Rev. 1Mai Demo in Magdeburg

Antifa 01.05.2008 18:40 Themen: Antifa Soziale Kämpfe Weltweit
Auch in diesem Jahr fand in Magdeburg eine revolutionäre 1.Mai-Demo statt . Trotzdem es viele andere wichtige Termine gab wie zum Beispiel die Verhinderung des Naziaufmarsches in Hamburg oder die 1.Mai Demos in Berlin kamen knapp 100 Menschen zusammen um ihre Ablehnung des bestehenden Systems auf die Straße zu tragen.
Während DGB und Polizei ein gemeinsames Fest mit Bier und Bratwurst veranstaltete, demonstrierten autonome und kommunistische Gruppen, um unter dem Motto "Heraus zum kämpferischen 1. Mai! Organisieren wir uns gemeinsam für eine Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung!" wirklich proletarische Politik auf die Straße zu tragen. Neben Grussworten von Revolutionären 1. Mai Demos der ganzen Bundesrepublik und der Schweiz, wurden verschiedene Redebeiträge verlesen, welche sich hauptsächlich mit der sozialen Situation in Sachsen - Anhalt und der Perspektive für einen gemeinsamen Klassenkampf, auf internationalistischer und antipatriachaler Grundlage, auseinandersetzten.

Noch vor Beginn der Demonstration tauchten ca. ein Dutzend "Anti- Antifas" beim Startplatz auf. Nach kurzer Provokation, versuchten 8 Nazis einen Angriff auf die noch nicht vollzählig versammelten KundgebungsteilnehmerInnen.
Wohl eine Mischung aus Alkohol und Herrenrasse-Überlegenheitswahn schien ihnen anscheinend dabei Erfolg zu versprechen. Als sich die Mehrheit der Anwesenden den Dummnazis offensiv entgegenstellte, dauerte es nur kurz bis die ersten Zwei Faschisten am Boden lagen.
Die Polizei griff zum Glück für den „nationalen Widerstand“ ein und verhinderte eine komplette Niederlage und unter ihren Schutz konnten die Nazis dann entkommen.
Generell war die Polizei in einer Stärke vertreten die wohl eine andere Einschätzung der Gefahrenlage voraussetzte. Da auf jeden Demonstrant ca. 2- 3 Polizisten die Demo begleiteten liefen wir also in einem Wanderkessel. Dennoch zog die Demo lautstark durch die Innenstadt und versuchte mittels Flugblättern und sehr informativen Redebeiträgen die Bevölkerung zu erreichen. Nach Abschlusz der Demo am Hauptbahnhof fuhren noch einige Menschen zu weiteren 1.Mai-Aktivitäten weiter nach Berlin.

Trotz massivster Bullenpräsens und unerhörten Auflagen, haben wir es geschafft klassenkämpferische und revolutionäre Positionen auch in Magdeburg am 1. Mai transparent zu machen.

Klassenkampf organisieren – Kapitalismus abschaffen!
Freiheit für alle sozialen und politischen Gefangenen - weltweit!
Hoch die Internationale Solidarität!

zusammen kämpfen, 1. Mai 2008
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Ergänzungen

grussbotschaften

di 01.05.2008 - 21:55
Grussbotschaften von anderen Maidemos die in MD verlesen wurden:

Hallo liebe Genossinnen und Genossen der Mobilisierung zum Revolutionären 1. Mai in Magdeburg. Wir schicken Euch hiermit unsere solidarischen Grüße aus Stuttgart.

Seit fast 120 Jahren gehen am 1. Mai in vielen Ländern der Welt Menschen auf die Straßen um für ein Ende der herrschenden Zustände einzutreten. Dort wo Prozesse in Gang gesetzt wurden, die bereits auf ein Ende des Kapitalismus hoffen lassen – etwa in Teilen Lateinamerikas wie Venezuela und aktuell auch in Nepal – werden am 1. Mai auch schon die bisherigen Erfolge gefeiert.
Wir zeigen hier in Stuttgart nach einer Unterbrechung nun im fünften Jahr in Folge, ebenso wie Ihr bei eurer 1. Mai Mobilisierung, unseren Protest und Widerstand gegen das kapitalistische System, gegen Ausbeutung und Unterdrückung. Wir wollen heute die verschiedenen Kämpfe, etwa gegen die Angriffe von Staat und Kapital, gegen Rassismus und Faschismus und gegen patriarchale Unterdrückung auf einen Nenner bringen und propagieren die Forderung nach einer befreiten, einer klassenlosen Gesellschaftsordnung.

Wie auch Ihr, halten wir an einer revolutionären Mobilisierung zum 1. Mai fest. Weder lassen wir zu, dass er von den Sozialdemokraten für ihre entpolitisierenden Feste vereinnahmt wird, noch lassen wir ihn uns von staatlicher Repression oder den Faschisten nehmen. Der 1. Mai war, ist und bleibt der weltweite Kampftag des Proletariats, an ihm gilt es unsere Interessen offensiv zu propagieren.

