Deutsche und italienische Nazis

xxx 08.05.2008 03:19 Themen: Antifa Antirassismus Weltweit
Dienstag, 6. Mai 2008
Wir haben den Schock ja gerade hinter uns, und schon wird die gesamte Republik von einem quasi Totschlag aufgeschreckt, der auf die Rechnung einer jungen Bande von Naziskins geht, die in Verona einen jungen Mann niedergeschlagen haben, weil er ihnen eine in der üblich präpotenten und gewaltsamen Art geforderte Zigarette verweigerte.
Der 29-jährige Nicola Tommasoli ist tot, die verzweifelten Eltern fragen sich, warum so etwas geschehen kann, während der Lega-Bürgermeister in den Medien bemüht ist, den guten Ruf der Stadt von Romeo und Julia zu verteidigen. „Wir sind keine faschistische Stadt, man darf eine bedauerliche Episode nicht generalisieren.“
Die Killer waren den Sicherheitskräften bekannt, es sind Rechtsradikale, die den Fußball-Tifo zum Teil brutalisieren, junge Männer, die zum Fronte Veneto der Skinheads gehören, die sich gerne auch in Südtirol aufhalten, zu Festen und Saufgelagen, weil sie sich hier verstanden fühlen.

Es handelt sich um jene gefährliche, italienische Naziskinszene, die die Ermordung des jungen Fabio Tomaselli in Bozen auf dem Gewissen hat, das dürfen wir nicht vergessen.
Es ist natürlich blöd, wenn die rechtsradikalen Übergriffe mit dem Machtwechsel in Italien und in Rom in Verbindung gebracht werden, es gab es auch vor der neuen Berlusconi-Fini-Alemanno-Regierung das nazifaschistische Gesindel, die Frage ist, warum man nicht imstande ist, dem Problem zu Leibe zu rücken.
Auch die Deutschen schlagen sich mit dem Problem Rechtsextremismus herum, Neonazis sind vor allem in der alten DDR stark, in einem Land, wo es für jeden Bürger Pflicht war, Konzentrationslager zu besuchen, und der Antifaschismus zu den Grundwerten der staatsbürgerlichen Erziehung gehörte.
Hat alles nichts genützt.
Dort soll es der soziale Niedergang sein, die Arbeitslosigkeit, die Aussichtslosigkeit, die die Jugend in die Hände der Neo-nazis treibt, da sind es die vollgefressenen und verwöhnten Kinder aus gutem Hause, da bei uns wie im Veneto.

In Südtirol liegt die letzte groß angelegte Polizeioperation gegen die Burggräfler Neonaziszene nur einige Wochen zurück.
Der leitende Staatsanwalt Cuno Tarfusser hat 16 mutmaßliche Neonazis verhaften lassen, gegen 100 wird ermittelt.

Bei den Verhafteten handelt es sich um Personen, die durch gewaltsame Übergriffe in der Meraner Gegend aufgefallen sind.
Jene Treter und Stänkerer, die in Gruppen auftreten und den Streit suchen, die Provokation, den Anlass zu prügeln, zu stoßen, zu streiten.
In einer Hütte, die als Treffpunkt und gemütliches Saufgelage diente, wurden Nazischriften aller Art und rechter Ramsch gefunden.
Ich halte zwar wenig von spektakulären Polizeiaktionen, bei denen dann Säcke voller Drogen präsentiert und auf Schautafeln die Fotos der Ganoven gezeigt werden, angeordnet wie auf einem Stammbaum des Verbrechens, weil das der Verbrechensbekämpfung wenig nützt.
Mit der Aktion gegen die Naziszene haben Oberstaatsanwalt Cuno Tarfusser und Quästor Pietro Innocenti aber den Finger wieder in die Wunde gelegt und aufgezeigt, was wir nicht sehen wollen oder lieber nicht sehen möchten.
Dafür sollten wir ihnen dankbar sein, auch wenn die Realität bitter ist.
Sie haben das aufgedeckt, was wir zudecken, sie sind mit dem Besen unter den Teppich gefahren und haben das gefunden, was wir seit geraumer Zeit unter den Teppich gekehrt haben.

Machen wir uns nichts vor, auch bei uns wurde und wird das Problem auf allen Ebenen immer wieder geleugnet, weil man sich um das Image des Dorfes, der Schule, des Landes sorgt.
Staatsanwaltschaft und Polizei übernehmen in diesem Falle eine erzieherische Funktion, was an sich ja absurd ist.
Tarfusser hat aber die Augen geöffnet.
Nun sind Familien, Schulen, Politik und die Jugendszene gefordert.

Was das wohl heißt?

