Heiner Erke, Neo-Abstraktion

verena wagner 06.05.2008 17:16 Themen: Kultur
Heiner Erke, steht einzigartig für das verantwortungsvolle Werk in der Neo-Abstraktion. Die Bilder von Heiner Erke sind bezeichnend für expressive Linien, inspiriert durch die gestische Malerei der 50er und 60er Jahre. Es ist die Auferstehung der Abstraktion.
Zu seinem Geburtstag vereint eine klassisch gestaltete Zusammenfassung seiner Werke frühe Papierarbeiten der 70ziger Jahre und späte monumentale Bilder, die Erke im Jahrzehnt vor der Jahrtausendwende schuf. Im Blickpunkt steht Erke als neuer Geist inspiriert durch die abstrakten Strömungen der 50 ziger Jahre. Seine vitalsten Gemälde aus der Zeit Anfang 2002 bis heute sind Spiegel der Befreiung aus vergangenen Zeiten kreativer Entwicklung und Entsagung die er als Enthaltsamkeit aufgrund des "Brot - und – Butter Lebens" bezeichnete. Die Neo - Abstraktion ist Veränderung seiner Lebenbalance. Der abstrakte Expressionismus ist mit seinen Werken auferstanden. Das Werk von Heiner Erke umfasst hunderte kleinformatige Bilder, von den frühen 70er Jahren, über die Balanceperformance bis zu den aktuellen Monumentalwerken. Zu den markantesten Werken gehört "die Jule" Explosion, Urknall und Implosion zugleich (3 x 2.70 Meter Acryl auf Leinwand).
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Ergänzungen

Heiner Erke

Andrea Brandt 07.05.2008 - 18:10
Ich teile die Meinung der Autorin Verena Wagner und füge hinzu das Heiner Erke der lyrisch-abstrakten Malerei des neuen Jahrtausends zuzuordnen ist. Der Leser möge sich bitte mit dem sog. "ersten internationalen Stil" aus den 50ziger Jahren befassen.
Aus diesem Blickwinkel ist der Künstler mit seinen Werken die Wiedergeburt des Expressionismus und richtigerweise der Neo-Abstraktion zuzuordnen.

Ich besitze ein Werk aus dem Jahre 2002, das der gestischen Malerei zwar widerspricht, jedoch mit größter Akribie gestaltet und gemalt wurde. Jeder Punkt, jeder Schleier und Strich steht für sich und für eine einzigartige Konzeptualisierung.

wunderbare Entwicklung

Sara 09.05.2008 - 14:06
Wem diese Malerei nicht verständlich ist und sie unter Wachsmalstift- Kindheits- Gesichtspunkten betrachtet, sollte seinem Laienverständnis entweder mit aufmerksamer Betrachtung der Werke von z.B. Gotthard Graupner, Hans Hartung, Mario Merz oder Georg Baselitz, auf die Sprünge helfen oder sich nicht äußern. Die Orientierung an diesen Künstlern veranschaulicht das Wunderwerk der Abstrakten Malerei und die Wiedergeburt dieser klassischen Malereiauffassung in der Neo- Abstraktion. Wir erleben eine wunderbare Entwicklung.

Neoabstraktion, Theorie und Praxis

Peter van Doren 09.05.2008 - 17:01
Mit einem Kurs in creative Abstraktion hat die Theorie nichts gemein, auch nicht mit einem Diskurs für abstrakte Malerei, in dem man erfährt, welche Art von Illustration die beste Quote bringt.
Die Neoabstraktion von Heiner Erke liefert in seinen Bilderwelten keinen Regelkanon, der die Normen für die Herstellung motivierender Malerei enthält. Weil der Praktiker in diesem Sinne so viel mit ihr anfangen kann, ist seine Maltheorie tatsächlich eine Art neuer Urknall der aus der relativen Masse historischer abstrakter Malerei hervorgeht.
Wer sich für einen Vorrat wilder Sequenzen mit Ewigkeitswirkung interessiert, der muß von der gestalterischen Debatte über Erkes Werke hoch erfreut sein. Das gestaltungstheoretische Denken in den Bildern setzt ja gerade in dem Moment ein, als der Glaube an die Möglichkeit einer überzeitlich gültigen Gestaltungslehre erschüttert wird.
Von grundlegender Bedeutung waren die Urknallaktionen des Künstlers zwischen abstrakten Techniken und detaillierter künstlerischer Aussage in den letzten fünf Jahren.
Die Neo Abstraktion liefert eine lang anhaltende Rückzugsmöglichkeit in die Betrachtung und die zugelassene, sogar gewollte Phantasie. Wer sich bei der Betrachtung dem Rückzugsgefecht mit sich selbst unterwirft sollte zwei Mal hinschauen. Die generelle Verzeitlichung des Denkens die auch die abstrakte Malerei eingeholt hat wird durch die Betrachtung aufgehalten. Interpretation ist frei, das hat schon Charles Wilp gesagt, dessen Monddiskussionen mit Heiner Erke Grundlage der Neo- Abstraktion in den 90ziger Jahren war, woraus sich Anfangs die Balance-Malerei und Skulpturen entwickelten. Das Mondgestein wäre das eigentliche Material gewesen, aus diesem Grunde erledigte sich diese Epoche wegen der irdischen Steinmaterialien von selbst. Ab 2003 produzierte die Neoabstraktionstheorie nicht mehr unmittelbares Handlungswissen, sondern mußte sich der heutigen Zeit reflexiv nähern. Auf unhinterfragbare Gestaltungselemente kann sich die Theorie der Neoabstraktion jedoch heute nicht mehr stützen.
Mit der Umsetzung auf Basis der klassischen Abstraktion in die Neoabstraktion wurde ein neues Kapitel vorgelegt. Erke folgend geht es darum, die Interpretation als unvollendetes Projekt im Geiste in Bewegung zu halten, und er meint dies sicherlich im gegenständlichen Sinne.

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Nicht grad blöd — Gaunap der 99.

haken — kreuz...

sonnenschein — heike hesse

Kunst kommt von Können — Verena Wagner

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"Kunst" — Künstler