gruppe "Volkswille" von Marc Meier zu Hartum aus Wattenscheid-Höntrop 1994 auf.
In benachbarten Bochum/Linden gab es Ende der 80ziger einen Taekwondo-Trainer, der Listen von Bochumer Linken führte. Dies erzählte er zumindest prahlerisch einer Frau, die er zu imponieren versuchte.
In den Ruhrwiesen übten in diesen Jahre die FAP Orientierungsmärsche. Dabei waren Axel Zehnsdorf aus Hattingen (damaliger Europakandidat der FAP), der Essener FAP-Kameradschaftsführer, etc.p.p.
Im Weitmarer Holz trainierten unter Christian Sennlaub (FAP, HNG, NO, etc.) aus Witten Nazis den Wehrsport, bis die Polizei sie hochnahm.

Anfang der 90ziger kam es unweit des Hauses der Familie Zehnsdorf (der Sohn ist Andreas Zehnsdorf, der "RockNord" machte/noch macht?) zu einem Brandanschlag auf ein Haus, dass von einer türkischen Familie bewohnt wurde. Eine der Spuren führten in eine Kneipe an der Hattinger Str., die der damalige REP-Chef von Bochum betrieb.
Usw. usf.
Der Weitmarer Schloßpark war jahrelang der Treffpunkt Hattinger und Bochumer Nazis. Der Leiter der "Galerie M" beschwerte sich nicht nur einmal bei der Stadt Bochum und der Polizei über das lasche Vorgehen der Ordnungshüter.
An der S-Bahn Haltestelle in Dahlhausen sind in den letzten Jahren immer wieder Nazis aufgefallen.

Aber ebenso gibt es in Dahlhausen jede Menge türkische Nazis der MHP. Als Jugendliche der MHP, die "Grauen Wölfe", Ende der 90ziger Antifas der Gruppe "F.A.U.S.T." anmachten, gingen diese dort vorbei und drohten den Geschäftsinhaber der MHP-Stelle Ärger an, wenn ihre Jugendlichen es noch einmal wagen sollten Antifas anzumachen. Warum auch immer, kam von de türkischen Nazis nichts mehr.
Dennoch sind die türkischen Nazis in Dalhausen ein aggressiver Jugendpart. Ebenso wie die anderen deutschen Spacken, Gabbers, etc.p.p..

Diese Infos mal ganz auf die Schnelle.

Es ist sehr gut denkbar, dass die Nasen der "FNBH" dort mitgemischt haben. Vermutlich aber eher die der "AFH" (Aktionsfront Hattingen). Die FNBH ist so gut wie tot.
An eurere Stelle würde ich mir aber mal die Kommentare des WAZ-Artikels ansehen. Da sieht man aus welcher braunen Ecke wohl die deutsche Beteiligung der Randale kam:  http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/bochum/2008/5/12/news-45569071/detail.html

Subjektive Einschätzung

Whocares 15.05.2008 - 16:18
Um es vorweg zu nehmen, ich habe meine Einschätzung aus 2. Hand. Ich war nicht vor Ort.

Laut Augenzeugenaussagen ging es auf einmal ab! Wieso, weshalb, warum etwas anfing, spielt garkeine Rolle. Die Ruhrwiesen in Dahlhausen sind noch nie Opfer von rassistischen Auswügsen in dieser Dimension geworden (gut es gab immer wieder Probleme und auch mal den berüchtigten "Highlander-Vorfall", als jemanden der Kopf...). Ansonsten sind mir solche Zustände aus anderen lokalen Regionen (Steele, Bochum Wattenscheid, usw.) eher bekannt. Bis jetzt waren die Ruhrwiesen ein Ort, wo sich alle Ansässigen (egal welcher Nationalität, Religion usw.) an schönen Sommertagen versammelten und in kleinen Grüppchen Felder beschlagnahmten.

RESPEKT an die beiden Polizisten! Jene die hier einfach nur rumlabern, wären die letzten, die dafür den MUT gehabt hätten. Es ist ganz normal, dass im Ruhrgebiet innerhalb von 1std eine Hundertschaft anrücken kann. In Bochum geht das besonders schnell. Jene kommen aber auch nur, wenn es anders nicht regelbar ist (Demos, Fußball, derbe Randale). Seit mal lieber froh, dass die auch mal ihrem Job nachgehen.

