Münchener "Kameraden" lassen Richter im Stich
Am 2. März fanden in Bayern Kommunalwahlen statt. Auch in München wurde ein neuer Stadtrat gewählt und dort schaffte Karl Richter, der Kandidat der mit der Münchner NPD fast deckungsgleichen „Bürgerinitiative Ausländerstopp“ (BIA), den Einzug in den Stadtrat. Am Freitag, dem 2. Mai fand nun die Vereidigung des neuen Stadtrats und dessen erste Sitzung statt.
Am 2. März fanden in Bayern Kommunalwahlen statt. Auch in München wurde ein neuer Stadtrat gewählt und dort schaffte Karl Richter, der Kandidat der mit der Münchner NPD fast deckungsgleichen „Bürgerinitiative Ausländerstopp“ (BIA), den Einzug in den Stadtrat. Richter war zuvor u.a. parlamentarischer Berater der NPD-Landtagsfraktion in Sachsen gewesen.
Bereits kurz nach der Wahl hatte es in der Münchner Innenstadt eine Spontandemonstration gegeben.
Am Freitag, dem 2. Mai fand nun die Vereidigung des neuen Stadtrats und dessen erste Sitzung statt. Die Vereidigung fand im Alten Rathaus statt, jenem Ort an dem Joseph Goebbels am 9. November 1938 eine Rede hielt, die als Auftakt der Reichspogromnacht gilt. Gerade an diesem Ort wurde nun Karl Richter vereidigt, der, als den Arm zur Vereidigung heben sollte, einen Hitlergruß angedeutet haben soll.
Parallel fand quasi vor der Tür auf dem Marienplatz eine Kundgebung unter dem Motto „Kein Raum für Nazis“ statt. Viele dauerhafte BesucherInnen hatte die Kundgebung nicht, aber das war weder nötig noch gewollt, schließlich ging es in erster Linie darum möglichst viele Menschen mit Redebeiträgen zu erreichen und dieses Konzept ging auf, war der Marienplatz doch durchgehend sehr voll und einige blieben stehen um den verschiedenen Redebeiträgen zu lauschen.
Einige Nazis versuchten immer wieder die Kundgebung zu stören und Portraitaufnahmen von den TeilnehmerInnen zu machen. Mit dabei waren unter anderem Renate Werlberger und Norman Bordin, der nun dank der BIA einen Job im Rathaus hat. Die Nazis versuchten auch mit einem BIA-Transparent („Gedenkt den Opfern der Ausländergewalt“ oder so ähnlich) neben der Kundgebung zu posieren. Mit einem Sprint in Tradition von Tommie Smith und John Carlos konnte dies jedoch von aufmerksamen AntifaschistInnen sehr schnell unterbunden werden. Zwar gelang es nicht das Transparent zu klauen, aber dafür zerriss es. Als die Nazis später etwas abseits am „Fischbrunnen“ versuchten mit den Resten des Transparents erneut zu posieren wurde dies von der Polizei sehr schnell unterbunden.
Im Verlauf des Tages fand dann die erste Sitzung des neuen Stadtrats statt. Auf der Zuschauergalerie hatten auch Norman Bordin und zwei Nazi-Stiernacken Platz genommen. Karl Richter erschien in schwarzem Anzug, weißem Hemd und roter Krawatte. Die ganze Sitzung über hatte er rein gar nichts zu sagen. Selbst als es darum ging, die Stadtratsordnung dahingehend zu ändern, das Provokationen und Missbrauch von der Antragsmöglichkeiten unterbunden werden können und sowohl der Grünen-Stadtrat Benker als auch OB Ude dabei indirekt Bezug auf Richter nahmen und ihn ansahen kam keinerlei Reaktion. Vielleicht fühlte sich Richter auch einfach allein gelassen, denn schließlich hatten seine „Kameraden“ von der Galerie das Rathaus zu diesem Zeitpunkt schon längst verlassen.
Alles in allem ein durchaus erfolgreicher Tag für Münchner AntifaschistInnen und das ohne großen Aufwand. Karl Richter hielt den ganzen Tag die Schnauze. Das dies so bleiben soll, daran sollten Richter und seine „Kameraden“ allerdings in Zukunft auch öfter mal direkt erinnert werden.
Bereits kurz nach der Wahl hatte es in der Münchner Innenstadt eine Spontandemonstration gegeben.
