8. Mai in Weimar
Gestern versammelten sich zeitweise bis zu 40 Menschen auf dem Theaterplatz in Weimar um den Tag der Befreiuung zu feiern und um gegen Geschichtsrevisionismus und Nationalismus zu demonstrieren. Zu der Kundgebung aufgerufen hatten die Weimarer Antifagruppe [AAW], die Antifagruppe Weimarer Land [AAWL] und die Grüne Jugen Weimar.
Zu elektronischer Musik, Punkrock und Ska wurden Flyer verteilt, Sektkorken geknallt und getanzt. Neben den Feierlichkeiten zur Befreiung vom Nationalsozialismus und dem Dank an die Alliierten wurde sich unter Anderem in Redebeiträgen kritisch mit Geschehnissen in der Bundesrepublik, wie Geschichtsrevisionismus, Erstarken des Rechtsradikalismus und faschistischen Tendenzen in der deutschen Bevölkerung auseinandergesetzt. Es wurden Redebeiträge von der AAW und der grünen Jugend gehalten, Fyler verteilt und passende Musik gespielt. Das alles passierte in einer ausgelassenen Stimmung, welche dem historischen Datum der Niederlage der Deutschen passend erschien. Keinesfalls unkritisch wurde der Begriff der Befreiung und der Umgang der Deutschen mit ihrer eigenen Geschichte thematisiert. So hieß es in dem Redebeitrag der AAW:
"Mit dem 8. Mai endete dieser Wahn, Deutschland und die besetzten Gebiete wurden befreit, die Konzentrationslager geräumt und die Deutschen entwaffnet. Doch wer wurde da befreit? Sicherlich alle die von den Nazis verfolgt wurden, und die Menschen, die in den besetzten Ländern lebten. Offiziell wurde die deutsche Gesellschaft vom faschistischen Staatswesen befreit, und nun von den Alliierten regiert. Doch die Menschen, welche damals in Deutschland lebten, und zuvor die Shoa begangen und die besagten 13 Jahre lang ihren Volkswillen ausgelebt hatten, wurden ganz sicher nicht befreit. Auf dem Papier wurden die Deutschen entnazifiert, doch es ist kein Geheimnis mehr, dass die Entnazifizierung wirklich nur auf dem Papier stattfand, und ihre Wirkung völlig verfehlte. In den ostdeutschen Gebieten wurde bald der sozialistische Staat ausgerufen, und der Ideologie der DDR zufolge konnte es in einem solchen Staat keine Nazis geben. In den westdeutschen Gebieten wurde auch bald die Entnazifizierung abgebrochen, und Deutschlands Militär gestärkt, war doch kalter Krieg, und Westdeutschland gut angreifbar für die Sowjetunion. Doch nach Ende des 2. Weltkrieges gab es scheinbar eh keine Faschisten mehr in Deutschland. Vielmehr waren es nun die bösen Nazis, welche die guten Deutschen verführt, überredet oder gar eingewickelt hätten. Schnell mussten Hilfslügen her, dass die Deutschen von nichts gewusst hätten, damals doch eh alle dagegen gewesen wären, und sowieso Hitler und seine Clique alles Böse im 2. Weltkrieg begangen hätten. So kam der amerikanische Beauftragte für psychologische Kriegsführung Padover, nach dem er etliche Deutsche aus allen Schichten der Bevölkerung befragt hatte, zu dem Schluss, das es in Deutschland keinen einzigen Nazi gäbe, alle wären Nazigegner, und Hitler hätte das alles alleine durchgezogen. Er schreibt in seinen Notizen von 1943 über Hitler: "Er hat den Krieg angefangen, er hat ganz Europa eingenommen, den größten Teils Russlands überrannt, 6 Millionen Juden vernichtet, sechs bis acht Millionen Polen und Russen in den Hungertotd getrieben, vierhundert Konzentrationslager errichtet, die größte Armee Europas aufgebaut, und dafür gesorgt, dass die züge pünktlich fahren." Schnell wird klar, dass diese Lügen nicht der Ralität entsprechen, sondern von den Deutschen erfunden wurden, um sich der eigenen Verantwortung zu entziehen. Die Vernichtung von 6 Millionen Juden, welche vor der Haustür der Deutschen stattgefunden hat, konnte nicht geschehen ohne dass eben diese etwas davon mitbekommen. Die deutsche Wirtschaft als auch die deutsche Zivilbevölkerung hat aktiv daran teilgehabt dieses Verbrechen an der Menschlichkeit zu begehen, und bis zuletzt durchzuhalten. Exemplarisch sind hierfür die Firma Topf und Söhne in Erfurt, welche Verbrennungsöfen für Auschwitz und Buchenwald herstellte, oder die Möbelspedition Staupendahl aus Weimar, welche das Konzentrationslager Buchenwald belieferte."