Den Nazis trotzen!
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Ergänzungen

Klischee Antifaschismus

West Antifa 08.05.2008 - 10:47
"Auch die Deutschen schlagen sich mit dem Problem Rechtsextremismus herum, Neonazis sind vor allem in der alten DDR stark, in einem Land, wo es für jeden Bürger Pflicht war, Konzentrationslager zu besuchen, und der Antifaschismus zu den Grundwerten der staatsbürgerlichen Erziehung gehörte.
Hat alles nichts genützt."

Es gibt weder einen qualitativen, noch einen quantitativen Unterschied bezüglich der Stärke der Neonazis in Ost und West. Das Institut für Rechtsextremismusforschung aus Berlin hat schon vor Jahren nachgewiesen, dass das rechtsextremistische Einstellungspotezial in Ost und West auf dem gleichen Niveau liegt. Dass die NPD im Osten gewählt wird, aber im Westen nicht, liegt einzig und allein daran, dass die traditionellen Volksparteien in den alten Bundesländern stärker verankert sind. Hier binden CDU und CSU das rechtsextreme Potenzial.

Auch was die Gewalt und die Präsenz auf der Straße angeht, kann ich kaum einen Unterschied ausmachen. Ehrlich gesagt würde ich lieber in Leipzig leben, als in Dortmund, denn dort ist die Gefahr Opfer eines Übergriffs zu werden geringer.

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@West-Antifa

West-a-Migo 08.05.2008 - 12:40
Naja, also ich war auf Usedom mit der Schule vor 6 Jahren da muss ich sagen das da n Riesenunteschied is zwischen Ost &West . Da war jeder Dritte unter 20 n Nazi in Naziklamotten sowas habbich mein Leben noch nicht gesehen. Skins mit Basebalschlägern die in schwarzen Autos rumfahren und die öffentlichkeit nach "Feinden" untersuchen........sowas gibts bei uns im Westen definitiv NICHT. Ich komm aus Bochum, hier gibts kaum bis gark keine Faschos, Alles aus der Umgebung sind Lappen und bis auf ein Paar minderhährige Säu8fer in BO-Weitmar und ein paar Alte NPD-Opas gibts keine Faschos, in der stadt kommt man vereinzelt n Fascho im Skin oder NA Style in lätzter Zeit vermehrt Gothic- oder Black Metal Faschisten aber mit der Faschohölle von Usedom kein Vergleich. Auf der Berufschule haben wir 2-3 Faschos, dasvon Traot sich keiner zu Mucken denn auf einer von denen kommen direkt 5-6 Linke und 300 Ausländer. Ich bin auch ausländer und bin eher so friedlich aber mein Cousin macht Skerra Kickboxen und so free fight der sagt auch das da fast nur Russen Türken & Albaner sind. Wir sind aus Moldawien und er kommt gut mit den Leuten Klar. Da sind fast nur Heftige Leute da reichen 5-6 um Hundert Faschos wegzuhauen. Die Machen manchma so Free fights so Feld wald , Wiese gegen andere Clubs und die sagen so Ossohool sind die Schlimmsten und die Kommen auch immer feige mit Waffen werfen Sachen und gehen mit 8 auf einen. Chemnitz und Dresten sind am Schlimmsten weil da so free fight bei den Ossis genau andersrum is wie im Ruhrgebiet, da sind statt keine Nazis NUR Nazis drin und traut sich kein Ausländer hin. Mein onkel war mal in Weimar wollte da ein Kiosk aufmachen da gabs nur terror rassistische beschimpfungen auch von normalen Leuten, Skins haben einfach Sachen ausm kiosk genommen , haben zu ihm "Halts Maul "gesagt und die Bullen meinten da kann man nix machen obwohl er die genau beschrieben hat und die Bullen wissen wer das is. Hier einma Besoffener Skin in der Bahn den Lauten gemacht , hat einer von den Leuten die Cops geholt die ahben den direkt mitgenommen. Also ich persönlich würde sagen hier und im Osten is net nur ein unterschied, das so wie wenn das 2 verschiedene Welten sind.

@ West-a-Migo

Berliner Hedonist 08.05.2008 - 13:04
man man man, schreibst Du einen Schwachsinn. ich bezahl gerne für 20 von Deinen Kampfsportfreunden ein Zugticket nach Berlin und dann könnt Ihr Superhelden hier mal aufräumen.

@West-a-Migo

Antifa Ostler 08.05.2008 - 14:34
Ist klar, Nazis gibts immer nur in den anderen Städten. Trotzdem hab ich aus deiner Stadt Bochum aber auch schon andere Stories gehört. Diese hier zum Beispiel:  http://www.red-skins.de/wrash/news.antifa/nazis-bedrohen-migranten-und-antifaschisten.html

Und du könntest ja auch mal ein paar Kilometer weiter nach Dortmund fahren und ein halbes Stündchen im Antifashirt vor dem Hauptbahnhof hin und her laufen. Mal sehen was du dann über deine ach so Nazifreie Gegend denkst.