Mit unserem diesjährigen Motto "Die Zukunft in die eigenen Hände nehmen! Geschichte machen!" thematisieren wir die lange und von Siegen und Erfolgen aber auch von Niederlagen gezeichnete Geschichte der revolutionären und kommunistischen Bewegung. An dieser gilt es heute anzuknüpfen und auch an den anderen Tagen im Jahr die Forderung nach einer Überwindung des Kapitalismus auf die Tagesordnung zu bringen.

Wir wünschen Euch einen erfolgreichen und revolutionären 1. Mai!

Den Kapitalismus auf den Müllhaufen der Geschichte!
Für eine Revolutionäre Perspektive - Für den Kommunismus!

Revolutionäre Aktion Stuttgart

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Grußbotschaft des Revolutionären 1. Mai Bündnis, 18 Uhr Demo Berlin
Kreuzberg.

Einiges hat sich im berühmt berüchtigten Kreuzberg und für die linke
Szene von Berlin verändert, seit dem Kreuzberger Aufstand von 1987. Aber
eines ist immer gleich geblieben: die Bullen wünschen sich schlechtes
Wetter und Platzregen, trotzdem hat fast immer die Sonne am 1. Mai in
Kreuzberg geschienen. Und heute sind wie immer mehrere Tausende auf der
Revolutionären 1. Mai Demonstration in Kreuzberg. Die Herrschenden und
ihre Büttel haben bereits alle Methoden gegen die Kreuzberger
Widerstandstradition ausprobiert: Totalverbot, Prügelorgien der Polizei,
Spaltereien, Stadtteilverbote und andere Befriedungskonzepte. Seit
einigen Jahren heißt es nun, seitdem der Senat ein komplettes
Stadtteilfest mit dem Namen "Myfest" finanzieren um die Akzeptanz der
Bullen im Stadtteil zu fördern und die Revolutionäre Demo in Kreuzberg
zu illegalisieren, der 1. Mai würde sich totlaufen. Doch sie haben es
nicht geschafft. Illegale Spontandemos die sie nicht verhindern konnten
und massiver politischer Druck haben dazu geführt, dass wir wieder
Großdemos mit Tausenden TeilnehmerInnen mitten durch Kreuzberg
durchsetzen konnten.

Wir sagen: Zusammen kämpfen, gegen Krieg und Kapitalismus - für die
soziale Revolution. Und mit dem Motto "Zusammen kämpfen" grüßen wir
jeden Einzelnen auf Eurer Demonstration. Lasst Euch nicht unterkriegen
und lasst Euch nichts gefallen, leistet Widerstand, kämpft weiter, so
wie weltweit rund um den Globus am 1. Mai - dem linken Kampftag der
Unterdrückten - Millionen auf der Straße sind.

Wer vom Kapitalismus nicht reden will, soll vom Faschismus schweigen!
Hoch die Internationale Solidarität!
Freiheit für alle politischen Gefangenen weltweit!
1. Mai Straße frei - nieder mit der Polizei!

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Grussbotschaft des revolutionären 1. Mai in Zürich

Auf der ganzen Welt demonstrieren am heutigen Kampftag der ArbeiterInnenklasse Hunderttausende gegen Ausbeutung, Unterdrückung und Krieg und gegen das kapitalistische System, das nur noch Zerstörung und Elend produziert:

Kriege, Hunger, Bankencrashs, Arbeitslosigkeit, von Menschenhand produzierte Naturkatastrophen – so hat der Kapitalismus die Welt zu Boden gewirtschaftet. Der Mangel an lukrativen Anlagemöglichkeiten macht das Kapital „erfinderisch“ und so investiert die Bourgeoisie mit ihrer unersättlichen Gier nach Profit in die Kriegsindustrie, in wertlose US-Immobilien oder in Wasser und Grundnahrungsmittel. Gegen die durch Freihandelsabkommen und Spekulation massiv verteuerten Lebensmittelpreise protestieren seit Monaten Hunderttausende in Ägypten, Argentinien, Burkina Faso, Haiti, Honduras, Elfenbeinküste, Indonesien, Jemen, Kamerun, Marokko, Mauretanien, Mexiko und Peru.

Im Westen nichts Neues – der imperialistische Krieg ist längst zur Normalität geworden. Der Krieg in Afghanistan und im Irak tobt weiter und die Besatzungsmächte halten unbeirrt an ihrer neokolonialen Politik fest. Krieg ist die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln
Und die dominierende Politik eines kapitalistischen Landes ist nichts anderes als die Bündelung der wirtschaftlichen, territorialen und ideologischen Interessen der herrschenden Klasse. Gegen Innen drückt sich das als Klassenkampf gegen die arbeitende Klasse, gegen Aussen als Kampf gegen die imperialistischen Konkurrenz aus.

