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Staatspräsident Hugo Chávez antwortet Angela

Ich will Merkellos sein 12.05.2008 10:28
Im Vorfeld des EU-Lateinamerika Gipfels am 16. und 17. Mai lieferte Venezuelas Staatschef den Beweis seiner gründlichen Kenntis der Deutschen Geschichte.

In seiner Fernsehsendung «Aló Presidente» antwortete er Merkel auf ihre Äußerungen im Vorfeld des Lateinamerika –Europa Gipfel in Lima.
«Sie gehört der deutschen Rechten an, derselben, die Hitler unterstützt hat, die den Faschismus unterstützt hat. Das ist die Kanzlerin des heutigen Deutschland», sagte der linke Staatschef wenige Tage vor dem EU-Lateinamerikagipfel in Peru am 16. und 17. Mai.
reagierte er auf die Aufforderung Merkels an die lateinamerikanischen Staats- und Regierungschefs, sich von Chávez zu distanzieren.
Angela Merkel sollte die neue politische Realität Lateinamerikas zur Kenntnis nehmen, die aus der Ablehnung von entfesselten kapitalistischen Märkten entstand.
Doch sie besucht Kolumbien und Mexiko. Sie wird in den einzig verbliebenen konservativ regierten Ländern dieses Kontinents versuchen Spaltpilze zu säen, die sich von dort aus verbreiten können.
Eigentlich sollte sie aus ihrem Dalai Lama Abenteuer gelernt haben, dass die Außenpolitik
nicht ihr Tätigkeitsfeld ist.

Vorschlag: Dankesbriefe für die Verbreitung der Wahrheit an den Staatspräsidenten
Hugo Chávez (Die Briefe lassen sich auf der Konferenz hübsch lesen)

Botschaft der Bolivarischen Republik Venezuela, Schillstraße 9 - 10 / Ecke Wichmannstraße, 10785 Berlin


Hier nun ein Beispiel für einen Dankesbrief


Sehr geehrte Mitarbeiter der Botschaft Venezuelas,

ausdrücklich begrüße ich den zutreffenden Äußerungen Ihres Staatspräsidenten zu Frau Merkel.
Frau Merkel gehört zu den Rechten, die Hitler unterstützt haben.
Rapide verschlechterte sich die Situation der Einkommensarmen seit dem Amtsantritt von Frau Merkel. Die Zahl der Menschen, die arbeiten und trotzdem nicht davon leben können, steigt seit ihrem Amtsantritt 2005 unaufhörlich.
Kinder, die hungrig in die Schule gehen und Obdachlose, die nach Leergut in Mülltonnen suchen, gehören in Deutschland zum Alltag.
Viele glauben, wenn sie arbeitslos sind, haben sie keine Existenzberechtigung, manche nehmen sich das Leben.
Die Situation der Armen in Deutschland gehört vor die Augen der Weltöffentlichkeit, am besten mit einem Foto von einem Armen, der in einer Mülltonne wühlt.
Ich werde es sehr begrüßen, auch weiterhin die Wahrheit über Angela Merkel aus dem Mund von Ihrem Staatspräsidenten Hugo Chavez zu hören.
Mit solidarischen Grüßen
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Ergänzungen

BRD-Post-Faschismus am Beispiel Sinti&Roma

Recherchierer 12.05.2008 - 13:54
Im übrigen haben die Holocaust-Überlebenden der Sinti&Roma, die zu hunderttausenden ins Gas gegangen sind, bis heute keine Entschädigungen erhalten.
Staatliche Stellen verwiesen hier auf das ohnehin asoziale Verhalten und das Nomadentum, so wie es auch schon Auschwitz-Birkenau Lagerkommandant (Höß) getan hat.

"... Ende der vierziger Jahre übernahm Josef Eichberger die Leitung dieses Nachrichtendienstes. Er war während der Nazizeit maßgeblich an Deportationen von Sinti und Roma beteiligt. Mit ihm arbeiteten einige der polizeilichen "Zigeunerspezialisten" aus dem RKPA, die die in der NS-Zeit erstellten Akten weiter nutzten und neue Informationen sammelten. Erst 1965 wurde diese Abteilung aufgelöst.
In der Frage der Entschädigung von Sinti und Roma kamen die einzelnen Entschädigungsbehörden unterschiedlich schnell zu der Auffassung, dass die Betroffenen nicht wie Juden aus rassischen Gründen verfolgt wurden, sondern wegen Asozialität oder Kriminalität verhaftet und in Lager verbracht wurden. Ende der vierziger Jahre empfahlen einige Entschädigungsbehörden bei Anträgen von Roma und Sinti besondere Vorsicht walten zu lassen und Informationen bei den zuständigen Polizeistellen einzuholen. Besonders rege war der Austausch mit der Nachrichtensammel- und Auskunftsstelle über Landfahrer in München, die anhand der Akten aus der NS-Zeit Empfehlungen zu den Entschädigungsanträgen abgaben. So konnten Anträge oft genug wegen vermeintlicher Asozialität und somit eigenem Verschulden abgelehnt werden."
 http://www.foerdervereinroma.de/archiv/270103.htm

