Wem gehört das Zwittersymbol?
Eklat bei der Kontroverseum Missbrauch des Zwittersymbols im Programm des schwullesbischen Fimfestivals "Pink Apple": Zwei Tage vor der Podiumsdiskussion von heute Abend lud "Pink Apple"die Vertreterin von Betroffenen aus der Schweiz und aus Deutschland kurzerhandaus.
Mehrere Betroffene aus der Schweiz und aus Deutschland (darunterMitglieder der Selbsthilfegruppen XY-Frauen und zwischengeschlecht.org und des Dachverbandes Intersexuelle Menschen e.V.) baten darauf "Pink Apple" persönlich, die Anliegen und Bedenken der Betroffenen unter anderem betreffend der Verwendung des Zwittersymbols ernst zu nehmenund die Ausladung rückgängig zu machen, jedoch ohne Erfolg.
Anlass der Podiumsdiskussion ist die Aufführung von "Die Katze wäreeher ein Vogel" von Melanie Jilg. Als Vertreterin der"Intersexcommunity der Schweiz" wurde dazu Daniela Truffer alsGründungsmitglied der schweizerischen Selbsthilfegruppe zwischengeschlecht.orgeingeladen. Kontext der Diskussion sei das "Thema der Intersexualitätund deren Problematik in unserer engen rechtlichen Struktur". (Obwohldie eigentliche Problematik aus Sicht der Betroffenen in erster Liniein den menschenrechtswidrigen genitalen Zwangsoperationen liegt,benutzen Transgender das Thema "Intersexualität" meist, um ihre eigenenAnliegen betreffend Vereinfachung von Personenstandsänderungen zupropagieren.)
Ebenso missbraucht Pink Apple das Zwittersymbol als Icon für"Transgender" und reduziert damit, wie beispielsweise auch das 17.Internationale Queer Filmfestival "Verzaubert", einmal mehr die Leidender real existierenden Zwitter auf das "komplexe Genderthema".
"Pink Apple" verweigert Dialog
Auf die von Daniela Truffer und weiteren Betroffenen perMail vorgebrachtenBedenken erfolgte von Seiten von "Pink Apple" bisher keine inhaltlicheStellungnahme. Es wurde lediglich darauf verwiesen: "Die Diskussionwelche Zeichen welche Gender bezeichnen, wäre dann vielleicht eine diean diesem Filmabend geführt werden könnte...."
Auch auf zwei offene Briefe (eins, zwei)erfolgte keine inhaltliche Stellungnahme. Immerhin erklärte "PinkApple" als Antwort auf den zweiten offenen Brief, die "Argumente zurKenntnis genommen [zu haben] und [...] sie für eine nächsteFestivalsausgabe in Betracht [zu] ziehen".
Drei Tage später wurde Daniela Truffer als Vertreterin der Betroffenen von Pink Apple von der Diskussion kurzerhand ausgeladen. Als zwei der Protagonist_innen von"Die Katze wäre eher ein Vogel" sich mit Daniela Truffersolidarisierten und "Pink Apple" baten, die Bedenken ernst zu nehmenund ihre Teilnahme an der Diskussion noch einmal zu erwägen, blieb"Pink Apple" hart mit der Begründung, sie hätten bereits Mitte Märzbeschlossen, die Diskussionsrunde anders aufzugleisen bzw. dieTeilnehmer auf die Mitwirkenden des Films zu beschränken. Eine dritteProtagonistin, die ebenfalls für die Diskussion in Zürich angefragtworden war, hatte abgesagt, da sie von Anfang an das Gefühl hatte,"Pink Apple" wolle sie nur für eigene Zwecke missbrauchen.
Offensichtlich scheint "Pink Apple" davon auszugehen, mittelsDialogverweigerung liessen sich Zwitter, ihr reales Dasein und ihreberechtigten Anliegen aus der Welt schaffen, nach dem Motto "Aus denAugen, aus dem Sinn".
Wir "Intersexuellen" lassen uns jedoch den Mund nicht verbieten undwerden auch künftig Ausgrenzung und Vereinnahmung von Betroffenenthematisieren und uns dagegen zur Wehr setzen. In der Hoffnung, dasseventuell zu einem späteren Zeitpunkt ein konstruktiver Dialog möglichsein wird.
zwischengeschlecht.info
Anlass der Podiumsdiskussion ist die Aufführung von "Die Katze wäreeher ein Vogel" von Melanie Jilg. Als Vertreterin der"Intersexcommunity der Schweiz" wurde dazu Daniela Truffer alsGründungsmitglied der schweizerischen Selbsthilfegruppe zwischengeschlecht.orgeingeladen. Kontext der Diskussion sei das "Thema der Intersexualitätund deren Problematik in unserer engen rechtlichen Struktur". (Obwohldie eigentliche Problematik aus Sicht der Betroffenen in erster Liniein den menschenrechtswidrigen genitalen Zwangsoperationen liegt,benutzen Transgender das Thema "Intersexualität" meist, um ihre eigenenAnliegen betreffend Vereinfachung von Personenstandsänderungen zupropagieren.)