Ich persönlich glaube ja, dass du noch nicht einmal in der Lage bist einen Nazi zu erkennen und du dir auf deiner Klassenfahrt in Usedom einfach die ganze Zeit vor ganz normalen Ostlern in die Hose gemacht hast.

Übrigens: Deine Kampfsport-Freunde-Stories sind oberpeinlich. Vor allem weil du offensichtlich keine Ahnung hast. Unter Anderem weil diese Wald und Wiesen Treffen keine Free Fight Club Treffen sind, sondern klassische Hooligan-Matches. Und jeder, der sich dort ein Bisschen auskennt, der sollte wissen, dass die Firms aus dem Osten zwar oft assozial verdrogt und besoffen sind, aber immer fair "spielen".

@antifa Ostler

dein Name 08.05.2008 - 19:39
Der link geht net rivhtig, irgendwie läd das nur den Namen von der RASH Seite aber kann nix Lesen das ist wie wenn man leere Seiten blättert, was muss ich tun um das lesen zu können?

Lustig lustig...

tralalalala! 08.05.2008 - 20:14
Bei "Mann ohne Namen" muss es sich nicht zwangsweise um einen Nazi handeln, nur weil er von "Nationalem Sozialismus" spricht der kein Faschismus sein soll. Natürlich war der Nationalsozialismus eine faschistische Strömung, aber die unter den Herrschenden beliebten Extremismustheorien sind gerne bereit, das zu leugnen - aus politischen Gründen. Könnte man die aus einer Mischung von historischen Zufällen und strategisch begründeter Übernahme von linker Symbolik als echte Verwandschaft zur sozialistischen Bewegung verkaufen, dann wäre dies die wirksamste Diskreditierung der Linken. Die Roten sind so schlimm wie die Braunen, ja eigentlich sogar das selbe Pack. Hitler war halt bloss ein Sozialist mit nationalem Zusatz ist die Nachricht, mit der Staat und Gesellschaft gegen linke Einflüsse verteidigt wird.
Vermutlich stammt das Gedankengut des Namenlosen hier aus der selben Ecke.

Die Person die sich hier Gott nennt darf auch gerne von Indymedia fernbleiben, wenn sie wirklich versucht Gewalt gegen Menschen mit so einer billigen Allgemeinschuld zu rechtfertigen. Vermutlich eh ein Nazi. Wer sonst könnte den Totschlag an einer völlig zufälligen Person in Italien damit rechtfertigen, dass die organisierte Nazi Bewegung die in Prag bewaffnet (!) versuchte sich gegen die Antifaschisten durchzusetzen dort eine entsprechende Quitting bekam?

Das Kind beim Namen nennen

nur so ne Zecke 08.05.2008 - 20:28
Also die sagen zu uns ja auch "Die Zecken" oder "Die Roten" obwohl net jeder Punkt oder Kommunist ist........ es gibt Alternative, TierrechtlerInnen ,Autonome, HausbesetzerInnen, Punks , AnarchistInnen, linke Goths und Metaller, Gewerkschafter, Angehörige der verschiedneen Parteien wie Linke, DKP, MLPD ja sogar Trotzkisten und RASHs. Und darum isses ja ok die Als "Faschisten/Nazis/Rechte" zu bezeichnen weil man weiß was damit gemeint ist auch wenn net Jeder Rep n Nazionalsozialist ist und nicht jeder AN sich mit einer faschistischen Herrschafts und Gehorsamsstruktur unterordnet. Manchma Gibts halt vereinfachte Begriffe die die für uns und wir für sie haben. Ich denk mal die sagen auch net "Oh seht mal Kameraden da kommen eine Alternative Antirassistin die sich für Migranten stark macht, ein Anarchistischer Skinhead aus der Skaszene, ein Autonomer Hausbesetzer und ein vegan lebender Tierrechtler Punk." Die sagen "da kommen 4 Zecken" und genau so sagen wir auch net "kuckt ma Genossen da kommen ein besoffner Fusballhooligan mit Umbro Trainingsanzug und ein Bonehead mit 1000Aufnähren auffe Bomberjacke eine zugespeedete Gabbertusse und ein geistesgestörter fratzenschneidener NS-Blackmetaller mit Corpsepaint im Gesicht wien Clown." wir Sagen "Achtung, 4 Faschos" so is das halt dabei isses egal ob einer von den Nasen überhaupt mal im Geschichtsunterricht auf Haupt- oder Sonderschule je was über Benito Mussolini und seine Squdrro die Akzioni uns seine Balilla-Jugend gelernt hat. SO