In Madrid gegen Bolonia
Im Laufe der letzten Wochen hat sich in Madrid der Kampf gegen Bolonia weiter verschaerft.
Nach wochenlangen Mobilisierungen und Fakultaetsbesetzungen (z.B. an Philosophiefakultaet) sowie uebernachtungen mit endlosen Versammlungen in den Fakultaeten, war gestern (am Mittwoch den 8.5.2008) Streiktag und eine grosze Demo.
"Ni LOU ni Bolonia, ni precariedad, fuera las empresas de la universidad". -ein kurzer Demobericht-
Nach wochenlangen Mobilisierungen und Fakultaetsbesetzungen (z.B. an Philosophiefakultaet) sowie uebernachtungen mit endlosen Versammlungen in den Fakultaeten, war gestern (am Mittwoch den 8.5.2008) Streiktag und eine grosze Demo.
"Ni LOU ni Bolonia, ni precariedad, fuera las empresas de la universidad". -ein kurzer Demobericht-
Im Laufe der letzten Wochen hat sich in Madrid der Kampf gegen Bolonia weiter verschaerft.
Nach wochenlangen Mobilisierungen und Fakultaetsbesetzungen (z.B. an Philosophiefakultaet) sowie uebernachtungen mit endlosen Versammlungen in den Fakultaeten, war gestern (am Mittwoch den 8.5.2008) Streiktag und eine grosze Demo.
"Ni LOU ni Bolonia, ni precariedad, fuera las empresas de la universidad". -ein kurzer Demobericht-
Der Europaweit sich langsam implementierende Plan Bolonia stoeszt in diesen Tag auf viel Widerstand bei Studierenden, aber auch bei Schuelern und Professoren. Ich bin zur Zeit in Madrid und habe an der gestrigen Demo teilgenommen.
Gegen 12 Uhr Mittags versammelten sich die Demonstranten (in iherer Mehrheit Studenten, aber auch Schueler, Profs, Punks und das anarchistische Syndikat CNT) in der Naehe des Bahnhofs Atocha,Madrid. Der Regen konnte nicht die Stimmung druecken und so gab es als es dann losging immer wieder kraeftige Sprechchoere, wie: "Ni LOU ni Bolonia, ni precariedad, fuera las empresas de la universidad" ("Weder LOU noch Bolonia, noch Prekaritaet, Unternehmen raus aus der Universitaet"), aber auch die bei uns bekannten "A, Anti, Anticapitalista" und weitere weniger aspektkritische.
Beim passieren des besetzten sozialen Zentrums in der Calle Atocha 49 gab es lautstarke gegenseitige Solidaritaetsbekundungen. Da das Zentrum vormals "La Alarma" geraeumt wurde sich aber in Atocha 49 neu installiert hatte, wurde die Parole: "Un desalojo es una ocupacion" ("eine Raeumung ist/bedeutet eine Besetzung")gerufen.
Ordnungsmacht war nur wenig am start. Nach einschaetzungen der Bullerei, so hoerte ich so gegen 13 Uhr, waren wir 10.000. Die Strategien der hiesigen Bullerei sind fuer mich insgesamt (auch bei anderen demos) etwas undurchsichtig geblieben. Die Demo fand ihr Ende schlieszlich direkt vor dem Bildungsministerium, das von vielleicht 30 Bullen und 5 Wannen blockiert wurde (auch wenn 500m entfernt noch einmal vielleicht das doppelte an Aufgebot vorhanden war). Diese fanden sich also umringt von Tausenden wieder und hatten nicht einmal die (zumindest in Grossdoitschland) ueblichen Hamburgergitter vor sich. Die Besetzung des Ministeriums waere durchaus moeglich gewesen, andscheinend hatte selbst der linksradikale Teil der Demo allerdings keinen Bock auf Konfrontation. Deutet man die Bullenpraesenz als Deeskalationsstragtegie, so war diese erfolgreich. Gefangene wurden meines Wissens nach nicht gemacht.
Abends gab es dann noch eine Versammlung aller Fakultaeten in der besetzten Philosophiefakultaet, zu der ich allerdings nichts weiteres sagen kann.
Wenn ich diese Demo mit der reinen Studi demo in Essen vor 2 Jahren gegen die Studiengebuehren vergleiche sind sowohl die enorme Bullenpraesenz vorm Ministerium in Essen, als auch die Homogenitaet der Demonstranten, entscheidende Unteschiede zu hier. Autonome und Punks scheinen hier in Madrid im Gegensatz zu meinen "Groszdoitschlandstudidemoerfahrungen" zumindest bei derartigen Anlaessen viel eher die praktische Solidaritaet mit den Studis zu "wagen". Andererseits scheinen hier die uebrigen Studis auch eher geneigt zu sein z.B. deren antikapitalistische Parolen mitzuschreien.