Zitat aus dem Polizeibericht: "Nach dem Eintreffen von Verstärkungskräften konnte die Gruppe der schwarz gekleideten Täter in Höhe der Ruhrbrücke gestellt werden. Die Polizisten stellten die Personalien der Beschuldigten fest, sprachen Platzverweise aus und fertigten gegen die 34 Personen Strafanzeige wegen Landfriedensbruchs." Das wird die Nazis sicherlich nicht groß Einschüchtern - jene die meinen ihr Interesse mit körperlicher Gewalt durchsetzen zu müssen, verstehen auch nur diese Sprache - jedoch hat es in 1. Linie die richtigen getroffen.

WAS MACHEN ca. 40 NAZIS auf einem FLECK??? Das ist doch die entscheidende Frage. Dass es dann automatisch zu Stress kommt, ist doch vorprogrammiert. Gut, dass in Bochum Dahlhausen Parole geboten wird. Die letzten größeren "Revierstreitigkeiten" sind schon paar Jahre her. Damals ging es im BermudaDreieck richtig ab. Die Nazis zogen damals den kürzeren

und ES WIRD AUCH WEITERHIN SO SEIN!!!

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

Verstecke die folgenden 18 Kommentare

antifa-demo

vorSCHLÄGER 13.05.2008 - 10:18
wie wäre es mal wieder mit einer fetten antifa-demo im ruhrgebiet.
2000 leute, alle reißen sich zusammen - und später fette party in entsprechender lage!?

sinnlos

Mux 13.05.2008 - 10:40
Eigenartig, dass Polizisten, wenn sie nicht eingreifen hier häufiger als "braune Schergen" bezeichnet werden, wenn sie dann aber eingreifen ihr Unternhmen als schwachsinnig bezeichnet wird und ihr Versuch gegen Faschisten vorzugehen sogar torpediert wird. Absolut sinnlos...

EIGENARTIG!!!

Ihr Verfälscher!!! 13.05.2008 - 11:10
Die Polizei redet von 40 Ausländern, ihr aber nur von 4... ich will auf der Stelle eine Gegendarstellung oder Indy sollte diesen beschissenen realitätsferenne Bericht löschen !!!

wer lesen kann....

kluger 13.05.2008 - 11:30
1. steht in dem geposteten artikel, dass 4 migranten VERLETZT wurden
! im polizeibericht ist mit 40 die zahl der gesamten "südeuropäer" beziffert.
2. sehe ich bei dieser alibi-aktion (+verharmlosung) der polizei absolut keinen Grund, dass der Autor diese hier lobend hervorhebt, außerdem schließt so etwas eine emanzipatorische Lebenseinstellung aus...
also runterkommen und lieber 2-3x lesen, bevor man hier rumblökt..

Namentlich bekannte Faschos

Made im Tofu 13.05.2008 - 11:30
Sind irgendwelche namentich bekannten Faschos dabeigewesen?
Ganz besonders würden die mich aus Essen intressieren...

Gruß Made

ruhmlos?

MennuX 13.05.2008 - 12:18
Ich kann da RedZack nur beipflichten bitte überdenk alle noch mal die phrase "ruhmlos" und stellt euch die frage warum ihr antifaschistisch oder sonst wie aktiv werdet!
Sofern ihr auf Orden aus Seit geht zum Bund da gibts fürs töten und dumm sein Orden!

MfG MennuX

ruhm&ehre

... 13.05.2008 - 12:57
"bevor der Streifenwagen zurückkehrte und sich [b]todesmutig[/b] zwischen beide Lager stellte und per Lautsprecher durchsage sinnlose Beruhigungsversuche unternahm. Für diese [b]arschlose [/b]Aktion bekam die Streife dann auch per Flaschenwurf ihre Rechnung und zog sich überfallartig aus dem Geschehen zurück."