Neben Geschichtsrevisionismus wurde auch der rassistische Normalzustand in Deutschland kritisiert. Ein Redner kritisierte die Residenzpflicht, welche Asylsuchenden in Deutschland verbietet einen Landkreis zu verlassen. Diese Regelung stammt aus dem Nationalsozialismus. Der Redner der Weimarer Antifagruppe solidarisierte sich mit den derzeitigen Kämpfen der Bewohner_innen des Flüchtlingsheims in Katzhütte.
Ebenfalls wurde wiederholt auf die sich zuspitzende Gewalt von Rechts in Thüringen thematisiert. In einem Redebeitrag äußerte die Grüne Jugend außerdem ihre Freude darüber, dass Peter Krause auf sein Amt als Kultusminister verzichtet hat und kündigte an den nun neuen Kultusminister Bernward Müller genau im Auge zu behalten. Die grüne Jugend forderte zusätzlich den rassistischen Lehrplan für den Biologie-Unterricht zu ändern. Der Biologie-Lehrplan sieht als einziger Lehrplan in Deutschland die Eintelung des Menschen in verschiedene Rassen vor.
Die Resonanz der Weimarer Bevölkerung reichte von ablehnend bis dankbar. Immer wieder tauchten Nazis am Rande der Veranstaltung auf, welche allerdings schnell wieder entfernt werden konnten. Die Polizei hielt sich weitestgehend zurück und war zum größten Teil gar überhaupt nicht präsent.
"Deutschland? Nie wieder!"
Zum weiterlesen:
Redebeitrag der aaw zum Tag der Befreiung
http://aaw.blogsport.de/2008/05/09/redebeitrag-zum-8-mai/
Redebeitrag der grünen Jugend zum Tag der Befreiung
http://gjw.blogsport.de/2008/05/07/celebrate-the-party-63-jahre-befreit/
Der verteilte Flyer der aaw zum Tag der Befreiung
http://aaw.blogsport.de/images/Flyer8.MaiGesamtwerk.pdf
"Mit dem 8. Mai endete dieser Wahn, Deutschland und die besetzten Gebiete wurden befreit, die Konzentrationslager geräumt und die Deutschen entwaffnet. Doch wer wurde da befreit? Sicherlich alle die von den Nazis verfolgt wurden, und die Menschen, die in den besetzten Ländern lebten. Offiziell wurde die deutsche Gesellschaft vom faschistischen Staatswesen befreit, und nun von den Alliierten regiert. Doch die Menschen, welche damals in Deutschland lebten, und zuvor die Shoa begangen und die besagten 13 Jahre lang ihren Volkswillen ausgelebt hatten, wurden ganz sicher nicht befreit. Auf dem Papier wurden die Deutschen entnazifiert, doch es ist kein Geheimnis mehr, dass die Entnazifizierung wirklich nur auf dem Papier stattfand, und ihre Wirkung völlig verfehlte. In den ostdeutschen Gebieten wurde bald der sozialistische Staat ausgerufen, und der Ideologie der DDR zufolge konnte es in einem solchen Staat keine Nazis geben. In den westdeutschen Gebieten wurde auch bald die Entnazifizierung abgebrochen, und Deutschlands Militär gestärkt, war doch kalter Krieg, und Westdeutschland gut angreifbar für die Sowjetunion. Doch nach Ende des 2. Weltkrieges gab es scheinbar eh keine Faschisten mehr in Deutschland. Vielmehr waren es nun die bösen Nazis, welche die guten Deutschen verführt, überredet oder gar eingewickelt hätten. Schnell mussten Hilfslügen her, dass die Deutschen von nichts gewusst hätten, damals doch eh alle dagegen gewesen wären, und sowieso Hitler und seine Clique alles Böse im 2. Weltkrieg begangen hätten. So kam der amerikanische Beauftragte für psychologische Kriegsführung Padover, nach dem er etliche Deutsche aus allen Schichten der Bevölkerung befragt hatte, zu dem Schluss, das es in Deutschland keinen einzigen Nazi gäbe, alle wären Nazigegner, und Hitler hätte das alles alleine durchgezogen. Er schreibt in seinen Notizen von 1943 über Hitler: "Er hat den Krieg angefangen, er hat ganz Europa eingenommen, den größten Teils Russlands überrannt, 6 Millionen Juden vernichtet, sechs bis acht Millionen Polen und Russen in den Hungertotd getrieben, vierhundert Konzentrationslager errichtet, die größte Armee Europas aufgebaut, und dafür gesorgt, dass die züge pünktlich fahren." Schnell wird klar, dass diese Lügen nicht der Ralität entsprechen, sondern von den Deutschen erfunden wurden, um sich der eigenen Verantwortung zu entziehen. Die Vernichtung von 6 Millionen Juden, welche vor der Haustür der Deutschen stattgefunden hat, konnte nicht geschehen ohne dass eben diese etwas davon mitbekommen. Die deutsche Wirtschaft als auch die deutsche Zivilbevölkerung hat aktiv daran teilgehabt dieses Verbrechen an der Menschlichkeit zu begehen, und bis zuletzt durchzuhalten. Exemplarisch sind hierfür die Firma Topf und Söhne in Erfurt, welche Verbrennungsöfen für Auschwitz und Buchenwald herstellte, oder die Möbelspedition Staupendahl aus Weimar, welche das Konzentrationslager Buchenwald belieferte."