Dies ist meiner Meinung nach nur einer von dutzenden Beweisen dafür, dass es in Deutschland gewisse Mächte gibt, die sich in gewissen Parteien tummeln, die auch in der Weimarer Republik zur eigenen Machterhaltung - im richtigen Moment den Blick von Rechts nach Rechts außen verschärft haben.

So leid es mir tut, aber Hugo Chavez sagte in Bezug auf die CDU nichts Falsches mit der Aussage:
"derselben Rechten, die Hitler und den Faschismus unterstützt hat".

Geschichtsverweigerung der CDU

tutnixzursache 12.05.2008 - 14:19
Nun sagt also Chavez das, was Alex Möller einer geschichtsvergessenen CDU/CSU schon in den Jahren der sozialliberalen Koalition ins Stammbuch geschrieben hatte. Ist es deshalb weniger berechtigt? Nein. Das Zentrum, die Vorgängerpartei der CDU/CSU, die Liberalen um Thedor Heuss und die anderen "bürgerlichen" Abgeordneten haben dem Ermächtigungsgesetz zugestimmt, obwohl viele ihrer Kollegen von der KPD und anderen linken Parteien schon verhaftet waren oder von der Nazi-Polizei verfolgt wurden. Die DNVP, eine andere "konservative" Wurzel der bundesdeutschen Union war der Koalitionspartner, der mit half, Hitler in die Position des Reichskanzlers einzusetzen. Und die deutsche Industrie und der größte Teil der Akademikerschaft haben eifrig mitgeholfen. Und die Union hat nach 1945 dafür gesorgt, dass diese, ihre sozialen Trägerschichten weitgehend ungeschoren blieben.
Also, es ist und bleibt richtig!

Hier das entsprechende Möller-Zitat:

"Diejenigen, die diese beiden Weltkriege und die darauffolgenden Inflationen zu verantworten haben, stehen Ihnen (der CDU/CSU) geistig näher als der SPD"

Bundesfinanzminister Alex Möller (SPD) am 23. September 1970 im Bundestag

Dazu lesenswert:

"15 Millionen beleidigte Deutsche; oder: Woher kommt die CDU? Beiträge zur Kontinuität der bürgerlichen Parteien"
Herausgegeben von Imanuel Geiß und Volker Ullrich, Reinbek bei Hamburg (rororo aktuell) 1970

Und die Erinnerungen von Alex Möller "Genosse Generaldirektor", München/Zürich 1980, S. 471ff.

Also was soll die Aufregung gegenüber Chavez, der erweist sich hier nur als anständiger Sozialdemokrat.

Bewusste Fehlinformation

zwei Augen zum lesen 12.05.2008 - 15:07
Durch die bürgerlichen Medien wird bewusst die tatsächlich absurde Fehlinformation gestreut, dass Chavez Merkel mit Hitler verglichen hätte. Daß das falsch ist, kann man schon beim aufmerksamen lesen eben jener bürgerlichen Presse herausfinden:

"Chavez kritisierte Merkel dafür, die Christdemokraten zu vertreten. Diese konservative Partei gehöre zum rechten Lager, 'derselben Rechten, die Hitler und den Faschismus unterstützt hat'." (Spiegel-online - Sam/Reuters/AP)

Das ist ein durchaus berechtigter Vorwurf! Das christliche Lager in Deutschland, vor allem Vertreten durch die Zentrumspartei und die Katholische Kirche hat die Nazis vorbehaltlos unterstützt.

Diese Aussage ist aber keineswegs ein Vergleich Merkels mit Hitler.

Um jedoch trotzdem den Anschein zu wecken, dass es sich um einen Solchen handeln würde, benutzt man in einem anderen Bericht das Wörtchen "mittelbar", dass kaum jemand kennt, sinngemäß aber mit "indirekt" oder "nicht direkt" übersetzt werden muss.