Am Freitag, dem 2. Mai fand nun die Vereidigung des neuen Stadtrats und dessen erste Sitzung statt. Die Vereidigung fand im Alten Rathaus statt, jenem Ort an dem Joseph Goebbels am 9. November 1938 eine Rede hielt, die als Auftakt der Reichspogromnacht gilt. Gerade an diesem Ort wurde nun Karl Richter vereidigt, der, als den Arm zur Vereidigung heben sollte, einen Hitlergruß angedeutet haben soll.
Parallel fand quasi vor der Tür auf dem Marienplatz eine Kundgebung unter dem Motto „Kein Raum für Nazis“ statt. Viele dauerhafte BesucherInnen hatte die Kundgebung nicht, aber das war weder nötig noch gewollt, schließlich ging es in erster Linie darum möglichst viele Menschen mit Redebeiträgen zu erreichen und dieses Konzept ging auf, war der Marienplatz doch durchgehend sehr voll und einige blieben stehen um den verschiedenen Redebeiträgen zu lauschen.
Einige Nazis versuchten immer wieder die Kundgebung zu stören und Portraitaufnahmen von den TeilnehmerInnen zu machen. Mit dabei waren unter anderem Renate Werlberger und Norman Bordin, der nun dank der BIA einen Job im Rathaus hat. Die Nazis versuchten auch mit einem BIA-Transparent („Gedenkt den Opfern der Ausländergewalt“ oder so ähnlich) neben der Kundgebung zu posieren. Mit einem Sprint in Tradition von Tommie Smith und John Carlos konnte dies jedoch von aufmerksamen AntifaschistInnen sehr schnell unterbunden werden. Zwar gelang es nicht das Transparent zu klauen, aber dafür zerriss es. Als die Nazis später etwas abseits am „Fischbrunnen“ versuchten mit den Resten des Transparents erneut zu posieren wurde dies von der Polizei sehr schnell unterbunden.
Im Verlauf des Tages fand dann die erste Sitzung des neuen Stadtrats statt. Auf der Zuschauergalerie hatten auch Norman Bordin und zwei Nazi-Stiernacken Platz genommen. Karl Richter erschien in schwarzem Anzug, weißem Hemd und roter Krawatte. Die ganze Sitzung über hatte er rein gar nichts zu sagen. Selbst als es darum ging, die Stadtratsordnung dahingehend zu ändern, das Provokationen und Missbrauch von der Antragsmöglichkeiten unterbunden werden können und sowohl der Grünen-Stadtrat Benker als auch OB Ude dabei indirekt Bezug auf Richter nahmen und ihn ansahen kam keinerlei Reaktion. Vielleicht fühlte sich Richter auch einfach allein gelassen, denn schließlich hatten seine „Kameraden“ von der Galerie das Rathaus zu diesem Zeitpunkt schon längst verlassen.
Alles in allem ein durchaus erfolgreicher Tag für Münchner AntifaschistInnen und das ohne großen Aufwand. Karl Richter hielt den ganzen Tag die Schnauze. Das dies so bleiben soll, daran sollten Richter und seine „Kameraden“ allerdings in Zukunft auch öfter mal direkt erinnert werden.
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Ergänzungen
24 Anträge
mann mann mann
Wer sich mit der Person Karl Richter mal beschäftigt, wird bedauerlicher Weise feststellen, dass der Mann hochintelligent ist und definitiv keine Diskussion schäut. Zumal er auch parlamentarisch erfahren ist und sich als Historiker sehr gut artikulieren kann.
Es ist des weiteren schon bemerkenswert, dass der Autor einerseits von antifaschistischen Protesten nach der Kommunalwahl schreibt, andererseits liesen die Münchner Antifaschisten die Nazis beinahe ungestört ihren Wahlkampf führen liessen wie z.B. Unterschriftensammlung auf Marienplatzt. Der Marienplatzt war mehrere Wochen besetzt von Nazis!!
Und wenn man sich die ganze Geschichte einmal ins Auge fasst, wer glaubt denn die Sache mit dem Hitlergruß???
Wer glaubt den wirklich, dass Karl Richter so dumm wäre ???
Ich meine in diesem ganzen Beitrag nur, warum können wir dem Feind nur mit Lüge und Hetzte entgegentreten? Wir haben schließlich die Argumente auf unserer Seite!
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Das ist ein Erfolg — Karoline
ein Satz — Lulu
das mit dem unklaren Gruß... — m
WICHTIGE FRAGE — Anonymus
gruss aufklärung — watdenn