Auch in der Schweiz ist der Klassenkampf von oben spürbar härter geworden. In der allgemeinen Rechtsentwicklung übernimmt die Blocher-Partei (SVP) lediglich die propagandistische Drecksarbeit für die herrschende Klasse. Die konkreten Angriffe auf die Löhne und die sozialen Errungenschaften werden von allen bürgerlichen Parteien und der Sozialdemokratie gemeinsam getragen. Was so auf dem Buckel der ArbeiterInnen und Angestellten eingespart wird, gibt der Staat mit lockerer Hand für die verschärfte Repression wieder aus.

Ein noch nie da gewesener Angriff auf den international bekannten klassenkämpferischen 1. Mai in Zürich reiht sich darin nahtlos ein. Der Frontalangriff läuft über Staat, Regierung, Gewerkschaftsführung, Sozialdemokratie (SP) bis hin in die reformistische Linke. Ein gänzliches Verbot oder Aufhebung als arbeitsfreier Tag ist Thema im Parlament. Ein Verbot der Teilnahme aller Organisationen, die sich nicht klar und deutlich von der Gewalt als Mittel im Klassenkampf distanzieren, wird von der SP und der Gewerkschaftsführung seit dem letzten Jahr eingefordert.

Unter diesem Druck verschob die reformistische Linke das 1. Maifest auf den 3./4. Mai. Dies sei ihr Beitrag für einen friedlichen 1. Mai ohne Ausschreitungen. Für uns heisst das, es wird den Bullen freie Bahn für die Verhinderung resp. militärische Angriffe auf die revolutionäre 1. Mai Demo ermöglicht! Sie alle haben ein gemeinsames Ziel, den revolutionären 1. Mai zu verbieten, zu isolieren und zu zerschlagen!

Wir haben versucht, diesen generellen, in der Rechtsentwicklung festzumachenden Angriff in Initiative umzudrehen und organisieren uns gemeinsam mit zahlreichen widerständischen, klassenkämpferischen und kulturellen Gruppen unter der Parole „Widerstandskultur verteidigen – 1. Mai am 1. Mai“. Wir nehmen gemeinsam am traditionellen Umzug am Morgen statt und lassen unsere Teilnahme nicht verbieten. Am Nachmittag rufen wir zum revolutionären Treff auf. Mit einem umfassenden Polit- und Kulturprogramm und revolutionärem Handeln wollen wir uns nicht nur nicht isolieren lassen, sondern einen erkämpften politischen Raum verteidigen.

Während ihr unsere revolutionären Grüsse bei euch vermittelt, ist bei uns alles im vollen Gange, was uns gelingen wird, wissen wir erst am Abend. Was wir aber sicher wissen: wir tragen nicht nur am heutigen Tag den Kampf für eine revolutionäre Perspektive auf die Strasse.

Solidarische und klassenkämpferische Grüsse an euch alle und viel Erfolg bei der Durchsetzung eurer Initiativen

Revolutionäres Bündnis Region Zürich, Revolutionärer Aufbau Zürich

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Solidarische Grüße von der revolutionären 1. Mai Demo aus Nürnberg!


Bereits im 18. Jahr findet hier eine revolutionäre 1.Mai-Demo statt. Dies
es Jahr steht die Demo in unter dem Motto: „Ausbeutung und Unterdrückung beenden!
Kapitalismus abschaffen! Es gibt keine Alternative zur sozialen Revolution! “
Jedoch müssen wir auch wieder in diesem Jahr einen Naziaufmarsch verhindern. Die
NPD plant heute auf unseren Strassen einen Aufmarsch und versucht den 1.Mai mit
ihrer völkischen Ideologie zu besetzen. Das wird aber nicht einfach für das Fascho-Pack, da unsere Demo von Gostenhof unterwegs ist in die Nürnberger Nordstadt. Dort wollen wir ihrer rassistischen und nationalistischen Hetze aktiv entgegentreten.

Denn der 1.Mai ist unser Tag!

Der 1.Mai ist der Tag derjenigen für die der Kapitalismus nicht Alternativlos
ist und die nicht bereit sind Ausbeutung und Unterdrückung widerstandslos
hinzunehmen.

Der 1.Mai ist der Tag aller, die sich eine befreite Gesellschaft vorstellen
können:

Eine Gesellschaft ohne Arbeitszwang und Kriege, ohne sexistische und
rassistische Diskriminierung, ohne Naturzerstörung, ohne Faschismus und
Antisemitismus, ohne Konkurrenz und Leistungsdruck, ohne Verzweiflung und
Angst, ohne Hunger und Elend.

Für diese befreite Gesellschaft setzen WIR wie IHR unseren Willen und unsere
Kraft ein. In Nürnberg wie auch in Hamburg, Stuttgart, Magdeburg, Berlin,
Zürich und anderswo auf der ganzen Welt wollen wir nicht länger die betrogenen
sein. Wir schließen uns zusammen, wir solidarisieren uns, wir leisten kollektiv
Widerstand. Wir kämpfen für eine Welt ohne Kapitalismus - denn wir wissen das
herrschende System darf nicht das Ende der Geschichte sein.

In diesem Sinne senden wir euch über 3000 solidarische Grüße und eine herzliche
Umarmung.

Haut rein und lasst euch nix gefallen!
Für die soziale Revolution!

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