"im Kampf gegen Nazis niemals auf die Hilfe der Polizei setzen bzw. vertrauen sollte und das es ebenso [b]ruhmlos[/b] ist Nazis durch eben diese zu vertreiben!"

...lol...

Was war nun wirklich los?

DRF 13.05.2008 - 13:01
Nach dem lesen der Kommentare und des Zeitungsartikels ist mir nun wirklich nicht mehr klar, was da genau los war. Gab es mehr Zeugen?

@ Verfälscher

Lesender 13.05.2008 - 13:03
Erst lesen dann scheiße schreiben.
Da steht überhaupt nicht wie viele das waren, es steht nur da dass es 4 VERLETZTE gab.
Also richtig lesen und fresse halten!!!

So w as geiles!

Peter G. 13.05.2008 - 13:09
Das hat sich noch keiner getraut: "Die Polizei zog sich "überfallartig" zurück!" was soll das denn sein?

Befremdlich

Winston Smith 13.05.2008 - 14:32
Ein befremdlicher Artikel.

Die Schilderung des Beginns der Schlägerei ist für die, die nicht anwesend waren, genauso sehr bzw. genauso wenig glaubwürdig wie die der anderen Berichte und Zeitungsartikel. Dies ist eigentlich auch irrelevant, um den Artikel einschätzen zu können. Denn interessanter und vielsagender sind die Passagen danach.

"der Streifenwagen zurückkehrte und sich todesmutig zwischen beide Lager stellte und per Lautsprecher durchsage sinnlose Beruhigungsversuche unternahm"

Was wäre denn eine vernünftige Option gewesen? Eine Situation, die (für die Polizei) völlig ungeklärt ist, statt mit Worten sofort mit Gewalt unter Kontrolle zu bringen versuchen? Und bei diesen Zahlenverhältnissen wäre das auf Schußwaffengebrauch hinausgelaufen.

"Für diese arschlose Aktion"

Einer prügelnden, zahlenmäßig vielfach überlegenen Menschenmengestellt stellen Menschen sich vielleicht in einem Martial-Arts-Film entgegen, nicht aber im wahren Leben - die ruhmreiche "Autonome Antifa vor Ort" natürlich ausgenommen.

"Nazis zogen sich daraufhin ebenso langsam zurück und die Situation beruhigte sich"

Ganz sinnlos war die "arschlose Aktion" dann ja wohl nicht. Aber natürlich, niemand muß sich von der Realität aus dem Konzept bringen lassen.

"Was auffiel war, dass bei Migranten noch massive Aufklärungsarbeit geleistet werden muss, da viele offensichtlich garnicht genau wussten wer sie da nun angegriffen hat"

Paternalismus pur. Diese Menschen können sehen und hören, lesen und schreiben. Entweder werde diese Menschen hier für dumm erklärt bzw. ihnen werden Emotionen wie Schock, Streß etc. abgesprochen. Oder aber die Situation war eben doch nicht ganz so eindeutig, wie der Artikel suggeriert.

"Polizei setzen bzw. vertrauen sollte und das es ebenso ruhmlos ist Nazis durch eben diese zu vertreiben"

Ruhm und Ehre, genau. Es wurde ja schon viel hierzu kommentiert. Ziemlich geschmacklos, die Ruhrwiese zum "Feld der Ehre" machen zu wollen.

Der Artikelurheber sollte sich überlegen, seine Idealvorstellung der Ereignisse niederzuschreiben: Menschen, die sich tapfer zusammenschlagen anstatt sich von der Polizei gegen Nazis helfen lassen; eine Streifenbesatzung, die die Menschenmengen mit Schußwaffen niederhält usw. usf. Das steckt Action für einen ganzen Film, vielleicht sogar Serie drin!