"Damit stellte er Merkel mittelbar in einen Kontext mit den Nazis." (Spiegel-online - Pat/AFP/AP)

Da haben wir also die Wahrheit. Chavez stellte Merkel NICHT DIREKT in einen KONTEXT mit den Nazis. Die Wörter "mittelbar" und "Kontext" lassen also wissen, wie weit die Gleichsetzung mit Hitler von der Wahrheit entfernt liegt.

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

Verstecke die folgenden 5 Kommentare

St. Hugo

Jürgen 12.05.2008 - 11:49
Die Faschismusanalyse des Chavez geht derart an der Sache vorbei, dass sie unterhalb jeder Kritik steht.
Gemerkt hat dies der Poster oder die Posterin selbst nicht.
Deshalb ist dies eine witzige Ergänzung! Sie gefällt mir!
Es gibt offensichtlich Menschen in diesem Land, die es nötig haben von anderen die Wahrheit verkünden zu lassen. Findet sich hierzulande niemand, sind diese Leute beständig auf der Suche nach Ersatzsubjekten, um ihren eigenen Objektstatus zu manifestieren.
Sich dabei den Chavez auszusuchen, erscheint nur logisch. So finden sie zusammen: die Autoritären aller Länder.
Sind wir analytisch, behaupten wir das Unglaubliche, hat sich dieser Chavez gedacht und es dann auch getan. SO gibt er die Projektionsfläche und Identifikationsfigur, die hiesige Antifaschisten so dringend vermissen. Seit an Seit mit diesem Guevara-Substitut, fühlen sie sich gut. Sie haben erkannt. Auf ihren täglichen Fußmärschen zum Müllcontainer an der Ecke, kam ihnen die Erleuchtung. Ihnen ist der Chavez erschienen, so wie diesem auch schon mal der Teufel erscheint. So wird, quasireligiöse, verquaste Weltverbesserungslyrik um die Welt geschickt. Die von den Richtigen und Falschen kündet, mit dem einen Ziel, sicher auf der Seite der, wenn auch imaginierten, Guten zu stehen. Das der Lobende keine Kritik äußern kann oder möchte, erscheint nur logisch. Weiter so!

Übersetzung

Jo 12.05.2008 - 11:56
Kannst du den Brief an die Botschaft auf Spanisch übersetzen?

@Jürgen

nur ein klitzekleines 12.05.2008 - 12:00
ich vermisse in deinem mehrzeiligen Text ein Argument für deine Behauptung, dass das, was Chavez gesagt hat, falsch sei. Auch wenns nur ein klitzekleines Argumentchen wäre - aber dein Text ist vollkommen argumentfrei, ist reine Emotion gegen irgendwelche Linken, die du dir zusammenimaginierst.

... auch ich will Merkel los sein :)))

Bernd Kudanek alias bjk 12.05.2008 - 12:50
... klasse, dieser Dankesbriefvorschlag!
... habe ihn gleich in zwei anderen Foren veröffentlicht
... und werde mich an der Aktion beteiligen!

Bernd Kudanek alias bjk
ALG II-Unterschichtler
 http://freies-politikforum.carookee.com
 http://wisp.carookee.com

@nur ein klitzekleines argument

Hans 12.05.2008 - 20:13
Ich kann dir zwar deine Frage an Jürgen nicht beantworten, aber einfacher sagen, was er mit seiner Ergänzung meint: Wenn du Chavez anhimmelst, weil er in seiner Propagandasendung Merkelbashing statt Bushbashing macht, dann kannst du dir auch gleich einen zum anhimmeln hier suchen, so einen Führer, der dir sagt, was du zu tun hast und was richtig und falsch ist!
Und auch dieses generelle 'Bürger'bashing, der Lieblingssport von 'uns' Linken ist etwas, wo eine bürgerliche Tugend - nämlich die Bildung (1), von Vorteil wäre, damit mensch (2) auch versteht, woher diese Tradition kommt und damit die eigenen Dogmen mal aufgebrochen werden können. Viele halten zum Beispiel "Bürger lasst das glotzen sein.." nicht unbedingt für einen motivierenden Spruch, aber persönlich aus der Demo raus und die Leute anzusprechen, dass geht halt schlecht, wenn man ordentlich militant aussieht, dieser Block wurde eingeführt für die Militanz, nicht damit man immer böse und fies aussieht. Bildung Genossen (3)!

persönliche Kommentare die ich mir nicht sparen wollte:
(1) "oh ja ich elitäres $%&$%&"
(2) "als Entschuldigung für meine elitärität"
(3) "hamm eklig, auf englisch sagen die comrade, Kammerad, könnten wir ja auch mal anfangen..."