Wir erinnern an unseren Freund Lampe
Heute vor 16 Jahren am 11.05.1992 erlag unser Freund Torsten Lamprecht seinen schweren Verletzungen.
Heute vor 16 Jahren am 11.05.1992 erlag unser Freund Torsten Lamprecht seinen schweren Verletzungen.
Am 8.Mai 1992 feierten Punks eine Geburtstagsparty in der Magdeburger Gastsstätte „Elbterassen“. Im Verlauf der Nacht vom 8. zum 9. Mai überfielen 50 bis 60 bewaffnete Faschisten die Feier und schlugen , ihren menschenverachtenden Weltbilder entsprechend, auf alles und jeden ein. Natürlich leisteten die Punks erbitterten Widerstand. Die Bullenkräfte waren während der gesamten Zeit des Überfalles anwesend. Aber sie griffen erst ein als sich die Faschisten verzogen. Die Auseinandersetzung hinterließ acht schwerverletzte Punks .
Unser Freud Torsten erlag zwei Tage später am 11.05. 1992 seinen Verletzungen in der Uni - Klinik Magdeburg .
Torsten Du bleibst in unseren Herzen.
Kampf den faschisten
Einige Freunde aus Stadtfeld Ost, 11.05.08
Am 8.Mai 1992 feierten Punks eine Geburtstagsparty in der Magdeburger Gastsstätte „Elbterassen“. Im Verlauf der Nacht vom 8. zum 9. Mai überfielen 50 bis 60 bewaffnete Faschisten die Feier und schlugen , ihren menschenverachtenden Weltbilder entsprechend, auf alles und jeden ein. Natürlich leisteten die Punks erbitterten Widerstand. Die Bullenkräfte waren während der gesamten Zeit des Überfalles anwesend. Aber sie griffen erst ein als sich die Faschisten verzogen. Die Auseinandersetzung hinterließ acht schwerverletzte Punks .
Unser Freud Torsten erlag zwei Tage später am 11.05. 1992 seinen Verletzungen in der Uni - Klinik Magdeburg .
Torsten Du bleibst in unseren Herzen.
Kampf den faschisten
Einige Freunde aus Stadtfeld Ost, 11.05.08
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Ergänzungen
aus einem Interview der mobilen Opferberatung
„Für mich war er einfach ein guter Freund“
Am 9. Mai vor 13 Jahren wurde in Magdeburg der Punk
Thorsten Lamprecht getötet
Anlässlich der Ausstellungseröffnung
„Opfer rechter Gewalt“ in Halle und Merseburg,
in der auch an Thorsten Lamprecht
erinnert wird, sprach die Mobile Opferberatung
mit zwei seiner Freunde, Jan und
Micha (Namen geändert). Der 23-jährige
Thorsten Lamprecht wurde bei einem
Überfall von etwa sechzig Naziskinheads
auf eine Punk-Geburtstagsparty am 9. Mai
1992 in dem Magdeburger Lokal „Elbterrassen“
getötet. Wer ihn erschlug, konnte
nie ermittelt werden. Insgesamt wurden
lediglich 18 Angreifer überhaupt angeklagt;
sechs davon vor dem Landgericht
Magdeburg. Einer der Haupttäter, ein 24-
jähriger Neonazi aus Wolfsburg, wurde im
Februar 1995 vom Landgericht Magdeburg
zu vier Jahren Haft verurteilt, wegen
Landfriedensbruch im besonders schweren
Fall in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung.
ProzessbeobachterInnen sprechen
im Zusammenhang mit dem Tod des
23-Jährigen noch immer von einem „unglaublichen
Versagen der Polizei“. Zwei
Einsatzfahrzeuge hatten in der Nähe geparkt
und zugesehen, wie die 60 bewaffneten
Naziskins das Lokal stürmten:
Innerhalb von einer halben Stunde wurde
Thorsten Lamprecht getötet, zwei Dutzend
Punks zum Teil schwer verletzt. Die Polizisten
sahen auch noch zu, als die Naziskins
mit blutigen Baseballschlägern wieder
abzogen.
Gab es eine Vorgeschichte zu dem Mord
am 9. Mai 1992?