"die Wiesen von grünem und braunem Unkraut freihalten"

Tja, wessen Sprache vergleicht sonst Menschen mit Ungeziefer? Und hier sind Menschen noch nicht einmal das. Wirklich, ein befremdlicher Artikel.

sa fragt

lefty 13.05.2008 - 15:53
mensch sich,wieso denn der autor des artikel nicht eingegriffen hat! wie sich der bericht liest, hat er das geschehen aus nächster nähe beobachtet,aber selber nichts unternommen,um den faschoangriff abzuwehren!!! er hat also zugelassen, dass faschos einmalmehr frei ihren hass auslben konnten, und sie somit tatkräftig unterstützt!!!!

autofuckiger Kindergarten

sauer 13.05.2008 - 15:56
Das ist ein gnadenlos treffendes Beispiel für den Mist, der seit Jahren in der Region abgeht.Selbst ernannte Miniguerrilleros bestimmen, wer Antifaschist ist und sich so nennen darf, Migrant/innen wird die Intelligenz abgesprochen, selbst Konzepte zu entwickeln, sie werden verniedlicht wie in schlechten Micky-Mausheftchen,und ansonsten passiert nix. Nix Konstruktives jedenfalls. Es haben immer weniger ehrlich engagierte Leute Lust auf diesen Krampf und diese neurotische Selbstverherrlichung. Helfen tut dies niemandem.
"Ruhm und Ehre" - ihr kotz mich an.

keine nazis

AAB 14.05.2008 - 01:17
Ich habe gehört von Leuten die an den tag in der nähe waren, das es sich nicht um Organisierte Nazis handelt sondern um peinliche Gabber gestallten ,die Gerüchte es würden auch Nazis von der Kameradschaft Bochum/Hattingen da gewesen sein sind lächerlich.

Nazis auf "derwesten.de"

... 14.05.2008 - 14:33
Im Kommentarbereich des entsprechenden Artikels auf der Internetpresänz der WAZ
( http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/bochum/2008/5/12/news-45569071/detail.html)toben sich die Nazis grade aus und überbieten sich mit Rummgejammere über "marodierende Ausländerbanden" etc. Kein Wunder, schließlich verlinkt auch altermedia den Artikel. Neben diesen rassistischen Ergüssen bleiben dort auch offen antisemitische Kommentare trotz mehrmaligem Hinweis an die Moderation einfach stehen...

Schlau und durchtrieben

Democratio 15.05.2008 - 21:28
Ich habe folgende These. Antifa heißt Angriff, wie ich das verstehe, verbal durch Demos oder auch körperlich ( auch auf Demos?! ).
Ich denke, es ist der Antifa und dem autonomen Antifa-Block bekannt wo Nazis sich aufhalten und wohnen. Da frag ich mich, wieso man so selten etwas liest und hört darüber, das Antifas den direkten Schlagabtausch mit der rechten Szene suchen. Da wird mal mit Farbe geschmiert oder ein Moli geworfen.
Ich meine, daß die Antifa erst dann mutig wird, wenn die Polizei als Puffer dazwischen steht.
Da die Polizei, z.B. eine genehmigte rechte Demo lt. GG und VersG, zu schützen hat, wirkt es natürlich so, das der " berechtigte " Angriff, meiner Meinung nach ein " Scheinangriff ", auf die Rechten, von der Polizei gestoppt z.T.mt Zwangsmitteln ( Straßensperre, Polizeikette, Einschließung, Abdrängen, Tonfaeinsatz, Pfeffer, Wasserwerfer etc. )wird und so eine Art Mitschuld auf die Polizei fällt. Der schwarze Block weiß was er darf und was nicht. Da aber auch die Polizei als Feindbild betrachtet wird, ist sie als Puffer willkommen. Sie weiß auch, das die Polizei nur im gewissen Maß Zwang, sprich Gewalt, anwenden kann und das die Gewalt außer ein paar blauen Flecken, Schürfwunden, Nasse Kleidung und tränende Augen nicht mehr hergibt. Eine direkte Konfrontation mit den Rechten ist allerdings zu gefährlich, weil die Rechten keinen Polizeigesetz etc. unterworfen ist.
Siehe dazu " Polizeieinsatz Weimar " bei Youtube. Ohne Polizeischutz wäre die Antifa niemals, meiner Meinung nach, an dem Nazi-Laden vorbeigezogen. Nur mit der Polizei dazwischen, die nur durch Schußwaffenandrohung die Rechten mit den Baseballschlägern in Schach halten konnten, war das möglich. Möchte nicht wissen, wie das ausgegangen wäre.