Neben Geschichtsrevisionismus wurde auch der rassistische Normalzustand in Deutschland kritisiert. Ein Redner kritisierte die Residenzpflicht, welche Asylsuchenden in Deutschland verbietet einen Landkreis zu verlassen. Diese Regelung stammt aus dem Nationalsozialismus. Der Redner der Weimarer Antifagruppe solidarisierte sich mit den derzeitigen Kämpfen der Bewohner_innen des Flüchtlingsheims in Katzhütte.
Ebenfalls wurde wiederholt auf die sich zuspitzende Gewalt von Rechts in Thüringen thematisiert. In einem Redebeitrag äußerte die Grüne Jugend außerdem ihre Freude darüber, dass Peter Krause auf sein Amt als Kultusminister verzichtet hat und kündigte an den nun neuen Kultusminister Bernward Müller genau im Auge zu behalten. Die grüne Jugend forderte zusätzlich den rassistischen Lehrplan für den Biologie-Unterricht zu ändern. Der Biologie-Lehrplan sieht als einziger Lehrplan in Deutschland die Eintelung des Menschen in verschiedene Rassen vor.
Die Resonanz der Weimarer Bevölkerung reichte von ablehnend bis dankbar. Immer wieder tauchten Nazis am Rande der Veranstaltung auf, welche allerdings schnell wieder entfernt werden konnten. Die Polizei hielt sich weitestgehend zurück und war zum größten Teil gar überhaupt nicht präsent.
"Deutschland? Nie wieder!"
Zum weiterlesen:
Redebeitrag der aaw zum Tag der Befreiung
http://aaw.blogsport.de/2008/05/09/redebeitrag-zum-8-mai/ Redebeitrag der grünen Jugend zum Tag der Befreiung
http://gjw.blogsport.de/2008/05/07/celebrate-the-party-63-jahre-befreit/ Der verteilte Flyer der aaw zum Tag der Befreiung
http://aaw.blogsport.de/images/Flyer8.MaiGesamtwerk.pdf
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Ergänzungen
Die Grünen
Familieneinheit, dadurch Rechnung zu tragen, dass die vollziehbar ausreisepflichtigen Familienangehörigen zusammen abgeschoben werden.", und weiter, "Ausländische Straftäter, gewaltbereite Islamistinnen und Islamisten und terrorverdächtige Gefährderinnen und Gefährder werden auch weiterhin konsequent abgeschoben." Was ist eigentlich mit den Straftäterinnen?
Ach ja, die Video-Überwachung hat sich übrigens auch bewährt!
Da macht´s doch gleich doppelt Spaß mit solchen DeppInnen zu feiern!
Ein Hoch auf die Abschiebung! Ein Hoch auf die Überwachung!
Solar-Bomber und 3-Liter-Panzer für alle.
Und nächstes Jahr bitte mal bei der Jungen Union nachfragen! Die fehlen Eindeutig in eurem Bündnis.
@ Mensch => GJW
nur nebenbei zum 8.Mai
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
@ mensch — ich
Schpatziba? — Peter G.
Danke auch — an
Hamburg ist... — Mensch
Fehlerkorrektur — an
Danke auch — Alfred
yeah — yeah