Jan: Es gab Ankündigungen in der Schule
und in der Straßenbahn, dass ein Angriff von
Skins geplant war, die wir aber nicht für voll
genommen haben. Das hörte man damals
jedes Wochenende. In den Wochen vorher
war fast jedes Wochenende von uns jemand
im Krankenhaus; und die Nazis haben öfters
den „Knast“ überfallen – den ehemaligen
Stasi-Knast, den wir als Punks nach der
Wende besetzt hatten.
Micha: Die Gewalt war ja auf jeden Fall
schon zwei Jahre vorher da. Am 3. Oktober
1990 beispielsweise wurden zwei von Vietnamesen
bewohnte Wohnblocks in Olvenstedt
von Skins angegriffen. Da waren die
Auseinandersetzungen schon ein politischer
Konflikt. Aber seit dem 9. Mai 1992 ging es
um Leben oder Tod.
Jan: Es war ein Mai-Sonnabend, eine angemeldete
Geburtstagsfeier, Hippies und Punks,
in einem Biergarten mit Terrasse in einer
Barackenkneipe. Da gab es keine Nachbarn;
da konnte man feiern. Es hat in Strömen
geregnet; wir haben gepogt und waren betrunken.
Ich denke im Nachhinein, wenn
wir die Warnungen ernst genommen hätten,
hätte es vielleicht keinen Toten gegeben. Am
Anfang, als die Nazis kamen, haben noch
zwei oder drei Leute versucht, das alte Tor
zuzuschieben. Aber die Skins müssen den Ort
vorher ausgekundschaftet haben. Die Polizei
war ja auch vor Ort und hat zugeguckt. Die
Polizisten waren immer irgendwo, wo mehr
als 20 Punks auf einem Haufen waren.
Habt Ihr konkrete Erinnerungen
an den Überfall?
Micha: Ich hab noch das Bild einer Freundin
vor Augen. Sie schlief am Rand, der haben
sie mit einem Baseballschläger auf den Kopf
geschlagen. Sie hat einen Schädelbruch und
einen Kieferbruch erlitten. Und die Rufe „Sieg
Heil“, aber andererseits auch „Nazis Raus“.
Ich hab’ dann einen Schlag in den Rücken
bekommen und plötzlich standen zwei Skins
vor mir. Das nächste Bild ist, wie Thorsten
blutüberströmt am Boden lag.
Jan: Ich war auf der Gartenterrasse eingeschlafen
und bin irgendwann in der Kneipe
wach geworden mit Platzwunden. Freunde
hatten mich da ins Lokal reingezogen. Bei
dem Angriff wurde mir ein Ohr kaputt
gedroschen. Seit damals bin ich auf dem Ohr
fast taub.
Wie würdet Ihr Thorsten als Person
beschreiben?
Jan: Wenn man ihn nicht gut kannte, dann
fiel Leuten erst mal auf, dass er einen ganz
eigenen Humor hatte. Thorsten war schon
zu DDR-Zeiten Punk gewesen und hatte
dabei viele Erfahrungen gemacht. Damals
wurde man als Punk einfach daran gehindert,
den Wohnort zu verlassen. Wenn man
in eine andere Stadt fuhr, wurde man 24
Stunden oder auch übers ganze Wochenende
in Gewahrsam genommen. Dann wurde uns
z.B. auch verboten an den offiziellen 1.-Mai-
Feiern teilzunehmen. Andererseits war es so,
dass zu DDR-Zeiten die meisten Punks die
Schule mit einem Abschluss beendet haben,
viele auch mit Abitur, und dann eine Ausbildung
angefangen haben. Thorsten hat zum
Beispiel eine Gärtnerlehre gemacht.
Micha: Ich war 1992 einer der jüngsten und
habe Thorsten als älteren, erfahrenen Punk
erst mal aus der Ferne bewundert. Weil wir
in der Nähe wohnten, hat er mir dann aber
ziemlich schnell Unterstützung angeboten.
Für mich war er einfach ein guter Freund.