Also, die autonome linke Seite, sucht den Konflikt mit der Polizei, weil sie weiß wo sie ihre Schranken hat und scheut aus Feigheit den direkten Kontakt mit Rechts. Die Gewalt und den Schutz der Nazis wird fälschlicher Weise auf die Polizei gelenkt, die dadurch in einer schlechteren Position steht und im öffentlichen Ansehen geschädigt ist.
Jegliche linke Provokation oder Widerstand ist, für mich, als solches zu werten. Sihe dazu 1.Mai Demo in Wuppertal, Nürnberg, Hamburg, etc.

Sorry, Links, aber so richtig wie die Ablehnung und Widerstand gegen Rechts ist, desto falscher und niederträchtiger ( insbesondere Autonome, Antifa )sind eure Mittel und Ausführung. Bleibt bei eurer reinen Meinungskundgebung ( Durch Wort und Medien ) aber sucht Euch keinen Sündenbock in Form von Gegenständen oder der Polizei. Die steht dazwischen und nicht darüber oder auf irgendeiner Seite.

Gabber

Democratio 15.05.2008 - 22:00
Übrigens, hier wieder ein Versuch linker Propaganda und Wortverdreherei und Unterstellungen.

Im Polizeibericht ist von Gabber-Anhängern die Rede, dies wird hier von einem Schreiber als falsch bezeichnet und der Polizei wird unterstellt, das Nazi-Problem mal wieder zu umschreiben.

Es ist aber bekannt, daß u.a. in Holland und dem Ruhrgebiet die Gabberszene von Skinheads des rechten Spektrums und der Hooligan-Szene belebt wird. Also ist aus meiner Sicht bei der Erwähnung Gabber klar, das das Gewalttäterpotential aus der rechten Ecke stammt.

Übrigens, wenn bei einem normalen Sommerwochenende sich irgendwelche Leute zum Feiern treffen und dann ein Streit entsteht der in körperlichen Auseinandersetzungen ausartet dann ist logischer Weise erstmal die Schutzpolizei aus dem Streifendienst vor Ort. Ich kenne das von einer Fete wo ich war. Da haben die Bullen, äh die Polizei, mit ca. 10 Wagen versucht die Ruhe wiederherszustellen, was auch gelang, mit Mühe und Not.
Eine Hundertschaft war in dieser Stadt nachts nicht im Dienst.
Und wenn sie in dieser Stadt im Dienst gewesen wäre, hätte sie mit Sicherheit Bereitschaft in ihrer Wache gehabt und wäre dementsprechend später als der Streifenwagen erschienen. So auch in Bochum.

Also, verdreht nicht immer alles so wie ihr es haben wollt. Ich fühlt euch in eurer Opferrolle anscheinend sichtlich wohl, wie das Schweinchen in der Suhle.

Gabber

Democratio 15.05.2008 - 23:02
Noch was.