Ebenso missbraucht Pink Apple das Zwittersymbol als Icon für"Transgender" und reduziert damit, wie beispielsweise auch das 17.Internationale Queer Filmfestival "Verzaubert", einmal mehr die Leidender real existierenden Zwitter auf das "komplexe Genderthema".
"Pink Apple" verweigert Dialog
Auf die von Daniela Truffer und weiteren Betroffenen perMail vorgebrachtenBedenken erfolgte von Seiten von "Pink Apple" bisher keine inhaltlicheStellungnahme. Es wurde lediglich darauf verwiesen: "Die Diskussionwelche Zeichen welche Gender bezeichnen, wäre dann vielleicht eine diean diesem Filmabend geführt werden könnte...."
Auch auf zwei offene Briefe (eins, zwei)erfolgte keine inhaltliche Stellungnahme. Immerhin erklärte "PinkApple" als Antwort auf den zweiten offenen Brief, die "Argumente zurKenntnis genommen [zu haben] und [...] sie für eine nächsteFestivalsausgabe in Betracht [zu] ziehen".
Drei Tage später wurde Daniela Truffer als Vertreterin der Betroffenen von Pink Apple von der Diskussion kurzerhand ausgeladen. Als zwei der Protagonist_innen von"Die Katze wäre eher ein Vogel" sich mit Daniela Truffersolidarisierten und "Pink Apple" baten, die Bedenken ernst zu nehmenund ihre Teilnahme an der Diskussion noch einmal zu erwägen, blieb"Pink Apple" hart mit der Begründung, sie hätten bereits Mitte Märzbeschlossen, die Diskussionsrunde anders aufzugleisen bzw. dieTeilnehmer auf die Mitwirkenden des Films zu beschränken. Eine dritteProtagonistin, die ebenfalls für die Diskussion in Zürich angefragtworden war, hatte abgesagt, da sie von Anfang an das Gefühl hatte,"Pink Apple" wolle sie nur für eigene Zwecke missbrauchen.
Offensichtlich scheint "Pink Apple" davon auszugehen, mittelsDialogverweigerung liessen sich Zwitter, ihr reales Dasein und ihreberechtigten Anliegen aus der Welt schaffen, nach dem Motto "Aus denAugen, aus dem Sinn".
Wir "Intersexuellen" lassen uns jedoch den Mund nicht verbieten undwerden auch künftig Ausgrenzung und Vereinnahmung von Betroffenenthematisieren und uns dagegen zur Wehr setzen. In der Hoffnung, dasseventuell zu einem späteren Zeitpunkt ein konstruktiver Dialog möglichsein wird.
zwischengeschlecht.info
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Ergänzungen
Ein paar Links
Wird schon lange benutzt
Unicode
Es ist die Übericht alle Unicode-Zeichen, international genormt. Auf der dazugehörigen Website heisst es...
"The Unicode Consortium is a non-profit organization originally founded to develop, extend and promote use of the Unicode Standard, which specifies the representation of text in modern software products and standards."
Dem Konsortium gehören grosse Computerfirmen an, Softwareentwickler, Datenbankfirmen, internationale Agenturen usw. Auf Wikipedia heisst es:
"Das gemeinnützige Unicode Consortium wurde 1991 gegründet und ist für den Industriestandard Unicode verantwortlich. "
Schaut man sich die Tabelle der unicode-Zeichen und die Bedeutung näher an und sucht dann, das zeichen mit der Nummer 26A5, so steht da folgendes:
"MALE AND FEMALE SIGN =transgendered sexuality und =hermaphrodite (in entomology)"
Das interessante ist nun, wenn man z.B. unter wissen.de nachschlägt, was Entomologie wörtlich übersetzt bedeutet. Nämlich folgendes:
"Entomologie=[griechisch entomos, „eingeschnitten“] die Insektenkunde."
Also: Nach unicode gehört das Symbol zur Insektenkunde und zu Transgender. Und nun?
interessant
trotzdem soll es laut Kim 08.05.2008 - 02:13 "nach unicode" bei menschen ausschliesslich für transgender stehen (und für zwitter, wenn überhaupt, gerade mal -- in der "insektenkunde").
viel deutlicher lässt sich die grundsätzliche problematik wohl kaum illustrieren ...
ebenso, warum indymedia für traumatisierte zwitter nach wie vor kein sicherer ort ist.
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
bekämmpft euch — egal
oh mann — mike
Unkreatives Logo — >Tom
Markenschutz. — VerMarktet
Flugblatt — seelenlos