Jan: Punk war damals wirklich eine Bewegung,
die Leute haben sich zu DDR-Zeiten
ziemlich viel Gedanken gemacht. Ich war
beeindruckt, was die sich rausgenommen
haben. Aber bei mir ging es trotzdem langsam.
Irgendwann hab ich mir zum Entsetzen
meiner Eltern erst mal die Haare abgeschnitten
und erst viel später bunt gefärbt. Was
nach der Wende Nazis waren, waren zu DDRZeiten
Skins. Zu DDR-Zeiten war Skins und
Punks der Protest gemeinsam, wir waren
befreundet. Es gab auch Nazi-Punks. Das hat
sich dann drastisch 1989/1990 geändert.
Ich war damals kurz im Knast und als ich im
Januar 1990 wieder rauskam, hat mir ein
guter Kumpel ein Messer geschenkt und
gesagt: „Das brauchst du jetzt“. Wenige Tage
später haben mir drei Naziskins, die ich
nicht kannte, auf der Straße einfach so CSGas
ins Gesicht gesprüht.
Micha: Die allgemeine Stimmung war ja,
stolz Deutsch zu sein. Alle Jugendlichen an
meiner Schule wollten plötzlich Skins sein.
Ab der 5./6. Klasse war es angesagt, stolzer
Deutscher zu sein. Ich wurde zwar in Ruhe
gelassen, aber damals kam dann auch „Zecke“
als Schimpfwort für Punks auf. Die Skins
haben zu Wendezeiten aber noch Unterschiede
gemacht zwischen den Punks, die
sie kannten und den unbekannten.
Wie habt Ihr die Jahre nach dem Angriff
auf die „Elbterrassen“ in Erinnerung?
Micha: Jede Nacht, wenn Autos vor meiner
damaligen Wohnung angehalten haben, bin
ich aus dem Schlaf hochgefahren.
Jan: Die ganze Szene hat sich damals verändert.
Irgendwie ist es ernst geworden; wir
sind vorsichtiger geworden.
Micha: Dann kam die rassistische Hetzjagd
1994 am Herrentag. Da sind die Polizisten
genauso vorgegangen wie beim Angriff auf
die „Elbterrassen“. Das war wieder ein
Schock, noch dazu die offizielle Version von
„Sonne und Alkohol“, so wie vorher das
Gerede von „Auseinandersetzung unter rivalisierenden
Jugendbanden“. Einige Skins
hatten uns schon zwei Tage vorher gesagt,
dass etwas geplant war. „Es geht nicht um
Euch, es geht um die Ausländer“ und „Ihr
sollt Euch da raushalten“. Das wusste auch
die Polizei. Auch vor dem Mord an Frank
Böttcher 1997 in Olvenstedt war allen klar,
dass es wieder losgeht. Das merkt man am
Klima in der Stadt. Die Leute gehen Punks
dann teils mitleidig, teilweise aus Angst aus
dem Weg.
Jan: Natürlich will ich mit dem Aussehen
etwas ausdrücken. Ich will auch, dass die
Leute auf der Straße sehen, dass mir was an
der Gesellschaft nicht passt. Und die Faschos
sollen sehen, dass ich was gegen sie habe.
Wie habt Ihr den Prozess gegen die sechs
Hauptangeklagten beim Landgericht in
Erinnerung?
Jan: Wir kamen uns erniedrigt und hilflos
vor. Beim Einlass wurden wir wie Angeklagte
an die Wand gestellt, abgetastet und durchsucht.
Die ersten zwei Reihen im Gerichtssaal
waren komplett mit Glatzen besetzt. Auf
der Anklagebank saßen sechs Typen und
guckten dich drohend an. Erst als unser
Anwalt eingriff, durften sie uns nicht mehr
„Zecken“ nennen. Dann sagten sie immer
„linke Subjekte“.
Micha: Die Hilflosigkeit, sich als Zeuge
genau zu erinnern, und das Gefühl, die sahen
alle gleich aus.
Jan: Ich hätte mir gewünscht, dass die
Strafverfolgung anders ausgeht. Alle Angreifer
haben sich gegenseitig Alibis gegeben.
Niemand wollte auf der Tanzfläche gewesen
sein, niemand gab zu, Thorsten erschlagen
zu haben.