Bei der besagten Party, die von einer gewissen Schule veranstaltet wurd, tauchten nach und nach Migrantenjungs und junge Deutschrussen auf. Im Vorfeld auf dem Weg zu der Party wurden schon von den ausl. Jugendlichen und/oder denen mit deutschem Pass Straftaten ( Raubdelikte, Handy abziehen etc, Zusammenschlagen, rumpöbeln ), später haben angetrunkene Jugendliche Baustellenparken auf einer Autobahn im Kurvenbereichen auf einer ca.3oo m langen Strecke umgeworfen.
Im Verlauf der Party sind dann nach und nach die Migr. auf der Party erschienen und geraubte Zutrittsberechtigungen benutzt um reinzukommen. Dort wurden Jugendliche der Schule von den Migr. weiter angemacht, z.T. ( erheblich ) zusammengeschlagen, mit Flaschen beworfen, die Mädchen sexuell belästigt und beleidigt. Einrichtung des Saales, sowie Glastüren wurden beschädigt. Später wurde ein RTW-Team, welches einem der verletzten Schüler helfen wollte von den Migr. angegangen. Später erschien die Polizei nach Notruf und wurde ebenfalls von den Jugendlichen Migr. angegangen und beleidigt.
Weil für die Siherheit nicht mehr garantiert werden konnte wurde die Party aufgelöst. Alle Migr. wurden nach und nach teilweise mit Widerstand aus dem Verastaltungsraum gebracht. Man versuchte aber weiterhin in den Saal einzudringen und die Polizei anzugehen.
Ich denke, das die Gegenwehr der z.t. angetrunkenen Schüler die Sache weiter angeheizt hatte, aber schließlich gehörten die Migr. nicht zu der Schule und waren nicht eingeladen.
Im Gegensatz zu den Migr. aus den arabischen Ländern waren die jugendlichen oder junge erwachsene Deutschrussen ebenfalls gut angetrunken. Auf dem Rückweg der Migr. wurden wieder auch abwandernde Schüler der Party erneut angemacht und bedroht bzw. beraubt.
Das gleiche ( nicht ganz so heftig wie die o.a. Party )kenne ich von einer Party von Afrikanern und deren Freunde. Ca. 30 feierten in einer Wohnung, deren Nachbarn sich im dritten Tag des Partyrausches an die Verwalterin des Hauses gewendet haben. Diese versuchte mit den Jugendlichen zu sprechen, wurde aber angepöbelt und abgewiesen. Die alarmierten Beamten wurden zunächst auch angemacht und abgewiesen, man versuchte den Zugang zu verwehren. Weitere Streifenwagen konnten die Sache beenden. Auch diese Party wurde durch Platzverweise aufgelöst. Aus Frust wurde dann nachts rumgeschrien und Mülleimer abgetreten bzw. es wurde versucht sie abzutreten bzw. Haltestellen zu beschädigen.
Der Mieter bzw. dessen Sohn ( die Eltern waren abwesend ) konnte mit einigen Personen die von auswärts kamen in der Wohnung bleiben.
Im Laufe der vergangenen Stunde kam der ein oder andere der Partylöwen zurück obwohl für den Bereich Platzverweise ausgesprochen wurden.
Im letzten Jahr kam es immer wieder in verschiedenen Stadtteilen meines Wohnortes zu Auseinandersetzungen zwischen Schülergruppen einer Schule mit Schulparty und jugendl. Migr., wo Baseballschläger, Schlagringe und Messer im Spiel waren.
Nur eine Einsatzhundertschaft, die vorher mit Fußball-Hools zu tun hatte, konnte mit Streifenbeamten die Sache beruhigen und das Übliche tun. Es kam zu diversen Verletzungen bevor die Polizei die Sache beenden konnte.
Gegenseitige Provokation und gezielte Auseinandersetzungen ( offene Rechnungen etc. ) waren wohl der Auslöser.
Inwieweit die Migr. beleidigt wurden kann ich nicht sagen, ich kann nicht ausschließen das Schüler mit " Parolen " und " Sprüchen " die Migr. provozieren oder umgekehrt.
Das berechtigt aber nicht zu einer Massenkeilerei und Selbstjustiz ( egal von wem ausgehend ).

Ich wollte das mal nur noch erwähnt haben. Es sind nicht immer nur Nazis und Skins die anfangen und nicht alle, vielleicht zwei von 20 , sind rechts orientiert oder Migranntenkritisch. Die meisten sind einfach nur normale deutsche Schüler bzw. Schüler einer Schule. ( es waren auch eingebürgerte Deutsche bei den feiernden Schülern ).

Würden die Migr, nicht die Nähe zu den Parties suchen, gebe es auch nicht das Problem. Was bezweckt der Migr.Jugendliche damit, das er, bei einer Schulfete wo er nicht eingeladen ist, weil er kein Schüler dieser Schule ist, bei der Party auftaucht bzw. in dessen Nähe erscheint und dort Streit mit Schülern sucht, die sich auf einer Bank in der Nähe der Party aufhalten. Und woher kamen die ca. 30-40 Mann starke Migr.Gruppe so schnell?

Jaja, in der Gruppe sind sie alle stark... Gute Nacht.