In diesem Sinne: Fuer mehr Inhalt bei maximum resistance gegen divide an conquer.
Nach wochenlangen Mobilisierungen und Fakultaetsbesetzungen (z.B. an Philosophiefakultaet) sowie uebernachtungen mit endlosen Versammlungen in den Fakultaeten, war gestern (am Mittwoch den 8.5.2008) Streiktag und eine grosze Demo.
"Ni LOU ni Bolonia, ni precariedad, fuera las empresas de la universidad". -ein kurzer Demobericht-
Der Europaweit sich langsam implementierende Plan Bolonia stoeszt in diesen Tag auf viel Widerstand bei Studierenden, aber auch bei Schuelern und Professoren. Ich bin zur Zeit in Madrid und habe an der gestrigen Demo teilgenommen.
Gegen 12 Uhr Mittags versammelten sich die Demonstranten (in iherer Mehrheit Studenten, aber auch Schueler, Profs, Punks und das anarchistische Syndikat CNT) in der Naehe des Bahnhofs Atocha,Madrid. Der Regen konnte nicht die Stimmung druecken und so gab es als es dann losging immer wieder kraeftige Sprechchoere, wie: "Ni LOU ni Bolonia, ni precariedad, fuera las empresas de la universidad" ("Weder LOU noch Bolonia, noch Prekaritaet, Unternehmen raus aus der Universitaet"), aber auch die bei uns bekannten "A, Anti, Anticapitalista" und weitere weniger aspektkritische.
Beim passieren des besetzten sozialen Zentrums in der Calle Atocha 49 gab es lautstarke gegenseitige Solidaritaetsbekundungen. Da das Zentrum vormals "La Alarma" geraeumt wurde sich aber in Atocha 49 neu installiert hatte, wurde die Parole: "Un desalojo es una ocupacion" ("eine Raeumung ist/bedeutet eine Besetzung")gerufen.
Ordnungsmacht war nur wenig am start. Nach einschaetzungen der Bullerei, so hoerte ich so gegen 13 Uhr, waren wir 10.000. Die Strategien der hiesigen Bullerei sind fuer mich insgesamt (auch bei anderen demos) etwas undurchsichtig geblieben. Die Demo fand ihr Ende schlieszlich direkt vor dem Bildungsministerium, das von vielleicht 30 Bullen und 5 Wannen blockiert wurde (auch wenn 500m entfernt noch einmal vielleicht das doppelte an Aufgebot vorhanden war). Diese fanden sich also umringt von Tausenden wieder und hatten nicht einmal die (zumindest in Grossdoitschland) ueblichen Hamburgergitter vor sich. Die Besetzung des Ministeriums waere durchaus moeglich gewesen, andscheinend hatte selbst der linksradikale Teil der Demo allerdings keinen Bock auf Konfrontation. Deutet man die Bullenpraesenz als Deeskalationsstragtegie, so war diese erfolgreich. Gefangene wurden meines Wissens nach nicht gemacht.
Abends gab es dann noch eine Versammlung aller Fakultaeten in der besetzten Philosophiefakultaet, zu der ich allerdings nichts weiteres sagen kann.
Wenn ich diese Demo mit der reinen Studi demo in Essen vor 2 Jahren gegen die Studiengebuehren vergleiche sind sowohl die enorme Bullenpraesenz vorm Ministerium in Essen, als auch die Homogenitaet der Demonstranten, entscheidende Unteschiede zu hier. Autonome und Punks scheinen hier in Madrid im Gegensatz zu meinen "Groszdoitschlandstudidemoerfahrungen" zumindest bei derartigen Anlaessen viel eher die praktische Solidaritaet mit den Studis zu "wagen". Andererseits scheinen hier die uebrigen Studis auch eher geneigt zu sein z.B. deren antikapitalistische Parolen mitzuschreien.
In diesem Sinne: Fuer mehr Inhalt bei maximum resistance gegen divide an conquer.
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Auch anderswo...
Auch in den U.S.A gibt es immernoch ab und zu Gegenwehr. So z.B. am anfang Mai in San Francisco:
Eine Gruppe auf Facebook, die versucht Studis, welche sich für eine Entkommerzialisierung von Bildung in vielen Ländern der Welt einsetzen, zusammen zu bringen:
~The Students United Will Never Be Defeated~
PS:
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
studi hörmal seitchen bittet um — ergänzung