Ist der Jahrestag des Angriffs für Euch
etwas besonderes?
Micha: Ich hab ein zwiespältiges Gefühl
dazu. Du kannst nicht immer eine große
Demo machen, aber man muss jedes Jahr ein
kleines Zeichen setzen und auch die normalen
Bürger daran erinnern. Und natürlich ist
nichts vorbei, solange rechte Ideologien
noch immer fest in der Gesellschaft verankert
sind. Für mich selbst brauche ich aber
keine Rituale.
Danke für das Gespräch.
Daten
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Thorsten Lamprecht, genannt Lampe (* 1969; † 11. Mai 1992 in Magdeburg), war ein Bewohner Magdeburgs, der im Zuge eines Angriffs rechtsextremistischer Jugendlicher im Stadtteil Magdeburg-Cracau getötet wurde.
Thorsten Lamprecht war bereits zur Zeit der DDR ein Punker. Nach dem Schulabschluss hatte er eine Lehre als Gärtner gemacht.
Der Tathergang [Bearbeiten]Am 9. Mai 1992 brachen 50–60 bewaffnete Neonazis vom Jugendclub "Alexis Kivi" in Magdeburg-Nord mit ca. 20 Personenkraftwagen in Richtung der Cracauer Gaststätte "Elbterrassen" auf, wo zu diesem Zeitpunkt etwa 30 Punks und Hippies eine Geburtstagsfeier veranstalteten.
Gegen 23.00 Uhr wurde die Polizei durch einen offenbar fingierten Anruf an eine weiter entfernte Straße gerufen, weil "Jugendliche Autos demolierten". Wenig später wurde die Feier von den Neonazis, die sich trotz massiver Gegenwehr Zugang in die Gaststätte verschaffen konnten mit Baseballschlägern, Stahlrohren und Leuchtkugeln angegriffen. Während des Überfalls riefen die Angreifer wiederholt „Heil Hitler“ und „Sieg Heil“.
Der Polizei wurde vorgeworfen, dass sie während des circa 30 Minuten dauernden Überfalls in der Nähe der Gaststätte gewesen sei, aber nicht eingegriffen habe und die Täter habe entkommen lassen.
Infolge der Auseinandersetzungen waren acht Punks schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert worden. Thorsten Lamprecht hatte mit einem offenen Schädelbasisbruch lebensgefährliche Kopfverletzungen erlitten und erlag zwei Tage später seinen schweren Verletzungen.
Es wurde gegen mehr als 30 Personen ermittelt, und gegen 18 Anklage erhoben. Im Februar 1995 verurteilte das Landgericht Magdeburg einen 24 jährigen Wolfsburger wegen Landfriedensbruchs im besonders schweren Fall in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung zu vier Jahren Haft. Wer Thorsten Lamprecht getötet hat ist bisher nicht aufgeklärt worden.
Die Tötung von Thorsten Lamprecht gehört zu einer ganzen Reihe von rechtsextremistischen Übergriffen in Magdeburg. Weitere Ereignisse sind die Hetzjagd auf schwarze Menschen am 12. Mai 1994 (die sogenannten Magdeburger Himmelfahrtskrawalle), die Ermordung Frank Böttchers an der Straßenbahn-Endstelle Magdeburg-Neu-Olvenstedt am 8. Februar 1997, zahlreiche weitere Übergriffe auf schwarze Menschen, Obdachlose, vermeintliche Linke und Punks sowie ein Brandanschlag auf ein alternatives Wohnprojekt in Magdeburg-Buckau.
Kundgebung
Stattgefunden hat die Kundgebung an der Ernst-Reuter-Allee gegenüber vom "Blauen Block", in der Zeit von 16:00-17:30Uhr.
BÖTTCHER, LAMPRECHT DAS WAR MORD! KAMPF DEN FASCHISTEN AN JEDEM ORT!
Eine Vorgeschichte
Justiz
Auf Leben und Tod
Lascher Umgang mit rechten Gewalttätern bringt die sachsenanhaltinische Justiz in Verruf.
Die Nacht zum 1. September 1991 werden die vier Türken nie vergessen. Kurz nach null Uhr weckt splitterndes Glas die Männer, die in ihrem Mercedes-Kleinbus auf einem Parkplatz bei Magdeburg übernachten. Skins reißen die Autotür auf und zerren Hasan Cagla, 34, aufs Pflaster. Ein Täter schießt den Türken, vermutlich mit Leuchtmunition, in Brand. Hasan brennt wie eine Fackel, die Skins schauen zu.
Hasans Freund Ali Cimen, 37, rettet sich in den nebenan parkenden R 4 seines Onkels Naci Cimen, 56, mit dem zusammen die drei tagsüber Blumen verkaufen. Hasans Bruder Hüseyin, 30, gelingt es, den Kleinbus zu starten. Die Skins springen in ihre Autos.
Eine wilde Verfolgungsjagd beginnt. Sie endet, als Hüseyins total demolierter Wagen streikt. Ein Skin reißt einen Begrenzungspfahl aus dem Boden und prügelt auf den Türken ein.
Hüseyin wird von Ali Cimen und seinem Onkel gerettet, die in dem R 4 hinter dem Bus hergefahren sind. Die drei fliehen im Renault weiter.
Die Skins geben nicht auf. Sie treiben den R 4 in eine Sackgasse an der Elbe und drücken das Auto in den Fluß. "Die Türken", sagt ein Skin später aus, "sollten nicht mehr entkommen."
Doch die Insassen des R 4 können sich aus dem Wagen befreien. In panischer Angst schlagen Hüseyin und sein Freund Ali auf ihre Verfolger ein. "Es ging", sagt Hüseyin, "um Leben und Tod." Schließlich flüchten die Skins.
Hüseyins Bruder Hasan lag neun Tage im Koma. Er erlitt Verbrennungen dritten Grades und ein schweres Schädelhirntrauma. An den Folgen des Verbrechens wird er lebenslang leiden: Sein rechter Arm ist gefühllos, ständig plagen ihn Kopfschmerzen, er hat bereits mehrere Hauttransplantationen hinter sich.
Den Tätern geht es besser: Fast drei Jahre nach der Schreckensnacht hat die Justiz immer noch keinen Prozeßtermin anberaumt.
Polizei und Staatsanwaltschaft zeigten von Anfang an nur geringes Interesse an dem Fall; die Ermittlungen liefen schlampig und lustlos. Die Opfer wurden bislang erst einmal vernommen - Anfang September 1991, als sie den Überfall bei der Polizei anzeigten. Seither haben sie von den Ermittlungsbehörden nichts mehr gehört.
Fast zwei Jahre schlummerte das Verfahren bei der Staatsanwaltschaft Magdeburg. Zeitweilig waren die Akten verschollen. "Derartig schludrige Ermittlungsakten", sagt der Cagla-Anwalt Gregor Kochhan fassungslos, "habe ich noch nie gesehen. Bei jedem Verkehrsunfall mit Blechschaden wird genauer ermittelt."
Der Leitende Oberstaatsanwalt Rudolf Jaspers räumt "Ermittlungsfehler" ein, schiebt die Pannen aber auf Anlaufschwierigkeiten nach der Wende: "Damals war die Justiz in Sachsen-Anhalt in einem desolaten Zustand, heute würde uns das nicht mehr passieren."
Eine kühne Aussage angesichts der Ermittlungspannen gegen rechtsradikale Gewalttäter nach den Magdeburger Rassistenkrawallen. Jüngstes Beispiel für den unbeschwerten Umgang sachsen-anhaltinischer Ordnungshüter mit der Gewalt von rechts: In der vergangenen Woche schlugen Skins in Halle einen Asylbewerber zusammen. Die Polizei ließ die Täter laufen.
Im Fall Cagla taugt die Jaspers-Entschuldigung schon deswegen nicht, weil Tathergang und Motive leicht zu ermitteln waren: Die an dem Überfall Beteiligten wurden schnell gefaßt und waren teilweise geständig. Sie seien zu dem Parkplatz gefahren, so der damals 19jährige Steffen, um Türken "fertigzumachen".
Selbst der Name des mutmaßlichen Täters, der Hasan Cagla in Brand geschossen haben soll, findet sich in den Aussagen der Beschuldigten. Doch die Staatsanwaltschaft hat die Skins nicht wegen versuchten Totschlags oder versuchten Mordes angeklagt, sondern lediglich wegen schwerer Körperverletzung und schweren Landfriedensbruchs.
Von den inzwischen etwa 30 ermittelten Tatbeteiligten kam keiner in Haft. Einige von ihnen überfielen ein Jahr später in Magdeburg ein Lokal. Der 23 Jahre alte Torsten Lamprecht kam dabei ums Leben. Einer der Beschuldigten war jüngst auch bei den Magdeburger Vatertagsschlägereien dabei. Y
man möge mir verzeihen
Quadrat Im Kreis
Hin und wieder stell ich fest
Dass ich nicht mehr lachen kann
Über Sachen, die ich früher lustig fand
Hin und wieder merk ich auch
Dass ich keine Menschen brauch
Und lieber ganz alleine bin
Doch der Schmerz ist zuckersüß
Und irgendwie auch so vertraut
Ich hab mich dran gewöhnt
So fehlt der letzten Konsequenz
Einmal mehr das bisschen Mut
Und die paradoxe Wut darüber
Wird im Traum ertränkt
Von der beschissenen Leichtigkeit des Scheins
Hin und wieder wird mir klar
Dass alles anders geworden ist
Als es scheint, dass es früher einmal war
Hin und wieder spüre ich,
Dass ich die Sonne nicht mehr mag
Weil ich das helle Licht nicht mehr ertrag
Doch der Schmerz ist zuckersüß
Und irgendwie auch so vertraut
Ich hab mich dran gewöhnt
So fehlt der letzten Konsequenz
Einmal mehr das bisschen Mut
Und die paradoxe Wut darüber
Wird im Traum ertränkt
Von der beschissenen Leichtigkeit des Scheins
Wie ein Quadrat in einem Kreis
Eck ich immer wieder an
Obwohl ich doch schon lange weiß
Dass sich niemals ändern kann
Was sich niemals ändern wird
Weil das Schlecht immer bleibt
Und auch die Sonne wieder scheint
Scheißegal was auch passiert
Wie ein Quadrat in einem Kreis
Eck ich immer wieder an
Obwohl ich doch schon lange weiß
Dass sich niemals ändern kann
Was sich niemals ändern wird
Weil das Schlecht immer bleibt
Und auch die Sonne wieder scheint
Immer wieder stell ich fest
Dass das "Hin und wieder"
Immer öfter ständig ist
Die Opfer im Kampf für unsere Freiheit sollten niemals vergessen werden!
zeit-dossier empfehlenswert
holt euch das interessante dossier und gebt es vor allem an "gut-bürgerliche" weiter!
Was soll denn das?
"Stadtfeld Ost" ist weder ein Ghetto, noch sonst etwas, worauf man sich stets als Macker beziehen muss. Torsten hatte sicher auch Freunde außerhalb dieses Phantasie-Labels und zu seiner Zeit, war Stadtfeld zumindest noch Rückzugsgebiet für Alternative und Punks. Diese Assi-Proll-Hip-Hop Manier von heute, hat mit damaligen Verhältnissen bei Nichten etwas zu tun - und einen nicht unwesentlichen Teil tragen gerade Stadtfeld-Ost'ler dazu bei. Erkennt man aber nicht, wenn man zugehackt auf Gangster-Porno-Mucke meint, man müsse in Stadtfeld Ost die Bronx nachspielen.
Torsten gedenken dem Mensch und Opfer faschistischer Gewalt und nicht als niemals da gewesenen Teil eurer Gang für Traumtänzer
Die Täter sind unter uns!
Naziüberfall in Aurich 8. Mai 1993:
R.I.P.
Ich persönlich fand es erschreckend, wie wenig man sich "linksseitig" vor Gericht erinnern konnte. Aufgrund dessen gab es dann die milden Strafen gegen das Faschopack.
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Respeckt — Lüneburger Antifa!
Rest in Peace — Berliner Antifa
Respekt für diesen Artikel — Hugo